Wie Das Erste seine Politmagazine ausbremst

Politmagazine - das einstige Tafelsilber der öffentlich-rechtlichen Anstalten - verkommen nach Ansicht von Medienexperten zusehends zu Verbrauchermagazinen und erreichen nach einer Studie zum Thesenjournalismus bei sämtlichen Leistungskriterien kaum mehr als 30 Prozent Zustimmung. Was ist passiert und wie lässt sich der Bedeutungsverlust aufhalten?
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Maren
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Wie Das Erste seine Politmagazine ausbremst

Beitrag von Maren »

Immer häufiger weichen "Panorama" und Co. Serien, Sport oder Eventprogrammen und verlieren dabei schleichend ihren festen Platz im Ersten

Im Juni 2021 feierte das Politmagazin «Panorama» sein 60-jähriges Jubiläum. Fünf Jahre nach dem Geburtstag scheint die Feierfreude jedoch nicht besonders groß zu sein. Schon vor einem halben Jahrzehnt wurden Magazine von diversen Politikern beschossen. Doch inzwischen sitzt der Gegner nicht mehr unbedingt im Plenarsaal, sondern offenbar in der Programmredaktion von Das Erste.
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Neben den üblichen "Panorama"-Filmen wie „Das Netzwerk der Vergewaltiger“ oder „Mit deutscher Technik: So schützt Putin seine Atomwaffen“ tauchen mindestens einmal jährlich recht schwache Dokumentationen auf. Der Film „Tanken und das Klima“ lief mit 2,26 Millionen Zuschauern zwar recht gut, bot wenig neue Erkenntnisse über bereits bekannte Zusammenhänge. Auf der einen Seite wurden Tankstellenbetreiber befragt, die mit fossilen Brennstoffen, Tabak und Alkohol ihre Umsätze erzielen, auf der anderen Seite ging es um die Wandlung zur E-Mobilität. Die Zuschauer bekamen letztlich einen Ist-Bericht ohne Neuigkeitswert. Was sollte dieses Werk bezwecken? Dass die Tankstellenbetreiber ihren Lebensunterhalt aufgeben und sich einen Job im Bereich erneuerbarer Energien suchen? Unter Journalisten blieb das Werk eher eine offene Frage nach dem Sinn als ein Beweis für Sinnhaftigkeit.
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Die letzte "Panorama"-Folge im vergangenen Jahr lief am 4. Dezember, die erste Ausgabe in diesem Jahr – mit der „Tanken“-Dokumentation – am 29. Januar. Sieben Wochen Sendepause bekam das Team um NDR-Moderatorin Anja Reschke. Doch damit nicht genug: Die erste reguläre Folge ist erst am 26. Februar 2026 zu sehen. Das Ersatzprogramm ist zum Teil dürftig. Die Serie «Mozart/Mozart» schnappte sich einen Sendeplatz, obwohl die Kritiken durchweg enttäuschend waren.

Gleich drei Mal ließ Strobl die Polit-Sendungen ohne ersichtlichen Grund ausfallen: Am 6., 13. und 22. Januar wurden im Anschluss an "In aller Freundschaft» oder den Donnerstagskrimi direkt die "Tagesthemen" gesendet.

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