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Programmbeschwerde Syrienkrieg

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Programmbeschwerde Syrienkrieg

Beitrag16. März 2018, 22:23

An: gremienbuero@ndr.de

Betreff: Programmbeschwerde Syrienkrieg

Sehr geehrte Damen und Herren des NDR-Rundfunkrates,

hiermit erhebe ich Programmbeschwerde gegen folgende Beiträge:

http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-1205.html
http://www.ardmediathek.de/tv/Tagesscha ... d=50869314

Immer wenn man denkt, dass die Desinformation und Lügenpropaganda zu dem offiziell nun seit 7 Jahren andauernden Syrienkrieg nicht mehr größer werden könnte, wird man eines Besseren belehrt. Die jahrelang zur Schau getragene Sympathie von ARD-aktuell, ihres Chefs Dr. Gniffke und seiner Reporter zu den islamistischen Kopfabschneidern und den Terrorbanden in Syrien folgt nun sogar ein Bedauern des ARD-Kairo-Chefreporters Daniel Hechler, dass Syriens Präsident Assad immer noch nicht gestürzt werden konnte!
Deutlicher ist die transatlantische Linie und die Verachtung des Rundfunkstaatsvertrages und damit sämtlicher Gebührenzahler nicht mehr zum Ausdruck zu bringen.

Peter Scholl-Latour, der sich im Grab nur noch umdrehen dürfte, Karin Leukefeld, Dr. Michael Lüders, Dr. Tim Anderson, Aktham Suliman und viele andere schrieben ganze Bücher über den Syrienkrieg und der Beitrag auf der Internetseite von ARD-aktuell von ARD-Reporter Hechler wird als "Analyse" tituliert. Was für eine grenzenlose Überheblichkeit, gepaart mit Kriegshetze und Nichtwissen. Der Reihe nach.

Zitat Hechler:

"Zu lange dauert der Krieg schon, zu kompliziert ist er geworden, zu hoffnungslos."

Der Krieg in Syrien ist nicht "zu kompliziert" geworden. Jeder Syrienkenner wird Hechler das Gegenteil bekunden.
Er ist stringent nach Interessen der jeweiligen Kriegsparteien klar zu benennen.

Weiter Hechler:

"Alles beginnt 2011 mit friedlichen Protesten in Daraa. Bürger erheben sich gegen die Regierung, für Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit. Assad antwortet mit Panzern und Scharfschützen."

Was für eine kolossale Lüge.
Es waren keine friedlichen Proteste. Demonstrationen waren in Syrien nichts Ungewöhnliches. Als aber im März 2011 in Daara, direkt an der jordanischen Grenze, demonstriert wurde, war das die Gelegenheit für die CIA, auf kürzestem Wege Waffen aus Jordanien dorthin zu liefern. In den von außen angezettelten Demos wurde dann auf Sicherheitskräfte geschossen, um die Lage eskalieren zu lassen. Das selbe Muster wie bereits in Libyen, oder 2014 auf dem Kiewer Maidan. Ein Syrer beschreibt die Lage von damals.

https://ahtribune.com/world/north-afric ... deraa.html

deutsche Übersetzung:

https://peds-ansichten.de/2016/08/syrie ... aufstands/

Die USA versuchen seit dem Ende der Sowjetunion mit aller Gewalt ihre Stellung als die alleinige Supermacht langfristig zu erhalten. Der frühere stellvertretende US-Verteidigungsminister und Chefstratege der Bush-Regierung Paul Wolfowitz hat schon 1991 klar ausgesprochen, was dazu aus der Sicht der herrschenden Kreise in den USA notwendig ist:

„Wir haben jetzt etwa fünf oder zehn Jahre Zeit, um diese alten Sowjetregime - Syrien, Iran und Irak – wegzuräumen, bevor die nächste große Supermacht kommt und uns herausfordert.“
https://en.wikipedia.org/wiki/Wolfowitz_Doctrine

Nach 9/11 sprach G.B.Bush von einer "Achse des Bösen" und von den "Schurkenstaaten" Iran, Irak, Libyen, Syrien und Nordkorea.

In Wikileaks sind die Dokumente veröffentlicht, in denen bereits 2006 der damalige US-Botschafter William Roebuck an das Pentagon und die US-Regierung weitergibt, wie man die syrische Regierung stürzen könnte.
Er empfahl, die Angst der Sunniten vor zu großem Einfluss schiitischer Kräfte zu schüren, den Problemen der Kurden breite Aufmerksamkeit zu widmen, Regierungsgegnern Zugang zu arabischen Medien zu verschaffen, Reformanstrengungen der Regierung zu diffamieren, Gerüchte über Putschvorbereitungen zu verbreiten und damit die Regierung zu Überreaktionen zu verleiten, ihre innere Führungsgruppe aufzubrechen und die für Syriens Wachstum wichtigen ausländischen Investitionen zu verhindern.
http://www.truth-out.org/progressivepic ... -bloodbath

Der ehem. US 4-Sterne-General und US Präsidentschaftskandidat Wesley Clark berichtet 2007 von seinem Besuch im US Verteidigungsministerium 2001- Dieser Krieg der USA war schon lange geplant und ist nur einer aus einer langen Liste von Umstürzen und Kriegen gegen ehemalige Freundesländer der UDSSR.
https://www.youtube.com/watch?v=Zi_qafpuNjE

Und was schreibt der ARD-Kairo-Reporter Hechler nach einer halben Million toter Syrer, Millionen Verwundeter und Abermillionen Flüchtlingen:

"Washington dagegen präsentiert sich im Syrienkrieg denkbar schwach."

Zynischer und menschenverachtender Textbeitrag eines durch und durch transatlantischen ARD-aktuell-
Qualitätsjournalisten.

Weiter Hechler:

"Der damalige US-Präsident Barack Obama setzt erst eine rote Linie für den Fall eines Giftgasangriffs, um sie nach einem eben solchen 2013 zu ignorieren."

Hier wirft Hechler dem Friedensnobelpreisträger Obama sage und schreibe vor, 2013 Syrien nicht bombardiert zu haben, Assad nicht gewaltsam gestürzt zu haben.

Dass der US-Militärgeheimdienst DIA Obama von einem Angriff auf Syrien gewarnt hat, weil es keinerlei Beweise dafür gab, dass die syrische Regierung für den Giftgasangriff verantwortlich ist, ist dem Kriegshetzer Hechler entweder unbekannt, oder er verheimlicht es. US-Experten wiesen außerdem nach, dass der Giftgasangriff von den islamistischen Terrorbanden mit Gift das aus der Türkei stammt verübt wurde, von der al Kaida.
Weiterhin unterschlägt Hechler aufs Gröbste, dass US-Verteidigungsminister James Mattis am 8.2.2018 sagte, dass die USA keine Beweise hätten, dass Assad jemals Sarin eingesetzt hätte.

Weiter Hechler:

"Der Konflikt eskaliert überall im Land. Befeuert wird er mit dem Eingreifen regionaler Mächte wie dem Iran, Saudi-Arabien, Katar ab 2012. Die entscheidende Wende zugunsten Assads bringt 2015 das Eingreifen Russlands. In diesem Jahr eröffnet zudem die Türkei eine neue Front mit ihrer Militäroffensive auf die Kurdenmiliz YPG in Afrin. Längst geht es nicht mehr um Syrien. Das Land ist zum Spielball anderer Mächte geworden. Eben das macht jede politische Lösung unmöglich."

Dass durch den Bruch des Völkerrechts Kriege erst möglich sind, spielt beim transatlantisch genormten ARD-Reporter Hechler keinerlei Rolle.
Nach dem 2. Weltkrieg, am 24. Oktober 1945 wurde extra die UNO gegründet, in der die Vereinten Nationen die UNO-Charta ausarbeiteten, dass Angriffskriege illegal und ein grober Verstoß gegen das Völkerrecht sind. Iran und Russland wurden vom syrischen Präsidenten gegen die ausländischen Aggressoren USA, Frankreich, GB, Saudi-Arabien und Katar zu Hilfe gerufen vollkommen, im Einklang mit dem Völkerrecht. Dass von Hechler auf so etwas Fundamentales mit keinem Wort hingewiesen wird, zeigt nicht nur seine Verachtung gegen die im Rundfunkstaatsvertrag vorgeschriebene objektive und umfassende Berichterstattung, sondern auch seine Einstellung zu internationalem Recht. Seine Anmerkung "Eben das macht jede politische Lösung unmöglich" spricht in diesem Zusammenhang Bände.

Weiter Hechler:

"Teheran eilt Assad schon 2011 zu Hilfe, schickt Tausende Kämpfer zur Verstärkung der schwächelnden syrischen Bodentruppen, wird damit zu einem der wichtigsten Akteure im Land."

Abertausende islamistische Kopfabschneider aus aller Herren Länder, ausgestattet mit Geld und Waffen der USA und Saudi-Arabiens, sickern nach Syrien ein, viele aus der Türkei und Jordanien. Trainiert von der CIA in Saudi-Arabien. All dies ist völkerrechtswidrig. Sowohl Daniel Hechler als auch den USA, Saudi-Arabien, Katar, Israel, der Türkei, Frankreich, GB und Deutschland muss man die UNO-Charta nahelegen.

https://www.unric.org/de/charta

Weiter Hechler:

"Die Europäer spielen in dem Konflikt kaum eine Rolle. Ihr Augenmerk lag auf dem Kampf gegen den IS und einer Eindämmung der Flüchtlingskrise. Beides scheint halbwegs gelungen. Was bleibt, sind hilflose Floskeln und Appelle, auch aus Deutschland."

Eine weitere glatte Lüge. "Die Europäer" spielen ebenso eine maßgebliche Rolle im Syrienkrieg. Der ehemalige französische Außenminister Roland Dumas sagte: "Der Krieg gegen Syrien wurde bereits zwei Jahre vor dem “arabischen Frühling” geplant."

In einem Interview mit dem Fernsehsender LCP sagte Dumas weiter:

”Ich werde Ihnen etwas sagen. Ich war zwei Jahre vor dem Beginn der Gewaltausbrüche in Syrien wegen anderer Unterredungen in England. Während meines Aufenthaltes dort traf ich mich mit britischen Spitzenbeamten, die mir gegenüber äußerten, dass man sich darauf vorbereite, etwas in Syrien zu unternehmen.” (...)
http://www.giessener-zeitung.de/giessen ... d-geplant/

Der letzte französische Botschafter in Damaskus berichtete an seine Regierung in Paris, dass die Lage vor Ort nicht so ist, wie sie in den westlichen Medien dargestellt wird. Dass in Damaskus nur vereinzelt Menschen gegen Assad demonstrieren, im Gegenteil sogar Hunderttausende für Assad auf die Straße gehen. Ebenso in Aleppo. Der damalige französische Außenminister verbot ihm, sich weiterhin zu äußern und er zog ihn ab.

Hechler versucht auch "die Europäer" als die Guten im Syrienkrieg darzustellen. "Eindämmung der Flüchtlingskrise" schreibt er zynisch und unterschlägt den Aufruf der syrischen Bischöfe an die EU, die unmenschlichen Sanktionen des Westens zu beenden, weil gerade auch diese die Menschen zur Flucht zwingen.

"Hochrangige christliche Würdenträger Syriens fordern gemeinsam, dass die EU-Sanktionen gegen Syrien aufgehoben werden. Sie treffen vor allem die Bevölkerung. In einem Hilferuf schildern die Christen die dramatischen Folgen der Sanktionen. Die Christen bezeichnen die Flüchtlings-Diskussion als Heuchelei. Durch die Sanktionen werde die Gesellschaft zerstört, den Menschen bleibe nur die Flucht."
(...)

https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... ur-flucht/

Durch diese Sanktionen sterben in Syrien die Schwächsten und Ärmsten. Alte, Kranke, Frauen und Kinder. Weiß der Qualitätsjournalist Hechler in seinem klimatisierten Büro in Kairo, dass bereits eine Lungenentzündung in Syrien den Tod bedeuten kann weil das notwendige Antibiotikum durch die Sanktionen fehlt!?

Bernd Duschner aus Pfaffenhofen/Ilm, der krebskranke syrische Kinder nach Deutschland zur Therapie holt und Geld für Krankenhäuser in Syrien sammelt, schätzt sogar, dass durch die Sanktionen mehr Kinder sterben, als durch die Kriegshandlungen direkt. Und Hechler umschreibt das damit, dass die EU in diesem Konflikt "kaum eine Rolle spielt." Was für ein Zynismus.

"Duschner meint: „Es wird geschätzt, dass in den sechs Jahren Krieg in Syrien inzwischen mehr Menschen aufgrund fehlender medizinischer Versorgung ums Leben gekommen sind als durch den Krieg selbst.“
(...)


https://de.sputniknews.com/gesellschaft ... er-syrien/

Frankreich und GB sind bestimmende und treibende Kräfte im Syrienkrieg. Auch Deutschland beteiligt sich völkerrechtswidrig am versuchten Regime-Change.

http://www.zeit.de/2012/31/Syrien-Bundesregierung
http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 50983.html

Die Luftaufklärung, die im Rahmen der Operation von der Bundeswehr betrieben wird, kommt offenbar allen Alliierten der Bundesregierung zu Gute, allen voran den „Rebellen“ genannten Kämpfern um al-Qaida und Co, weit weg von den vom IS kontrollierten Gebieten. Syrienexperte Professor Günter Meyer antwortete auf die Frage „Haben die Amerikaner direkt oder indirekt damit auch die Nusra-Front unterstützt, indem die anderen beliefert und unterstützt wurden und das irgendwie dann ausgetauscht wurde?“ in einem Interview beim Deutschlandfunk vom 27. August 2016:

„Das haben sie in jedem Fall. Das war voll mit Wissen der Amerikaner. Und übrigens durchaus auch indirekt sicherlich mit deutscher Beteiligung, denn die Tornados, die dort im Einsatz sind, um Luftaufklärung zu betreiben, liefern ihre Daten an militärische Operations- und Kontrollzentren, in denen die USA gemeinsam sich mit der Türkei mit Geheimdienstoffizieren aus Katar und Saudi-Arabien, und die Informationen, die dort ankommen, die werden weitergegeben an die Rebellen."

http://www.deutschlandfunk.de/syrien-we ... _id=364587

Hechler bedauert, dass es absehbar ist, dass nach Ost-Ghouta dann auch mit Idlib die letzten vom Westen und den Golfstaaten so massiv unterstützten Islam-Terroristen beseitigt werden und ein Ende des Krieges absehbar wird.

Zitat Hechler:

"Und so stehen die Zeichen auf Eskalation. Eine vielfach beschworene politische Lösung ist nicht in Sicht. Es droht gar eine Konfrontation der Großmächte mit unabsehbaren Folgen nicht nur für die Region. Wahrscheinlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die letzten Rebellenhochburgen Ost-Ghouta und Idlib der Regierung Assad zufallen."

Dass es jahrelange permanente Anstrengungen der syrischen Regierung und Russlands gab und gibt, die Terrorbanden zur Aufgabe zu bringen, die Syrer aus dieser Terror- und Geiselhaft zu befreien und diese aber immer weiter morden, spielt bei Hechler alles keine Rolle. Erfolgreiche Versöhnung und sogar Wiedereingliederungsversuche von ehemaligen Terroristen, die ihre Waffen abgegeben haben, in die Gesellschaft, erst recht nicht. Dass es im Kabinett der syrischen Regierung einen Minister für Versöhnung gibt, den Sunnit Ali Haidar, kennt Reporter Hechler auch nicht.

Letzter Satz Daniel Hechler:

"Kaum ein Konflikt steht damit so sehr für das Scheitern der Weltgemeinschaft und ihres Auftrags, Frieden zu schaffen und zu erhalten wie der in Syrien."

Er lässt offen, wen er mit "Weltgemeinschaft" meint. Zu vermuten ist, dass er die "westliche Wertegemeinschaft" meint.

Dieser gesamte Beitrag enthält außerdem persönliche Meinungsäußerungen des Autors, was zum Gesamtbild passt, was Gebührenzahlern hier als Qualitätsjournalismus verkauft wird. User-Kommentare unterhalb des Artikels beschreiben es richtig:

"Dieser Artikel ist keine Information, sondern Meinung. Rubrik: Kommentar.
Als es während sog. arabischen Frühlings in Ländern wie Tunesien und Ägypten Demonstrationen gab, wurde seitens der westlichen Welt laut gefragt, wann es denn nun endlich dem Assad-Regime an den Kragen gehe! D.h. man nahm dabei billigend in Kauf, dass so ein Diktator sich das nicht bieten lassen würde und ermunterte die Assad-Gegner geradezu es mit ihren Protesten richtig zu machen!
Dabei war Syrien ein relativ entwickeltes Land. Wie man an den nun bei uns eingetroffenen Flüchtlingen und ihrer Bildung sehen kann. Die Familien, mit denen ich Kontakt habe, waren alle in Lohn und Brot, mit eigener Existenz - trotz - oder gerade wegen Assad!
Und nun?
Lohnt sich der Tod von Hunderttausenden für die sog. Freiheit?
Diese Frage passt nicht in unsere westliche Ideologie..."


".. sind viele Kommentare hier aufschlussreich, spannend und erhellend. Und glücklicherweise meistens frei von Propaganda, wie ich finde. Weit mehr als im Artikel selbst, in welchem eine gewisse (gelenkte) Schlagseite des professionellen Analysten durchschimmert, mehr oder weniger. Danke, liebe Foristen.

Zum Filmbeitrag. In nur 90 Sekunden versucht Hechler den Syrienkrieg zu erklären. Min. 7:46

"Alles begann in Daara. Bürger demonstrieren im März 2011 gegen Machthaber Assad. Für Freiheit und Gerechtigkeit. Das Regime antwortet mit Panzern und Scharfschützen. Der Bürgerkrieg eskaliert im ganzen Land. Ausländische Mächte wie der Iran und Russland greifen ein. Später auch die USA und die Türkei".

Hechler behauptet, Russland hätte vor den USA in den Syrienkrieg eingegriffen. Was für eine Lüge. Er verdreht vollkommen allseits bekannte Fakten.
Am 30. September 2015, als Syrien kurz vor der Übernahme von IS, al Kaida und weiteren islamistischen Terrorbanden stand, griff Russland, völkerrechtskonform, auf Bitten der syrischen Regierung militärisch ein, aber Hechler lügt, die USA hätten später eingegriffen. Damit ignoriert er hunderttausende Tote, die allein durch die Waffenlieferungen der USA an al Kaida und ihre Verbündeten starben. Das offizielle Programm der CIA dazu hieß Timber Sycamore. Gestartet 2012. Friedensnobelpreisträger Obama setzte sich damit auch gegen seine engsten Berater durch, wie z. B. Michael Flynn, ehemaliger nationaler Sicherheitsberater und Offizier, der dagegen war. Aufgrund dessen entließ Obama Flynn.

https://en.wikipedia.org/wiki/Timber_Sycamore

Bereits 2014 bombten die USA, gegen den Willen der syrischen Regierung und völkerrechtswidrig in Syrien. Offiziell im Kampf gegen den IS, aber in Wahrheit um militärische Stützpunkte errichten zu können. Über 20 sind es bis jetzt. Die meisten östlich des Euphrats, wo die großen Ölquellen und Staudämme Syriens liegen.

Ein wichtiger Aspekt und weiterer Grund für den Regime-Change-Versuch der USA, Robert F. Kennedy jr.:

https://www.ecowatch.com/syria-another- ... 80532.html

https://www.infosperber.ch/Politik/Syri ... Gas-und-Ol

Die nun seit 7 Jahren andauernde Desinformationskampagne und Kriegshetze von ARD-aktuell hat nochmalig einen neuen Höhepunkt erfahren.

Eine massive Propaganda gegen die Syrisch-Arabische Republik und ihren Präsidenten Assad. Nahezu alles was zur Wahrheitsfindung beiträgt wird systematisch unterschlagen. Der entmenschlichte Krieg der Kopfabhacker und Islamistenbanden gegen die syrische Zivilbevölkerung wird als legal darzustellen versucht.

Schlimmste Gräueltaten werden in transatlantischer Linientreue permanent unterdrückt und verschwiegen. Bereits 2011 haben von Westen unterstützte Todesschwadronen die Eliten in Syrien, Ärzte, Lehrer, Juristen usw. ermordet, wenn sie sich nicht von Assad losgesagt haben. Eine miese Heuchelei, man sei angeblich über zivile Opfer besorgt, ist vorherrschend, aber immer nur wenn sie von der Seite verursacht sind, die medial bekämpft wird. All die anderen Menschenleben zählen für diese Redaktion und ihren Qualitätsjournalisten nichts. Wenn sich die westlich unterstützten Terroristen die Uniformen der Soldaten der syrischen Armee anziehen, um in deren Namen Gräueltaten zu verüben, bleibt auch das unerwähnt. Schlimmste Massaker an Kindern werden verschwiegen.

http://21stcenturywire.com/2017/04/21/r ... errorists/

Man mag auch kaum glauben, dass im christlichen Deutschland den Christen in Syrien mit solcher Missachtung seitens der Gniffke-Redaktion begegnet wird. Ihre Appelle nach wahrheitsgetreuer Berichterstattung verhallen ungehört; der Genozid an ihnen wird verschwiegen.

https://www.katholisches.info/2014/04/b ... ten-video/

Man beachte die Kommentare unterhalb dieses Beitrages.

http://www.christenverfolgung.org/45-ch ... oetet.html

All diese freien Medien leisten das, wozu die Gniffke-Redaktion per Gesetz verpflichtet wäre und Millionen Deutsche Milliarden Gebühren dafür zahlen, nicht zuletzt für höchste Gehälter. Aus ihren klimatisierten Büros in Hamburg oder Kairo basteln sie Tag für Tag ihre Propagandamärchen zusammen. Dies ist der Grund, warum sich Menschen aufmachen, um vor Ort die Wahrheit herauszufinden. 2016 war der US-Friedensrat in Syrien und berichtete:

Eine unabhängige Delegation des US-Friedensrates besuchte die syrische Hauptstadt Damaskus, um sich über die tatsächlichen Gegebenheiten des Syrien-Krieges zu informieren. Ihre Ergebnisse trugen die Teilnehmer nach ihrer Rückkehr im UN-Hauptquartier in New York vor.

In Syrien besuchten die Mitglieder der Delegation Staatsbeamte und Vertragsangestellte im Staatsdienst, Vertreter der Handelskammern und der nationalen Studentenorganisation, NGOs, die sich um die Kriegsopfer kümmern, Vertreter der unbewaffneten politischen Opposition, des Gesundheitsministeriums sowie Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften und den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Sie sprachen auch mit Zivilisten, um sich ein angemessenes Bild über die Lage zu machen.

Während ihren unabhängigen Recherchen kamen sie zu dem Ergebnis, dass der Westen eine massive Lügenpropaganda betreibt. Was die Menschen in Amerika und anderen westlichen Ländern in den Medien zu hören bekommen, sei eine Verfälschung der Tatsachen von dem, was wirklich in Syrien passiert.

„Es war in den letzten Jahren ziemlich offensichtlich, dass das was wir von der Presse gelesen und gehört haben, die amerikanische Bevölkerung verirrt hat“,
sagt Alfred Marder, der Präsident des US-Friedensrates. Die offiziellen Informationen seien nicht schlüssig und hätten sogar die Friedensbewegung hinters Licht geführt.
„Wir sehen hier dieselben Muster wie bei anderen Invasionen. Die Führung eines Landes wird dämonisiert, was dann als Entschuldigung verwendet wird um sich in die inneren Angelegenheiten eines Landes einzumischen,“ so Marder weiter.

Der Delegationsleiter Henry Lowendorf sagt, dass man derzeit gegen eine „riesige Propagandamaschinerie“, die die syrische Regierung dämonisiere, kämpfe. Die USA habe es innerhalb mehrerer Jahrzehnte immer wieder geschafft Menschen davon zu überzeugen, dass es aus humanitären Gründen notwendig sei, eine Regierung zu stürzen. Ein Regime-Change werde aber nicht auf Grund der Menschenrechte eingeleitet, sondern nur dann, wenn eine Regierung für die USA ein Problem darstelle.

Um einen Regimewechsel herbeizuführen würden die Vereinigten Staaten versuchen die Syrer gegeneinander aufzubringen, fährt Lowendorf fort. „Insbesondere auf Grund ihrer Religionen. Ihre verschiedenen Glaubensrichtungen“. Doch die Syrer würden dies nicht wollen, weder Muslime noch Christen. Viele Menschen im Land würden sich einfach als „Syrer“ bezeichnen und sich nicht in verschiedene Religionsgruppen einteilen.

Die Syrer, mit denen Lowendorf gesprochen hat sagten: „Wir erlauben es den Vereinigten Staaten nicht uns in verschiedene Teile zu teilen. Wir werden es nicht erlauben, dass sie uns wie die Menschen im Irak, in Libyen oder in Afghanistan gegeneinander aufbringen. Wir wollen gemeinsam die Invasion unseres Landes verhindern.“
Ein maßgebendes Instrument des Krieges seien die vom Westen verhängten Sanktionen gegen Syrien. Darüber werde in der westlichen Presse fast gar nicht berichtet, fährt Lowendorf fort.

Die Sanktionen gegen Syrien seien mit den Sanktionen gegen den Irak in den 1990er Jahren zu vergleichen. Diese Maßnahme habe die Absicht das Land und die Regierung zu schwächen. Die US-Regierung habe später zugeben müssen, dass durch die in den 90er Jahren verhängten Sanktionen 500.000 Kinder im Irak gestorben seien, so Lowendorf.

Die Sanktionen in Syrien seien ähnlich wie die im Irak oder Libyen. Sie bedeuten, „dass die Bevölkerung keine Medizin bekommt. Sie bekommen keine Ersatzteile und keine Industrieteile, die sie dringend brauchen um ihre Wirtschaft aufrecht zu erhalten. Sie bekommen keine Formulare oder Papiere, somit können Studenten nicht ausreisen. Auch die Rechtsanwälte sind von den internationalen Gerichtssystemen abgeschnitten.”
Madelyn Hoffman, die Direktorin der Friedensaktion New Jersey, die seit 16 Jahren als Friedensaktivistin tätig ist, erklärt, dass in Syrien kein Bürgerkrieg stattfinde.

Es sei auch kein Krieg des syrischen Präsidenten Assad gegen seine Bevölkerung. Assad, würde „gemeinsam mit seiner Bevölkerung als eine Einheit gegen ausländische Truppen und Terrororganisationen kämpft, die aus dem Ausland finanziert werden, gegen das syrische Volk! Diese Terrorgruppen wechseln ihre Namen beinahe täglich, um ihre Identität und ihre Geldgeber zu schützen. Hinter diesen Terrororganisationen stehen Saudi-Arabien, Katar, die Türkei, die USA und teilweise sogar Israel,“ so Hoffman.

Die Regierungen im Irak und in Libyen seien zuerst von außen „enorm geschwächt worden, erst dann konnten sie vom Westen gestürzt werden“. Dies gelinge aber in Syrien nicht, weil das syrische Volk bis heute fest hinter Assad stehe. Die ganze Idee dieser Regime-Changes „ist nach internationalem Recht illegal“, betont Hoffmann. Die Vereinigten Staaten hätten nicht das Recht dies zu tun.

Hoffmann fügte hinzu, dass die syrische Regierung unter dem amtierenden Präsidenten jedem Syrer kostenlose Gesundheitsversorgung sowie eine kostenfreie Ausbildung von der Grundschule bis zur Universität ermögliche. „Das sind Dinge, die auch die Menschen in den Vereinigten Staaten gerne hätten“. Dies könnte von der US-Regierung auch problemlos finanziert werden. Nämlich von jenem Geld, das Washington in Regime-Changes, militärische Abenteuer und Nation Building in aller Welt investiere.
Zudem betonte Hoffmann, dass die vom Westen verhängten Sanktionen nicht die Regierung treffen, sondern die Bevölkerung. Kein Land sollte so mit einem anderen umgehen dürfen.

https://www.youtube.com/watch?v=Yc-RmAVK8Pg
https://ahtribune.com/opinion/1148-henry-lowendorf.html

Der Politikwissenschaftler und Propagandaforscher Prof. Jörg Becker von der Uni Marburg schreibt:

„Gleichwohl wird die Mehrzahl der Nutzer der Massenmedien schlicht unwissend darüber sein, dass die USA seit Jahren völkerrechtswidrig einen Regime Change in Syrien herbeizuführen versuchen. Dass das ganze Terror-Problem vor allem durch westliches Morden und westliche Kriege entstanden ist. Ja, dass der Westen Al Quaida seit Jahren mit Waffen beliefert und hierdurch überhaupt erst großgemacht hat, um Assad zu stürzen“.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=36428

Ein weiteres gängiges Propagandamittel dieser Redaktion ist es, UN-Berichte oder Äußerungen nur dann zu veröffentlichen, wenn diese in die transatlantische Linie passen.

Wenn nicht, entfallen sie.

Die von mir kritisierten Beiträge haben mit den Richtlinien des Rundfunkstaatsvertrages, nach neutralen, sachlichen, umfassenden und objektiven Standards zu arbeiten und völkerverständigend und friedenssichernd zu arbeiten nicht mal mehr im Ansatz was gemein. Die ARD-aktuell-Redaktion mit Chef Dr. Gniffke und seinen Qualitätsjournalisten vermitteln Nachrichten zum Syrienkrieg, die nahezu alle im transatlantischen Kontext einzuordnen sind. Eine massive Irreführung Millionen Gebührenzahler.


Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Moser
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Maren

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Re: Programmbeschwerde Syrienkrieg

Beitrag19. März 2018, 19:52

Von: gremienbuero@ndr.de

Betreff: Ihre E-Mail vom 16.03.2018 / "Syrienkrieg"

Sehr geehrter Herr Moser,

wir bestätigen den Eingang Ihrer o.g. Mail.

Da die von Ihnen kritisierten Beiträge vom SWR-Korrespondenten Daniel Hechler stammen und ARD-aktuell zugeliefert wurden, habe ich Ihr Schreiben heute an den SWR weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Hörmann
Rundfunkratsvorsitzender
_____________________________
NORDDEUTSCHER RUNDFUNK
Gremienbüro

Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
Tel. (040) 4156-3506
Fax (040) 4156-3452
E-Mail: gremienbuero-beschwerden@ndr.de
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Re: Programmbeschwerde Syrienkrieg

Beitrag16. Mai 2018, 12:14

Sehr geehrter Herr Moser,

wir reagieren auf Ihre Programmbeschwerde, die uns am 16. März 2018 über den NDR erreicht hat. Sie erreicht uns, als wir gerade die Antwort auf Ihre Programmbeschwerde vom 6. März 2018 formulieren.

Im Kern geht es auch in diesem Schreiben vom 16. März 2018 um den von Ihnen wiederholt geäußerten Grundvorwurf. Sie formulieren ihn folgendermaßen: „Die jahrelang zur Schau getragene Sympathie von ARD-aktuell, ihres Chefs Dr. Gniffke und seiner Reporter zu den islamistischen Kopfabschneidern und den Terrorbanden in Syrien folgt nun sogar ein Bedauern des ARD-Kairo-Chefreporters Daniel Hechler, dass Syriens Präsident Assad immer noch nicht gestürzt werden konnte!“

Wir sind in der Vergangenheit sehr ausführlich auf diese Vorwürfe eingegangen. Namentlich in der Antwort auf Ihre Programmbeschwerden vom 17. Februar 2018 und vom 6. März 2018. Dabei haben wir auch argumentativ eingehend darauf geantwortet und nachgewiesen, dass die Vorwürfe nicht zutreffen.

Abschließend erlauben wir uns den Hinweis, dass Ihr Schreiben in der Wortwahl eher einer Beschimpfung gleicht; das Institut der Programmbeschwerde dient jedoch der sachlichen Kritik, zu der vorliegend zurückgefunden werden sollte. Auch deshalb erlauben wir uns, nicht ausführlich auf die Zeilen einzugehen und verweisen auf die Argumente unserer Entgegnungen auf die zwei vorhergehenden Programmbeschwerden.

Wir weisen darauf hin, dass Sie gemäß § 20 Abs. 3 der SWR-Hauptsatzung den zuständigen Ausschuss anrufen und die Beratung der Beschwerde verlangen können. Der zuständige Ausschuss im vorliegenden Fall ist der Programmausschuss Information.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christoph Hauser
Programmdirektor
Information, Sport, Film, Service und Unterhaltung

SWR

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Maren

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Re: Programmbeschwerde Syrienkrieg

Beitrag20. Mai 2018, 19:02

Sehr geehrte Rundfunkräte,

die Stellungnahme des Herrn Hauser betrachte ich als ebenso unzureichend wie seine früheren Schreiben. Meine Beschwerde im konkreten Fall verliert nicht dadurch ihr Gewicht, dass ich in vergleichbaren Fällen bereits vordem in gleicher Weise Beschwerde erhoben habe, die notabene ebenfalls nicht entkräftet wurde.

Bei verständiger Würdigung der Stellungnahme müssten Sie feststellen, dass sie nicht vom Willen getragen ist, Programmkritik selbstkritisch zu prüfen und gegebenenfalls Mängel am Programmangebot abzustellen, sondern dass sich hier lediglich ein Manager vor seine Mitarbeiter stellt, auch wenn die, mit Verlaub, Bockmist produziert haben.
Ich weise diese Stellungnahmen zurück und fordere Sie auf, selbst zu prüfen, ob meine Beschwerde begründet ist. Erfahrungsgemäß lassen Sie sich ohnehin nur auf ihre Kontrollaufgabe ein, indem Sie nachplappern, was Ihnen das Management eingegeben hat.

Seí´s drum, als Bürger habe ich an mich selbst den Anspruch, meine Mittel zur Klärung auszuschöpfen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Moser

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