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Selbstbewusster bolivianischer UN-Botschafter erinnert an Kriegslügen der USA

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Selbstbewusster bolivianischer UN-Botschafter erinnert an Kriegslügen der USA

BeitragDi 11. Apr 2017, 23:08

Auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrates am 07.04.2017 machte der UN-Gesandte Boliviens, Sacha Llorenti, den USA schwere Vorwürfe wegen des Angriffs, den US-Präsident Donald Trump auf eine Luftwaffenbasis der Syrischen Armee befohlen hatte.
Grund war ein angeblicher Giftgasangriff. Dieser Vorfall wurde jedoch weder untersucht, noch liegen Ergebnisse darüber vor, ob es einen solchen Angriff gab und wer für diesen verantwortlich sei.

Llorenti sagte:
„Aber die Vereinigten Staaten haben sich offenbar selbst zum Ermittler, Strafverfolger, Richter und zur Jury erklärt.“


Er erinnerte an die Parallelen zur Irak-Invasion:

„Ich möchte Sie an die Ereignisse hier im Sicherheitsrat, am Mittwoch, den 5. Februar 2003, erinnern, als der damalige US-Außenminister (Colin Powell) hier in diesem Saal erschien, um uns, ich zitiere ihn hier, "überzeugende Beweise" zu präsentieren, um zu "beweisen", dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge. Ich glaube, dass wir uns unbedingt an diese Bilder erinnern müssen. […] Und nach dieser Invasion gab es eine Million Tote, was der Auslöser für eine Reihe weiterer Gräueltaten war. Würden wir heute überhaupt über den IS reden, wenn es diese Invasion nicht gegeben hätte?“



Der damalige deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger wurde nach seiner Pensionierung nach einem Moment gefragt, den er nie vergessen werde. Darauf entgegnete er:

„Ja, der 5. Februar 2003, als US-Außenminister Colin Powell mit einer Diashow belegen wollte, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besaß. Es war gespenstisch. Jeder im Saal wusste, dass seine Fakten falsch waren.“ [1]


Damals protestierte niemand. Heute gibt es mutigen Widerspruch aus Lateinamerika.


Link zum Video (nur etwa 1 Minute lang):
https://deutsch.rt.com/kurzclips/48932-un-gesandter-bolivien-usa-syrien/

Quelle:
[1] Süddeutsche Zeitung vom 12.08.2006

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