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Wiederherstellung: Überparteilich - Unparteiisch

Hier kommen Threads rein, die nicht mehr benötigt werden.
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Thomas Laas

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Re: Publikumsrat.de

BeitragMo 10. Feb 2014, 13:40

Maren hat geschrieben:Ich möchte, dass Einflussnahme auf Programminhalte direkt vom Beitragszahler ausgeht. Dass eine große Zahl von Leuten "Druck von unten" macht, auf dass das öffentlich-rechtliche Profil nicht von Quotendruck erstickt und Inhalte ausgedünnt werden.
Das klingt gut. Obwohl ich beim Punkt "Inhaltsausdünnung vermeiden" eher skeptisch bin. Aber das nur am Rande. Vielmehr interessieren mich Deine Vorstellungen der praktischen Umsetzung einer Einflussnahme "von unten" auf das Programm, die doch mehr sein soll als eine basisdemokratische Programmbeschwerde, oder? Mir fehlt es da irgendwie an Fantasie.
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Tom

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Re: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragMo 10. Feb 2014, 22:57

Metatrixter hat geschrieben:Klar wie Kloßbrühe, das.

https://www.youtube.com/watch?v=9eO6R5un9Yk

"Free Rainer", weißte Bescheid.


Ebenfalls danke dafür, diesen Film in Erinnerung zu rufen. Er mag zwar in manchen Punkten dramaturgisch recht einfach gestrickt sein, hat aber trotzdem eine starke, utopisch-positive Botschaft. Prädikat: sehenswert und einzigartig!
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Tom

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Re: Manipulation durch öffentliche Medien

BeitragMo 10. Feb 2014, 23:01

Hallo Sensor,

vielen Dank für deinen Beitrag. Dein Start-Beitrag ist leider schwer zu lesen und verstößt möglicherweise gegen das Zitierrecht. Ich erlaube mir mal, hier den Link zu dem Original-Artikel zu posten:

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti ... 27%2Fa0082

Eventuell möchtest du deinen Start-Beitrag editieren und den Gesamt-Text durch eine von dir geschriebene Zusammenfassung ersetzen - gern auch mit ausgewählten Zitaten. Dazu dann der Link zur Quelle und dann passt das. :)

Inhaltlich habe ich leider gerade nichts beizusteuern, da ich den Artikel noch nicht gelesen hab. Ich gedenke, das bei Gelegenheit nachzuholen und hoffe, dass du von anderen Foren-Teilnehmern noch Feedback bekommst.
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Tom

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Re: Schritt für Schritt für Schritt...

BeitragMo 10. Feb 2014, 23:19

Gast hat geschrieben:me too!
Es sind aber bei mir rein sachliche Gründe, bei allen genanten Plattformen kann man das Beteiligungsheer künstlich
vergrößern:
Facebook (kann man sogar einkaufen),
Blog,
BB-Forum.
Wiki und
Openpetitionen!
Was meint ihr, warum die Listen vorab aus dem Netz genommen wurden?


Hallo Gast,

ich werde aus deinem Beitrag nicht so recht schlau. Gehe ich recht in der Annahme, dass die Frage am Ende deines Beitrags mit den vorherigen Aussagen ("künstlich vergrößern") in keinem direkten Zusammenhang stehen?

Bitte erläutern. :) Und gern auch registrieren - ist kostenlos! ;)
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Bücherleser

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Re: Manipulation durch öffentliche Medien

BeitragDi 11. Feb 2014, 19:17

Ich kann nur beipflichten, dass ich die "Natalismus-Propaganda" für gemeingefährlich halte:

Erstens wird versucht, die Bevölkerung am Wachsen zu halten, damit man sie besser gegeneinander ausspielen und ausbeuten kann:
Von steigenden Löhnen bei sinkenden Preisen für Mieten, Energie und Lebensmittel würde ja der Pöbel profitieren - wo kämen wir (die Reichen) dann hin?

Zweitens wird überhaupt nicht bedacht, dass dieser Planet endlich ist, und schon jetzt in vieler Hinsicht an seine Grenzen gelangt, was die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Wasser, Nahrung und Energie betrifft.

Die Lösung dieser Frage durch gerechte Verteilung klappt doch schon heute nicht, was berechtigt also zu der Spekulation, sie könne in 30 Jahren bei neun Milliarden Menschen und degenerierten Ökosystemen und erschöpften Rohstoffquellen funktionieren?

Die meisten halten die Warnungen von Thomas Malthus für widerlegt - ich halte sie lediglich für aufgeschoben.
Es gibt keinerlei Garantie dafür, dass das Wachstumproblem auch künftig durch technologische Entwicklungen immer wieder aufs Neue entschärft wird.
Zum Beispiel ist ungeklärt, wo die unersetzlichen Phosphate als Dünger für unsere Nahrungspflanzen herkommen sollen, wenn die Böden und die heute bekannten Phosphat-Lagerstätten erschöpft sind, und es nicht gelingt, den Phosphatkreislauf zu schliessen.

Und es ist KEIN "Dritte-Welt-Problem", weil ein westeuropäisches Kind im Laufe seines Lebens einen vielfach grösseren ökologischen Fussabdruck hinterlassen wird als ein afrikanisches oder indisches Kind.

Letztlich werden sich diese Verteilungskonflikte in globalen Kriegen manifestieren, d.h. jedes Kind weniger ist ein Kriegsgrund weniger.
Und gerade Eltern müssten heilfroh um geringere Konkurrenz für ihren Nachwuchs sein.
Stattdessen werden Eltern und Kinderlose gegeneinander aufgehetzt.

Von öffentlich finanzierten Medien erwarte ich, dass sie diese Zusammenhänge wissenschaftlich fundiert und allgemeinverständlich erklären und die Diffamierung von Kinderlosen als interessengesteuert entlarven.
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JaMiD

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Re: Schritt für Schritt für Schritt...

BeitragDo 13. Feb 2014, 20:09

Wichtige Schritte aus meiner Sicht sind die Energie von engagierten Menschen hier und anderswo zu kanalisieren. Es gibt einige gute Initiativen die eine sehr ähnliche Stoßrichtung haben. Wichtig ist es hier Absprachen zu treffen und Synergien zu nutzen. Zum Thema Dokumentation finde ich z.B. http://propagandaschau.wordpress.com/ eine gute Adresse.
Ich würde mich sehr freuen, wenn die Petition von Maren Müller mit zahlreichen prägnanten, gut nachbereiteten Beispielen, von einseitiger Berichterstattung verbunden und öffentlichkeitswirksam übergeben wird. Dabei sollte dann auch eine gut vorbereitete Webseite genannt werden, wo sich alle die von der Petitionsübergabe (oder zum Thema Publikumsrat allgemein) hören, im einzelnen nochmal genauer aber leicht verständlich zu den Beispielen informieren können. Und natürlich auch weiterführende Informationen erhalten können. Im besten Fall kann man auf diesem Wege auch Vereinsmitglieder gewinnen.

Sicher gibt es auch interessierte und engagierte Juristen die die Möglichkeiten eines Rechtsweges schon jetzt ausloten könnten.

Uwe

Zusammenarbeit mit Publikumsrat.de?: Podiumsdiskussion

BeitragDo 27. Feb 2014, 19:26

Maren hat geschrieben:es ist in der Tat so, dass die Institutsdamen einen Publikumsrat nach Vorbild der Österreichischen Öffentlich Rechtlichen favorisieren, der de Facto nichts anderes darstellt als die hiesigen Rundfunkräte. Zusammengesetzt aus honorigen alten Männern, Mandatsträgern und Funktionären der Massenorganisationen. Sie wollen sich über Rundfunkbeiträge bzw. Beitragsüberschüsse finanzieren, also auch ein Stück vom großen Kuchen abhaben. Das ist nicht mein Ansatz.
Ich möchte, dass Einflussnahme auf Programminhalte direkt vom Beitragszahler ausgeht. Dass eine große Zahl von Leuten "Druck von unten" macht, auf dass das öffentlich-rechtliche Profil nicht von Quotendruck erstickt und Inhalte ausgedünnt werden.
...
ist mir nicht bange, dass die basisdemokratische Programmbeschwerde künftig ernst genommen wird.

Ich bin auch für Basisdemokratie, insbesondere auf die direkte
Einflussnahme auf Programminhalte direkt vom Beitragszahler

Deshalb befürworte ich unmittelbare Einflussmöglichkeiten. In einem ersten Schritt sollten sie zwar angeregt und moderiert werden. So sollte erreicht werden, dass sich zwar alle äußern (können), diese Äußerungen auch beachtet werden, aber die Diskussion ergebnisorientiert verläuft. Wenn die Leute sich daran gewöhnt haben, kann auch die Moderation von den Teilnehmenden selbst erfolgen. Dann muss nur aufgepasst werden, dass sich nicht hauptsächlich diejenigen mit der meisten Zeit und den größten Ressourcen äußern und dass es lediglich darum geht, wie die Interessen der Herrschenden am besten durchgesetzt werden können.
Allerdings sehe ich dabei keinen Grund, nicht mit den Leuten von http://publikumsrat.de/ zusammenzuarbeiten. Und auf
http://publikumsrat.de/veranstaltungen/
fand ich, dass auch Maren Müller zur Podiumsdiskussion am 24.02.2014 eingeladen war. Laut
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/z ... at103.html
(viewtopic.php?f=1&t=10&sid=50e61a90fde1b85052329090decdeec6#p455)
war sie vermutlich nicht dort. Ich tippe auf Überlastung:
viewtopic.php?f=1&t=46
Bei
viewtopic.php?f=1&t=46&sid=1f287f33e90e39aeb1630be31b53b1bb#p456
habe ich aber nicht verstanden, ob am 17.2. oder am 24.2. die Übergabe der Unterschriften der Petition an das ZDF erfolgte. Wenn letzteres, wäre das eine zusätzliche Erklärung.
Habe ich das soweit richtig verstanden oder gab es andere Gründe dafür?
Vielen Dank im Voraus für die Aufklärung.
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Maren

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Re: Publikumsrat.de

BeitragFr 28. Feb 2014, 10:47

Im Vorfeld wurde davon gesprochen, aber eine explizite persönliche Einladung mit Zeitangabe und vor allem genauer Ortsangabe hat mich nie erreicht. Die Unterschriftenübergabe war am gleichen Tag.

Edit: Sorry, jetzt seh ich das erst auf der Seite. Ja, in der Tat wurde ich ganz zu Beginn angefragt. Jedoch hat sich das Verhältnis im Laufe der Debatte merklich abgekühlt. Frau Schiffer und Frau Horz schrieben dubiose Briefe an Medien, denen ich Interviews gab und versuch(t)en ständig ihr Institut von der Lanz-Petition profitieren zu lassen und ihre Idee eines beitragsfinanzierten Gremiums ins Gespräch zu bringen. Ich werde auf keinen Fall dabei mithelfen, dass ein klammes "Institut" mit dem Geld der RundfunkbeitragszahlerInnen saniert wird.

Görres Holst

Neugestaltung des ÖRR, Nur EIN Sender und dieser Demokratisc

BeitragSo 2. Mär 2014, 22:41

Hallo!

Ich möchte an dieser Stelle einmal zwei fundamentale Probleme darlegen die es derzeit in der bundesdeutschen Medienlandschaft gibt, sowie deren einfache Lösung!

Ich bin weder ein Fachmann im Bereich der Medienlandschaft, noch in der Politologie, doch ich finde es wird Zeit endlich einen demokratischen öffentlich rechtlichen Rundfunk zu etablieren, ein Fernsehsender und ein Rundfunkprogramm das bundesweit empfangen werden kann und sich leicht zu hundert Prozent durch kurze Werbeblöcke finanziert und hauptsächlich Informationssendungen, Nachrichten und Dokumentationen.

Es ist nicht einzusehen warum wir als Steuerzahler einen riesigen Wasserkopf an Sendeanstalten, Angestellten, Verwaltungskräften und sonsigem durchfüttern sollen, wo eine Grundversorgung auch ohne weiteres mit einem einzigen Sender zu erreichen wäre!

Dasm zweite Problem ist die Tatsache das sich der ÖRR ja nicht als Sprachrohr der freien Berichterstattung versteht, sondern lediglich ein nach außen hin getarntes Staatsfernsehen bzw.einen Staatsrundfunk darstellt das gezielt Meinungen forciert, unterdrückt bzw. verschweigt. Aktuell sieht man dies deutlich an der schon zynischen Berichterstattung über Rußland, sowie der völlig einseitigen Berichterstattung über Syrien, daß schon an übelste Kriegspropaganda grenzt mit gezielter und vor allem einseitiger Desinformation der Massen. Ähnliches gab es bereits in den 90er jahren als die Bevölkerung auf den Jugoslawienkrieg eingestimmt wurde, von freier Presse konnte damals zu keinem Zeitpunkt gesprochen werden als nachweislich viele aalglatte Lügen verbreitet wurden wie sich Jahre später herausstellte. Desweiteren ist es m.E. nicht mehr hinnehmbar, daß Menschen die eine andere Gesinnung haben durch die Massenmedien in "rechts" oder "links" eingeteilt werden um künstlich Gegensätze zu schaffen die keine sind! Es ist genau das gleiche Spiel wie irgend ein "Sozialschmarotzer" in der Bild-Zeitung , über den sich der Geringverdiener aufregt, statt die Politik hinter einer solchen Spaltung der Gesellschaft zu erkennen. Noch schlimmer ist aber die Spaltung zwischen der staatlich sanktionierten öffentlichen Meinung und anderen Kräften! Diese werden oftmals in den Bereich der Verschwörungstheorien gerückt, was (meine persönliche Vermutung) auch ganz gezielt gesteuert wird! Niemand wird schließlich mehr ernst genommen wenn ganz "zufällig" plötzlich einzelne Menschen in unabhängigen Foren oder dergleichen von irgendwelchen Ufos oder einer angeblich gefakten Mondlandung sprechen. Dadurch werden gezielt andere Meinungen und Strömungen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Das ist jedenfalls mein Eindruck den ich in den vergangenen Jahren gewonnen habe.

Deshalb ist es nötig einen geschrumpften Rundfunk zu schaffen, der sich der Neutralität verpflichtet und nicht einem Intendanten oder einer staatlich sanktionierten "Wahrheit"! Dies setzt übergeordnete neutrale Gremien voraus die darüber wachen das eines der Grundrechte, nämlich das der Pressefreiheit und der freien Meinungsäußerung wieder hergestellt wird!

Das ist es was ich mir mittelfristig von der Politik wünsche und das sind meine Lösungsansätze die wahrscheinlich in keinem Leserbrief oder dergleichen in der deutschen Presse etc. abgedruckt würden!

Für alle die es nicht mehr kennen, damals nach der Wende gab es jene basisdemokratischen Kräfte die sich Gehör verschaffen konnten, freie unabhängige Zeitungen und einen freien Rundfunk. Dieser Traum starb allerdings so schnell wie er erblühte.

Viele Grüße, Görres Holst - Berlin.
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Lohr A. W.

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Re: Publikumsrat.de

BeitragSo 2. Mär 2014, 22:45

Das E-Mail des Fernsehrates an Frau Müller, zeigt doch eindeutig die Selbstherrlichkeit dieses Kuratoriums auf, sowie die Bevormundung des Zwangsgebühren-Zahnlenden. Da sind Parallelen zum damaligem, bereits abgeschafften, Bayerischen Senat zu erkennen. Hier muß sich sehr vieles ändern.
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Otto Holl

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Re: Neugestaltung des ÖRR, Nur EIN Sender und dieser Demokra

BeitragMo 3. Mär 2014, 05:49

Lieber Horst,
deinem Beitrag muss ich in fast allen Punkten zustimmen. Die Finanzierung dieses kuenftigen Senders duerfte aber auf keinen Fall von Werbeeinnahmen abhaengig sein. Ein Sender, der sich der Wahrheit und Neutralitaet verpflichtet, waere unbequem fuer den bestehenden Wirtschafts-Politik-Wirtschafts-Wust. Von dort kommen aber die allermeisten Werbeauftraege. Die wuerden diesem Sender mit Sicherheit vorenthalten oder an Bedingungen geknuepft werden.
Wie ich finde, bist du mit den Begriffen "Staatsfernsehen" bzw. "Staatsrundfunk" ein wenig zu weit vorgeprescht.
Ganz so schlimm ist es NOCH nicht. Parteienfernsehen, bzw. Parteienrundfunk waeren die Begriffe meiner Wahl.
Ein Parteibuch von einer der fuenf Blockparteien CDUCSUSPDFDPGruene ist wohl Voraussetzung fuer jeden der zahlreichen und total ueberbezahlten Chefredakteure und Intendanten.

Bereits seit November des Jahres 2000 habe ich dem Fernsehen entsagt, wohl aber Rundfunkbeitraege fuer mein Radiogeraet entrichtet. Das fand ich in Ordnung. Seit 2009 lebe ich im Ausland und bekomme nur am Rande etwas vom deutschen TV-Trash oder Trash-TV mit. Es ist mir unbegreiflich, dass diese neue Zwangsgebuehrenregelung so widerstandslos vom deutschen Michel hingenommen wurde. Diese neue Gebuehrenregelung ist der Skandal, nicht das Verhalten eines unfaehigen, endlos arroganten Markus Lanz, den ich mir sowieso nicht antun muss. Einmal eine Talkshow mit Sahra Wagenknecht und Lanz gesehen, wurde mir gleich speiuebel; genauso wie beim Sonntagsinterview mit Gregor Gysi, U. Deppendorf und seinem Adlatus R. Becker. Erinnerte mich sehr an den Herrn G. Loewenthal vom ZDF vor langer Zeit. Geifernder Hass war bei den Erwaehnten zu spueren, als waeren sie bei Roland Freisler in der Lehre gewesen.
Da ich nicht vorhabe, jemals wieder endgueltig nach DE zurueckzukehren, sollte mich dieses Thema eigentlich kalt lassen. Tut es aber nicht, a) weil es gegen mein Gerechtigkeitsemfinden verstoesst, und b) weil ich in DE auch Kind und Enkelkinder habe.
Nun muss ich aufpassen, nicht von den Themen "Rundfunkgebuehr und Rundfunkrat" abzuweichen, denn es gibt noch allzu viele Gruende, weshalb mir meine Heimat mittlerweile fremd und unheimlich geworden ist.
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Olito7

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Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragMo 3. Mär 2014, 07:57

Ich finde ein Mix aus beidem sehr gut. Ich selbst bin sozusagen "nur" ein kritischer Bürger, aber meine Partnerin ist bzgl. Medien vom Fach und ich muss immer wieder feststellen, wie wichtig spezielles Hintergrundwissen ist. Manchmal relativiert es meine Kritik, aber gelegentlich fällt sie mit den Zusatzinformationen auch heftiger aus. Allerdings würde ich mir wünschen, dass es unabhängige Fachleute sind, also niemand der beim ZDF, der ARD oder in der Politk im Medienbereich arbeitet.
*Oliver*

Silberling

Re: Manipulation durch öffentliche Medien

BeitragMo 3. Mär 2014, 10:12

Manipulation in der Berichterstattung zur Situation in der Ukraine,

eins vor weg, ich stehe auf keiner Seite, weder EU/USA noch Russland. Doch was in der Berichterstattung der ARD immer wieder auffällt, ist die einseitige Berichterstattung zu Russland und Putin.
Für mich hat die ARD ihre Glaubwürdigkeit in der Berichterstattung über Russland schon 2008, nach dem manipulierten Putin-Interview durch Thomas Roth verloren.
http://www.spiegelfechter.com/wordpress ... -interview
In diesem Sinne wird auch jetzt über die Ukraine berichtet. Mit keinem Wort wird erwähnt, das der Amerikaner McCain und Klitschkow in Kiew Hand in Hand gearbeitet haben.
Den Vogel hat gestern Abend bei Günter Jauch die "Korrespodentin" Golineh Atai abgeschossen. Die Menschen die "pro-russisch" auf der Krim demonstrieren haben einen "geringen" Bildungshintergrund". Woher will die Frau DAS denn wissen? Die Demonstranten auf dem Maidan sind Friedenskämpfer, die Menschen die für eine ubabhängige Krim demonstrieren sind Seperatisten.
Unabhängige und objektive Berichterstattung stelle ich mir anders vor.
Ich informiere mich lieber selbst, lese viel österreichische und schweizerrische aber auch russische Medien und bilde mir eine eigene Meining.
Die öff.- rechtl. Medien beziehe ich aber in meine Meinungsbildung nicht mehr mit ein!

Thomas Elstner

Re: Erweiterung der Diskussion - ÖR-Medien/Private

BeitragMo 3. Mär 2014, 10:22

Einen Neujahrsgruß aus dem unbekannten Neuland (Junge Bundesländer) habe ich Uschi Glas zukommen lassen.
Sie durfte bei Markus Lanz im November 2013 "quatschen"! Die "rote" Sarah hat der Markus dagegen ganz anders behandelt! Dazu später mehr.
Eine Antwort auf meinen Gruß habe ich nicht bekommen.
Ja leider ist es so, Deutsche Medien helfen beim verblöden und der Michel zahlt auch noch dafür!!
Schon daher der Ruf, weg mit der GEZ, neudeutsch Rundfunkgebühr!


Sehr geehrte Frau Uschi Glas,

ein gesundes neues Jahr aus dem Osten wünsche ich ihnen.
Durch den Zufall Jahresrückblick bin ich auf ihre Aussage bei Markus Lanz aufmerksam geworden. Zum Thema Mindestlohn sagten sie:
„Also ich denke, er kann nicht kommen, weil wir ja das Problem haben, vor allem in den neuen Bundesländern wirklich nicht gut qualifizierte Menschen zu haben. Und dann wird man sich halt so entscheiden, okay, dann gehen die wieder in die Arbeitslosigkeit....“

Zunächst meine Bemerkung dazu. Es ist nicht erwiesen, das der Mindestlohn Arbeitsplätze gefährdet. In allen Ländern, wo es ihn gibt, geschah dergleichen nicht. In Großbritannien wurde die gleiche Aussage gemacht, es geschah nichts. Statt dessen stellten britische Unternehmer fest, das der Mindestlohn, eine Haltelinie nach unten für alle hilfreich ist! Lediglich Wettbewerber die nur mittels Lohndumping am Markt bestehen haben ein Problem damit.

Doch nun zu den neuen Bundesländern und „ihren“ wirklich nicht gut qualifizierten Menschen. Ich bin Jahrgang 1959, habe bis 1989/90 in der DDR gelebt und bin seit dem 03.10.1990 „neuer“ Bundesbürger. Ich war Kindergartenkind und ging 10 Jahre in die Politechnische Oberschule. Danach habe ich einen Beruf gelernt und bin 15 Jahre bis 1991 zur See gefahren.
Ja ich kann sagen, ich kenne 2 Systeme, denn ab 1991 konnte ich zunächst in Betriebswirtschaft umschulen, um dann in allen möglichen Branchen prekär beschäftigt sein zu „dürfen“. Vom Bühnenbauer, Versicherungsvertreter, Jugendarbeiter bis zum Kameramann kam in den letzten 23 Jahren einiges zusammen.

Und dann höre ich im Jahresrückblick 2013 von ihrer Aussage! Das haut rein, ausgerechnet Uschi, die wir im Osten auch zu DDR Zeiten immer gern gesehen haben. Ich fragte mich woher kommen solche Äußerungen, ist da was dran?
Ja wir im Osten konnten nicht verstehen, das Lebensmittel vernichtet werden, das es einen Butterberg gibt, obwohl noch viele Menschen auf der Welt hungern müssen! Ja wir im Osten hatten nicht alles, aber Existenzangst kannten wir damals nicht.
Akademiker aus der DDR haben seit der Wende Probleme, ihre Qualifikation wird oft nicht anerkannt und ein weiteres Problem habe ich auch bei mir erkannt, es fehlen die Ellenbogen, um sich nach oben zu drängeln.
Nun, da ich nicht blöd bin, habe ich mir auf meine Art geholfen. Das beste Sparprogramm ist bekanntlich nicht das Kürzen, wie es „unsere“ Politik in Bund Ländern und Kommunen gerade machen, sondern das Verweigern gegenüber der Werbung und ihrer Verlockung, was wir so alles haben müssen. Mein Einsparprogramm „Konsumverweigerung“ hilft mir im mehrerer Hinsicht.

Zum Abschluss möchte ich ihnen ein Zitat von Robert Kurz mit geben:

Vor allem aber hat die kapitalistische Ideologie der totalen Konkurrenz nichts mit einem angeblichen Wesen der Menschen zu tun. Von jeher hatten die meisten menschlichen Individuen nicht den Ehrgeiz, in irgendeinem verrückten Wettbewerb „Sieger“ zu sein, absurde Reichtümer in der Abstraktionsform des Geldes aufzuhäufen oder sich in ein goldenes Klo zu entleeren. Wenn sich aus der Modernisierungsgeschichte etwas herauslesen läßt, dann der tief empfundene Wunsch des zum Material degradierten Menschen, endlich einmal in Ruhe gelassen zu werden, endlich einmal nicht mehr den blinden Mächten entfremdeter Strukturen ausgesetzt zu sein, endlich einmal nicht mehr von der Dynamik einer verselbständigten „Entwicklung“ ruhelos gemacht und gehetzt zu werden, endlich einmal die diversen Großherren-Visagen der Weltmaschine nicht mehr zu sehen und das pausenlose Gesabber ihrer Pädagogen, Antreiber und Menschenverwalter nicht mehr hören zu müssen.

aus „Schwarzbuch Kapitalismus“ Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft
(Ullstein Taschenbuchverlag 1999 )

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Elstner

Görres Holst

Re: Neugestaltung des ÖRR, Nur EIN Sender und dieser Demokra

BeitragMo 3. Mär 2014, 14:07

Lieber Otto!
Da kann ich nur recht geben! Ich habe mir einmal das Interview mit Dirk Müller angesehen und war einfach nur entsetzt wie arrogant und fernab von irgendeiner Art Fachwissen durch Hr. Lanz sein Gast heruntergeputzt wurde. Da war einfach nur Fremdschämen angesagt! Das Interview mit Fr. Wagenknecht habe ich irgendwann abgestellt, ich fand es einfach eine bodenlose Unverschämtheit wie in einem von mir mitfinanziertem Programm mit Menschen umgegangen wird!!! Das ist auch kein investigativer Jornalismus, sondern eine Frechheit! Dazu muß ich auch sagen das ich die politischen Meinungen von Frau Wagenknecht keinesfalls teile! Aber ich finde ein Mindestmaß an Anstand und Respekt gegenüber einem Gesprächspartner muß gewahrt bleiben...

Im Übrigen ist die Kaltschnäuzigkeit wie das ZDF auf die Petition reagiert hat eine bodenlose Unverschämtheit und zeigt das sich in Deutschland endlich was ändern muß. Als ich gestern die Reaktion des ZDF in der Email gelesen habe (angeblich nur 19 Beschwerden pro Jahr) hätte ich in die Tischkannte beißen können vor Wut! Für wie dumm halten die denn die Menschen hier?

Ein altes Sprichwort sagt das der Fisch vom Kopf her stinkt und genau da ist anzusetzen meiner Meinung nach, Markus Lanz ist da nur ein Symptom!

PS: Nochmal ein wenig OT: Das hier ist das einzige öffentliche Forum wo ich mich ganz bewußt mit meinem Klarnamen eingetragen habe, daß würde ich sonst nirgens im Internet tun. Ich bin froh das es dieses Forum jetzt gibt und ich hoffe das es der Anfang von einer Veränderung sein wird ;)

Viele Grüße, Görres Holst.

Uwe

Publikumsrat.de: dubiose Briefe?, Institutssanierung?

BeitragMi 5. Mär 2014, 19:49

Liebe Maren Müller,
vielen Dank für die Antwort. Leider habe ich nicht ganz verstanden, worauf Bezug genommen wurde. Deshalb habe ich ein paar Nachfragen:
Maren hat geschrieben:Im Vorfeld wurde davon gesprochen, aber eine explizite persönliche Einladung mit Zeitangabe und vor allem genauer Ortsangabe hat mich nie erreicht. ...
Edit: Sorry, jetzt seh ich das erst auf der Seite. Ja, in der Tat wurde ich ganz zu Beginn angefragt. Jedoch hat sich das Verhältnis im Laufe der Debatte merklich abgekühlt.

Habe ich das richtig verstanden?
Es gab zwar eine persönliche Einladung mit Zeitangabe und genauer Ortsangabe. Dies war aber lange her. Wegen verschiedener Streitpunkte
Maren hat geschrieben:hat sich das Verhältnis im Laufe der Debatte merklich abgekühlt.
Deshalb wurde diese Einladung vergessen.
Maren hat geschrieben: Frau Schiffer und Frau Horz schrieben dubiose Briefe an Medien, denen ich Interviews gab

Darf ich ein oder mehrere konkrete Beispiele erfahren, damit ich dies nachvollziehen kann?
Maren hat geschrieben: und versuch(t)en ständig ihr Institut von der Lanz-Petition profitieren zu lassen und ihre Idee eines beitragsfinanzierten Gremiums ins Gespräch zu bringen.

Besteht dieser Kritikpunkt darin, dass Frau Schiffer und Frau Horz die Popularität der Lanz-Petition ausnutzen, um ihre Idee in die Öffentlichkeit zu bringen?
Maren hat geschrieben: Ich werde auf keinen Fall dabei mithelfen, dass ein klammes "Institut" mit dem Geld der RundfunkbeitragszahlerInnen saniert wird.

Auf http://publikumsrat.de/infothek/erlanger-erklaerung/ fand ich lediglich:
Wir halten es für geboten, einen Teil der Mehreinnahmen in die stärkere Einbeziehung des Publikums zu investieren, etwa für die Einrichtung von Publikumsräten und Wahlverfahren.

Dass
Maren hat geschrieben: ein klammes "Institut" mit dem Geld der RundfunkbeitragszahlerInnen saniert wird
fand ich nirgends. Worauf bezieht sich das?

Vielen Dank im Voraus für die Aufklärung.
Viele Grüße
Uwe

Uwe

Re: Publikumsrat.de: Österreich?

BeitragMi 5. Mär 2014, 20:20

Maren hat geschrieben:es ist in der Tat so, dass die Institutsdamen einen Publikumsrat nach Vorbild der Österreichischen Öffentlich Rechtlichen favorisieren, der de Facto nichts anderes darstellt als die hiesigen Rundfunkräte. Zusammengesetzt aus honorigen alten Männern, Mandatsträgern und Funktionären der Massenorganisationen.

Auf
http://publikumsrat.de/
fand ich zwar
In der momentanen Planungsphase orientieren wird uns an entsprechenden Institutionen, die als solche mit je eigenen Zielsetzungen u.a. in der Schweiz, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden verankert sind.

aber sofort mit der Einschränkung:
andererseits aus den Problemen, die sich dort aus der Zusammensetzung des Gremiums ergeben haben, lernen und diese vermeiden.

Noch deutlicher steht es auf
http://publikumsrat.de/2014/02/der-publ ... ans-hoegl/:
Der österr. Publikumsrat ist in der Tat zahnlos und wenig effektiv. Es dauert viele Monate bis gute Vorschläge von der ORF-Leitung aufgegriffen werden. Wenn überhaupt. Das Konstrukt als Ganzes wäre nach niederländischem oder Schweizer Muster zu ändern.

Deshalb verstehe ich nicht, woher diese Aussage kommt. Über eine Aufklärung würde ich mich freuen. Vielen Dank im Voraus dafür.
Viele Grüße
Uwe
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Maren

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Re: Publikumsrat.de

BeitragDo 6. Mär 2014, 00:00

Uwe, könntest du mir erklären, was diese Art Verhör genau bezwecken soll?
Um hier explizit in die Beweisführung treten zu können, müsste ich Emails (auch von Dritten) veröffentlichen. Dafür sehe ich keinen triftigen Grund. Die ursprüngliche Intention des Institutes, einen Publikumsrat nach österreichischen Vorbild zu etablieren, durch das Interview mit Herr Dr. Högl entkräften zu wollen, finde ich merkwürdig.
Ich werde mich nicht weiter zu diesem Thema äußern.

Viele Grüße
Maren

Uwe

Publikumsrat.de: Meine Ziele und Verständnis

BeitragFr 7. Mär 2014, 20:01

Liebe Maren Müller,
vielen Dank für Deine Antwort.
Maren hat geschrieben: Uwe, könntest du mir erklären, was diese Art Verhör genau bezwecken soll?

Wieso Verhör?
Ich hatte ja geschrieben, dass ich das Anliegen unterstütze. Allerdings waren mir einige Aussagen unklar. Deshalb habe ich versucht, sie sachlich zu klären.
Maren hat geschrieben: Die ursprüngliche Intention des Institutes, einen Publikumsrat nach österreichischen Vorbild zu etablieren, durch das Interview mit Herr Dr. Högl entkräften zu wollen, finde ich merkwürdig.

Diese ursprüngliche Intention habe ich nirgends gefunden. Aber angenommen, sie hätte mal existiert, zeigt das Interview eindeutig, dass es gegenwärtig nicht das Ziel ist,
Maren hat geschrieben: einen Publikumsrat nach österreichischen Vorbild zu etablieren

Somit gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Positionen. Wir (Ihr, http://publikumsrat.de/ und ich) sind alle für demokratische Mitbestimmung der Bevölkerung beim Rundfunk. Deshalb halte ich eine Zusammenarbeit für möglich.
Umgekehrt gibt es Demokratiefeinde (z.B. Ruprecht Polenz laut der Antwort in viewtopic.php?f=1&t=46&sid=2ab45d7e8849ed2c2ae7ecad7204ac34#p456), die froh sind, wenn sich die Demokratiebefürwortenden zerstreiten.
Ich hoffe, damit ist klar, was ich bezwecke.
Aber natürlich kann ich auch Deine Reaktion verstehen. Du wurdest von anderen Personen massiv angegriffen (nicht von den Leuten von http://publikumsrat.de/, sondern von denjenigen, die Deine Lanz-Petition grundsätzlich kritisierten: "digitalen Prangers"). Du hast sehr viel zu tun. Da ist es verständlich, wenn Du bei Meinungsunterschieden so reagierst. Und so erkläre ich mir auch, warum Du meine Fragen als Verhör interpretierst.
Deshalb kann ich auch verstehen:
Maren hat geschrieben: Ich werde mich nicht weiter zu diesem Thema äußern.

Meine Bedenken dazu habe ich geäußert. Ich kann es zwar verstehen, fände es aber schade. Deshalb würde ich mich freuen, wenn es eine Annäherung geben würde.

Viele Grüße und ein schönes Frauentagswochenende,
Uwe

DER NEUTRALE ZUSCHAUER

DAD ENTARTETE ÖFFENTLICH"RECHTLICHE" TV !!

BeitragSa 8. Mär 2014, 07:56

DAS ÖFFENTLICH-"RECHT"LICHE TV IST AUCH NICHT BESSER ALS DIE PRIVATEN !!
Diese widerliche arroganz -insbesondere in der Lanz-Affäre- die der mit zwangsgebühren finanzierte ZDF-Apperat, den deutschen Fernsehpublikum entgegenbringt ist, mehr als erschreckend !!.Das öffentlich-"rechtliche" Fernsehen mit ihren von der GEZ eingetriebenen Zwangsgebühren, muß endlich wieder zu einem Medium der freinen Meinungsbildung, der objektiven, unabhänigen, unparteiischen und ungefilterten Information werden !. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten sollten aber zumindestens, entweder die immer länger werdenden Werbeblöcke oder die immer mehr verschwendeten Zwangsgebühren- abschaffen (am besten beides) !.
Damit es endlich besser wird, muß eine unabhänige, demokratische Kontroll- und Beschwerdeinstanz für die öffentlich-rechtlichen Medien, die auch öffentlich gefördert wird, etabliert werden. Der Verein ständige Publikumskonferenz der öffentlch-rechtliche Medien ist dabei ein guter Ansatz, den man zu ihrer wichtigen Aufgabe; nur erfolg wünschen kann :D :D :) :) !!.
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Joseph Meyer

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Re: Direkte Demokratie..das bessere Ziel ?

BeitragDo 20. Mär 2014, 21:38

Direkte Demokratie?
In der Schweiz funktioniert sie doch schon ganz ordentlich.
Was kann man machen? Zumindest schon die Parteien unterstützen, die partizipative Demokratie
in ihr Programm hineingeschrieben haben.
An der Reaktion des ZDF auf die Lanz-Petition erkennt man ebenfalls unschwer, und im Augenblick tagtäglich
bei der Berichterstattung über die Ereignisse in der Ukraine, dass unsere Medien vollkommen korrupt sind. Wir werden tatsächlich "brutal" belogen! (siehe https://www.facebook.com/photo.php?v=515436061899147 )
Das können wir ja schon mal in unserem Bekanntenkreis verbreiten...
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Jolanda

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  • Registriert: Do 20. Mär 2014, 23:17

Re: Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragFr 21. Mär 2014, 00:03

Hallo

Wir haben mehrer Problemstellungen wie sie bei allen derzeitigen Demokratien und demokratischer Willensbildung in Westeuropa bestehen:

1.) Wie erfasst man eine Meinung / wie führt man einen Plebiszit unfallfrei durch. Selbst in der Schweiz muss einiger Aufwand betrieben werden bevor ein Thema überhaupt Plebiszit - Reife erhalten kann, dann müssen noch Formalien eingehalten werden wie berechtigte Körperschaften / Parteien ihre Sichtweise aufbereiten und zur Abstimmung stellen dürfen. So mal schnell ne Abstimmplattform hinstellen und jeder darf mal was zur Abstimmung stellen funzt mal nicht wie bei den Piraten gesehen. Es müssen Mechanismen etabliert werden die Spinneranträge zeitig terminieren.
Echten Themen muss man eine qualitativ hochwertige Aufbereitung zu einer echten Entscheidungsvorlage angedeihen lassen wobei formal bestimmte Fragestellungen beantwortet werden MÜSSEN (z.B. eine Aufstellung einer Finanzierung).
Damit kann man weitgehend populistische Darstellung verhindern, ein Seehofer hätte es in der Schweiz recht schwer.

2.) Wie verhindert man, dass ein Kontrollorgan durch organisierte Lobbyistengruppen infiltriert wird? Indem man z.B. schon in der Satzung festlegt welche Nebentätigkeiten/Funktionen/Berufe (auch ehrenamtlich) vereinbar sind und welche nicht. Dabei darf es keine "kann"-Regelung geben, Regelbrüche müssen zwangsläufige Folgen haben.
Dabei dürfen diese nicht vom selbiges Gremium verhandelt werden, ob ein Interessenkonflikt erkannt wird oder auch nicht sollte Sache eines Aufsichtsrats für das Kontrollgremium sein welches nur dessen formal sauber Arbeit überwacht. Das alte "wer-kontrolliert-die-Kontrolleure-Dilemma". Man könnte sogar soweit gehen dass eine Parteimitgliedschaft aktuell - oder kürzer als vor xx Jahren beendet - eine Arbeit im Kontrollorgan unmöglich machen. Desweiternen Arbeit in der Werbeindustrie... :-) u.s.w.

3.) Wie bekommt man es hin, wie etabliert man den "basisdemokratischen Kontrollrat", wie stinkt man gegen das Establishment an? Keine Ahnung, ist ebenso schwer wie eine Demokratie deutscher Art in eine Demokratie schweizer Prägung umzuwandeln: man hat plötzlich Regierungsparteien und Opposition gegen sich.
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julipie

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  • Registriert: Do 20. Mär 2014, 22:59

Re: Direkte Demokratie..das bessere Ziel ?

BeitragFr 21. Mär 2014, 00:33

Dann wage ich mal einen philosophischen Hintergedanken.

Was ich mich frage ist, ob Demokratie heute funktionieren kann und außerdem, was Demokratie ist und bedeutet. Viele haben eine sehr ungenaue Vorstellung von Demokratie (Herrschaft des Volkes oder Willen der Mehrheit). Ist Demokratie immer gut? Ich glaube das nicht.

Gegen die reale Existenz von Demokratie spricht die ökonomische Realität, in der Lobbygruppen politische Entscheidungen kaufen.

Kann man das auch auf die Schweiz übertragen? Solange Bürger wie z.B. in der Schweiz gut versorgt sind, können sie sicherlich für ökologischen Landbau, Freiheitsrechte des Einzelnen und andere Dinge abstimmen. Ist aber in Ländern der sog. zweiten und dritten Welt keine Basis da, gelten andere Werte des Überlebens. In der Schweiz, einem Protektorat der Finanzelite, erscheint die Realität wie bei Alice im Wunderland. Es funktioniert, weil man es sich leisten kann.

Mir fehlt eine größere Vorstellung der Realität und Geschichtsbewusstsein bei der Analyse, ohne das geht es nicht. Erst müsste man lernen und erst dann könnte man wissen, wie die Ziele zu erreichen und nicht wie sie zu finden sind. Die mehr oder weniger ehtischen Ziele gibt es doch längst! Gerechtigkeit, Wohlstand, Entfaltung der Persönlichkeit, Schutz der Ressourcen usw.

Mal ehrlich, ist es wichtig, ob eine Verwaltung der Gesellschaft per Diktatur oder Demokratie Bürgerrecht anordnet? Ist es wichtig, dass alle oder viele darüber bestimmen? Es geht doch immer um die Qualität. Wenn aber Minderheiten benachteiligt, ausgeschlossen oder gar verfolgt und vernichtet werden (wie jüdische Mitbürger im Dritten Reich), dann stimmt schon im Ansatz etwas nicht. Und so ist es auch in unserem deutschen Volk, welches die Vorwahl "deutsch" normalerweise als Schimpfwort empfinden muss.
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siwica

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  • Registriert: Do 20. Mär 2014, 23:41

Re: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragFr 21. Mär 2014, 02:12

Meine Familie war -als ich noch zu Hause gewohnt habe- selber GfK-Panelhaushalt und wir hatten auch eine solche Quotenbox bei uns stehen. Statistisch einwandfrei wurden wir übrigens dadurch ausgewählt, dass mein Vater damals einfach von einem GfK-Mann auf der Straße vor unserem Haus angesprochen wurde, ob wir nicht vielleicht mitmachen wollen, weil die Familie, die eigentlich prädestiniert war, wohl gerade nicht zu Hause sei.

Fortan musste man sich immer an dieser "Quotenbox" anmelden, wenn man gerade Fernsehen schaute (für jedes Familienmitglied gab es einen eigenen Knopf auf der Fernbedienung) und abmelden, wenn man mal auf die Toilette ging. Anfänglich haben wir das auch penibel so gehalten, aber man kann sich vorstellen, dass das nach gewissen Zeit ziemlich lästig wurde. Schließlich war es dann mehr Zufall, ob man daran dachte, sich anzumelden oder nicht und zumindest das vermeindliche Fernsehverhalten meiner Familie war wohl alles andere als repräsentativ.

Ich habe dann die Theorie entwickelt, dass besonders langweilige Sendungen die besten Quoten erhalten, da die Leute aus den Panelhaushalten vor dem Fernseher einschlafen und sich somit nicht von der Box abmelden können. Um diesen Effekt auszugleichen bin ich dann nach einer Weile dazu übergegangen, bei guten Arte-Sendungen die ganze Familie anzumelden, auch wenn ich nur alleine vor dem Fernseher saß.

LevanG

ARD/ZDF Dilemma

BeitragFr 21. Mär 2014, 09:54

Hallo!
Bei der Geschichte "Lanz-Wagenknecht" und der Petition ging es mir nicht nur um diese konkrete Geschichte, sondern um die grundsätzliche Einstellung der von uns bezahlten Medien. Theoretisch, wenn wir alle unsere Gebühren bezahlen, sollen wir auch erwarten, dass wir von ARD/ZDF Fakten über die Ereignisse in Deutschland und in der Welt und Meinungen von Menschen hören und sehen, die nicht unbedingt die Meinung der herrschenden politischen Elite entsprechen. Man muss nicht ein Anhänger von Linken sein um eine ungefälschte und ununterbrochene Äußerung von den linken Politikern zu hören.
Aus meiner Sicht ist es antidemokratisch, was in ARD/ZDF geschieht.
Noch Etwas: Marcus Lanz ist ein Showmaster und ich bezweifle, dass er genug politische (oder andere) Bildung hat, der Frau Wagenknecht Paroli zu bieten.
Und es ist jämmerlich, wenn ich in ARD/ZDF regelmäßig sehe, wie die absolut unkompetenten Showmaster die Politiker nicht zu Wort kommen lassen.
"Umschalten!" ist das Argument. Aber warum muss ich umschalten? Ich könnte auch RT gucken, aber diesen Sender bezahle ich keine Gebühren!
Ich meine: Entweder keine Gebühren; dann wissen wir, dass ARD/ZDF von Politikern finanziert sind, oder Gebühren bleiben und wir erhalten eine objektive Berichtserstattung.
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