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Tagesthemen Interview von Jazenjuk

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lillyputik

Tagesthemen Interview von Jazenjuk

Beitrag9. Januar 2015, 20:04

Hallo an Alle,
bin neu hier und habe mich extra wegen folgendem Thema angemeldet.

Ich kann es immer noch nicht fassen.
Schau eigentlich keine deutsche Programme und bin deswegen nur aus den russischen Medien auf dieses Interview aufmerksam geworden.

Tagesthemen-Interview: Jazenjuk bittet um Hilfe
7. Januar 2015 - 22:44 Uhr

http://www.tagesschau.de/ausland/ukrain ... k-101.html

Abgesehen davon, dass Herr Jazenjuk in seiner Rede den Fragen der Moderatorin ausweicht und ständig Putin für alles verantwortlich macht, wird er nicht gestoppt und darf im öffentlichrechtlichem Fernsehen behaupten, dass sowjetische Armee in die Ukraine und in Deutschland einmarschiert sei:

"Wir können uns alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und in Deutschland erinnern. Das muss man vermeiden. Keiner hat das Recht die Ergebnisse des 2. Weltkrieges neu zu schreiben."

Ohne Widerrede der Moderatorin! Und sie ist unter den Journalisten des Jahres 2014... Unfassbar.

Ich habe bis heute kein Kommentar, weder von ARD noch vom Kanzleramt, gesehen. Frau Merkel fand es auch noch toll, die Hand diesem Faschisten zu schütteln und hat ihm unsere Steuergelder versprochen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, war das Interview aufgezeichnet, da die Übersetzung ins Deutsche zu schnell war und man konnte einige Sätze in Ukrainisch noch deutlich hören.
Also war es absichtlich durchgelassen, ohne jegliche korrekturen.

Ich bin einfach sprachlos. Das muss Konsequenzen haben!

Telekinese

Re: Tagesthemen Interview von Jazenjuk

Telekinese

Re: Tagesthemen Interview von Jazenjuk

Beitrag10. Januar 2015, 13:44

Russland verlangt Stellungnahme von Deutschland zu Jazenjuk-Äußerung

Nach einem Interview des ukrainischen Regierungschefs Arseni Jazenjuk in den ARD-«Tagesthemen» hat das russische Außenministerium eine Erklärung von der Bundesregierung verlangt. Moskau habe eine Note an das Auswärtige Amt in Berlin geschickt, um die offizielle Position zu erfahren, sagte der stellvertretende russische Minister Wladimir Titow am Freitag russischen Agenturen. Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, hatte auf eine entsprechende Frage eines russischen Journalisten bereits erklärt: «Es ist nicht an mir, die Bemerkungen von Herrn Jazenjuk in einem Interview (...) zu kommentieren.»

Quelle:
http://www.europeonline-magazine.eu/rus ... 71215.html

P.S. Was mich am meisten entsetzt - ist das Schweigen der deutschen Presse und ÖR-Medien!
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Maren

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Re: Tagesthemen Interview von Jazenjuk

Beitrag10. Januar 2015, 14:34

Hier die Originalnachricht: http://tass.ru/politika/1688848

Rechtfertigung, welche die Tagesschau gestern über Facebook absetze.
Pinar_Jaz.JPG
Pinar_Jaz.JPG (77.1 KiB) 8625-mal betrachtet


Pressemitteilung der TASS
Москва 9 января, 21:27:46
Das Aussenministerium sandte eine Note an die BRD, die Äußerungen Jazenijuks über den Einfall der UdSSR nach Deutschland betreffend Politik 09. Januar, 19:08 UTC+3

In der russländischen aussenministeriellen Institution wurden die Aussagen des ukrainischen Premiers als extremistisch bezeichnet
- - -
Moskau, 09. Januar./TASS/. Moskau fragte die offizielle Position Berlins, die Worte des ukrainischen Premiers Arsenij Jazenijuk den „Einfall der UdSSR nach Deutschland und in die Ukraine“ betreffend nach, teilte der erste Stellvertreter des Leiters des Aussenministeriums der Russländischen Föderation Wladimir Titow den Journalisten mit.
„Wir sandten dem Aussenministerium der BRD eine Note mit der Anfrage zur offiziellen Position der BRD im Zusammenhang mit der extremistischen Aussage des Premier-Ministers Jazenijuk, die die Geschichte falsifiziert“, - merkte Titow an.
Zuvor hatte der Premier-Minister der Ukraine Arsenij Jazenijuk während eines Auftrittes im Sender des deutschen Fernsehens erklärt: „Wir allee erinnern gut den Einfall der UdSSR nach Deutschland und in die Ukraine“.

Hierauf folgten Kommentare seitens der Russländischen Föderation.

Der Leiter des Komitees des Föderationsrates für internationale Angelegenheiten Konstantin Kossatchjow schrieb in seinem Blog, das die europäischen Führer ihre Position die Äußerungen Jazenijuks betreffend, das ausgerechnet die UdSSR die UdSSR Deutschland und die Ukraine überfallen hätte, zum Ausdruck bringen müssen.
„Dies – ist nicht einfach nur eine Verfälschung unserer gemeinsamen Geschichte. Dies ist eine Rechtfertigung des Hitlerismus und eine Beleidigung des Angedenkens und der Helden wie Opfer des Kampfes mit dem Nazismus, und nicht zuletzt - der ukrainischen“ Konstantin Kossatchjow, Leiter des Komitees des Föderationsrates für internationale Angelegenheiten
Der Vorsitzende des Komitees für internationale Angelegenheiten Aleksej Pushkow erwartet ebenfalls eine Reaktion Berlins auf die Äußerungen Jazenijuks über den "Einfall der UdSSR" in Deutschland.
„Auffallend ist, das wir bislang keinerlei Antwort aus Deutschland hören – eine ernsthafte, bedeutende Antwort, die auch von den Masseninformationsmedien beachtet worden wäre“, - erklärte Pusjkow TASS. Er merkte an, das während des Interviews Jazenijuks dem Telekanal ARD die Interviewende „schwieg und in keinerlei Weise seine Worte kommentierte“.
„Die deutschen Politiker schweigen ebenfalls. Es entsteht eine gesetzmäßige Frage: sind sie denn in Berlin mit einer solchen Lesart der Geschichte einverstanden, damit, das die UdSSR „eingefallen sei“ in das Territoriums Deutschlands dieser Zeit, das heißt eine widerrechtliche, der Verurteilung unterliegende Handlung begangen habe. Der Deputierte erläutert, das diese Auslegung der Geschichte „faktisch die Rechtfertigung und Unterstützung des Deutschlands Adolf Hitlers bedeute“. „Eine Antwort auf diese Frage würden wir gern in den nächsten Tagen hören“, - kommentierte er weiter.

Wie Kiew antwortete
Die Presse-Sekretärin des ukrainischen Premier-Ministers Arsenij Jazenijuk Olga Lappo versuchte zu erklären, was denn, angeblich, der Kabinettschef gemeint gehabt habe, als er während der Direktübertragung des deutschen Fernsehens über den sowjetischen Einfall nach Deutschland und in die Ukraine sprach.
„Arsenij Jazenijuk meinte die Teilung Deutschlands durch die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg. Berlin wurde sogar durch eine Mauer geteilt, um den Deutschen die Übersiedelung aus dem östlichen nach dem westlichen Teil unmöglich zu machen“, - äußerte die Presse-Sekretärin Jazenijuks im Interview mit „BBS Ukraine“.
Die Reaktion Deutschland

Die Regierung der BRDD wird die Worte des ukrainischen Premiers Arsenij Jazenijuk, der im Interview einem deutschen Fernsehsender sich über den „Einfall sowjetischer Truppen in die Ukraine und nach Deutschland“ nicht kommentieren.
„Die Bundesregierung kommentiert die Aussagen des Premier-Ministers (der Ukraine) Jazenijuk nicht“, - erklärte heute der Vertreters des MInisterialskabinetts dem Korrespondenten der TASS. Hierbei brachte er in Erinnerung, das das offizielle Berlin auf keinen Fall „die deutsche Verantwortung für die während des Zweiten Weltkriegs zu Tode gekommenen sowjetischen Bürger“ in Zweifel stelle.

© Зураб Джавахадзе/ТАСС
Берлин не будет комментировать высказывания Яценюка о вторжении СССР в Германию и Украину
Originalquelle: http://tass.ru/politika/1688848

Telekinese

Re: Tagesthemen Interview von Jazenjuk

Beitrag10. Januar 2015, 17:32

Nazipropaganda in den Tagesthemen?

Jazenjuk spricht in der ARD von Sowjeteinmarsch in Deutschland - und die Medien schweigen

Nachdem kürzlich die Medien nach dem Putin-Interview jedes Wort auf die Goldwaage legten und der (eigentlich in dieser Funktion zur Neutralität gehaltene) Moderator als erstes apodiktisch Putin als "uneinsichtig" ausrief, ist das Schweigen der Edelfedern auf die seltsame Äußerung von "Yats" bemerkenswert.

Quelle:
http://www.heise.de/tp/news/Nazipropaga ... 15312.html

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