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Bericht aus Berlin in der Kritik

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Maren

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Bericht aus Berlin in der Kritik

BeitragMi 7. Okt 2015, 14:07

Zitat: "„Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Gleichstellung“ sollten diese beiden Grafiken symbolisieren, schreiben die BaB’ler. Nur wo sich das darin gefunden haben soll, ist das Geheimnis der Macher geblieben – schleierhaft, könnte man sagen. Oder auch: solche Fehlgriffe werden auch dann nicht besser, wenn man für ihre bemühte Rechtfertigung mit den Werten des Grundgesetzes wedelt."

Nicht erst seit dem sprichwörtlichen Griff von BaB in die Pegida-Kiste regt es mich auf, wenn in absurd überdimensionierten Studios mittels optischer und akustischer Zumutungen versucht wird, das Publikum zu indoktrinieren. Egal, ob in Talkshows, in Nachrichtensendungen oder auch in politischen Magazinen - überall scheinen die Macher zu glauben, dass die Zuschauer mittels alberner Bildmontagen "abgeholt" werden müssten. Sie halten uns schlicht für dämlich, anders kann ich mir das nicht mehr erklären. Eine äußerst ärgerliche Tendenz, die wehmütig an Zeiten denken lässt, in denen Informationen noch aus dem gesprochenen Wort des jeweils Vortragenden geschöpft werden konnten.

Abgesehen von den BILDhaften Entgleisungen, konnte ich dem Beitrag auch inhaltlich nicht besonders viel abgewinnen. Ein politisch eindeutig zu identifizierender Moderator, der sich auch schon als Fan von (NSA-)Überwachungsmaßnahmen outete und von Zeit zu Zeit mit anderen journalistischen Blindleistungen glänzt, lässt drei besondere "Sympathieträger" aus dem Lager der CDU und CSU zu Wort kommen - wahrlich ein deutliches Zeichen unparteiischer Berichterstattung.

Wer die gelebte Publikumsinklusion auf Facebook beobachtet, dem wird vielleicht die Intention solcher Produktionen klar. Menschen bewusst gegeneinander aufbringen, Verbalinjurien provozieren um danach wieder laut nach Zensur zu schreien.
Das alles hat nichts mit dem Programmauftrag öffentlich-rechtlicher Anstalten zu tun - das ist das Gegenteil davon.

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