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Grundsätzliche Zielsetzung

Dieses Forum umfasst vorläufig ältere und aktuelle Themen, die sich mit Ideen zur Reformierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten befassen.
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AndreasW.

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Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragMo 3. Feb 2014, 20:00

Hallo Ihr alle,

angesichts des Hin und Her in den anderen Forenbereichen möchte ich jetzt mal eine Frage auf den Punkt bringen, die mir als die elementarste Frage zu Beginn einer möglichen Arbeit überhaupt erscheint:

Wie eigentlich stellt Ihr Euch eine sinnvolle Vorgehensweise vor? Was sind Eure Vorstellungen, wie ein "Publikumsrat" sich einbringen könnte in die bestehenden Sender-Landschaften von ARD und ZDF?

Baut Ihr auf eine Kooperation mit den bestehenden Aufsichtsräten oder wollt Ihr eine komplette Umorientierung des ÖRR "erzwingen"?

Denn abgesehen von der Frage der möglichen Wahrscheinlichkeit, was eher umgesetzt werden könnte, würde ich auch gerne wissen, inwieweit jeder Einzelne dann auch dazu bereit sein würde, eventuelle Mehrheitsbeschlüsse der Foren-User bzw. späterer Vereinsmitglieder mitzutragen, auch wenn diese nicht hundertprozentig dessen persönlicher Idealvorstellung entsprechen?

Vielleicht können sich zu Anfang eventuell die Projektstarter mit eventuellen Ideen dazu äußern. Ihr seid ja sicher nicht ohne eine Grundvorstellung in dieses Thema gestartet?!

Vielen Dank vorneweg an Euch alle,

liebe Grüße, Andreas
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TanjaBee

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 11:02

Eine sehr schöne, zielgerichte Frage, Andreas,

der ich mich anschließen möchte.



Gruß,

Tanja
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Thomas Laas

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 13:15

AndreasW. hat geschrieben:Was sind Eure Vorstellungen, wie ein "Publikumsrat" sich einbringen könnte in die bestehenden Sender-Landschaften von ARD und ZDF?
Ausgehend vom Titel dieses Forums, "Mehr Demokratie in den öff.-rechtl. Medien", stellt sich mir dabei zunächst die Frage, wie ein solcher Publikumsrat legitimiert wäre. Wie würde er zustande kommen, duch Wahlen? Wie sollten die aussehen? Wer dürfte wählen, wer nicht und wer kandidieren? Aus Sicht eines Vertreters des aktuellen Systems würde ich Euch/uns sagen:


"Mehr Demokratie, wozu? Wir gewährleisten über die Rundfunkräte die Mitsprache der gesellschaftlich relevanten Grupen, wie z. B. Gewerkschaften, Frauenverbände, Kirchen, Fraktionen usw. Diese Gruppen wählen und entsenden ihre Vertreter in den Rat. Der Rat nimmt Einfluss durch die Wahl und Abberufung des Intendanten und seines Stellvertreters (verantwortlich für die Programminhalte), die Wahl und Abberufung der Mitglieder des Verwaltungsrates und die Genehmigung des Wirtschaftsplans und des Jahresabschlusses. Demokratischer geht es doch gar nicht".

Was wäre unsere Antwort?
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IGR

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 13:28

Diese Gruppen wählen und entsenden ihre Vertreter in den Rat. Der Rat nimmt Einfluss durch die Wahl und Abberufung des Intendanten und seines Stellvertreters (verantwortlich für die Programminhalte), die Wahl und Abberufung der Mitglieder des Verwaltungsrates und die Genehmigung des Wirtschaftsplans und des Jahresabschlusses. Demokratischer geht es doch gar nicht".
Was wäre unsere Antwort?



Lieber Andreas, liebe Tanja,

Stringent politik- und herrschaftswissenschaftlich:

Doch, es geht demokratischer.
Direkte Demokratie.

Im o.a. System haben wir
1.) das System einer repräsentativen Demokratie (Vertreter)
2.) ein finanziell vom zu beurteilenden Objekt abhängiges Kontrollgremium.
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IGR

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 13:37

Andreas schrieb:

Wie eigentlich stellt Ihr Euch eine sinnvolle Vorgehensweise vor? Was sind Eure Vorstellungen, wie ein "Publikumsrat" sich einbringen könnte in die bestehenden Sender-Landschaften von ARD und ZDF?

Baut Ihr auf eine Kooperation mit den bestehenden Aufsichtsräten oder wollt Ihr eine komplette Umorientierung des ÖRR "erzwingen"?

Denn abgesehen von der Frage der möglichen Wahrscheinlichkeit, was eher umgesetzt werden könnte, würde ich auch gerne wissen, inwieweit jeder Einzelne dann auch dazu bereit sein würde, eventuelle Mehrheitsbeschlüsse der Foren-User bzw. späterer Vereinsmitglieder mitzutragen, auch wenn diese nicht hundertprozentig dessen persönlicher Idealvorstellung entsprechen?

Vielleicht können sich zu Anfang eventuell die Projektstarter mit eventuellen Ideen dazu äußern. Ihr seid ja sicher nicht ohne eine Grundvorstellung in dieses Thema gestartet?!


Da gibt es (noch nicht hier so sehr) unterschiedliche Auffassungen. Ich selbst bin in diesem Sinne nicht "Projektstarter", eher auf der technischen Basis.
Wenn ich mich inhaltlich entscheidend positionieren müsste zwischen Deinen Angeboten "Kooperation mit den bestehenden Aufsichtsräten oder wollt Ihr eine komplette Umorientierung des ÖRR ", bliebe die letztere Option die bessere, allerdings nicht 100%ig, sondern eher die Umstrukturierung der Kontrollgremien.

Eine andere Initiative, bestehend aus zwei Damen mit -zig Projekten in Erlangen, Erfurt und Berlin (deren Anliegen ich nicht so recht verstehe, weil es mehr als ein Logo und ein paar Erklärungen zu Allgmeinem, geschweige denn nachvollziehbare Debatten mehrerer Menschen, nicht gibt), führen in einem Youtubevideo aus, sich von den Überschüssen der Gebühren der ÖRR sanieren zu wollen.
Das finde ich der originären Idee gegenüber mehr als unangemessen. Vielleicht liegt es dort daran, dass man zwar auf eine Gelegenheit gewartet hat, sich mit einem alten Denkkonzept in das Geschehen einzumischen, aber das aktuelle Geschehen nicht richtig bewertet?

Ausgehend von der Petition kann es nur um eine Umgestaltung gehen, m.E..
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AndreasW.

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:00

Hm?

Danke für Eure Antworten.

Wenn ich das richtig interpretiere, plädiert Ihr also im weitesten Sinne dafür, dass die bisherigen Kontrollgremien de facto durch eine Möglichkeit ersetzt werden, die Kontrolle "basisdemokratisch" vom Gebührenzahler (zumindest derjenigen, die daran interessiert sind, sich organisiert einzubringen) evtl. unter Zuhilfenahme des Internets (weil DAS basisdemokratische Element) durch zu führen.

Gehen wir mal von der Idealmöglichkeit aus, dass dieses Projekt hier irgendwann wahrnehmbare Dimensionen angenommen hat, dann wäre die Option kein Thema, dass die User dieses Projektes aus ihren Reihen eine eigene Riege bestimmen, die dann den bisherigen Kontrollgremien (im Idealfall gleichberechtigt) zur Seite gestellt wird und die die kommissarisch die Interessen der Masse vertritt.

Nun, die basisdemokratische und weitaus radikalere Variante halte ich für wenig wahrscheinlich, denn Veränderungen eines etablierten Systems werden fast nie im Hau-Ruck-Verfahren durch einen Komplettaustausch mit einem neuen System erfolgen. Es sei denn, es handelt sich um regelrechte Volksaufstände im politischen Spektrum. Aber mal im Ernst, glaubt Ihr wirklich, das deutsche TV-Publikum wäre dazu bereit, derart auf die Barrikaden zu steigen "nur" um der Machtverhältnisse in den Fernsehsendern wegen?

Und meint Ihr wirklich, dass eine solche Umwälzung auf eine breite Basisdemokratie nicht einen derart massiven Widerstand von TV-Anstalten, Landesregierungen und Gesetzgeber hervorrufen würde, dass ein solches Vorhaben schon in seinen ersten Zuckungen bereits zum Scheitern verurteilt würde?

Auf welche Art und Weise soll denn Eurer Meinung nach eine solch radikale Umwälzung praktisch angegangen werden, um einen solchen Widerstand auszuhebeln?

Durch Briefe an die Sender?
Durch erneute Petitionen?
Durch den Aufruf zur Gebührenverweigerung?
Durch Demos oder Mahnwachen?

Ich bin gespannt, wieviele Deutsche Euch dann folgen werden "nur" des Fernsehens wegen?

Ich halte so was für illusorisch, wenngleich es auch sicher gut gemeint ist.

Ich bin gespannt, ob noch weitere Meinungen zur ursprünglichen Frage kommen?

Würde mich interessieren, wie auch die anderen hier darüber denken?

Liebe Grüße, Andreas
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IGR

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:11

Lieber Andreas,

Die guten alten Illusionen :-).

An dieser Stelle überlasse ich auch gern Mitstreitern das Wort. Jedenfalls heisst der Widerstand der örMedien und ihrer Räte nicht zwangsläufig, dass es "zum Scheitern" verurteilt sein müsste. So weit vor greife ich mal nicht. Über die Wege gilt es sich zu einigen.

Dig. Grüße
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Thomas Laas

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:30

IGR hat geschrieben:Doch, es geht demokratischer. Direkte Demokratie.
Gut, die Frage ist: wie sieht direkte Demokratie in dem Fall konkret aus. Am Samstagabend um 20 Uhr 'ne Volksabstimmung zum Speilfilm um 20:15 Uhr?
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Thomas Laas

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:35

AndreasW. hat geschrieben:Aber mal im Ernst, glaubt Ihr wirklich, das deutsche TV-Publikum wäre dazu bereit, derart auf die Barrikaden zu steigen "nur" um der Machtverhältnisse in den Fernsehsendern wegen?

Und meint Ihr wirklich, dass eine solche Umwälzung auf eine breite Basisdemokratie nicht einen derart massiven Widerstand von TV-Anstalten, Landesregierungen und Gesetzgeber hervorrufen würde, dass ein solches Vorhaben schon in seinen ersten Zuckungen bereits zum Scheitern verurteilt würde?
Bevor wir spekulieren, was passieren könnte. Wie sähe denn ein basisdemokratisch kontrollierter Rundfunkrat aus? Wie soll ich mir das praktisch vorstellen?
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TanjaBee

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:36

Hier mal kurz eine aktuelle Nachricht dazu, was unser "oberster" Volksvertreter von direkter Demokratie hält:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... mungen-ab/

An anderer Stelle in diesem Forum hatte ich schon mal die Bestrebungen in anderen Ländern zu Instrumenten der direkten Demokratie kommentiert. Selbst in der Schweiz sind durch Volksbegehren letztendlich keine wesentlichen Neuerungen (in den abgestimmten Themenbereichen) entstanden. Beispiel: http://www.welt.de/wirtschaft/article122210928/Schweizer-lehnen-Begrenzung-von-Managergehaeltern-ab.html
Woran liegt's? An der Berieselung und Desinformation der Abstimmenden durch das Programm bzw. der "etablierten" Medien?

Gruß, Tanja
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Thomas Laas

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:48

TanjaBee hat geschrieben:Woran liegt's? An der Berieselung und Desinformation der Abstimmenden durch das Programm bzw. der "etablierten" Medien?
Vielleicht erscheint aber auch die Diskrepanz zwischen Regierenden und Regierten nur so groß, weil die Menschen sich übergangen fühlen, wenn sie nicht gefragt werden? Wenn sich Demokratie im bloßen Herstellen von Mehrheiten erschöpft, dann haben vielleicht Anliegen wie Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz keine Mehrheit im Volk?
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IGR

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:50

yo Tanja,

Es geht um zwei unterschiedlich vorausgesetzte politiktheoretische Modelle. an die sich die Regierung einfach nur hält.
repr. Demokratie (Konkordanz) // direkte Demokratie.

Was die Manipulation angeht, hier nur kurz der Hinweis auf Scarcinellis "Skopeokratie"*, ein durchaus machstringenter Reflex von Medien und Politikern in einer ~repräsentativen Demokratie. In diesem Sinne spricht Gauck nachvollziehbare die Sprache des Palastes, denn selbst unter seinen Kritikern und in der Opposition werden sich die Akteure und deren einzelne Vertreter nicht an den Unterschied zwischen direkter und repräsentativer Demokratie erinnern wollen (Machterhalt). Folgerichtig wird er in seiner wahrnehmbaren Ebene nur auf den vorgeschobenen Widerstand der Linkspartei treffen, die Elemente des Plebiszits für ihr Wahlprogramm gebraucht.

Die ursprüngliche Frage lautet (nach Ernst Fraenkel et.al.), ob der hypothetische oder der empirische Volkswille zählt.
In der repr. Demokratie nur der hypoth. Volkwille. Wenig überraschend aber sehr witzig, wie trocken der Gauck alles hinweg fegt, was ihn am Durch"regieren" hindern könnte.

*Symbiotische Skopeokratie: https://kops.ub.uni-konstanz.de/xmlui/b ... sequence=1
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AndreasW.

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:51

Mann, seid Ihr schnell...


Naja, ich bin ja durchaus dazu bereit, auch unkonventionelle Ideen mit zu tragen, auch wenn sich mir im Augenblick nicht erschließt, dass eine solche "Revolution von unten" erfolgreich sein könnte.

Nur dafür würde ich dann auch gerne mal einen (wenn auch nur vagen) Vorschlag hören, wie der Weg dahin dann aussehen soll?

Und ja, die Frage würde dann auch sein, was soll eigentlich basistechnisch beschlossen werden?
Doch nicht etwa wirklich die laufende Programmgestaltung.

Wenn überhaupt, dann sollte meiner Meinung nach ein Zuschauergremium eher bei grundsätzlicheren Fragen eingebunden werden. Besetzung von Führungsposten, Umverteilung von Zuschauergebühren nach kulturellen Bedürfnissen etc.

Zur Frage, wie ein basisdemokratisch kontrollierter Rundfunkrat aussehen könnte -

Ich stell mir das eben selbst schwer machbar vor. Die realistischste Variante wäre wohl, dass ein Zuschauerrat (bestehend aus vielen Internetusern bzw. Vereinsmitgliedern) vorab per Net und Vereinstreffen eruiert, was die Mehrheit eigentlich will und das Ergebnis dieser Recherche dann einem gewählten Gremium übergibt, dass diese Forderungen im Diskurs mit dem bestehenden bisherigen Aufsichtsrat (oder Vergleichbares) zu verhandeln hat.

Eine direkte Einflussnahme der breiten Userschaft über das Net halte ich selbst technisch für Science Fiction. ich will aber nicht verheimlichen, dass ich im weitesten Sinne doch immer noch ein DAU bin und die tatsächlich machbaren Dinge noch nicht in Gänze erfassen kann.


Ich hoffe, ich hab jetzt antworttechnisch nichts vergessen...?!

Liebe Grüße, Andreas


Edit: Rechtscheibfehler korrigiert
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IGR

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 14:56

@Andreas:
"direkte Einflussnahme der breiten Userschaft über das Net halte ich selbst technisch für Sciene Fiction"

Da wird sich sehr schnell einiges tun #interaktives Fernsehen.

Aber die vielen Fragen , die Du stellst, können wir (kann ich) nicht beantworten. Woher sollen , nur mal diese Forum, 100 Menschen heut gemeinsam wissen, was und wie das wird. das wird etwas Zeit brauchen. Zum reinen Verein hin nicht, aber die Programmatik, Inhalte, Strategien ...das dauert sicher.

Im Übrigen ist das ja auch Deine Beteiligung ... hier :-)

dg /igr
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Thomas Laas

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 15:12

AndreasW. hat geschrieben:Ich stell mir das eben selbst schwer machbar vor. Die realistischste Variante wäre wohl, dass ein Zuschauerrat (bestehend aus vielen Internetusern bzw. Vereinsmitgliedern) vorab per Net und Vereinstreffen eruiert, was die Mehrheit eigentlich will und das Ergebnis dieser Recherche dann einem gewählten Gremium übergibt, dass diese Forderungen im Diskurs mit dem bestehenden bisherigen Aufsichtsrat (oder Vergleichbares) zu verhandeln hat.
Genau, der Teufel liegt im Detail und zwar im konkreten. "Dein" Zuschauerrat müsste sich ja auch irgendwie demokratisch legitimieren. Wer soll denn bestimmen, wer in diesem Rat sitzt und auf welche Weise? Mal ganz abgesehen von der praktischen Umsetzbarkeit von Entscheidungen. Vielleicht ist ratsam, sich mit der Praxis der internen Entscheidungs- und Programmgestaltungprozesse des aktuellen Systems auseinander zu setzen. Denn auf dem Papier sieht das Konstrukt ja gar nicht so schlecht aus. Wie immer bleibt zu Fragen, wie es mit Leben gefüllt wird.
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AndreasW.

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 15:29

[quote="Thomas Laas "Dein" Zuschauerrat müsste sich ja auch irgendwie demokratisch legitimieren. Wer soll denn bestimmen, wer in diesem Rat sitzt und auf welche Weise? quote]

Naja, das stell ich mir unter den "normalen" Gegebenheiten dann wohl so vor, dass die User im Netz und die Vereinsmitglieder innerhalb ihrer Reihen ein mehrköpfiges Gremium wählen, welches dann als Sprachrohr die Interessen aller zu vertreten hat.

Und sicher, eine echte Legitimation, für das gesamte Fernsehvolk zu sprechen, würde man erst dann haben, wenn man mehr als 50 % der Gebührenzahler vertritt. So was dürfte aber eher unwahrscheinlich sein.

Andererseits müsste man wohl mit ca. 10.000 Mitgliedern zumindest "beratend" auf den bisherigen Fernsehrat einwirken dürfen, um diesen eventuell von der einen oder anderen Idee zu überzeugen, die dann natürlich aus dessen eigener Initiative heraus entstehen würde.

Wir wissen doch, dass auch solche Gremien immer ihr Gesicht bewahren müssen.

Ich denke aber nicht, dass es jemals soweit kommen wird, dass die Zuschauer des Landes irgendwann selbst über ALLE wichtigen Entscheidungen zu bestimmen haben. Aller Hilfestellung durch die Technik zum Trotze.
Naja, vielleicht schon irgendwann, dann aber sicher nach meiner Zeit auf diesem Planeten.

:-)

Liebe Grüße, Andreas
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Thomas Laas

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 15:45

AndreasW. hat geschrieben:Ich denke aber nicht, dass es jemals soweit kommen wird, dass die Zuschauer des Landes irgendwann selbst über ALLE wichtigen Entscheidungen zu bestimmen haben. Aller Hilfestellung durch die Technik zum Trotze. Naja, vielleicht schon irgendwann, dann aber sicher nach meiner Zeit auf diesem Planeten. :-)
Ich auch nicht. Aber schieben wir mal die 100%-Lösung beiseite und schauen nach Ansatzpunkten. Ein Zuschauerrat, der den Rundfunkrat koontrolliert kann es doch nicht sein. Denn der Rundfunkrat ist ja das Gremium der Bürgerbeteiligung, indem er sich aus Vertretern der gesellschaftlich relevanten Gruppen zusammensetzt, die Einfluss auf Programm, Organisation und Finanzierung des ÖRR nehmen. Zumindest rein theoretisch. Wie aber sieht die Praxis aus? Wer zum Beispiel bestimmt, welche Gruppen gesellschaftlich relevant sind? In welcher Form verantwortet sich der Intendant eines Senders vor dem Rundfunkrat? Wie werden die Gebühren verteilt? usw. usw. Solche Fragen sind es, die geklärt werden müssen, um Ansatzpunkte für eine Veränderung zu haben.
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AndreasW.

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 17:07

Ah? Jetzt ja!
Ich verstehe.

Offenbar dachte ich die ganze Zeit an der eigentlichen Problematik vorbei.

Bedeutet dies aber nicht, dass sich der Status Quo eigentlich nur über den Gerichtsweg beseitigen ließe?
Denn unsere Aufgabe bestünde nun eigentlich daraus, nachzuweisen, dass die Bürger (Gebührenzahler) sich eben NICHT von den bestehenden Rundfunkräten vertreten fühlen.

Ich ging die ganze Zeit eigentlich davon aus, dass die Gebührenzahler keine eigene Stimme in den Rundfunkräten haben - damit meinte ich dann tatsächlich "eine eigene Stimme". Ich fühle mich jedenfalls nicht vertreten. In meinem Namen reden Politiker in der Medienwelt nicht, auch wenn diese sich (scheinbar) dort als mein Vertreter wahr nehmen.

Hm?

Eine einfache Postkarten- bzw. Protestmail-Aktion an die betreffenden Gremien UND Einzelpersonen in diesen Gremien würde da vielleicht doch schon ein erster effektiver Schritt sein?

Sinngemäß im Wortlaut: "...Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr, ich fühle mich durch Sie NICHT vertreten und fordere Sie auf, Ihren Sitz im Aufsichtsrat XY frei zu machen für einen von den Gebührenzahlern demokratisch gewählten Nachfolger..."

Liebe Grüße, Andreas
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Thomas Laas

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 17:54

AndreasW. hat geschrieben:Denn unsere Aufgabe bestünde nun eigentlich daraus, nachzuweisen, dass die Bürger (Gebührenzahler) sich eben NICHT von den bestehenden Rundfunkräten vertreten fühlen.
Ja, sowas in der Art. Ich persönlich würde noch davor ansetzen und sagen: Unsere Aufgabe bestünde darin, die Bürger überhaupt erst zu überzeugen, dass der ÖRR so wie er jetzt ist nicht gut ist, dass er bspw. seinem Auftrag zu unabhängiger Berichterstattung nicht nachkommt. Ich glaube noch gar nicht, dass "wir" die Mehrheit sind. Die Mehrheit akzeptiert doch die Finanzierung des ÖRR durch die Haushaltszwangsabgabe. Wahrscheinlich profitieren wirklich viele davon. Nämlich alle die, die mehrere Geräte daheim stehen haben. Und weil 17,98 € im Monat jetzt auch nicht soooo viel sind, stört man sich nicht daran, dass es eine weitere Entmündigung der Menschen ist. Das ist ein dickes Brett, dass es da zu bohren gilt. Überzeugungsarbeit ist zu leisten. Im Grunde ist das Problem, das wir mit dem ÖRR haben das selbe wie jenes, das wir mit unseren Politikern und Wirtschaftsmächtigen haben - es ist ein Grundproblem der repräsentativen Demokratie, wenn sich die Repräsentierten durch ihre Repräsentanten nicht mehr repräsentiert fühlen. Ich glaube, das System des ÖRR ist gar nicht so schlecht. Nur ist es zu groß und aufgeblät, die Gehälter der Verantwortlichen viel zu hoch und die Ausnutzung durch wirtschaftliche und politische Interessengruppen zu massiv, um von wirklich demokratisch motiviertem Handeln zu sprechen. Die Lösung kann nur sein, auf Defizite aufmerksam zu machen und Alternativen anzubieten. Ich fürchte jedoch, dass sich das weniger über eine Reform des Systems ändern lässt, als vielmehr über eine Veränderung der Einstellung und Haltung der Menschen. So dass es zum Beispiel nicht mehr selbstverständlich ist, die Macht, die einem zur Verfügung steht, konsequent zum eigenen Vorteil auszunutzen, anstatt sie als eine Verantwortung zu begreifen, die im Sinne der Gemeinschaft einzusetzen ist.
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AndreasW.

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 17:57

Du siehst mich da ganz bei Dir.
Uneingeschränkte Zustimmung.

Gruß, Andreas
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Metatrixter

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 18:31

AndreasW. hat geschrieben:Durch den Aufruf zur Gebührenverweigerung?


Oh nein, ich möchte mit den zahlreichen diversen Gebührenverweigerungs-Initiativen nichts zu tun haben. Vollkommen an der Sache vorbei.

Hochachtungsvoll,

MT
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AndreasW.

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 18:38

Ich halte persönlich auch nicht viel von Gebührenverweigerung. Schließlich wird uns dafür ja auch was "geliefert". Und ich denke, bei aller Kritik ist das Gesamtprodukt nicht wirklich schlecht.

Mich ärgert dabei aber maßlos, auf welche Weise mit den Gebühren umgegangen wird.

Ich verstehe aber auch, wenn sich jemand aus persönlichen Gründen weigert, Gebühren zu zahlen. Immerhin ist das eine Thematik, über die man drei weitere Foren füllen könnte - und es würde dabei nie langweilig.

Liebe Grüße, Andreas
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bussard

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 18:47

Also mir würden 2 Ziele vorschweben:

1. Den Rundfunkstaatsvertrag ( http://www.artikel5.de/gesetze/rstv.html) eben besser kommunizieren und entsprechend den Wünschen der Bevölkerung anpassen. Allerdings mit dem Unterscheid, daß dies bei Verstößen auch Konsequenzen hat, wie die Entlassung entsprechender Mitarbeiter. Und nicht wie heute, wo nur gegen § 3 Abs. 1 strafrechtlich vorgegangen werden kann).

2. Die Wahl der Rundfunkräte durch das Volk. Die Vertreter "gesellschaftlich relevanter Gruppen" werden eben durch vom Volk zu wählende Kandidaten ersetzt. So etwa alle 4 Jahre würde ich OK finden. Ausschliessen würde ich Parteienvertreter und Lobbyisten, aber das gebietet eigentlich der gesunde Menschenverstand, wenn man objektive Berichterstattung haben will. (Also die Vertreter müssen alle Einkünfte offenlegen, bei Redakteuren würde mir das auch vorschweben, denn auch die kann man bestechen)

Aber nach offizieller Propaganda ist das hier eh alles überflüssig: http://ardzdf.de/#page/gutegruende/4

Gruss

Bussard
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mitdenker

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 18:51

einen moment aber bitte. das gebührenzahlersystem ist nicht ausgewogen, sondern nach wie vor zwang. zumindest doch der, der keinen fernseher , radio etc. hat, sollte doch verweigern dürfen?
und eine gebührenabhängigkeit des vereins ist grundfalsch.
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Metatrixter

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Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragDi 4. Feb 2014, 18:58

mitdenker hat geschrieben:einen moment aber bitte. das gebührenzahlersystem ist nicht ausgewogen, sondern nach wie vor zwang. zumindest doch der, der keinen fernseher , radio etc. hat, sollte doch verweigern dürfen?


Darum geht es doch aber nicht. Ich erlaube mir, als Argument eine Kulturflatrate einzuwerfen. Das könnte ja einmal aus der Rundfunkabgabe werden, wenn wir etwas dafür tun. Mal abgesehen davon, dass jeder Bürger - ob er Theatergänger ist oder nicht - letztlich auch diese alimentiert. Auch abschaffen, oder was?

mitdenker hat geschrieben:und eine gebührenabhängigkeit des vereins ist grundfalsch.


Das allerdings sehe ich auch so. Wes Brot ich ess… usw.

Hochachtungsvoll,

MT
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