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Der Kommentator

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Maren

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Der Kommentator zum aufräumenden Putin

BeitragMi 8. Feb 2017, 22:04

Mehrere Rücktritte - Putin räumt auf
Stand: 07.02.2017 13:09 Uhr

Hochrangige russische Politiker sind in den vergangenen Tagen von ihren Ämtern zurückgetreten - angeblich freiwillig. Russlands Präsident Putin spricht von einer "Erneuerung" - tatsächlich geht es aber um die Manifestierung seiner Macht.
Von Hermann Krause, ARD-Studio Moskau

Der Erlass des Präsidenten wurde am vergangenen Donnerstag auf der Seite des Kreml veröffentlicht. Darin heißt es, 16 Generäle aus verschiedenen Regionen Russlands würden ab sofort von ihren Posten befreit: aus dem Nord-Kaukasus, dem Ural oder dem Fernen Osten der Russischen Föderation. Über die Motive kann nur spekuliert werden. Fakt ist: Über Russland rollt eine Entlassungswelle.

Diese Woche dann die nächste Meldung: Der Gouverneur der Region Perm, Victor Bassugin. gab seinen vorzeitigen Rücktritt bekannt. "Ich bitte den Präsidenten um Entlassung ", sagte er am Montag zu Journalisten."

– Der vorzeitige Rücktritt, die Bitte um Entlassung verstärkt also eine Entlassungswelle.


"Gezeigt wurde ein freundlicher älterer Herr, der erklärte, es sei Zeit, nun jüngeren Platz zu machen. Angeblich freiwillig, was natürlich so nicht stimmt. Bassugin hatte nämlich erst kürzlich erklärt, er wolle an den anstehenden Gouverneurswahlen im September teilnehmen. … Warum er nun gehen muss, darüber kann nur spekuliert werden."

– Wann, wo, hat er "kürzlich" erklärt, er wolle an den anstehenden Gouverneurswahlen im September teilnehmen? Weshalb muß er gehen, wenn er um seine Entlassung bittet?


"Heute ging es weiter: Wjatscheslaw Nogowitzin, Gouverneur aus Burjatien, legte dem Präsidenten seinen Antrag auf sofortige Entlassung vor. Der 60-Jährige ist typischer Parteigänger, grau, groß, gewichtig, acht Jahre war er Gouverneur, nun muss er in Rente."

– Er muß in Rente, weil er dem Präsidenten seinen Antrag auf sofortige Entlassung vorgelegt hat.


"Und so geht es voraussichtlich die ganze Woche weiter. Russische Medien spekulieren, dass sechs oder vielleicht noch mehr Gouverneure ausgewechselt werden. …Im letzten Sommer hatte Putin seinen ehemaligen Vertrauten Iwanow, damals Chef der Präsidialverwaltung, ausgetauscht. Möglicherweise war dieser nicht mehr ergeben genug, ähnliches wird von den nun entlassenen Gouverneuren vermutet. Auch enge Freunde mussten gehen. Damit macht Putin deutlich: Die Macht liegt allein beim Präsidenten. Und nur er entscheidet, was gut oder schlecht ist für Russland."

– Spekulationen, Vermutungen… – aus diesen Dreistigkeiten schnitzt Krause einen Bericht, der, wie bei der ARD üblich, den Anspruch vor sich herträgt, seriös zu sein. Schludrige Recherche, Fake News? – Nicht doch! Wir, das Flaggschiff der ARD, entscheidet, was gut oder schlecht ist für unsere Propaganda-Konsumenten!!!

Dieser ganze Krampf mündet seitens des Konsumenten beinahe schon zwangsläufig in die inständige Bitte, Leute (wohlgemerkt, nicht: Menschen) wie dieser Krause mögen doch ihr Glück an der Börse versuchen. An dem Ort, an dem Spekulationen angebracht sind. Vielleicht wären sie sehr schnell pleite, aber das wäre ja kein gravierendes Problem. Im Gegenteil wären wir aber eine der Sorgen los um vergiftetes Infotainment nach den Rezepten der Tagesschau, dem Anhängsel der Werbeabteilung der ARD.
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Maren

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Der Kommentator zu den hilflosen Vereinte Nationen

BeitragMi 8. Feb 2017, 22:23

Kriegsverbrechen in Syrien - Hilflose Vereinte Nationen
Stand: 08.02.2017 01:18 Uhr

Tausende Menschen sind laut Amnesty International in syrischen Gefängnissen getötet worden. Die Weltgemeinschaft ist entsetzt, doch die Vereinten Nationen handeln nicht. Russland schützt das Assad-Regime. Es bleiben hilflose Gesten.

Von Kai Clement, ARD-Studio New York

Entsetzt sei der Generalsekretär der Vereinten Nationen. Das sagt zumindest sein Sprecher Stéphane Dujarric. Von Antonio Guterres persönlich dagegen kein Wort zu dem Horrorbericht von Amnesty International: Ein "Schlachthaus" sei das Gefängnis im Norden von Damaskus; und das Morden und Foltern dauere - davon müsse man ausgehen - immer noch an.
Für jedes Opfer müssten die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, sagt Dujarric dann noch. Allerdings fehlt in diesem Satz das "Wer" einer handelnden Person. Und das aus gutem Grund.
Ban Ki Moon, der Vorgänger von UN-Generalsekretär Guterres, hatte mehrfach verlangt, das Grauen von Syrien an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu überweisen. Syrien ist dort zwar kein Unterzeichner - aber der UN-Sicherheitsrat könnte sich darüber hinweg setzen. Könnte. Russland aber verhindert das als Partner der Assad-Regierung mit seinem Veto; oft unterstützt von China.
Für Sherine Tadros, Leiterin des UN-Büros von Amnesty International, hat das weitreichende Folgen: "Sie legen nicht nur ihr Veto gegen wichtige Resolutionen ein. Schlimmer noch: Einiges - darunter Überweisungen an den Internationalen Strafgerichtshof - kommt erst gar nicht mehr auf den Tisch. Sinnlos. Jeder weiß: Es gibt doch ein Veto.""

Aber da war doch noch was?:

https://de.wikipedia.org/wiki/Internati ... om-Statuts

"Vier Staaten haben die Unterschrift unter dem Vertrag zurückgezogen. Sie haben dem Generalsekretär der Vereinten Nationen als dem Verwahrer des Statuts mitgeteilt, dass sie nicht beabsichtigen, das Statut zu ratifizieren:
Israel, Russland, Sudan, USA
Die US-Regierung hat im Jahr 2000 das Statut des IStGH unterzeichnet, jedoch die zulässige Rücknahme der Unterzeichnung erklärt. Bill Clinton erklärte dazu, dass er das Rom-Statut nicht ratifizieren wollte, solange den Vereinigten Staaten keine ausreichende Möglichkeit geboten wird, den Internationalen Strafgerichtshof und dessen Funktionsweise über einen längeren Zeitraum zu überprüfen.[50] Durch den Abschluss bilateraler Verträge mit IStGH-Vertragsparteien und anderen Staaten versuchen die USA, eine Überstellung von US-Staatsangehörigen an den IStGH vorsorglich auszuschließen. 2002 wurde der American Service-Members’ Protection Act rechtskräftig, der den US-Präsidenten implizit dazu ermächtigt, eine militärische Befreiung von US-Staatsbürgern vorzunehmen, die sich in Den Haag vor dem IStGH verantworten müssten. Eine Zusammenarbeit mit dem Gericht wird US-Behörden verboten. Zudem kann allen Staaten, die nicht Mitglied der NATO sind und das Statut ratifizieren, die US-Militärhilfe gestrichen werden."

– Na wenn das nicht auch in den Artikel gehören würde… Aber die ARD setzt auf Unvoreingenommenheit und umfassende Berichterstattung. Logische Folge: Kein Pieps davon.

"Eine rote Linie nach der anderen werde ungestraft überschritten, so sieht es Sherine Tadros von AI. Dies sei "extrem frustrierend für jeden, der mit Syrien zu tun hat. Es scheint wirklich keine roten Linien mehr zu geben. Erst dachten wir, vielleicht ist es eine rote Linie wenn die UN beweisen, dass Chemiewaffen eingesetzt wurden. Das war so. Aber es war dann doch keine rote Linie. Dann dachten wir: Wenn UN-Helfer angegriffen werden - das sei eine rote Linie. Es passierte - aber wieder war es keine rote Linie. Ja was braucht es denn noch?""

Wohlweislich nennt der Sprecher von AI keine Täter. Die ganze offizielle Politik schwafelt von Fake News, Desinformationen, Unterschlagung von Nachrichten… Ja wo sind sie denn, wenn sie mal gebraucht werden? Leider ist zu vermuten, daß sie sich im Verdauungstrakt der traditionellen Atlantiker-Repräsentanten wohlig eingerichtet haben. Gemeinsam mit den Fackelträgern der Meinungsfreiheit von der Gniffke-Gang. Na dann: wohl bekomms!
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Maren

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Der Kommentator zu Verschwörungspraktikern

BeitragDi 11. Apr 2017, 19:34

Was ist ein Verschwörungstheoretiker gegen einen Verschwörungspraktiker?

Gegen die ARD mit Lielischkies, Atai, Virnich, Stöber, Schwenck und wie sie alle heißen mögen, scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Zumal ja ein Trommelfeuer ohnegleichen auf den Zwangsbeitragszahler einwirkt, das sich gewaschen hat; mit Wording wie Machthaber, Regime, Diktator, Kremlchef, Annexion… Apropos: Auf der Krim gab es einen rechtlich einwandfreien, gültigen Pachtvertrag für die russische Schwarzmeerflotte (Sewastopol). Von Dr. Gniffke hätte ich gerne mal erfahren, wie man etwas durch "gewaltsame und widerrechtliche Aneignung fremden Gebiets“ sich unter den Nagel reissen kann, wenn ohnehin ein Pachtvertrag existiert. Was ebenfalls interessant wäre, ob die Floskel "sprachlich „außerordentlich akkurat““ auch auf das Völkerrecht unter spezieller Berücksichtigung der Krim und des einschlägigen Referendums zutrifft. Oder ob die ARD Völkerrecht von Fall zu Fall ohne Völker anwendet. Weil das den Vorgaben des Pentagon, der CIA, der NATO, Herrn Junckers oder Frau Merkels entspricht.

Das wäre, stark verkürzt, was mich im Zusammenhang mit der ARD interessiert. Weil ja immerhin ein Rundfunk-Staatsvertrag existiert, der umfassende und unvoreingenommene Berichterstattung verheißt, Friedensförderung und Völkerverständigung. Im Gegensatz dazu steht die manipulative Darstellung speziell Rußlands und Syriens. Da kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß 27 Millionen tote Sowjetbürger aus dem Zweiten Weltkrieg einfach nicht genug waren. Und daß im Hintergrund an einer „Endlösung“ rumgebastelt wird, medial emsig assistiert durch die ARD. Eventuell hätte das durch Jelzin vermieden werden können, so der Eindruck. Und die Qualtität der Berichterstattung des Haßprediger-Kleeblatts aus Moskau scheint ebenfalls auf derartige Fundamente hinzuweisen. Haben Atai & Co. von Jelzin Zusagen hoher Belohnung erhalten für interessengelenkte „Information“? Nachdem der Auktionator staatlichen Eigentums für einige Wodkas Geschichte ist, könnte man die Frustration verstehen, die tagtäglich aus Moskau herüberschwappt. Das ist alles natürlich reinste Verschwörungstheorie. Bringt uns aber an den Anfang zum Schließen des Kreises: Was ist ein Verschwörungstheoretiker gegen einen Verschwörungspraktiker?
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Der Kommentator zum Trump-Bashing

BeitragDi 23. Mai 2017, 17:38

So unsympathisch und gefährlich Trump auch ist, rechtfertigt das nicht das Bashing, das die ARD trommelfeuermäßig inszeniert. (Siehe auch shorensteincenter.org/news-coverage-donald-trumps-first-100-days/.) "America first" haben sämtliche Präsidenten vorher ebenfalls praktiziert. Obama, wie auch Clinton von der ARD hofiert, ist ja nicht bloß Nobelpreisträger, sondern auch Drohnenmörder. Und Clintons Mails haben u.a. Hunderttausende von Toten in Gaza billigend in Kauf genommen. Der einzige Kandidat, der zukunftsgerichtet gewesen wäre, war Sanders. Aber der wurde von der ARD ignoriert zugunsten Clintons – eine eindeutige Parteinahme für die marktorientierte "Demokratie". Die ARD bezieht wegen der oberflächlichen Nähe Trumps zu Putin eine Position, die mit dem Rundfunk-Staatsvertrag unvereinbar ist. Man könnte auf den Verdacht kommen, der ARD wären 27 Mio. tote Sowjetbürger aus dem Weltkrieg nicht genug. Für Brzezinskis Strategie und die Marktorientierung – darf's ein Krieg mehr sein?
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Maren

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Der Kommentator über den Faktenfinder

BeitragDi 25. Jul 2017, 18:25

Da hat sich die Gniffke-Truppe mal wieder überschlagen:
https://www.tagesschau.de/inland/bertel ... s-101.html

Wenn der „Fakten(er)finder“ der ARD auch nur für ein Prozent des vorgegebenen Zwecks taugen würde, wäre dieses Machwerk in Nullkommanix in der Luft zerrissen. Aber die ARD hat sich auf allen Gebieten der Diktatur des Marktes in vorauseilendem Gehorsam hingegeben. Twitter und Facebook zieren ausgerechnet den Fakten(er)finder, obwohl es selbst unter marktaffinen Anhängern massive Vorbehalte gegen diese Unternehmen gibt. Von der Totalablehnung radikaler Demokraten erst gar nicht zu reden.

Und so schlängelt sich die Ergebenheits-Ideologie der ARD von diesen Einrichtungen über die Bertelsmann-Stiftung (Hartz IV – !!!!) bis hin zu den diktatorischesten Kreaturen der EU, INSM, NATO, und schmeichelt den Enddärmen von Soros, Buffett und Blankfein. Auf diesem Weg werden die populistischesten Lippenbekenntnisse (Verbraucher- und Umweltschutz, soziale Standards welcher Qualität auch immer) propagiert, aber auch sofort wieder kassiert. Weil es ja wirklich gar nicht anders geht, wenn man sich mit Haut und Haaren dem Wachstumsfetischismus verschrieben hat.

Die Schizophrenie der Gniffke-Gang stutzt noch nicht mal, wenn wegen knapper Ressourcen unter fadenscheinigsten Gründen Kriege vom Zaun gebrochen werden. Besoffen vom Konsumrausch stammeln die „Journalisten“ von Fake-News und Populismus. In ihrem Delirium sind sie nicht mal mehr in der Lage, ihr eigenes Verhalten auch nur der geringsten Kontrolle zu unterziehen. Die Hoffnung, sie mögen sich den Schädel einrennen an der Endlichkeit der Ressourcen sowie der Geduld der Ausgebeuteten dieser Erde, diese Hoffnung stirbt zuletzt.
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Maren

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Der Kommentator zu Katalonien

BeitragDo 12. Okt 2017, 19:19

http://www.tagesschau.de/ausland/katalonien-eu-105.html

"Das Beispiel Katalonien soll nicht Schule machen in Europa - das hoffen die EU-Spitzen in Brüssel. Denn neue EU-Staaten durch Abspaltung wollen wenige, schon allein, weil es das gesamte EU-Machtgefüge durcheinander bringen würde.“


Zu diesem Satz einige Fragen: Ist dem Autor bekannt, daß in einer Demokratie alle Macht vom Volke ausgeht? Von der ehrenwerten, hehren Absicht bzw. deren Beteuerung her zumindest? Wie kommt es dann zu einem EU-Machtgefüge? Hat das mit Demokratie, Volk gar nichts zu tun? Welchem der beiden Konstrukte gilt die Sympathie des Autors?

Meine Vermutungen gehen dahin, daß die ARD faktisch dem „EU-Machtgefüge" näher steht als dem Willen egal welcher Bevölkerung. Daß die ARD, durch welche Umstände auch immer, dem Faschismus Francos in Treue fest verbunden ist, intensiver jedenfalls als der katalanischen Bevölkerung. Juncker, Macron und Merkel haben ihren festen Platz auf dem Thron, den die ARD zynischerweise mit Demokratie in Verbindung bringt. Die „Berichterstattung“ ist durchsetzt mit tendenziöser Propaganda, das Wording im Betreff ist nur ein Beispiel dafür. Und meine Vermutungen sind zu Gewißheit geworden.
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Maren

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Der Kommentator zu Katalonien

BeitragDo 12. Okt 2017, 19:21

http://www.tagesschau.de/ausland/katalonien-285.html

Die ARD bekundet mit ihrem Wording ihre Verbundenheit mit den Rechtsnachfolgern der Franco-Faschisten:

"Das zugegebenermaßen inhaltsleere Gesprächsangebot des rebellischen Katalanen ignoriert Rajoy nach wie vor.“
"Der katalanische Regionalregierungschef Puigdemont erneuert sein Gesprächsangebot im US-Sender CNN und ist ansonsten abgetaucht.“


Wer hat zugegeben, daß das Gesprächsangebot inhaltsleer ist? Und die Vokabel „abgetaucht“ wird vorzugsweise für Kriminelle verwendet oder für jemand, der sich feige aus dem Staub macht. Hätte Ihr Marc Koch das Stehvermögen, auf die Guardia Civil zu warten, egal, wie die bewaffnet ist? In Spanien gibts noch Garotten!
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MrMadMarkus

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Re: Der Kommentator zu Katalonien

BeitragFr 13. Okt 2017, 14:47

Maren hat geschrieben:
Wer hat zugegeben, daß das Gesprächsangebot inhaltsleer ist?


Puigdemont!

„Meine Regierung wird keinen Millimeter von ihrer Verpflichtung abrücken“, erklärte der Katalane.


http://www.focus.de/finanzen/news/wirts ... 75698.html
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Maren

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Der Kommentator zu Katalonien

BeitragDo 26. Okt 2017, 20:09

http://www.tagesschau.de/ausland/katalonien-351.html

1. Gratuliere zu Ihrer laut Gniffke sprachlich „außerordentlich akkurat“en Ausdrucksweise:
"Mit Spannung wird erwartet, ob darin Neuwahlen ausrufen wird.“

2. Ebenfalls Gratulation für Ihre Ignoranz, was das Zustandekommen der geringen Wahlbeteiligung betrifft. Gekonnt, um nicht zu sagen in bester Propaganda-Manier, wird die Rolle der Knüppelgarde aus Madrid, der Guardia Civil, unter den Teppich gekehrt. Zum wievielten Mal übrigens?:

"Rund 90 Prozent der Teilnehmer stimmten für eine Abspaltung von Spanien. Die Wahlbeteiligung lag allerdings nur bei gut 40 Prozent.“


Für mich folgt daraus, daß ARD aktuell applaudiert, daß das Völkerrecht zerstückelt wird zum Recht von Staaten, die territoriale Integrität über alles zu stellen – auch über die jeweilige Bevölkerung und auch um den Preis, dafür über Leichen zu gehen. Siehe Krim, von den „Journalisten“ der ARD immer und immer wieder mit der „Annexions“-Jauche beworfen, obwohl es sich um ein Referendum mit zeitlich großem Hintergrund gehandelt hat. Zumindest das Wort Sezession hätte in die Berichterstattung einfließen müssen. ARD aktuell hat damit die Pflicht zu umfassender und unvoreingenommmener Berichterstattung verletzt, wozu eigentlich der Rundfunk-Staatsvertrag verbindlich gilt. Das gilt sowohl für den Fall Krim wie auch für Katalonien. Diese Schmiererei hat mit Journalismus nichts zu tun.
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Maren

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Der Kommentator zu Katalonien

BeitragSa 4. Nov 2017, 11:00

http://www.tagesschau.de/kommentar/span ... n-119.html

Da schleimt er dahin, der Marc Dugge, ARD-Studio Madrid:

"Ja, man kann gute Gründe dafür finden, dass die katalanischen Ex-Minister jetzt in Untersuchungshaft sitzen. Der dringende Tatverdacht besteht: Sie haben offensichtlich Verfassungsbruch begangen - und offenbar auch öffentliche Gelder für illegale Zwecke ausgegeben. Und natürlich gibt es die Befürchtung, dass auch sie sich ins Ausland absetzen könnten - so wie es ihr früherer Chef getan hat, Carles Puigdemont."

Verfassungsbruch – Teufel aber auch!!! Aber da war doch noch was… ach ja, Ferdinand Lassalle hat zu dem Thema geäußert, daß die wahren Verhältnisse auch ein Stück Verfassung sind. Klar, Lassalle ist nicht der bevorzugte Experte für einen unvoreingenommenen, ausgezeichneten Journalisten, dem die Hörigkeit zu Rajoy mit jedem Anschlag aus der Tastatur quillt. Und, auch klar, ein juristisches Schwergewicht kann man Lassalle nicht nennen. Andererseits, wenn jemand zur Schlußfolgerung kommt, daß Deutschland ein „großer Kerker mit Menschen, deren Rechte von Tyrannen mit Füßen getreten werden“ ist – so jemand hat ein feines Gespür für grobe Verhältnisse. Damals wie heute. Lassalle käme wohl auch nie auf die Idee, die spanische Verfassung in Verbindung mit dem Völkerrecht zu bringen. Denn was aktuell geschieht, ist die Anwendung eines Staatsrechts. Das geht über die Völker hinweg mit majestätischer Ignoranz. Selbstbestimmungsrecht der Völker – was für ein Schwachsinn angesichts des Monopoly-Spiels, das Rajoy mit Unterstützung ökonomischer "Altruisten" vollführt. Hunderte Firmen verlagern ihre Standorte nach Spanien, geködert von Geldern der Zentralregierung. "Euch machen wir noch katholisch", lautet die Devise.

Auffällig an dem Kommentar ist, daß sich Dugge die Sicht Rajoys 1:1 zu eigen macht. "Öffentliche Gelder für illegale Zwecke" – die Regionalregierung hat also keine Hoheit über ihren Etat? – sehr verwunderlich. Und wenn Puigdemont sich nach Brüssel begibt, dann "setzt er sich ab". Keine Rolle spielt für Dugge, daß die spanische Justiz von europäischen Gerichten wiederholt zurückgepfiffen wurde, speziell in ähnlichen Fällen wie ETA-Angehörigen. Daß dieselbe Justiz einen Ermittler in Sachen Franco-Diktatur torpediert hat – offenbar nicht eine Überlegung wert. Klar, daß ein Gericht in diesem Gefüge fair ist gegenüber "Putschisten". Schließlich ist man mit dem Gegenpol äußerst kulant umgegangen, was Korruptionsfälle Rajoys und auch des Königshauses betrifft. In Leserkommentaren zum Thema wird dementiert, daß die Justiz mit der Vergangenheit Spaniens, genauer: Franco, eine Kontinuität pflegen könnte. Der Mist, auf dem diese Meinungen gewachsen sind, ist genau die "Berichterstattung" der ARD. Natürlich muß ein Verdacht in dieser Richtung vorsichtig gehandhabt werden. Eine Erwägung aber erst gar nicht aufkommen zu lassen, weckt andererseits den Verdacht, daß royale bis faschistische Scheuklappen im Spiel sind.

"In jedem Fall gilt: Was juristisch legitim ist, kann politisch nach hinten losgehen. Wenn jetzt einige jubeln, dass die katalanischen Separatisten endlich mal in die Schranken gewiesen werden, ist das verfrüht. Die Flucht von Puigdemont hatte das Unabhängigkeitslager zunächst gespalten. Die harte Linie der Justiz dürfte jetzt dazu führen, dass sich die Reihen wieder schließen."

Spätestens mit diesen Sätzen dient sich Dugge den Unterdrückern Kataloniens als Berater an. Er tritt für eine "weiche" Lösung ein. Man könnte ja moderate Urteile sprechen, um an den Verhältnissen festhalten zu können. Daß dieses Katz- und Maus-Spiel bereits seit geraumer Zeit aufgeführt wird in Madrid, ist dem Schreiberling egal. Offenbar hofft er auf einen Ablauf, wie Junckers "Demokratie"-Modell projiziert. Sinngemäß: "Wir starten ein Projekt; wenn wir Gegenwehr erfahren, lassen wir Gras über die Sache wachsen. Sobald absehbar ist, daß die Gegenwehr abebbt, machen wir an dem Projekt weiter." Übertragen auf Katalonien: Die Autonomie, ohnehin großteils einkassiert, bleibt im Status quo, begünstigt durch milde Urteile gegen die Angeklagten. Auf der Grundlage können die Katalanen weiterhin an die Kandare genommen werden, kulturell, politisch, ökonomisch.

– Bleibt zu hoffen, daß die faschistoide Clique um Rajoy die Rechnung ohne den Wirt, die Bevölkerung, gemacht hat. Daß darüber hinaus Dugge auf seiner Schleimspur zu Rajoy und König Felipe eintrocknet.
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Der Kommentator zu Katalonien

BeitragSa 4. Nov 2017, 11:01

Nachschlag:

http://www.tagesschau.de/ausland/spanie ... t-103.html

Entlarvend immer wieder das Wording der Gniffke-Bande. Puigdemont ist nach Brüssel geflohen, er hat sich abgesetzt. Daß er dort hin ausgereist sein könnte, sich da hin begeben hat, auf vergleichbare Ideen bzw. Formulierungen kommt höchstens Wikipedia. Die ARD läßt die Hosen runter und zeigt ihr wirkliches Gesicht. Francos Nachfolgeorganisation, Rajoys Regierung, inklusive der spanischen Justiz, erhält mehr oder weniger unverhüllt die volle Unterstützung Gniffkes und seiner Schreibtischtäter. Kein Gedanke wird daran verschwendet, ob mit der spanischen Verfassung Staatsrecht zur Garotte für das Völkerrecht verkommt. (Wobei das auch im Verhältnis anderer Staaten zu Minderheitsterritorien kritisch betrachtet werden muß. Paradebeispiel Ukraine – Krim.) Völlig außer Acht gelassen die Fälle, in denen spanische Gerichte von europäischen Instanzen die Grenzen aufgezeigt wurden. Daß ein Richter torpediert wurde, der die Franco-Ära durchleuchten wollte, findet allenfalls in jubelnden Trinksprüchen statt. Abgesehen vom äußerst moderaten Umgang mit Korruptionsaffären des Königshauses wie auch der Regierung Rajoy. Um es mit Pispers zu sagen, hat die ARD noch mit jedem Schwein innigst kooperiert, um die Diktatur des Kapitals zu festigen. Mit Propaganda für die NATO, die ach so demokratische EU und die INSM.
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Der Kommentator zum Disput Schreyer-Stöber

BeitragDi 7. Nov 2017, 17:59

https://paulschreyer.wordpress.com/2017 ... omment-888

"„Verschwörungstheoretiker, Putin-Versteher oder Amerika-Hasser“ listet das verbale Maschinengewehr der NATO, Silvia Stöber auf. Darf ich darauf hinweisen, daß da noch der „Gutmensch“ fehlt? Jener Gutmensch, den schon Goebbels in seiner Propagandasprache so erfolgreich kultiviert hat. Aber bleiben wir bei den Äußerungen der SS:

Verschwörungstheoretiker – was ist ein Theoretiker für ein armes Würstchen gegenüber einem Verschwörungspraktiker?

Putin-Versteher – schon schlimm, wenn auf diesem Erdball ein Mensch einen anderen versteht, gell? Der Gebrauch dieses Begriffs folgt dem gleichen Muster wie der erwähnte „Gutmensch“. Er unterstellt auf sarkastische Weise beim so Bezeichneten Naivität, die schon selbstmörderisch gefährlich werden kann. Fazit: Bloß die Finger weg vom Verstehen!

Amerika-Hasser – herrlich! In meinem Bekanntenkreis gibt es Menschen, die ganz massive Vorbehalte gegen die amerikanische Bevölkerung in ihrer Mehrheit haben. Weil die nämlich Städte in dieser Welt dem Erdboden gleichmachen würden, sobald sie nur einen arabisch oder russisch anmutenden Namen tragen. Unabhängig davon, ob es diese Städte eigentlich tatsächlich gibt. Daß das im Bildungssystem begründet ist, ist wie auch hier in Europa trauriger Fakt. Davon abgesehen haben sich die Regierungen der USA seit Vietnam kaum eine Gelegenheit entgehen lassen, sich als rücksichtslose Imperialisten auszuzeichnen. Nixon, Bush, Obama – nichts weiter als Mörder, die ihre Lizenz zu killen aus einer gigantischen Kriegsmaschinerie herleiten.

– Wohlgemerkt aber gibt es unter den erwähnten Menschen keine Amerika-Hasser. Weil man einen Kontinent nicht hassen kann, wenn man noch einigermaßen klar ist im Kopf. Und ja, ich fühle mich hervorragend in dieser Gesellschaft. Mein Interesse am Wohlfühlen der SS dagegen ist denkbar gering. Alles, was mich abschließend noch bewegt: Soll ich doch eher $$ für die Initialen verwenden?"
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Der Kommentator zu Dr. Gniffkes wechselnden Sprachregelungen

BeitragSa 11. Nov 2017, 11:47

http://www.tagesschau.de/inland/komment ... e-101.html

Schön zu verfolgen, wie Gniffke Gauland Streicheleinheiten verpaßt. Einige Dinge sind daran allerdings auffällig. Die ARD und ihr Chefredakteur verdrängen geflissentlich, daß sie einen Auftrag zur umfassenden und unvoreingenommenen Berichterstattung haben. Würden sie diesen erfüllen, wäre uns ein guter Teil des Schlamassels, in dem wir stecken, erspart geblieben. Aber die Vermittlung politischer Ökonomie trifft den Nerv der Herren Soros, Blankfein und Buffett. Daß diese wiederum Speichellecker in der EU bzw. der BRD installiert haben, ertastet jeder Blinde.

Die Nachrichten über das tägliche Geschehen sind so geprägt von Prämissen, daß bei Angelegenheiten wie den Panama- oder Paradise-Papers gar nichts anderes übrigbleibt, als moralisierend zu argumentieren. Daß das Motto „Geld regiert die Welt“ die Demokratie zur Farce degradiert, wagt niemand aus diesem erlesenen Zirkel auszusprechen. Auf die Art verkommt die Arbeit von Mascolo & Co. zum Bashing bekannter Ziele – Rußland/Putin sind die Bösen; was willl man von Altbekannten wie Apple z. B. auch anderes erwarten. Zudem bleibt sie auf dem Weg zu einer vernünftigen Lösung stecken. Das wäre in dem Fall die Systemfrage. Wäre die ARD ihrem Auftrag aus dem Rundfunk-Staatsvertrag nachgekommen, hätten wir seit dem Zusammenbruch des Ostblocks keine konservativen oder neoliberale Regierungen gehabt – meine Behauptung. Es hätte sich erübrigt, noch rechteren Ideen hinterherzuhecheln.

Festzustellen ist, daß die ARD ihre Aufmerksamkeit jedem Furz der AfD gewidmet hat. Was wirklich wichtig gewesen wäre, wurde beiseitegefegt. Vorschläge zur Gestaltung sozialer, ökologischer oder wirtschaftlicher Belange aus Reihen der Linken beispielsweise. Nicht zu vergessen die notwendigen Schritte zur Vermeidung militärischer Konflikte. In all diesen Problemkreisen ist die ARD stets den Kräften nachgerannt, die ein „Weiter so!“ vertreten. Daß sich auf die Art Probleme auftürmen, die „Populisten“ erstarken lassen, hat Gniffke überrascht, will man ihm glauben.

Plausibel ist aber eine andere Sicht der Dinge. Daß hinter den Machenschaften der ARD zielgerichtetes Handeln steckt. Diese Ziele haben andere formuliert: die NATO, die EU, die INSM. Unterm Strich ist Gniffkes Truppe nichts weiter als ein Haufen erbärmlicher Populisten, Erfüllungsgehilfen dieser Institutionen. Daß sie auf dem Weg zur Diktatur der Märkte die AfD vorzeitig hoffähig und groß gemacht haben, kann als Betriebsunfall abgetan werden. Muß aber nicht. Siehe oben.
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MrMadMarkus

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Re: Der Kommentator zu Dr. Gniffkes wechselnden Sprachregelungen

BeitragSa 11. Nov 2017, 17:24

Maren hat geschrieben:Festzustellen ist, daß die ARD ihre Aufmerksamkeit jedem Furz der AfD gewidmet hat.

Plausibel ist aber eine andere Sicht der Dinge. Daß hinter den Machenschaften der ARD zielgerichtetes Handeln steckt. Diese Ziele haben andere formuliert: die NATO, die EU, die INSM.


Ach ja. Man soll nie eine Verschwörung vermuten, wenn man etwas auch durch Dummheit bzw. persönliche Voreingenommenheit erklären kann. Die überwältigende Mehrheit der Journalisten steht politisch links von der Mitte, die AfD steht rechts von der Mitte. Das erklärt die intensive und so garnicht positive Berichterstattung gegen die AfD.
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