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Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

Dieses Forum umfasst vorläufig ältere und aktuelle Themen, die sich mit Ideen zur Reformierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten befassen.
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IGR

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Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragSo 2. Feb 2014, 19:02

Zitat: "

Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann
Publiziert 1. Februar 2014 | Von Heiko Hilker

„Das Problem der Abhängigkeit der Quote von den jeweiligen fernsehenden Personen verdeutlichten Frank Aischmann und Gregor Streiber durch ein witziges Interview mit Josef von Westphalen. Wenn durch „Zufall“ ausgerechnet ein aufmüpfiger Satiriker GfK-Panelmitglied – und somit zum Guerillazuschauer – werden kann: Wer weiß denn, was sich noch alles für Typen in dieser virtuellen Zuschauergemeinde finden? Mitglieder des Panels, so die Schlussfolgerung im Film, können prinzipiell keinen repräsentativen Ausschnitt abbilden. Wie beim Problem der Quantenmechanik, wo die Anwesenheit des Beobachters die Messergebnisse verfälscht, liefern die Panelglotzer nur ein Zerrbild von dem Zuschauer. Dieses Zerrbild – sprich: die Quote – motiviert eine fatale Rückkopplung auf das Programm, die schließlich zur Auslagerung von Qualität in die Spartenkanäle führt.“"

Lesen unter: http://dimbb.de/zitat-warum-die-quotenm ... lden-kann/
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Metatrixter

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Re: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragDi 4. Feb 2014, 22:52

Klar wie Kloßbrühe, das.

https://www.youtube.com/watch?v=9eO6R5un9Yk

"Free Rainer", weißte Bescheid.
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IGR

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Re: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragMi 5. Feb 2014, 03:23

Geil, kenne ich noch gar nicht!

Thx Matrixer...
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Tom

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Re: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragMo 10. Feb 2014, 21:57

Metatrixter hat geschrieben:Klar wie Kloßbrühe, das.

https://www.youtube.com/watch?v=9eO6R5un9Yk

"Free Rainer", weißte Bescheid.


Ebenfalls danke dafür, diesen Film in Erinnerung zu rufen. Er mag zwar in manchen Punkten dramaturgisch recht einfach gestrickt sein, hat aber trotzdem eine starke, utopisch-positive Botschaft. Prädikat: sehenswert und einzigartig!
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siwica

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Re: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragFr 21. Mär 2014, 01:12

Meine Familie war -als ich noch zu Hause gewohnt habe- selber GfK-Panelhaushalt und wir hatten auch eine solche Quotenbox bei uns stehen. Statistisch einwandfrei wurden wir übrigens dadurch ausgewählt, dass mein Vater damals einfach von einem GfK-Mann auf der Straße vor unserem Haus angesprochen wurde, ob wir nicht vielleicht mitmachen wollen, weil die Familie, die eigentlich prädestiniert war, wohl gerade nicht zu Hause sei.

Fortan musste man sich immer an dieser "Quotenbox" anmelden, wenn man gerade Fernsehen schaute (für jedes Familienmitglied gab es einen eigenen Knopf auf der Fernbedienung) und abmelden, wenn man mal auf die Toilette ging. Anfänglich haben wir das auch penibel so gehalten, aber man kann sich vorstellen, dass das nach gewissen Zeit ziemlich lästig wurde. Schließlich war es dann mehr Zufall, ob man daran dachte, sich anzumelden oder nicht und zumindest das vermeindliche Fernsehverhalten meiner Familie war wohl alles andere als repräsentativ.

Ich habe dann die Theorie entwickelt, dass besonders langweilige Sendungen die besten Quoten erhalten, da die Leute aus den Panelhaushalten vor dem Fernseher einschlafen und sich somit nicht von der Box abmelden können. Um diesen Effekt auszugleichen bin ich dann nach einer Weile dazu übergegangen, bei guten Arte-Sendungen die ganze Familie anzumelden, auch wenn ich nur alleine vor dem Fernseher saß.
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Bücherleser

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Re: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragSo 6. Dez 2015, 17:47

Heute hat mich als Nachtschichtarbeiter eine Angestellte der GfK mittags aus dem dringend benötigten Schlaf gerissen.
Dabei habe ich die Telekom angewiesen, meine Festnetznummer aus öffentlich einsehbaren Verzeichnissen zu entfernen, was bzgl. des "Örtlichen" offenbar auch erfolgt zu sein scheint.
Jetzt frage ich, woher die meine Nummer haben?

Ausstöpseln ist keine Option, wenn ich für Notfälle erreichbar bleiben muß.

Die Mitarbeiterin wollte eine Umfrage zur Radio- und Fernsehnutzung machen.
Ich habe barsch geantwortet, daß ich weder Radio noch Fernseher habe und daß sie mich aus dem Schlaf gerissen hat und aufgelegt. (Sie konnte nichts dafür, sie macht bloß ihren Job.)
Dann konnte ich vor Wut nicht wieder einschlafen.

Eben habe ich eine wütende Mail an die GfK geschrieben, daß sie meine Telefonnr. aus ihren Beständen löschen sollen und daß ich sie auf Schadensersatz verklage, wenn ich wegen ihres Telefonterrors im Dienst einschlafe und deshalb meinen Job verliere.

Und nun überlege ich, was wir Bürger machen können, um diese Machenschaften zu unterbinden:
Ich bezahle zwangsweise Rundfunkbeiträge an die ÖR und die bezahlt wieder die GfK dafür, mich zu wecken, um völlig unrepräsentative und daher völlig nutzlose Daten zu erheben.

Alle, die gar keinen Festnetzanschluß haben (und das werden immer mehr), werden von dieser Telefonbelästigung nicht erfaßt.

Sind nicht Telefonanrufe zu kommerziellen Zwecken ohne vorherige Zustimmung des Anzurufenden verboten?
Die GfK ist ein kommerzielles Unternehmen, welches Umfrage-Ergebnisse an öffentliche und private Sender verkauft, damit die wiederum die Werbefläche um ihre Sendungen vermeintlich besser an die kommerzielle Wirtschaft verkaufen können.

Darf der Gesetzgeber mich zwingen, meine eigene unerlaubte Ausforschung zugunsten fremder kommerzieller Interessen zu finanzieren?
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Maren

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Re: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragSo 6. Dez 2015, 19:38

Zu deinem letzten Satz: Ich habe nicht die geringste Ahnung. Meine Nummer steht zwar überall öffentlich, aber das GfK hat sich noch nie gemeldet. Du gehörst sicher zu so einer repräsentativen Grundgesamtheit, die für die Umfragen benötigt werden und die GfK hat die Nummer schon länger. Das müsste doch herauszufinden sein.

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