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ARD/ZDF Dilemma

Dieses Forum umfasst vorläufig ältere und aktuelle Themen, die sich mit Ideen zur Reformierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten befassen.
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LevanG

ARD/ZDF Dilemma

BeitragFr 21. Mär 2014, 08:54

Hallo!
Bei der Geschichte "Lanz-Wagenknecht" und der Petition ging es mir nicht nur um diese konkrete Geschichte, sondern um die grundsätzliche Einstellung der von uns bezahlten Medien. Theoretisch, wenn wir alle unsere Gebühren bezahlen, sollen wir auch erwarten, dass wir von ARD/ZDF Fakten über die Ereignisse in Deutschland und in der Welt und Meinungen von Menschen hören und sehen, die nicht unbedingt die Meinung der herrschenden politischen Elite entsprechen. Man muss nicht ein Anhänger von Linken sein um eine ungefälschte und ununterbrochene Äußerung von den linken Politikern zu hören.
Aus meiner Sicht ist es antidemokratisch, was in ARD/ZDF geschieht.
Noch Etwas: Marcus Lanz ist ein Showmaster und ich bezweifle, dass er genug politische (oder andere) Bildung hat, der Frau Wagenknecht Paroli zu bieten.
Und es ist jämmerlich, wenn ich in ARD/ZDF regelmäßig sehe, wie die absolut unkompetenten Showmaster die Politiker nicht zu Wort kommen lassen.
"Umschalten!" ist das Argument. Aber warum muss ich umschalten? Ich könnte auch RT gucken, aber diesen Sender bezahle ich keine Gebühren!
Ich meine: Entweder keine Gebühren; dann wissen wir, dass ARD/ZDF von Politikern finanziert sind, oder Gebühren bleiben und wir erhalten eine objektive Berichtserstattung.
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Rainer Glaser

  • Beiträge: 1
  • Registriert: Di 4. Feb 2014, 08:54

Re: ARD/ZDF Dilemma

BeitragFr 21. Mär 2014, 09:19

Hierzu noch eine Anmerkung.
Herr Quaas Chefredakteur des Focus, hat in der Sendung am, 13.03.2014 die oft geübte Haltung von Lanz gegenüber Politikern und Juristen, als unerhört qualifiziert. Dem Mann kann man nur zustimmen. Wahrscheinlich hat Bellut das noch gar nicht mitbekommen.
Und dagegen richtet sich meine und vermutlich auch Ihre Kritik. Ich persönlich habe mich mehrfach wegen dieser dummen und plumpen anmache von Lanz gegenüber diesem o.g. Personenkreises an das ZDF gewandt.
Meine Teilnahme an der Petition kam mir wie gerufen.
In seinem Statment vergleicht Bellut das ZDF mit privaten Sendern.
Für mich steht das ÖRR für Qualität, was man bei den privaten Sendern leider nur in wenigen ausgewählten Sendungen der Fall ist.
Ich vermute, dass Bellut das ZDF zum "Unterschichten" TV umwandeln möchte, weil doch immer die Quote als wichtigstes Sendekriterium genannt wird.
Es ist überhaupt ein Witz, dass von 5500 TV Geräten die Einschaltquoten errechnet werden.
Mittlerweile dürften die seit 1985 angeschlossenen "Zähler" nicht mehr zum Durchschnitt der TV-Zuschauer gehören.
"Wetten das" hat sich aber in den letzten Jahren eher zum Format der privaten Sender entwickelt. Noch unter Gottschalk habe ich diese Sendung nicht mehr gesehen, nachdem an Gummistiefeln gerochen und an Reifen geleckt wurde.
Und das die Sendung "Wetten das" aus meiner Sicht das Niveau von privaten TV hat, zeigt der Vergleich von Bellut mit der Sendung Klassentreffen im RTL.
Warum nochmal wurde die Sendung mit Gottschalk im Ersten eingestellt ?
Na also
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habicht2014

  • Beiträge: 1
  • Registriert: Sa 1. Feb 2014, 03:35

Re: ARD/ZDF Dilemma

BeitragFr 21. Mär 2014, 09:38

Das ZDF als Unterschichten TV? Diese Befürchtung teile ich, sehe aber auch das Erste der ARD auf dem gleichen Weg. Die Formate werden immer seichter, Action und Ablenkung statt Tiefe und Hinlenkung zu wesentlichen Fragestellungen des Alltags. Allerdings sehe ich die ÖR nicht alein auf diese beiden Programme beschränkt, 3 Sat z.B. ist für mich - neben ARTE - der wichttigste TV-Sender.
Eine Frage quält mich aber besonders. Wenn - sagen wir - 80 % der Zuschauer genau das wollen, Seichtheit, Action und Volksmusik, ist dann nicht die Verblödung und Entgeistigung als Strategie der Programmverantwortlichen schon bestens geglückt?

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