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Manipulative Wirkung: Mechanismen

Manipulation, politisches Framing, Sprache, Narrative, Meinungsbildung, Deutungshoheit
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Irena

Manipulative Wirkung: Mechanismen

Beitrag13. November 2015, 11:00

Im Grunde wirkt ganze Umwelt auf uns manipulativ. Medien nehmen besondere Stellung in dieser Hinsicht. Daher möchte ich hier ein Thema speziell im Hinsicht der Medien diskutieren. Manipulation klingt erst sehr negativ. Es hat auch mit der Erziehung/Pädadogik zu tun, in der die Manipulation nicht als negativ betrachtet wird. Mit dem Erwachsensein, mit der Verselbständigung eigenes Denkens wollen wir Manipulationen widerstehen. Daher wichtig ist, die Mechanismen erkennen und bewusst dagegen wehren. Und sie sind alle mit Psychologie zu tun. Es heiß, durch das Wissen der Funktionsweise unserer Psyche, wird auf unserer Wahrnehmung gewirkt.

Ich denke, dass wir können nur bedingt auf solche Manipulationen, die außerhalb unserer Psyche "gestrickt und gefädelt" wird, eingehen. Zudem man muss fair sein und zugeben, dass man genauso solche Manipulationen - überwiegend unbewusst - eingeht, wenn andere Seite von eigenem Anliegen überzeugen will. Dennoch, wenn man ist dessen bewusst, dann stellt man eine Barriere für manipulative Wirkung. Z.B. hatte ich irgendwann ein Diskussion über die Manipulation durch übergroße Packungen. Es wirkt aber nur in dem Falle, wenn man weiß es nicht. Weiß es dagegen, dann guckt man genauer und stellt es wieder auf Regal statt im Einkaufskorb. Über längere Zeit wird diese Manipulation auch für Hersteller nicht tragbar, da größere Packungen sind durch Logistik teurer.

heute habe ich auf interessante Begriffe gestoßen, die ich vorher nicht gehört habe, in Nachdenkseiten Krankenhaus Kunduz: Töten auf Zuruf. Es geht um persuasive Kommunikation und Perzeptionsmanagement.

Das Perzeptionsmanagement (Perzeption = Empfindung) ist eine Form der Gefühlssteuerung und Meinungslenkung. Es wird dabei versucht, die Wahrnehmung und Bewertung von Ereignissen durch die Bevölkerung in der gewünschten Weise zu beeinflussen. Anders als bei der klassischen Propaganda werden hier nicht aktiv Fakten (durch falsche Behauptungen etc.) geschaffen. Stattdessen wird auf reale Fakten so reagiert, dass damit die öffentliche Diskussion über einen Sachverhalt in die gewünschte Richtung gelenkt wird.


Der Artikel zur persuasiven Kommunikation ist sehr empfehlenswert. Ich möchte hier einen Aspekt hervorheben, um den auch in dem Mutterartikel ging: man muss nur genug oft etwas wiederholen, um den verstärkenden Effekt zu erzeugen. Das "Sagen-Hören" bzw. "Schreiben-Lesen" ist eine Spiegelung (von Sender zum Empfänger). Spiegelung hat eine selbstorganisierende - verstärkende - Wirkung. Z.B. Laser funktioniert nach diesem Prinzip. Durch die Spiegelung werden alle Photone zu einer Frequenz angeregt. Das Gesamte erwirbt eine Wirkung, die vorher nicht hatte. Im Analogie würde die über die Brücke gehende chaotische Menschenmenge sich auf einen Takt einigen und alle gleich marschieren. Den Effekt kennen wir. Hier auch passt der überfüllte Stadion während Fußballspiels. Der Spiel hier ist der Taktgeber auf dem die Fans sich ausrichten...

Nichts anders aber passiert in Beziehung Medien-Publikum. Hier Medien spiele den Taktgeber, um die Menge zum bestimmten Rhythmus anregen...

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