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Nachrichtenunterdrückung AI-Bericht "Rebellen könnten in Aleppo Kriegsverbrechen begannen haben"

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Maren

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Nachrichtenunterdrückung AI-Bericht "Rebellen könnten in Aleppo Kriegsverbrechen begannen haben"

Beitrag14. Mai 2016, 11:29

To: ZDF-Nachrichtenredaktion

Nachrichtenunterdrückung AI-Bericht von heute, 13.Mai: "Rebellen könnten in Aleppo Kriegsverbrechen begannen haben"

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor einer Woche, am 6. Mai, ließ Ihre Redaktion im Heute Journal einen Herrn Dr. Steinberg der Stiftung Wissenschaft und Politik vortragen, dass sog. "Rebellen" in Syrien ja weit weniger gegen Zivilbevölkerungen vorgehen würden als das "Assad-Regime". Dass der Fall eines "Angriffs" (selbst das ist zweifelhaft) auf ein Flüchtlingslager - ich rechne es Ihrer Redaktion, dass Sie Ihrerseits von einer definitiven Festlegung auf einen "Luftangriff" Abstand genommen haben -, der dort aufgegriffen wurde, alles andere als klar ist und die ersten Videos, die durch eine sich "Weiße Helme" nennende Truppe alles andere als vertrauenserweckend sind, was die offenkundige Editierung und Merkwürdigkeiten des Gefilmten angeht, diesen Umstand will ich hier nicht zu groß aufgreifen.

Im Bezug auf die, gelinde gesagt, dreist zu nennende Verharmlosung der "Rebellen", wie sie ein Dr. Steinberg betrieb, ist jedoch in dieser Woche einiges zusammengekommen, was diese "Einordnung", die ein Dr. Steinberg der SWP vorgenommen hatte, gründlichst widerlegt. Nicht nur gibt es Berichte darüber, dass "Rebellen" nördlich der Stadt Homs zahlreiche Menschen massakriert haben, allein weil sie Alawiten waren, die Nichtregierungsorganisation Amnesty International veröffentlichte heute, am 13. Mai, ein vernichtendes Urteil über eine andere Reihe von Untaten, die von "Rebellen" begangen wurden - und nennt dabei klarstens beim Namen, um wen es sich dabei handelt. Ich hänge einen Link zu dem Bericht im Folgenden an:

https://www.amnesty.org/en/latest/news/ ... eppo-city/

Es wird dort Schwarz auf Weiß ausgeführt, dass seitens des Bundes Fatah Halap, "Eroberung Aleppo", in dessen Reihen auch die Ahrar ash-Sham und Jaish al-Islam vertreten sind, die beide beim "Hohen Verhandlungskomittee", engl. Kürzel HNC, bei den Verhandlungen in Genf vertreten sind, nicht nur den gesamten kurdischen Bezirk Sheikh Maqsoud im Norden der Stadt Aleppo wahllos mit Granatfeuer überzogen haben - dieses "Fatah Halap"-Bündnis habe dabei auch auf chemische Waffen zurückgegriffen. Und das bereits vor mehr als einem Monat, als lediglich in kurdischen, syrischen wie auch russischen Nachrichtenagenturen hiervon die Rede war.

Der Bericht wurde bereits vor nunmehr fast 24 Stunden veröffentlicht. Wieso war im Rahmen Ihrer Berichterstattung, weder Online noch im Fernsehen, ein Bezug hierauf zu hören? Hat es gar damit zu tun, dass dies gründlichst die Fürsprache eines Steinmeier vor einigen Monaten, eben diese Islamisten von Ahrar ash-Sham und Jaish al-Islam "an den Tisch zu bringen", in Frage stellt und einen Dr. Steinberg, der als Teil der SWP beratend der Bundesregierung in der Syrien-Frage zur Seite steht, umso dümmer mit Aussagen, wie er sie letzte Woche getätigt hat, da stehen lässt?

Auf Grund der Tatsache, dass selbst auf purer Fiktion basierende Vorwürfe über C-Waffen vor nunmehr 13 Jahren Anlass waren, diese Region des Nahen Ostens so nachhaltig zu zerstören und den Grundstein zu legen für die katastrophale Situation, die dort nunmehr vorherrscht, dürfte es mehr als ersichtlich sein, dass solche Vorwürfe des Gebrauchs chemischer Waffen, zumal durch eine international anerkannte Organisation wie AI erhoben, von fulminantem Interesse für das Publikum sind. Ich hoffe und wünsche, dass Ihre Redaktion umgehend die Erkenntnisse dieses Berichts in die Berichterstattung aufnehmen wird.

Unabhängig davon wünsche ich Ihrer Redaktion ein schönes Pfingstwochenende.

Mit freundlichen Grüßen,
XXXXXXXXX*


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