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Talk, Talk, Talk

Politmagazine - das einstige Tafelsilber der öffentlich-rechtlichen Anstalten - verkommen nach Ansicht von Medienexperten zusehends zu Verbrauchermagazinen und erreichen nach einer Studie zum Thesenjournalismus bei sämtlichen Leistungskriterien kaum mehr als 30 Prozent Zustimmung. Was ist passiert und wie lässt sich der Bedeutungsverlust aufhalten?
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Maren

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Re: Talk, Talk, Talk

Beitrag29. Juli 2018, 11:30

„Dunja Hayali“: Am Thema Flüchtlinge krachend gescheitert

Acht Gäste und viele kleine Filme: „Dunja Hayali“ wollte zu viel. Pech: Ein Mann, der die ZDF-Sendung hätte retten können, sagte ab.

Das Konzept der Sendung unterscheidet sich von Talksendungen wie „Hart aber fair“ oder „Maybrit Illner“. Die Sendung „Dunja Hayali“ bietet keine reine Gesprächsrunde, sondern eine Mischung aus Talk und Einspielfilmen. „Talkmagazin“ nennt das ZDF das Format.

Im Eiltempo hetzte Hayali durch das Programm. Von der Aufnahmestelle für Flüchtlinge zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, von der abgelehnten Asylbewerberin, der die Abschiebung droht, zum irakischen Flüchtling, dessen Familie nicht nachkommen darf. Hayali verlor den Überblick

Dunja Hayali ist so etwas wie der neue Star des ZDF: souveräne Moderatorin des „Morgenmagazins“, mutige Reporterin bei Pegida-Demos, unermüdliche Twitter-Nutzerin gegen rechte Hetzer , „Talkmagazin“-Gastgeberin - und demnächst auch noch Moderatorin im „Sportstudio“. Die Gefahr, dass da eine Sympathieträgerin des Senders überstrapaziert wird, ist nicht von der Hand zu weisen.

https://www.abendblatt.de/kultur-live/t ... itert.html
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Maren

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Corona-Talkshows: Anne trifft Armin und Karl

Beitrag26. Mai 2020, 19:53

Corona-Talkshows: Anne trifft Armin und Karl

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gibt es nur ein Thema in den Talkshows. Wenig Vielfalt gibt es auch bei den Gästen. Eine SPIEGEL-Datenanalyse zeigt: Junge Menschen kommen kaum vor - Gäste ab 60 sind fast immer Männer. .... Doch wie gut bilden Talkshows wie "Anne Will" oder "Markus Lanz" die Lebenswirklichkeit unserer Gesellschaft ab? Sind die Gäste zum Beispiel nah genug dran am Leben junger Menschen? Fehlen womöglich die Perspektiven von Müttern, Migranten, Ostdeutschen? .... Seit dem 1. Januar ging es in 70 Sendungen mit 348 Gästen um das Thema Corona.

Die Ergebnisse sind ernüchternd. Viele Bevölkerungsgruppen sind unterrepräsentiert: nicht nur Frauen und junge Eltern, sondern auch Ostdeutsche, Migranten und Menschen aus den unteren sozialen Schichten. Ihre Stimmen fehlen in den Talkshows - und auch in der gesamten Debatte über die Coronakrise.

https://www.spiegel.de/kultur/corona-ta ... 4933efd7df
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