HR - Programmbeschwerde „Demos gegen Deepfakes und digitale Gewalt“

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren
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HR - Programmbeschwerde „Demos gegen Deepfakes und digitale Gewalt“

Beitrag von Maren »

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Mitglieder des Rundfunkrats des Hessischen Rundfunks,

hiermit erhebe ich förmliche Programmbeschwerde gegen die Berichterstattung in der Sendung hessenschau vom 26.03.2026 (Beitrag zu „Demos gegen Deepfakes und digitale Gewalt“ / „Hessen geht gegen digitale Gewalt vor“).

Link zur Sendung: https://www.ardmediathek.de/video/hessenschau/hessen-geht-gegen-digitale-gewalt-vor/hr/YzVjZWZkNGEtM2UzNi00MGQ0LThiOWQtNGUxMzEwNmVjYjU3

In dem Beitrag wird eine Mitorganisatorin der Demonstration interviewt. Sie wird ausschließlich als „Lara – Demo-Mitorganisatorin“ eingeblendet und vorgestellt (Minute 2:30-2:44). Es erfolgt keinerlei Hinweis darauf, dass es sich bei der Interviewten um Lara Kannappel handelt, die als langjähriges SPD-Mitglied und ehemalige Juso-Bezirksvorsitzende Hessen-Nord parteipolitisch verortet ist.

Diese kontextfreie Präsentation verstößt gegen die Grundsätze der Wahrhaftigkeit, Ausgewogenheit und Sachlichkeit. Der Zuschauer erhält den Eindruck, eine rein bürgerschaftlich motivierte, parteiunabhängige Aktivistin zu hören. Die relevante parteipolitische Nähe der Interviewten wird vollständig verschwiegen. Dies führt zu einer irreführenden Darstellung der Demonstration und ihrer Organisatoren. Besondere Brisanz gewinnt dieser Vorgang dadurch, dass Bundesjustizministerin Hubig (ebenfalls SPD) ein Gesetz auf den Weg bringen will, das die Forderungen jener Demos gegen Deepfakes aufgreift.

Ich bitte daher den Rundfunkrat,

die beanstandete Berichterstattung zu prüfen,

den Hessischen Rundfunk zu einer Stellungnahme aufzufordern und ggf. eine Korrektur oder ergänzende Berichterstattung zu veranlassen, in der die parteipolitische Einordnung der Interviewten klar benannt wird,

mich schriftlich über das Ergebnis der Prüfung und die getroffenen Maßnahmen zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Der Name des Einsenders ist uns und dem Sender bekannt.
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