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Mediale Mitbestimmung - Objektivität/Vermeidung ges. Schäden

Dieses Forum umfasst vorläufig ältere und aktuelle Themen, die sich mit Ideen zur Reformierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten befassen.
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A.Weiler

Mediale Mitbestimmung - Objektivität/Vermeidung ges. Schäden

BeitragSo 6. Apr 2014, 16:19

Das Bestreben, Einfluss auf den öffentlich vorgelebten Umgang miteinander zu nehmen, reicht bei weitem nicht aus. Vielmehr sollte auch die Möglichkeit bestehen Einfluss auf die um sich greifende gesellschaftliche Manipulation durch die entsprechenden Sender nehmen zu können. Die Auswahl der Themen, sowie Art und Weise der inhaltlichen Darstellung einer steigenden Anzahl von Berichten und das gezielte Weglassen von bestimmten Themen und Informationen, greift immer mehr um sich. Beispiel die Berichterstattung zur Krim und aktuell die Nicht-Berichterstattung zum Thema der massiv steigenden Kinderarmut in Deutschland die unsere gesamte Gesellschaft betrifft und einen immensen Kollateralschaden hinterlässt (durch Zeichnung von dringend benötigten Stimmen der openpetition "Jedes Kind in Deutschland ..." kann medial Einfluss genommen werden!). Die Steuerung der Berichte ist gezielt politisch motiviert und macht uns mehr und mehr zu Schachfiguren die beliebig steuerbar sind. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf! Die Tendenz zur Auswahl banaler Themen und Auslassung gesellschaftsrelevanter Berichte ist mit dem eigentlichen Auftrag speziell der ÖR, aber auch mit Sendern die sich als die unabhängigen Infosender bezeichnen, nicht vereinbar. Eine gemachte Meinung ist keine Meinung! Die Frage ist, was kann z.B. von dieser Plattform hier initiiert werden, um dieser schleichenden Massenkonformität entgegen zu wirken?
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Maren

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Re: Mediale Mitbestimmung - Objektivität/Vermeidung ges. Sch

BeitragMo 7. Apr 2014, 14:37

Liebe/r A.Weiler,

schon das Wissen darum, dass sich hier eine Plattform organisiert hat, die sich künftig u.a. der Bewertung des Programmes, der Organisation von Sammelprogrammbeschwerden sowie der Bündelung von kritischen Initiativen widmen will, macht die Verantwortlichen der großen Medienhäuser nervös. Wollte mir der Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates R. Polenz neulich noch verkaufen, dass es im Jahr 2013 nur 19 (begründete) Programmbeschwerden gegeben hätte, sieht man nun ängstlich auf die "Netzgemeinde" und ihre "geplanten Angriffe" auf den bislang recht unbehelligt gebliebenen öffentlich-rechtlichen Volksverdummungsapparat. Ein "weiter so" wird es nicht geben.
Ich empfehle diese Doku vom WDR - wenn sie zu langatmig sein sollte, dann genügen für's Erste die letzten 10 Minuten.
http://www1.wdr.de/fernsehen/dokumentat ... dt100.html
Wenn selbst Programmverantwortliche auf "Hilfe von außen" hoffen, Intendanten als völlig machtlos dargestellt werden und Mahner davon reden, dass nicht die Macher verantwortlich zu machen seien, sondern Jene die ES zulassen (also wir Alle, als Publikum und Bezahler), dann sind die Tage der Gemütlichkeit in den Chefsesseln der öffentlich-rechtlichen Anstalten gezählt.

Ich unterstreiche jedes Wort deines Beitrages und auch die Petition hab ich inzwischen mitgezeichnet.
Unser e.V. befindet sich noch immer in der Gründungsphase, sobald die Vereinsregisteranmeldung in Sack und Tüten ist, starten wir durch. Die Anfänge sind gemacht, das Portal steht, ein Wiki ist im Aufbau, wir sind Thema selbst in den überregionalen Medien und auch Lanz und Himmler haben eine Vorstellung davon bekommen, was ein verärgertes Publikum bewegen kann.

Bleib dran.

Viele Grüße
Maren

A.Weiler

Mediale Mitbestimmung - Objektivität/Vermeidung ges. Schäden

BeitragDi 8. Apr 2014, 10:11

Liebe Maren,
Ihre Zeichnung der Petition habe ich erfreut gesehen. Vielen herzlichen Dank!
Dran bleiben werde ich, denn als "empörter Bürger" "habe ich satt!".
Ein Anlass mich auf Ihrer Plattform zu registrieren begründet sich auf der politisch motivierten Miss-Lenkung der Themen bei ÖR u. A. generell. Am wütendsten macht mich in Sendungen wie Lanz & Co. der Missbrauch (auch die Zulassung dessen) der politischen "Elite" solche Sendungen zu pubertären Kampfzonen politischer Parteien gegeneinander zu degradieren. Gute Moderatoren und Programmleiter würden so etwas erst gar nicht zu lassen. Diese Menschen verschwenden nicht nur unsere Zeit, sie fallen uns damit auch in den Rücken und produzieren damit eine wachsende Abstumpfung/Abschaltung großer Teile unserer Gesellschaft. Transformation vom Dichter - und Denkerland in konforme, leicht manipulierbare Spaßgesellschaft abgeschlossen! Der daraus erfolgende, kaum zu messende, entstehende Kollateralschaden an einem Land ist in seinem Ausmaß enorm. WIR ALLE werden das in den kommenden Jahrzehnten zu spüren bekommen!
In Deutschland müssen keine Sender abgeschaltet werden. Sie werden einfach hoch Qualifiziert untergraben! Transparent und konsequent wäre die Streichung der Diäten, Auszahlung eines Moderatoren-Gehaltes und die wahren deutschen Gesetzgeber aus den Vorständen der Wirtschaftslobbyisten auf die leergewordenen Stühle zu setzen!
Leider hat die Politik hier in Fällen wie unserem durch asoziale (nach Dudendefinition!) Grundentscheidungen seit Zahnruinierer Gazprom Gerd (Keiner hat die Absicht ihren sozialen Stand an dem Zustand ihrer Zähne erkennen zu lassen) ganze Arbeit geleistet. Durch diese Politik der gezielten Fehlentscheidungen und den Einfluss auf die Medien ist der Anteil der Themen die in den Vordergrund gestellt werden müssten mittlerweile so hoch, dass viele Menschen überfüllt und überfordert sind. Das können wir aktuell daran sehen, dass z.B. Ihre Lanz-Pet in ca. 2 Wochen mehr als 230.000 Stimmen erhalten, unsere alleingelassenen Kinder, die still und heimlich ohne wertanzeigende Medienpräsenz manifestierend in 2 Klassen gespalten werden in 2 Monaten ca. 600 Stimmen erhalten hat. Jetzt bräuchten wir 10.000 Stimmen pro Tag um unser Ziel zu erreichen! Das ist mehr als beschämend!
Natürlich gibt es viele Gründe auf gravierende Missstände nicht zu reagieren:
- Themenlenkung in den Medien
- Übersättigung einer Gesellschaft
- Angst, dass z.B. die Berührung mit Armut ansteckend sein könnte wie eine Grippe
- Müllinformationsflut (wir dürfen von Call-Center-Anwählautomaten u. ä. auf allen Ebenen belästigt werden)
- Jahrelange politisch motivierte Aufspaltung einer Gesellschaft in "Gegner-Gruppen" (Bsp. Alt gegen Jung)
- Politikproduzierte steigende prekäre Lebensumstände (Regelungen zu Praktika, Werksverträgen, Zeitarbeit, Lohndumping, Sozialstruktur zerstörende Wanderarbeit...) mit dem Ergebnis von steigendem "Cocooning", Egoismus und Opportunismus.
Nichts tun ist auch eine Handlung!
Das aktuelle Geschehen ist ein Angriff auf das Leben meiner Tochter und ein Verstoß gegen die in unserem Grundgesetzt verankerten Paragraphen zu Gleichheit, Unversehrtheit und dem besonderen Schutz von Kindern, als auch gegen die vor über 20 Jahren von Deutschland unterzeichnete UN-Kinderrechtskonvention.
Ich bin absolut motiviert Ihr Anliegen und Ihre Plattform zu unterstützen und bleibe dran! Herzlichst bedanken würden sich aber auch die von der Gesellschaft diskriminierten und ausgegrenzten Kinder bei Menschen wie Ihnen, wenn Sie die von uns protegierte OpenPetition.de: "Jedes Kind in der Bundesrepublik Deutschland soll in der Schule eine Essensgrundversorgung erhalten" durch die Kanäle Ihrer Community jagen. Mein Kind und ca. 3.000.000 weitere betteln hiermit um die Unterstützung der Gemeinschaft, Medienpriorität, Respekt, Anerkennung und Ent-Diskriminierung.
Mit wüsten Grüßen aus Berlin, Annette

Hans von Donop

Re: Mediale Mitbestimmung - Objektivität/Vermeidung ges. Sch

BeitragMi 11. Jun 2014, 22:30

Es ist auffällig, dass trotz der guten Berichterstattung im WDR 5 morgens häufig kritische Beiträge vor 7:00h noch gesendet werden und dann später nicht mehr. Offensichtlich erfolgt dann hier die "Medienkontrolle" durch Lobbiisteneinfluss über die Politik auf die Nachrichtenredaktionen, kritische Beiträge sofort herauszunehmen. Das fällt aber wahrscheinlich nur wenigen auf. Es ist und bleibt aber dann Medienmanipulation und in der Konsequenz eine Vernichtung der Medien- und Meinungsfreiheit. Haben wir schon gleichgeschaltete Medien oder wie bewerten wir diese Phänomene? Allein das Benennen dieser Phänomene wird die Verantwortlichen nervös machen.
Bleiben wir also dran an der freien Berichterstattung durch Rundfunk und Fernsehen. Dafür zahlen wir Gebühren, damit wir nicht dem wirtschaftlichen Proporz die Meinungsfreiheit opfern.

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