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ARD - Spiel im Schatten - Putins unerklärter Krieg gegen den Westen

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Maren

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ARD - Spiel im Schatten - Putins unerklärter Krieg gegen den Westen

Beitrag18. Juli 2016, 21:52

Mitteldeutscher Rundfunk
Intendanz
Frau Prof. Wille
Kantstraße 71 - 73
04275 Leipzig

Mitteldeutscher Rundfunk
Redaktion Politische Magazine/Reportagen
Kantstr. 71 - 73
04275 Leipzig

Berlin, 5. Juli 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 4. Juli 2016 sendete die ARD den Dokumentarfilm „Spiel im Schatten - Putins unerklärter Krieg gegen den Westen“ von Marcus Weller und Arndt Ginzel. Der Beitrag stellt zahlreiche Behauptungen über eine angeblich stattfindende „Propaganda“ durch die russische Regierung, die Russische Föderation und ihre Auslandsmedien auf, die an keiner Stelle belegt sind.

In dem Beitrag unterstellen die ARD und die Autoren, dass die von Ihnen zusammengestellten Veranstaltungen, Meinungsbeiträge und Informationen in irgendeiner Weise Teil eines organisierten staatlichen Systems seien. Diese Behauptung belegen die Autoren an keiner Stelle durch schriftliche Nachweise oder Zeugen.

Folgende Aussage (03:35) betrifft die Redaktion von RT Deutsch:

„Russische Auslandsmedien wie RT Deutsch halten das Thema wochenlang hoch, stricken immer weiter an der Legende von der vertuschten Vergewaltigung.“


Dazu stellen wir fest:

Weder hat die Redaktion „wochenlang“ über das Thema berichtet, noch wurde von unserer Redaktion von einer „vertuschten Vergewaltigung“ geredet. Wie mit einer einfachen Recherche über die Suchfunktion festzustellen ist, veröffentlichte RT Deutsch zu diesem Thema drei Beiträge.

- Mutmaßlicher Missbrauch: Hunderte demonstrieren für deutsch-russisches Mädchen vorm Kanzleramt, 23. Januar 2016

- Außenminister Lawrow zu deutsch-russischen Beziehungen und dem Fall der 13-jährigen Lisa, Übertragung jährliche Pressekonferenz, 26. Januar 2016

- Der Fall Lisa: Politisierung eines Sexualverbrechens, Interviews mit Alexej Danckwardt, Anwalt, und Iwan Blagoij, Journalist / Perfid Kanal, 28. Januar 2016

Bereits im ersten Beitrag behandelte RT Deutsch den betreffenden Vorgang als „angeblichen Vergewaltigungsfall“ und machte darauf aufmerksam, dass Rechtsextremisten den Fall instrumentalisieren. Ausdrücklich heißt es:

„Mittlerweile ist allerdings bekannt, dass die Behauptungen der angeblichen Tante falsch sind. Nach Ermittlungen des Landeskriminalamtes wurde das Mädchen weder vergewaltigt, noch entführt.“

Da Ihre Autoren von uns erstelltes Videomaterial verwenden, ihnen der Umfang und der Tenor unserer Berichterstattung also bekannt ist, müssen wir davon ausgehen, dass sie bewusst wahrheitswidrig berichten. Offensichtlich hat in Ihrer Redaktion „Reportage & Dokumentation“ auch niemand die von Marcus Weller und Arndt Ginzel aufgestellten Falschbehauptungen überprüft.

RT Deutsch bemüht sich bewusst, ein breites Meinungsspektrum abzubilden. Damit tragen unsere Redakteure zu einer vielfältigen politischen Debatte in Deutschland bei. Neben vielfältigen Meinungen unter den Redakteuren gewährleisten wir dies auch durch Meinungsbeiträge von Gastautoren, deren Meinung nicht zwangsläufig Haltungen der Redaktion widerspiegeln muss. Dies gilt umso mehr für rein nachrichtliche und dokumentarische Beiträge, die unserer Chronistenpflicht entsprechend redaktionell bearbeitet sind.

Wir sind äußerst irritiert, dass ein öffentlich-rechtliches Medium ausgerechnet im Bereich „Reportage & Dokumentation“ jede Sorgfaltspflicht vermissen lässt. Wir möchten Sie dringend bitten, unsere Richtigstellungen audiatur et altera ihren Zuschauern zugänglich zu machen.

Bitte informieren Sie uns zeitnah, in welcher Form und an welcher Stelle Sie diese Richtigstellung unterbringen möchten.

Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion RT Deutsch

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