Sehr geehrter Herr Dr. Himmler,
am 13. Februar 2026 veröffentlichte das ZDF den Beitrag „Wie Angst vor einer Bargeld-Abschaffung geschürt wird“.
Die Publikation verstößt an einigen Punkten gegen die Programmrichtlinien Ihrer Sendeanstalt, wie wir nachfolgend ausführen. Der Beitrag trägt das Etikett Faktencheck und will beweisen, dass Ängste vor einer Bargeldabschaffung keine Grundlage besäßen.Eine Definition für diese Behauptung sucht man jedoch vergeblich. Folglich leistet der Text wenig für das ZDF, dem eigenen Auftrag gemäß „Falschnachrichten aufzudecken“ (Ziffer 1 Absatz 3 Programmrichtlinien).
Autor Nils Metzger stellt „Pläne zur Bargeld-Abschaffung“ als unbegründet dar. Er verkennt, dass die Währungshoheit bei der Europäischen Union liegt, wenn er mit deutschen Gesetzen und dem Ansinnen der Bundesregierung argumentiert, um kritische Stimmen zu widerlegen. Sein Text nutzt stellenweise ein diffamierendes Vokabular, das in Angeboten öffentlich-rechtlicher Sender nichts zu suchen hat. Fakten sind nüchtern, sachlich und wertungsfrei zu überprüfen. Der Beitrag ergreift einseitig Partei für die Politik der Bundesregierung.
Die Aussagen der Koalitionsparteien zum Bargeld werden ebenso wenig hinterfragt wie das Urteil namentlich ungenannter „Experten“, das die EU-Pläne zur Beschränkung des Bargelds unterfüttern soll.
Auf der anderen Seite jedoch heißt es in dem Beitrag, „Kritiker von digitalen Bezahlmodellen“ würden teils „Eigeninteressen“ verfolgen und mit „betrügerischen Geschäftsmodellen“ arbeiten. Die Anti-Bargeld-Kampagnen aus dem Finanzsektor dagegen fallen gänzlich unter den Tisch. Dass es seriöse Warnungen vor einer weitgehenden Abschaffung des Bargelds gibt und wie sie begründet werden, erfährt das Publikum nicht.
Vollständige Beschwerde von Hansjörg Stützle und Hakon von Holst:
ZDF - Wie Angst vor einer Bargeldabschaffung geschürt wird
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