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Maren

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BeitragFr 20. Jan 2017, 23:31

Deutschland hat so viele Jobs wie nie zu vor. Aber viele sind in prekären Bereichen, bringen nur magere Löhne in den Hochregallagern von Amazon. Die Löhner wuchten als gehetzte Paketboten ohne Perspektive die Lasten für Schnäppchenjäger im Internet, wobei die Empfänger der Pakete nicht zu Hause sind, weil ihre Erwerbstätigkeit zeitlich längst entgrenzt ist. Selbst im Gesundheitssystem sind die Löhne gemessen an den Anforderungen so gering, dass Deutschland das Land der auswandernden Ärzte wurde. Ohne doppeltem Einkommen droht Armut; kein Wunder, dass die klassische Familie mit Kindern zum Auslaufmodell wird und weiter gemacht wird, weil nur noch die Leistung zählt, die am Arbeitsmarkt honoriert wird: Menschen als Hochleistungsmaschinen im globalen Wettbewerb, und wehe, Mensch zeigt Schwäche. Da droht die Produktivitätspeitsche.


Roland Tichy
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Maren

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BeitragMo 23. Jan 2017, 20:35

In der Tat, das ist radikal, das ist gefährlich. Wäre er kein Milliardär, würde man glauben, er sei ein Sozialist. Der Mann klagt die Armut an und macht dafür das Establishment verantwortlich. Da dreht das deutsche Establishment vollkommen durch, vergisst sogar seine große Liebe zu Amerika und geifert in einer Art und Weise gegen den gewählten amerikanischen Präsidenten wie man es noch nie zuvor gesehen hat.


Heiner Flassbeck
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Maren

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BeitragMi 25. Jan 2017, 23:38

Es waren in der Runde viele Bekannte. Mein Freund Jobst Plog, Fritz Pleitgen, der mir vom WDR vertraut war, Thomas Gruber vom BR und Udo Reiter vom MDR, der schon beim Bayerischen Rundfunk mein Büronachbar gewesen war. Da haben Sie schon die Mehrheit, mit der ich gut zurechtkam. Mit dem Männerbündischen gab es auch kein Problem, weil ich in der Regel früh verschwand, um zu lesen, und weil ich wenig trinke, aber nicht aus moralapostolischen Gründen, sondern einfach so.


Dagmar Reim
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BeitragSa 28. Jan 2017, 15:53

Das Kontaktschuld-System ist ein Schneeballsystem. Es lebt davon, dass andere die Empfehlung zum Ausgrenzen unkritisch befolgen und damit weiter verbreiten. Das System selbst wird selten öffentlich reflektiert und hinterfragt. Im Kern ist es eine Anleitung zum Konformismus.


Paul Schreyer
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BeitragMi 1. Feb 2017, 21:23

Wenn ich mächtig bin und mich weigere, über mein eigenes fragwürdiges Verhalten zu reden, was ist das dann? Bloßer Machtmissbrauch oder schon Erpressung der weniger Mächtigen durch den Mächtigen? Wenn ich zudem in der Öffentlichkeit dieses Problem leugne, um die Bürger nicht zu verwirren, was ist das dann: Irreführung der Öffentlichkeit, Unehrlichkeit oder Lüge? Wenn ich eine nationalistische Partei, die behauptet, die anderen Europäer seien Schuld an der Eurokrise und wir müssten für die Fehler der Nachbarn zahlen, nicht argumentativ stelle, indem ich auch deutsche Schuld einräume, was ist das dann: Feigheit, Dummheit oder Selbstbetrug?


Einen Bundespräsidenten, der nur predigt, hatten wir gerade.


Heiner Flassbeck
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BeitragDi 7. Feb 2017, 21:52

Eine Bitte an die staatlichen Sender, also an die zumindest, die nicht an existenzielle Verpflichtungen mit Werbeträgern gebunden sind. Bitte, nehmen Sie die Menschen, die mit Engagement, mit Hingabe, in unserem Metier für das Fernsehen arbeiten, ernst. Der rasend durchgezogene Abspann auf der rechten Seite des Bildschirms, ein kleiner Streifen in Rot, mit kleinstgeschriebenen Buchstaben, bei gleichzeitiger Ankündigung des nächsten Programmpunkts, ist eine – sicher nicht beabsichtigte – Missachtung unserer Arbeit. Räumen Sie bitte Zeit ein, um die Mitarbeiter unserer Filme den Zuschauern vorstellen zu können.

Senta Berger


Anmerkung: Wir hatten dieses Thema vor einiger Zeit auf der Agenda und nannten den abrupten Cut vor dem Abspann der Fernsehfilme asozial. Asozial aus dem Grunde, weil Eigenwerbung und "Audience Flow" den Anstaltsleitern offensichtlich wichtiger ist, als die öffentliche Würdigung ihrer eigentlichen Leistungsträger - der Filmschaffenden.
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BeitragSa 11. Feb 2017, 14:50

Wer permanent die Erwartungshaltung seiner Umwelt bedient, aus Angst sonst nicht dazuzugehören, verkümmert. Sein Ich bleibt auf der Strecke.


KenFM im Gespräch mit Wolf Büntig
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BeitragMo 13. Feb 2017, 23:23

Welchen Einfluss die Medien auf Entscheidungen haben, wird in Zeiten von Trump, Fake-News und Lügenpresse eingehend diskutiert. Grundsätze, wonach News erst auf den Markt gebracht werden, wenn sie von zwei Quellen gemeldet werden oder man selbst aus Erster Hand bekommen hat, haben im Social-Media-Zeitalter längst ausgedient. Es zählt nur noch, Erster zu sein. Da nimmt man dann schonmal in Kauf, eine "Ente" produziert zu haben. Ohne Rücksicht auf die Geschädigten.


Tobias Oelmaier
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BeitragSa 18. Feb 2017, 00:17

„Der Kennedy Kanadas im Kanzleramt“
„Kanadas Premier Trudeau ist der Superstar der internationalen Politik. Und damit genau das Gegenteil zu US-Präsident Trump.“
„Der Feminist“
„Klimawandelbekämpfer ist der Mann auch noch“
„Der Anti-Trump gewissermaßen.“
„Zunächst aber will der 45-Jährige nicht nur in Kanada, sondern auch im Kanzleramt die Sonne aufgehen lassen:“
„Der Trudeau, der vergangene Woche Trump im Weißen Haus traf. Und der so meisterhaft diplomatisch redet...“

Ceta-Schleimspuren vom Regierungsfunk
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BeitragMo 20. Feb 2017, 19:15

Das Modewort „post-faktisch“ halte ich für irreführend. Es suggeriert, dass Bürger von Emotionen getrieben faktenblind werden. Das Problem liegt anderswo: Fakten haben im politischen Streit keine Bedeutung per se. Sie erlangen sie durch moralische Interpretation. Der Hund liegt eher da begraben, wo „prä-faktische“ politische Weltbilder nicht mehr als Legitimation der eigenen Einordnung von Fakten kommuniziert werden. Die Sache auf „faktenblinde“ Bürger zu begrenzen, ist gefährlich kurz gefasst. … Ich werbe dafür, nicht jeden sprachlichen Köder der AfD zu schlucken und breitzutreten. Wenn wir Ideen wiederholen, propagieren wir sie in den Köpfen der Menschen – ob wir es wollen oder nicht. Selbst wenn wir „dagegen“ sind. Das Negieren von Ideen stärkt sie – denken Sie nicht an einen rosaroten Elefanten!


Elisabeth Wehling
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BeitragMi 22. Feb 2017, 22:20

Wenn Journalisten also am besten aktiv herumerzählen sollten, dass sie nicht vom Kanzleramt gesagt bekommen, was sie schreiben dürfen – ist dann nicht am besten, wenn sie auch nicht mehr zu Hintergrundgesprächen ins Kanzleramt gehen (oder in den Regierungs-Flieger steigen)?


Christian Bartels
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BeitragMi 1. Mär 2017, 21:06

Die orwellsche Losung „Krieg ist Frieden“ wird mit Trump nicht neu erfunden, sondern schlimmstenfalls fortgesetzt. Wenn er sich laut für die Folter des Waterboardings stark macht, dann setzt er das fort, was die „demokratischen“ Regierungen zuvor eingeführt hatten (Abu Ghraib, geheime Foltergefängnisse und Guantanamo), während sie die Folter überall auf der Welt kritisierten.


Rolf Wetzel
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BeitragMo 6. Mär 2017, 21:46

Bei der EU darf jetzt die Liveübertragung aus dem Parlament abgeschaltet werden, falls ein Abgeordneter etwas sagt, das der Präsident für „diffamierend“ hält. Die Reaktion des Abgeordneten, die Proteste seiner Fraktion, eine eventuelle Entschuldigung, all das soll unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Aber das reicht noch nicht. Die Rede darf aus den Aufzeichnungen des Parlaments getilgt werden, TV-Aufnahmen werden gelöscht, es ist, als sei sie nie gehalten worden. Ein bisschen erinnert das an den Roman „1984“.


Harald Martenstein
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BeitragMi 8. Mär 2017, 22:26

Das Nachdenken über das eigene journalistische Tun war immer schon wichtig, aber heute ist es wichtiger denn je.


Willi Steul
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BeitragFr 10. Mär 2017, 16:11

Manchmal empfinde ich es als großen intellektuellen Vorteil gegenüber Jüngeren, die Entstehungsphase des Internet und die Kryptokriege der 90er Jahre miterlebt zu haben. Man hat da so eine rebellische Grundhaltung bekommen, die die „Jugend von heute“ in ihrem stromlinienförmig-angepassten Akzeptanz- und Konsumgehabe nicht kennt.


Hadmut Danisch
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BeitragDo 16. Mär 2017, 23:31

In seiner jetzigen Form sollte Facebook überhaupt nicht existieren. (...) In der vordigitalen Welt haben sich die Zeitungsleser auch für einen bestimmten Filter entschieden, die einzelnen Publikationen standen ganz offen für einen bestimmten Blick auf die Welt, sei es nun konservativ, liberal, christlich oder sozialistisch, und dagegen gibt es auch überhaupt nichts einzuwenden, im Gegenteil. Unser Problem ist heute ist der trügerische Anschein der Neutralität. Die Objektivität der Newsfeeds ist eine Illusion.


Jaron Lanier
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BeitragSa 18. Mär 2017, 14:17

Der Mainstream ist nicht der Aufklärung verpflichtet. Die Netzwerke der Redaktionen zeigen es ganz deutlich: Der Mainstream ist vielmehr als die PR-Abteilung einer Ideologie tätig, die sich gegen die Bürger und den demokratischen Staat richtet. Er ist selbst politischer Akteur, der sich in seiner Gesamtheit dieser Ideologie verschrieben hat und sie maßgeblich fördert.


Gert Ewen Ungar
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BeitragMo 20. Mär 2017, 20:45

Die Tabuisierung als „Verschwörungstheorie“ ermöglicht es, jeden Historiker und Forscher, der sich mit JFK beschäftigt, bei Bedarf zu kontaminieren – entweder als Spinner, der auch an UFOs oder den lebenden Elvis glaubt, oder als perfiden Geschäftemacher, der die Massen mit kruden, irrationalen Theorien zur Kasse bittet. Dass die offiziell beglaubigte „magische Kugel“ die irrationalste Theorie überhaupt ist, tut nichts zur Sache – „Verschwörungstheoretiker“ sind immer nur die anderen.


Mathias Bröckers
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BeitragMi 22. Mär 2017, 21:41

Ein Kennzeichen dieser Zeit ist es, dass eine unüberschaubare Menge an Medieninhalten nicht nur jeden Tag neu entsteht, sondern aus vielen vergangenen Monaten und Jahren weiterhin zur Verfügung steht. Wer immer etwas Neues herstellt, kann und sollte sich daraus bedienen. Oft ist es ja gut gemeint, zum Beispiel, um vor "Rechtspopulismus" zu warnen, wie der WDR es wohl tun wollte. Das Prinzip, alles so zu konfigurieren, dass einem gerade ins Konzept passt, Kontexte wegzulassen und es oft sogar gleichgültig zu finden, aus welchen Kontexten etwas, das gerade passt, ursprünglich kam, liegt allerdings verdammt nah an Rezepten, die viele beim Herstellen sog. Fake-News anwenden.


Christian Bartels
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BeitragDo 23. Mär 2017, 23:34

Dass Journalistinnen und Journalisten "die eigenen Überzeugungen zum handlungsleitenden Element ihres Journalismus machen", ist aus meiner Sicht nicht das Problem. Den haltungslosen Journalismus, der gern unter dem Motto der "Objektivität" daherkommt, halte ich, wie gesagt, für ein Teil des Problems und nicht der Lösung. Nicht dass alle Medien aus einer je eigenen Perspektive und mit einer Haltung auf die Welt schauen, ist das Problem - sondern dass sie das verheimlichen und ihre Wahrnehmung zur alleingültigen Wahrheit erklären. Eine Haltung haben und offen dazu stehen, das wäre aus meiner Sicht der richtige Weg, ob für etablierte oder für alternative Medien. Was übrigens auch einschließen würde, abweichende Wahrnehmungen eben als solche zu betrachten und zu kritisieren, statt sie von vornherein als Lüge und Verschwörung zu geißeln.


Stephan Hebel
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Re: Zitiert

BeitragSo 26. Mär 2017, 20:04

Es fehlt an Persönlichkeiten in der Politik, die ernsthaft die Interessen der Bevölkerung und ihre souveränen Rechte in den Blick nehmen und gegenüber den Vereinigten Staaten durchsetzen.


Wolfgang Bittner
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Re: Zitiert

BeitragMi 29. Mär 2017, 21:40

In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt!


Egon Bahr
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Re: Zitiert

BeitragFr 31. Mär 2017, 21:37

Wenn du etwas nicht mit einfachen Worten erklären kannst, hast du es nicht verstanden.


Tuvia Tenenbom
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Re: Zitiert

BeitragMo 10. Apr 2017, 20:19

Seit Monaten wird zu einer Säuberungskampagne aufgerufen, von Medien, die Fake News am laufenden Meter produzieren, und nun dasselbe dort beklagen, wo sie nicht selbst daran beteiligt sind.
Man befürchtet, dass man mit Fake News Hass, Gewalt und Verwirrung verbreiten könne. Ja, man höre und staune, das ist ein ganz neues, brandaktuelles Phänomen: Mit gezielten Falschmeldungen könne man sogar Menschen beeinflussen, ggf. auch aufhetzen, bis hin zu Wahlen manipulieren.


Wolf Wetzel
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Re: Zitiert

BeitragMi 19. Apr 2017, 19:02

Kadavergehorsame Faschisten hingegen wachsen heran, wenn man Kinder schon vor Beginn der Pubertät bestens vorbereitet auf ihr weltumspannendes Berufsleben, ganz gleich, ob sie dann später „Babynahrung produzieren oder Landminen“ (Volker Ladenthin), und sie porentief gehirngewaschen organisiert wie die effektivsten Betriebssysteme, ohne Herz und ohne Charakter, im allzeitigen Wissen, dass der Sinn des Lebens aus Selbstoptimierung und Siegen im Wettbewerb besteht.


Sven Böttcher
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