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Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem ÖRR

Dieses Forum umfasst vorläufig ältere und aktuelle Themen, die sich mit Ideen zur Reformierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten befassen.
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IGR

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Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem ÖRR

BeitragSo 2. Feb 2014, 02:06

"Der ÖRR mit seinen 22 Fernsehkanälen und 67 Rundfunksendern entspricht seit mehreren Jahren nicht mehr den Erfordernissen der heutigen Zeit. Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem ÖRR liegt u. a. in der neuartigen Medienvielfalt begründet. Im Zeitalter des Internets kann festgestellt werden, dass ein ÖRR auch mit einem deutlich reduzierten Programmangebot dem Grundversorgungsauftrag nach Bildung und Information gerecht werden kann. Die Expansion der ÖRR-Anstalten ins Internet ist weder erforderlich, noch notwendig, um Meinungspluralität zu wahren, vielmehr behindert es diese. Trotzdem wurde mit der Ratifizierung des 15. RÄStV auf eine Verbreitung der Gebührenzahlerbasis gedrängt. In den Augen der Unterzeichner ist dieses Vorgehen kein geeigneter Lösungsansatz, um den Fortbestand des ÖRR dauerhaft zu gewährleisten."


heisst es in:
https://www.openpetition.de/petition/on ... funksystem

Ist das so?
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Edna

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Re: Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem

BeitragSo 2. Feb 2014, 10:42

Nein, der ÖRR wird seinem Sendeauftrag nicht mehr gerecht wird. Ich denke, sie meinten es aber so, dass durch die unerschöpfliche Informationsquelle Internet der ÖRR nicht mehr Informationsquelle Nummer 1 ist und dass eine ausführliche Berichterstattung im ÖRR nicht mehr zwangsläufig notwendig ist. Aber das heißt trotzdem nicht, dass sie sich deshalb ihrer Informationspflicht entziehen können.

weiter oben heißt es aber auch:
Wir fordern die freie Wählbarkeit an der Teilnahme und Finanzierung des ÖRR Systems. Vertreter der Parteien in den Rundfunkräten sind durch frei gewählte Bürgervertreter zu ersetzen. Die Anknüpfung der Rundfunkbeitragspflicht an die Internetnutzung ist rückgängig zu machen. Über Verwendung der Rundfunkbeiträge ist detailliert und transparent mindestens halbjährlich Bilanz offen zu legen. Ausgaben- und Budgetüberschreitungen sind konsequent zu ahnden. Die Bürger sind am Reformprozess angemessen zu beteiligen.

Ist das nicht so ziemlich das, was wir uns vorstellen?
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Thomas Laas

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Re: Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem

BeitragMo 3. Feb 2014, 10:10

Edna hat geschrieben:Ist das nicht so ziemlich das, was wir uns vorstellen?
Im Prinzip schon. Ich glaube allerdings nicht, dass einem ÖRR bei "freier Wählbarkeit an der Teilnahme und Finanzierung" ausreichend Geld zur Verfügung stehen würde, um überhaupt ein Programm - wie auch immer es inhaltlich aussehen mag - senden zu können. Bei einer verpflichtenden Umlagefinanzierung bliebe zu Fragen, welche Art von Programm quasi als kleinster gemeinsamer Nenner der Öffentlichkeit finanziert werden soll. Eine Zwickmühle.
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IGR

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  • Registriert: Fr 31. Jan 2014, 18:59

Re: Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem

BeitragMo 3. Feb 2014, 20:21

Hineinpassen in diese Diskussion könnte auch die Frage, ob es nicht die Politik ist ( ...die Volksvertreter ) , die hier dem Interesse der öffentlich-rechtlichen Medien taktlos entgegen"spielt" und warum? Welche Parteien oder Fraktionen wollen was und tun was genau?

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 13153.html
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Thomas Laas

  • Beiträge: 23
  • Registriert: Sa 1. Feb 2014, 01:01

Re: Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem

BeitragDi 4. Feb 2014, 10:45

Ja, sicher passt die Frage hinein, IGR. Das ist ja der Boden, auf dem der Unmut der Bürger gedeiht: das zunehmende Empfinden, dass der ÖRR von Parteien und Interessengruppen zur Manipulation missbraucht wird und zu wenig unabhängige Berichterstattung gewährleistet. Die grundsätzliche Frage dabei ist: brauchen wir ein anderes System oder brauchen wir nur andere Politiker und Rundfunkschaffende? Zurzeit wird der ÖRR durch einen Rundfunkrat kontrolliert, der sich aus Funktionären (z. B. der Gewerkschaften, Frauenverbände, Kirchen und Fraktionen) zusammensetzt. Ob das ausreicht, um eine Querschnitt der Bevölkerung abzubilden, ist die Frage. Die Rundfunkratsmitglieder und ihre Stellvertreter werden von den sie entsendenden Organisationen für vier Jahre gewählt oder benannt; zwei Mal ist eine Wiederwahl möglich. Mitglieder einer Bundes- oder Landesregierung, politische Beamte und Angehörige der gesetzgebenden Organe der Europäischen Gemeinschaften können nicht für das Gremium nominiert werden. Das klingt doch erstmal ganz gut und nach Bürgernähe. Warum läuft es dann trotzdem so schief. Oder sind wir tatsächlich nur eine kleine Minderheit?

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