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Der Kommentator

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Maren

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Der Kommentator

BeitragDi 19. Apr 2016, 21:54

Niederlande Referendum

“Wieder einmal hat das Volk die Politik überstimmt.”

- Was sagt man auch dazu… der Souverän spielt sich zum Souverän auf!

“61 Prozent haben Nein gesagt und dem Land damit einen Bärendienst erwiesen. Das jedenfalls glaubt Hans de Boer…”

– Darin erschöpft sich die umfassende Berichterstattung der ARD. Nein-Sager: Fehlanzeige.
“Was ist die Unterschrift eines niederländischen Ministers oder eines Kabinetts überhaupt noch wert? So wirst du ganz schnell zu einer Art Bananenrepublik, die keiner mehr ernst nimmt.”

– Aha. Dabei dachte Mensch immer, in einer Bananenrepublik herrschten ungeordnete Verhältnisse, dominiert durch Käuflichkeit und Korruption.

„In französischen Medien werden die Niederlande schon als Spielverderber bezeichnet.“

– Ja, da war doch noch was: Lea Fleischmann bezeichnete die politische Kultur der BRD als „Demokratiespiel“. Das war vor vielen Jahren in ihrem Buch „Dies ist nicht mein Land“. Kann also gar keinen aktuellen Bezug haben. Wie denn auch… Außerdem geht es ja um Holland.
„Und die britische Wochenzeitung “The Economist” schreibt sinngemäß: Während die Ukrainer im Elend versinken, machen die Niederländer Mätzchen.“

– Stimmt. Eine Faschistenbrut jagt einen gewählten Präsidenten aus dem Amt, ein Land versinkt im Chaos. Also, ihr braven Niederländer, zollt den Tribut an Poroschenko, entrichtet den gerechten Obulus an das Bataillon Asow und verzichtet auf eure Mätzchen.

„Eignet sich ein so komplexes Thema wie das Assoziierungsabkommen überhaupt für eine Volksabstimmung?“

– Eine äußerst berechtigte Frage. Werden doch neben den wirtschaftlichen auch sicherheitspolitische Punkte geregelt. Aber davon spricht sicherheitshalber kein Schwein.

„Jan Leppink hat sich nicht an dem Referendum beteiligt. Der Ingenieur aus Delft zählt damit zu den fast 70 Prozent der Stimmberechtigten, die zu Hause geblieben sind. Es sei nicht seine Aufgabe, so Leppink, über ein 300-seitiges Vertragswerk zu urteilen, das sich mit Handel, Zöllen und Visafragen beschäftige.“

– Und, wie oben bereits erwähnt, mit militärischen Kooperationen.

“Ich gehe alle vier Jahre zur Wahl und stimme für eine Partei, der ich in vielen Dingen, mit denen ich mich auskenne, vertraue. Und ich gehe davon aus, dass diese Partei auch in Dingen, von denen ich keine Ahnung habe, meine Interessen vertritt.”

– Das ist brav, Jan. Einige Streicheleinheiten von Juncker über Rutten bis Merkel sind dir sicher.
„Hat sich die Politik mit dem seit neun Monaten geltenden Referendumsgesetz also ein Ei ins Nest gelegt? Weil die Themen viele Menschen inhaltlich überfordern oder von bestimmten Gruppierungen für ihre Zwecke missbraucht werden?“

– Wie bitte? Wie war denn das mit der Bildungsrepublik – wäre sie umgesetzt, gäbe es absolut keinen Grund, sich zu fürchten. Und was zum Henker ist mit den Gruppierungen in „der Politik“, die ihre Aufgaben für ihre Zwecke mißbrauchen? Schäuble und seine 100.000 DM z. B. Oder Kohls Ehrenwort in der Spendenaffäre. Oder Junckers Rolle in der Sache Steuern in Luxemburg. Oder, oder, oder…

„… Allerdings müssten Bürger und Politiker noch lernen, mit diesem neuen Instrument (Referendum) umzugehen. In diesem Fall sei vorab zu wenig diskutiert und zu stark polarisiert worden.“

– Der korrekte Umgang damit wird also manifestiert durch Jan Leppink. Alle vier Jahre zur Wahl gehen und gut is’s. Und wenn es sich überhaupt nicht vermeiden läßt, muß die Politik halt die zweite Stufe des Neusprech, der Propaganda und der Wählerverarschung zünden. Juncker hat ja schon illustriert, wie die Methode funktioniert:

„Wir machen einen Schritt. Wenn sich kein Widerstand regt, machen wir den nächsten. Wenn sich Widerstand regt, legen wir eine Pause ein. Danach probieren wir es erneut.“

Das war die sinngemäße Erklärung eines lupenreinen Demokraten seines politischen Handelns. Schritt für Schritt in die tatsächliche Alternativlosigkeit. Weil nach einigen Schritten in Merkelschen Fachidioten-Einbahnstraßen jeder Versuch der Umkehr zur Sisyphusarbeit gerät. Sollten wider Erwarten alle Stricke reissen, wäre da ja auch noch das Abkommen von Lissabon. Danach können die Mitgliedsstaaten der EU Aufstände in ihrem Einflußbereich gewaltsam beenden. Ist ja auch was. Erinnert leicht an das Gehabe der USA. Und die haben bekanntlich immer recht. Siehe Vietnam, Chile, Argentinien usw. usf.
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Maren

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Vorwahlen in New York

BeitragDi 19. Apr 2016, 21:55

Vorwahlen in New York

Ein armes Würstchen namens Schwarte manipuliert, daß dieselbe knackt:

Vorwahlen in New York - Teufel, Komiker, Frau oder Sozialist?

Wer wird König des Empire States New York? Oder wird es eine Königin? Hillary Clinton liegt in Umfragen zu den Vorwahlen in New York vorn. Doch unter den Demokraten wird die Schlacht langsam schmutzig…

Hillary brüllt – sie, die Wahl-New-Yorkerin. Acht Jahre war sie Senatorin für den Empire State, jetzt will sie Königin von New York werden – zumindest bei den Vorwahlen heute. Der Staat – so brüllt sie gern und oft…

…wütender alter Mann: der 74-jährige Demokrat Bernie Sanders. Ihn, den Sozialisten, der Amerikas politische Revolution ausrief und zu dem zuletzt über 20.000 New Yorker in den Prospect Park nach Brooklyn pilgerten, muss Clinton heute schlagen…

…Aber auch die Schlacht der Demokraten um 291 Delegierte für den Wahlparteitag im Juli in Philadelphia wird langsam schmutzig. Aber auch die Schlacht der Demokraten um 291 Delegierte für den Wahlparteitag im Juli in Philadelphia wird langsam schmutzig.

“Vielleicht sollten die Amerikaner sich mal fragen, ob Sie qualifiziert sind, Präsidentin zu werden”, rüpelte der in Brooklyn geborene Sanders unlängst Richtung Clinton…”

Deutlich wird, daß ein Korrespondent der ARD ein Weltbild in sich trägt, das offenbar eine Monarchie für erstrebenswert hält. König oder Königin. Nix mit Demokratie. Daß die Möchtegern-Königin Killary gern und oft brüllt, stört da wenig. Ihre Äußerung, im Zweifelsfall auch die Bombardierung von Gaza-Stadt “mit meinetwegen 200.000 Toten” hinzunehmen, dient es Israels Absichten, wird man kaum auf einer Seite der ARD zu lesen bekommen. Wenn Leserkommentare darauf Bezug genommen haben, sind sie nicht veröffentlicht – zensiert – worden, behaupte ich mal aus dem Bauch heraus.

Interessanterweise wird der Wahlkampf der Demokraten allein aus der Verantwortung eines wütenden alten Mannes schmutzig. Ob “schmutzig” das richtige Attribut ist für “Vielleicht sollten die Amerikaner sich mal fragen, ob Sie qualifiziert sind, Präsidentin zu werden”, sei dem Urteil des Lesers anvertraut. Zumal der Zusammenhang verschwiegen wird, in dem dieses Zitat steht. Aber der in Brooklyn geborene Sanders “rüpelte”. Das ist wichtig, wenn es um die Hofberichterstattung für eine potentielle Massenmörderin geht. Im Kopf behalten sollte Mensch aber auch behalten, wie die Königin Schwartes zum Iran steht. Denn spätestens da ist fertig mit Jubel, Trubel, Goldman Sachs.

Fazit: Niemand kann es den US-Amerikanern übel nehmen, daß sie keinen Schimmer von der großen weiten Welt haben. Denn erstens beherrschen sie sie ja zum größten Teil dank einer Militärmacht (und einer Kapitalmafia), die ihresgleichen sucht. Zweitens muß sich der Durchschnitts-Ami bis über die Hutschnur verschulden, um Zugang zu einer dafür ausreichenden Bildung zu erreichen. Diese Auffassung von einem Staatswesen ist bestenfalls sozialdarwinistisch. Mit etwas schlechten Willen schreibt man sie dem Ku-Klux-Klan zu. So gesehen wäre ein Präsident Trump mit der Mauer um die USA ein Segen. Vorausgesetzt, diese Mauer würde auch für Stealthbomber, Flugzeugträger, Drohnen und Bankverbindungen gelten. Wenn dieser Staat auch noch den Monarchisten Schwarte in ihren Grenzen behielte, geriete die Begeisterung ins Uferlose.
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Maren

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Vorwahl in den USA Clinton siegt in New York

BeitragMi 20. Apr 2016, 15:35

“Vorwahl in den USA Clinton siegt in New York"

"Hillary Clinton hat laut Prognosen von US-Sendern die Vorwahl der Demokraten in New York gewonnen. Die Sender CNN, MSNBC und Fox News berichteten, die Ex-Außenministerin habe sich gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders durchgesetzt.”

Wir werden also, geht es nach der ARD, von Prognosen regiert. “Die Sender CNN, MSNBC und Fox News berichteten” unter Garantie nicht wertfrei, sondern nach der Vorgabe ihrer Eigentümer. Hier nun zu vermuten, einer dieser Sender stünde hinter Sanders, ist beinahe absurd. Wenn dem so wäre, könnte es sich nur um einen Kapitalisten vom Schlag eines Warren Buffett mit seinem wachen Verstand handeln. Oder um einen, den der Hafer nach Abwechslung sticht.

Es geht aber noch weiter: “Es könnte sein das sich das Ergebnis nochmal ändert. Da New York ein sogenannte Closed Primary ist, das heißt nur als Demokraten registrierte Wähler haben das Recht mitzustimmen, ist nun eine Klage anhängig da viele die sich rechtzeitig als Demokraten registriert haben nun plötzlich nicht mehr in den Wählerverzeichnissen standen. Es riecht nach Wahlbetrug."
npr.org/2016/04/19/474896027/after-more-than-100-000-voters-dropped-in-brooklyn-city-officials-call-for-actio
(Der erste und einzige Leserkommentar dazu.)

http://www.tagesschau.de/ausland/vorwahlen-usa-107.html

“Direkt nach Schließung der Wahllokale verkündeten die US-Sender CNN und MSNB übereinstimmend, dass der Milliardär Trump bei den Republikanern deutlich vor seinen Konkurrenten John Kasich und Ted Cruz führte.”

Bei Killary fehlt der Hinweis, daß die US-Sender CNN und MSNB freundlicherweise die Stimmenauszählung erledigt hätten. Dennoch kann Mensch davon ausgehen, daß diese das Maß aller demokratischer Verhältnisse darstellen. Solange die ausgewogene und ethisch einwandfreie Berichterstattung der Gniffke-Truppe das in Ordnung findet, ist ja alles in bester Ordnung.

http://www.tagesschau.de/ausland/vorwah ... k-103.html

Hier werden nun die Ergebnisse der Vorwahlen ganz nach dem Gusto der Drückerkolonne für die Transatlantiker ins rechte Licht gerückt. Trump als fragwürdig, Killary als sympathisch hingestellt. Kein Hinweis darauf, wer nun den Wahlhelfern unter die Arme gegriffen hat oder ob die TV-Sender pragmatischerweise alle Prozeduren selber in die Hand genommen haben.

http://www.tagesschau.de/ausland/us-wah ... e-101.html

Hier kommentiert, natürlich streng ausgewogen, ein Julius van de Laar, Wahlkampfstratege, die Vorwahlen. Der hat bereits für Obama, den Drohnenmörder, Wahlkampf gemacht. Alles klar?

Alles in allem ein Musterbeispiel für die umfassende, unvoreingenommene Berichterstattung der ARD. Skepsis gegenüber Trump, Sanders totgeschwiegen bis auf seine “Rüpeleien” (die durchaus ihre Berechtigung hatten gegenüber einer potentiellen Massenmörderin; was daran rüpelhaft war, bleibt Geheimnis des Autors) in vorhergehenden Berichten – Herz, was willst du mehr? Bei Gniffke weiß man, was Journalismus leisten muß. Der Alternativlosigkeit der marktkonformen Demokratie die Tür zu öffnen.

Die Bombardierung von Gaza Stadt mit “meinetwegen 200.000 Toten” hinzunehmen wie auch einer militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran, Rußland ebenfalls, selbstverständlich!!! censored des Kommerz zu werden, Sklave von INSM und Pentagon. Und schon der kleinste Gedanke, der abweicht, wird verdammt ins Reich der Trolle, Sonst-wer oder -was-Versteher, undankbarer Nichtsnutze, Gutmenschen, Abschaum, Pack.
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Maren

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Die DDR trank trotzdem Milch

BeitragDi 26. Apr 2016, 08:38

http://www.tagesschau.de/inland/tschern ... i-101.html

Es liegt auf der Hand, daß Propaganda unter anderem von der Einseitigkeit der Berichterstattung lebt. Daß aber Tschernobyl so weit vorgerückt wird vor Harrisburg, Sellafield und La Hague plaziert, quasi in ein Alleinstellungsmerkmal katapultiert wird, ist einer Manipulation geschuldet, die ihresgleichen sucht. In dem Artikel werden die genannten Orte nicht mal erwähnt. In Wikipedia findet Mensch noch nicht mal einen Hinweis auf Störfälle in La Hague. So weit ist es also bereits gekommen mit der Oberhoheit über die Information, die die westlichen Konzerne fest in der Hand halten. Dazu kommt, daß den offiziellen Stellen der DDR alles der negativen Ereignissen an die Backe geschmiert wird. Zum Glück eigentorträchtig mit einem entscheidenden Widerspruch:

“Doch fast alle DDR-Bürger guckten Westfernsehen. In der tagesschau erfuhren sie am dritten Tag: “In dem sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl ist es offenbar zu dem gefürchteten Gau gekommen – dem größten anzunehmenden Unfall.”

Abgesehen davon, daß in dem Fall “GAU” geschrieben werden muß in Abgrenzung zum herkömmlichen Landstrich – auch die ARD warnte also auch erst drei Tage danach vor den gravierenden Folgen. Und auch im Westen wurde Milch getrunken… Logische Folge der teils kritischen Leserkommentare:

http://meta.tagesschau.de/id/111002/30- ... zdem-milch

Am 25. April 2016 um 21:54 von Moderation

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion
Liebe User, wegen der hohen Anzahl der Kommentare ist unsere Moderation derzeit überlastet. Deshalb kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen,
Die Moderation


Nachtrag:
Tagesschau zu Tschernobyl 29.04.1986
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Die Rente - ein tolles Wahlkampfthema?

BeitragDo 28. Apr 2016, 14:25

http://www.tagesschau.de/inland/wahlkam ... e-101.html

“…Der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Karl Schiewerling, fordert, das Rentenniveau weniger stark absinken zu lassen als bisher geplant. Ver.di-Chef Frank Bsirske will es sogar wieder anheben.”

Sogar wieder anheben – ist doch eine realitätsferne Frechheit oder nicht? Die Tagesschau Gniffkes ist wirklich immun gegenüber Fakten. Ein Blick ins Neuland auf die Reichtumsuhr und grundlegende Wahrheiten wären der Propagandatruppe zugänglich. So aber wird Offenheit geheuchelt mit einer Wortwahl aus dem Reich der subtilen Manipulation. Das einzig wirklich Verwertbare an dem Artikel sind die Leserkommentare dazu. Und siehe da:

“Am 28. April 2016 um 11:42 von Moderation

Schließung der Kommentarfunktion
Sehr geehrte User,
die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.
Die Moderation”

116 Beiträge (immerhin) hat der Leuchtturm der Meinungsfreiheit zugelassen. Die gesperrten User bzw. die mit zensierten Beiträgen wird das allerdings nicht trösten.
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Maren

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Rente

BeitragSo 1. Mai 2016, 15:45

http://www.tagesschau.de/inland/gabriel-rente-101.html

Man könnte sich kugeln vor Lachen, wäre es nicht so traurig. Der Pop-Beauftragte entfacht einen Streit, den es ohne ihn bzw. seinesgleichen gar nicht gegeben hätte. Er verfängt sich in der Zwangsjacke seiner eigenen Schizophrenie. Agenda 2010, Absenken der Rente einerseits, jetzt dagegen Sturm laufen unter der Devise „Haltet den Dieb!“…

Vielleicht findet sich jemand, der dem Dackelfaltenträger nach seinem Veitstanz und Säubern des Mundes vom Schaum in aller Ruhe die Geschichte von der Rentenentwicklung erläutert. Daß seine aSPD Verursacher der Schwierigkeiten ist. Daß die aSPD sehr gerne die Lobhudeleien von rechts bzgl. Agenda 2010 entgegengenommen hat. Jetzt, da die Probleme nicht mehr zu verbergen sind, die durch dieses Handeln entstanden sind, wird auf einmal vor Populisten gewarnt. Oh heilige Hirnzirrhose.

Und die ARD spielt den neutralen Berichterstatter. Kompliment.
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Maren

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Die Klarmacher

BeitragMo 2. Mai 2016, 14:11

http://www.br.de/nachrichten/inhalt/br- ... e-100.html

Köstlich entlarvend:

„BR-Medienstudie: Journalisten und Glaubwürdigkeit Die Klarmacher
Die große Mehrheit der Deutschen findet, dass die Journalisten verständlich und professionell berichten, also echte „Klarmacher“ sind!“


Das Rufzeichen, Signal des Nachdrucks, oftmals verbunden mit der Erleichterung über Bestätigung der eigenen Ansicht, hat den Anlaß gegeben, nach dem lateinischen Ausdruck zu suchen. Die Faulheit der Schulzeit stellt sich wieder mal als hinderlich heraus. Aber immerhin. Die Aufmerksamkeit gegenüber Stilmitteln hat sich erhalten. Zu Recht hat sie sich zu Argwohn entwickelt bei der Betrachtung dieses Resümees über eine Medienstudie des BR. Ausgerechnet des BR, peitscht die Erfahrung zu einer weiteren Vertiefung der Beschäftigung mit dem Sachverhalt.

Aber zurück zum Ausgangspunkt. Was veranlaßt die Veröffentlicher derartiger Studien, an der Stelle ein „signum exclamationis“ einzusetzen? Der Triumph, es den Zweiflern an der Glaubwürdigkeit von Journalisten mit der Studie aber gegeben zu haben? Es mag gerne deren Geheimnis bleiben. Generell betrachtet ist das Rufzeichen ein Handwerkszeug. Der Mechaniker verwendet eine Verkapselung, um eine Schraube optisch zu kaschieren bzw. ungefährlich zu machen. Der Schreiber verwendet ein Rufzeichen, u. a., als Signal, daß an dieser Stelle das Licht der befreienden Wahrheit zutage tritt. Was nun, wenn immer wieder vermittelt wurde, daß Putin der Verursacher des faschistischen Putsches in der Ukraine ist? Oder die Darstellung dominiert, daß Varoufakis verantwortlich für die aktuelle griechische Misere zeichnet? Dann darf der Betrachter wohl mit Fug und Recht davon ausgehen, daß es sich um Propaganda handelt, zusätzlich aufgewühlt durch ein Satzzeichen.

Die „Klarmacher“ haben sich in der Vergangenheit dadurch hervorgetan, dem Pentagon, der INSM, der CIA, dem Kanzleramt blind zu vertrauen und dieses blinde Vertrauen vom lesenden, hörenden und sehenden Publikum bedingungslos einzufordern. Obwohl da Aufzeichnungen existierten von MG-Schützen, die das Feuer vom Helikopter aus auf Zivilisten eröffneten. Obwohl im „Neuland“ eine Reichtumsuhr für jeden einsichtbar existiert. Obwohl nachweislich ein Zbigniew Brzeziński die graue Eminenz für etliche US-Präsidenten gegeben hat. Obwohl 240 Seiten (von mindestens 1600) von TTIP die massive Ablehnung der Gegner eines „Freihandelsabkommens“ klar rechtfertigen.

Vor diesem Hintergrund gibt es ungläubiges Erstaunen bei der Präsentation der Studie:

„Journalisten und Establishment Die Mitmacher
Mittendrin statt nur dabei – mit in dem Fall eher negativen Folgen: Journalisten sind nach Ansicht der meisten Teil des Establishments. Entsprechend wirkt sich die Politikkrise auch auf die Medien aus. Noch härter treffen aber die Vorwürfe des Gelenktwerdens.“


Daß die Wahrheit hart ist, … schlimm, schlimm. Diejenigen, die den Verlierern dieser Gesellschaftsordnung tagtäglich einhämmern, daß Hartz IV bspw. alternativlos ist wie auch die Absenkung des Rentenniveaus, beklagen Vorwürfe von Verhältnissen, die der Blinde mit dem Stock nachvollziehen kann. Als Beispiel mag eine fast willkürlich herausgepickte Meldung der Tagesschau dienen:

http://www.tagesschau.de/inland/ferienw ... t-101.html

Der Titel lautet:

»Der Kampf gegen die „Zweckentfremdung“«


Womit begründet Julian Heißler, tagesschau.de, die Apostrophierung der Zweckentfremdung? Besitzt er oder sein Vorgesetzter Gniffke eine Ferienwohnung? Haben ihm entsprechende Kandidaten die Anführungszeichen in die Tastatur diktiert; Leute, die aufgrund der kolportierten Bemühungen einen Karriereknick befürchten auf dem Weg zum endgültigen Schmarotzer und Nichtstuer, dem Leistungsträger dieser Gesellschaft schlechthin?

Fortsetzung folgt. Zeifellos. Weil die Schmierfinken, die diese Studie in Auftrag gaben, ganz gewiß noch einige Kapitel auf Lager haben.
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Maren

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Wir bauen ein TTIP-Labyrinth

BeitragMo 2. Mai 2016, 22:57

Wir bauen ein TTIP-Labyrinth:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ttip-223.html

„Am 02. Mai 2016 um 13:44 von Moderation
Schließung der Kommentarfunktion
Liebe User,
um Ihre Kommentare zum Thema „TTIP“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschlossen, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen.
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„http://meta.tagesschau.de/id/111230/ttipleaks-ein-coup-ganz-in-gruen“
Viele Grüße
Die Moderation“

http://www.tagesschau.de/inland/ttip-re ... e-101.html

Ein Bericht, der vor Manipulation aus jedem Absatz trieft…

Zwischendrin:

http://www.tagesschau.de/inland/ttip-225.html

„Am 02. Mai 2016 um 13:43 von Moderation
Schließung der Kommentarfunktion
Liebe User,
um Ihre Kommentare zum Thema „TTIP“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschlossen, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen.
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„http://meta.tagesschau.de/id/111230/ttipleaks-ein-coup-ganz-in-gruen“
Viele Grüße
Die Moderation“

Weiter:

http://www.tagesschau.de/kommentar/ttip-229.html

„Am 02. Mai 2016 um 15:36 von Moderation
Schließung der Kommentarfunktion
Liebe User,
um Ihre Kommentare zum Thema „TTIP“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschlossen, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren:„http://meta.tagesschau.de/id/111230/ttipleaks-ein-coup-ganz-in-gruen“
Viele Grüße,
Die Moderation“

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ttip-227.html

„Am 02. Mai 2016 um 15:45 von Moderation
Schließung der Kommentarfunktion
Liebe User,
um Ihre Kommentare zum Thema „TTIPleaks“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschlossen, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren:„http://meta.tagesschau.de/id/111230/ttipleaks-ein-coup-ganz-in-gruen“
Viele Grüße,
Die Moderation“

An Dreistheit nicht zu überbieten aber der Kommentar von Sabine Hackländer „Geleakte TTIP-Dokumente – viel Lärm um nichts“ bzw. „Hört auf, uns für dumm zu verkaufen!“. Eine INSM-*censored* will Viren injizieren zum Befall von Hirnzirrhose, mehr ist dazu nicht zu sagen.
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Maren

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TTIP-Leaks

BeitragDi 3. Mai 2016, 17:50

http://www.tagesschau.de/kommentar/komm ... p-101.html

Rolf-Dieter Krause hält dem Publikum ein Chlorhühnchen vor die Nase und versteckt augenblinzelnd den Investorenschutz sowie die Schiedsgerichte. Reife Leistung eines Propagandisten der marktorientierten „Demokratie“.

„Tarifverhandlungen finden auch nicht vor laufenden Kameras statt.“
– Schon mal dran gedacht, daß das Ergebnis von Tarifverhandlungen sich einer Urabstimmung stellen müssen? Daß sie einen zeitlichen Gültigkeitsrahmen haben, also gekündigt werden können?

„Dann werden diese Standards zwischen Amerika und Asien gesetzt – und die werden uns dann weniger gefallen.“
– Für den Fall gelten die Standards der EU auf ihrem Gebiet weiter, werter Flachdenker.

Ist denn niemand in der Lage, diese Gesäßvioline nochmal auf die Schulbank zu setzen zum Erlernen grundlegender Logik?
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Maren

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Schottland

BeitragDo 5. Mai 2016, 13:25

http://www.tagesschau.de/ausland/region ... d-101.html

Wer wohl Schottland annektiert hat im Fall eines Brexit und darauffolgend einer Abstimmung über die Loslösung von Großbritannien? Ist dann Brüssel die Auserkorene oder hat gar der pöse pöse Putin die Finger wie immer und überall drin? Eine Vorschuß-Frage an die ARD, Atai, Lielischkies, Virnich, Hanni Hüsch, schlicht den ganzen Gniffke-Propagandaapparat.
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Maren

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Gefährliche Spiele mit NATO-Propaganda

BeitragFr 6. Mai 2016, 08:23

http://www.tagesschau.de/ausland/russland-nato-101.html

„Dass Russland sonst auch zu militärischen Mitteln greift und Grenzen verrückt, hatte es mit der Eroberung der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim im März 2014 gezeigt.“

Dieser Satz ist nur eine von vielen Zumutungen in diesem Beitrag. Geflissentlich wird unterschlagen, daß Rußland auf einen faschistischen Putsch in Kiew reagiert hat, unterstützt von der CIA, Nuland, Westerwelle, der Konrad-Adenauer-Stiftung u. v. a. Silvia Stöger tut diese Tatsache so ab: „…führt nochmals vor Augen, dass Russland 2014 eine sicherheitspolitische Wende eingeleitet hat, auf den die NATO eine grundlegende und langfristige Antwort geben muss.“ Kurz gesagt, vertauscht sie Ursache und Auswirkung, wirft das in den Pentagon-Propaganda-Mixer und rülpst das Ergebnis unverdaut ins „Neuland“ Merkels.

Wenn das der Beitrag der ARD zum friedlichen Miteinander mit den Völkern ist, wundert Mensch sich, daß er überhaupt noch lebt. In Orwellscher Meisterschaft wird Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bunt durcheinandergewürfelt. Das alles in der offenbaren Andienerei an CIA, NSA, Pentagon und NATO, die Gunstgewerblerinnen alle Ehre erweisen würde. Bezwecken soll die Geschichtsklitterei wohl, daß die Leute, die ohnehin schon besoffen sind von der Kriegshetze der Springer-Medien, noch den letzten Schliff zum Untermenschen-Killer bekommen. Von einem Medium, das seine gesetzlichen Grundlagen wie auch die journalistische Ethik in den Gully gekippt hat, nach außen hin aber eine Hochglanzfassade vorgaukelt. Mit diesem Beitrag hat sich die ARD endgültig als häßliche Hämorrhoide der NATO offenbart.
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Maren

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Nachruf Margot Honnecker

BeitragSa 7. Mai 2016, 11:16

http://www.tagesschau.de/ausland/margot ... r-103.html

„Die dogmatische Sozialistin baute unter anderem das DDR-Einheitsbildungssystem auf und führte den umstrittenen Wehrkundeunterricht mit Ausbildung an der Waffe ein.“

Ob im Nachruf der ARD auf Angie Mutti Merkel dereinst stehen wird „die dogmatische Marktextremistin ersetzte den Souverän durch Monsanto, Nestlé und Philipp Morris im Rahmen ihrer fanatischen TTIP-Einführung…“?
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Re: Der Kommentator

BeitragDo 12. Mai 2016, 08:28

Die Alt- und Neo-Nazis sind wieder mal am Hetzen:

http://www.tagesschau.de/inland/aussenm ... e-105.html
http://www.tagesschau.de/ausland/ukrain ... t-119.html

Atai muß wenigstens einige Wahrheiten via Leserkommentare hinnehmen. Aber dann, oh Wunder:

„Am 11. Mai 2016 um 14:17 von Moderation

Schließung der Kommentarfunktion
Liebe User,
um Ihre Kommentare zum Thema „Ukraine weit entfernt von Waffenruhe“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschlossen, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren:
http://www.tagesschau.de/inland/aussenm ... e-105.html
Viele Grüße
Die Moderation“

Niemand sollte es wundern, wenn ein dritter Beitrag auftaucht, der dann alle Kommentare „bündelt“. Kennt man vom Stierkampf. Der Stier rennt auf das rote Tuch los, der Torero glänzt mit elegant aussehendem Ausweichmanöver. Man kann es auch mit Wellenbrechen durch Mäandern bezeichnen.
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Re: Der Kommentator

BeitragDo 12. Mai 2016, 08:29

http://www.tagesschau.de/ausland/binnen ... e-101.html
„Auch in Afghanistan, der Zentralafrikanischen Republik, Kolumbien, der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria, dem Südsudan und der Ukraine gebe es zahlreiche Binnenflüchtlinge.“

http://www.tagesschau.de/multimedia/bil ... e-149.html
Keine Bilder aus der Ukraine. Was für ein Zufall.

Soll heißen, die umfassende unvoreingenommene Berichterstattung der ARD müßte ja wohl auch auf Fluchtursachen der fliehenden Ukrainer eingehen. Poroschenko eignet sich wohl nicht für derartige PR. Wieder ein Indiz mehr für die Kriegshetze der NATO-Gniffke-Marionetten.
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Korruptionsvorwürfe light

BeitragDo 12. Mai 2016, 11:26

http://www.tagesschau.de/ausland/nato-r ... r-103.html
http://www.tagesschau.de/ausland/brasil ... f-107.html

Zwei Berichte, die laut meta.tagesschau.de gar nicht existieren (und somit auch nicht kommentiert werden können). Unser Leuchtturm der Meinungsfreiheit blinzelt. Mit anderen Worten: Nicht erst seit heute werden Meldungen der Kommentarfunktion vorenthalten. So positiv unvoreingenommen die erste erwähnte Meldung abgefaßt ist, stellt sie dennoch einen diskussionswürdigen Beitrag dar – eben weil die Position der ARD tagtäglich eine andere, nämlich kriegshetzerische Darstellung der NATO-Aktivitäten gegenüber Rußland beinhaltet.

Im zweiten Bericht geht es um die Amtsenthebung Roussefs, die von der ARD (in welchem Auftrag?) derart herbeigeschmiert wird, daß gar mancher auszurutschen droht:

„Rousseff werden eigenmächtige Kreditvergaben und Bilanztricks zur Verschleierung der wahren Haushaltslage vorgeworfen. Rousseff weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem „Putsch“. Sie sei bis zum 31. Dezember 2018 gewählt, einen Rücktritt schließt sie aus. Ihren Vizepräsidenten Temer, der sie nach dem heutigen Votum ersetzen könnte, bezeichnete sie als „illoyalen Verräter“.“

Verschwiegen wird tunlichst, daß Temer bis zum Hals in tatsächlichen Korruptionsvorwürfen steckt, neben denen die Anschuldigungen, die gegen Roussef erhoben werden, wie Marginalien in Angela Merkels Budget-Praxis erscheinen.
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Maren

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Amtsenthebung Roussef

BeitragDo 12. Mai 2016, 14:49

http://www.tagesschau.de/ausland/rousse ... g-101.html

Jetzt ist es also soweit. Und die ARD berichtet – in vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem „Markt“ – nicht über die Tatsache, daß Temer, der die Position Roussefs einnehmen soll, eigentlich gar kein passives Wahlrecht hat aufgrund einer Verurteilung. Das wird still, leise, heimlich unter den Tisch gekehrt, weil es nun ja gar nicht in das Bild der sauberen Marktextremisten paßt.

Thematisiert wird der Sachverhalt hier:

http://www.tagesschau.de/ausland/amtsen ... n-101.html

Aber keine Sorge: Mit einer sorgfältigen Analyse, die den kategorischen Ausschluß Temers aus dem sich ergebenden „Personalkarussell“ bewirken würde, hat auch dieser Smalltalk nichts zu tun. Er orientiert sich im Gegenteil an der Leichtigkeit, die eben mit Karussell assoziiert wird. Infotainment unterster (Gniffke-)Schublade halt.
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WDR-Europaforum 2016

BeitragFr 13. Mai 2016, 10:49

WDR-Europaforum 2016: Die üblichen Unverdächtigen:

Tom Buhrow, Sonia Seymour Mikich, Tina Hassel. Gast: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, Frank-Walter Steinmeier, Witold Jan Waszczykowski, Jean Asselborn, Cem Özdemir, Alexander Graf Lambsdorff, Elmar Brok.
Katja Kipping ist die einzige, die aus der Einheitssoße herausragt.

Nachdem Sonia Seymour Mikich ein Gespräch mit Juncker anmoderiert mit der Ankündigung, gleich unangenehm zu beginnen, darf man Hoffnung hegen. Aber sie gibt dem Vorzeige-Demokraten die Gelegenheit, seine seichten Scherzchen abzusondern, statt auf seine Kern-Aussagen einzugehen. Die da ja bekannterweise lauten „Wenn es ernst wird, mußt du lügen“ bzw. „Wir machen einen Schritt. Wenn sich kein Widerstand regt, machen wir den nächsten. Wenn sich Widerstand regt, legen wir eine Pause ein. Nach einer Zeitlang versuchen wir es erneut.“

Kein Wort auch von der Verantwortung Junckers für die systematische Steuerhinterziehung, die Luxemburg ermöglicht hat. Unter den Umständen, der gegenseitigen Beweihräucherung von schmierigen Journalisten und ebensolchen Politfuzzis bleibt nur der Abschied via Fernbedienung von diesen K-Brocken.
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Revolutionär im Anzug

BeitragSo 15. Mai 2016, 18:52

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/wan ... r-103.html

Jürgen Webermann, ARD-Studio Neu-Delhi hat den Unternehmerverband Indiens als neuen Arbeit“geber“ entdeckt. Das Dumme an der Angelegenheit ist, daß dadurch die Zwangsgebühr nicht gemindert wird. Die Lobhudelei auf einen „Revolutionär im Anzug“ wird volle Kanne vom staunenden Publikum bezahlt. Was der Table-Dancer nebenbei einstreicht, geht wohl auf Kosten der indischen INSM. Es mag das Geheimnis dessen bleiben, der sich hier so willig prostituiert. Man wird das Gefühl nicht los, daß der kapitalistische Rollback zurückgeht auf die Ostindien-Kompanie, würzig vermischt mit Feudalismus und einer Hetzerei gegen Sozialismus, wo gar keiner war:

„…Seine Geschichte beginnt im Indien Anfang der 90er-Jahre, als sich das Land wirtschaftlich im Tiefschlaf befand. Ein sozialistisches, bürokratisches Monstrum.“

Herzlich willkommen bei einer Stunde Geschichtsklitterung der ARD, ganz grob durchsetzt mit den idiotischesten Nebenhieben auf den Sozialismus!

„Seine Idee: Wenn in den USA Nacht war, konnten seine Leute in Indien arbeiten. Sein Team bestand aus hungrigen und jungen Mitarbeitern. Roy schaffte es trotz aller Bürokratie, amerikanische Computer zu besorgen und legte los: „Wir haben 18 Stunden pro Tag gearbeitet. Es war so ein Rausch. So eine Riesenchance. Alle lieben Dich, Deine Angestellten, Dein Boss in Amerika, Deine Firma. Alles Gute dieser Welt kam einfach zu uns, Boni, dicke Autos, teure Urlaube. Alles. Die Eltern meiner Mitarbeiter hatten noch nie ein Flugzeug gesehen. Und wir schickten diese Kids nach Australien zur Fortbildung. Sie waren Helden.“

Man beachte die besitzanzeigenden Fürwörter. Der Mann hat am Feudalismus nicht das geringste auszusetzen gehabt. Und auf Ideen wie Brechts Fragen eines lesenden Arbeiters darf man ja gar nicht kommen, wenn man gegen ein „sozialistisches, bürokratisches Monstrum“ anschreibt.

Aber da, sapperlot: „1991 hatte die Regierung in Indien entscheidende Reformen auf den Weg gebracht, um das Land zu öffnen. Fortan war es einfacher, hier zu wirtschaften.“ Der „Revolutionär im Anzug“ war gar nicht so allein? Wie revolutionär ist das denn? Was hat er denn wirklich geleistet, der „Revolutionär im Anzug“? Offenbar einen Kampf ausgetragen um funktionierende Telefonverbindungen. Wie aus dem Artikel hervorgeht, mit Unterstützung der indischen Regierung. Die polemische Frage drängt sich auf, ob diese Regierung zunächst eine Satelliten-Regierung der Sowjets wegputschen mußte oder gar Maoisten in ihrem heroischen Kampf gegen „ein sozialistisches, bürokratisches Monstrum.“

Was also hat der „Revolutionär im Anzug“ nun wirklich gemacht, daß Webermann ihm so huldigt? Das Telefon hat er nicht erfunden, soviel steht fest seit Alexander Graham Bell. Call Center hat er bestenfalls kopiert. Bleibt noch der „Rausch“, seine Landsleute bis aufs Hemd auszuplündern: „Wir haben 18 Stunden pro Tag gearbeitet.“ Man staunt doch immer wieder, wie schnell so ein „Wir“ hingesudelt wird ohne jeden tiefer schürfenden Gedanken. Bei allem fehlenden Respekt darf Mensch noch immer die Frage stellen, ob nicht doch ein Koch oder ein anderer „dienstbarer Geist“, um beim Prostitutionsvokabular zu bleiben, in der Nähe dieses rührigen Revolutionärs zugange war.

Webermann nähert sich dem Ende seines Lobgesangs: “ Durch seine Ideen wurde Roy reich. Aber er ist noch lange nicht fertig mit seinem ganz persönlichen ökonomischen Feldzug. Er hat eine eigene Firma gegründet und nach eigenen Angaben bereits 50 Büros in ländlichen Regionen eröffnet. In vielen indischen Provinzstädten gibt es inzwischen verlässlich Internet. Auch dort wartet eine junge, bildungshungrige Bevölkerung auf Fortschritt und Wohlstand. Roy sagt, das sei der ideale Nährboden für die nächste Revolution.“ – Das läßt Mensch wiederholt leicht ratlos zurück. Hat Roy persönlich das Internet installiert? Hat er dafür gesorgt, daß „eine junge, bildungshungrige Bevölkerung auf Fortschritt und Wohlstand“ wartet, Einsatz rund um die Uhr in einem Projekt ähnlich wie Lebensborn?

Wie auch immer: „Am Ende des Gesprächs nippt er kurz an seinem Wasser. Die Erinnerungen an die große Pionierzeit haben ihm Tränen in die Augen getrieben.“ Ja, da können einem die Tränen kommen. Für diesen Schwachfug entrichtet der Bürger Zwangsabgaben. Ein Schmarotzer schmiert über einen anderen Schmarotzer eine Lobeshymne zusammen, der Kapitalismus in seiner unendlichen Größe und Güte wird auf den Sockel gestellt, von dem „ein sozialistisches, bürokratisches Monstrum“ gekippt wurde. Der Durchschnittsmensch ist dankbar für diese umfassende Aufklärung und rüstet sich für den nächsten Tag der Maloche. Denn so Typen wie Roy oder Webermann müssen doch auch morgen noch durchgefüttert werden.
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Kapitalismus in Indien II

BeitragDi 17. Mai 2016, 08:02

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/indien-339.html

So geht es lustig weieieiter…
Jürgen Webermann, ARD-Studio Neu-Delhi, strickt an der Story des Jahrtausends. „Kalpana Saroj ist der wahre „Slumdog Millionaire“ Indiens. In die unterste Kaste geboren, schaffte sie den Aufstieg zur erfolgreichen Unternehmerin.“

– Sie hat dabei zwar nicht die Kasten abgeschafft. Aber die Kopie des Weges des amerikanischen Tellerwäschers zum Millionär mit Hilfe des indischen Staates in Mumbai hat sie elegant hingelegt. Kompliment. Nur, abgesehen von der Konkurrenz der indischen Mafia, was ist Besonderes an Spekulationsgewinnen?

„Als Indiens Regierung 1991 die Wirtschaft des Landes öffnete, begann Mumbai, sich rasant zu verändern. Viele Banken wurden hier gegründet, westliche Firmen kamen in die Stadt. Die Immobilienpreise schossen in astronomische Höhen. In diesem Klima bot sich ausgerechnet Kalpana plötzlich eine einzigartige Chance. Es ging um ein Stück Land, in zentraler Lage: „Das Grundstück war noch Gegenstand eines Gerichtsprozesses, was die Sache extrem kompliziert machte. Deshalb habe ich es auch so unglaublich billig bekommen“, erzählt sie.

„Ich musste dafür sorgen, dass es am Ende auf meinen Namen überschrieben wurde. Durch meine Arbeit für den Slum kannte ich alle Bürokraten. Und ich hatte genug Geduld. Es dauerte sehr lange, aber am Ende hatte ich alle Genehmigungen.“ In Mumbai regierte der Wildwest-Kapitalismus: Korruption, Gewalt, Mafia.“

– Immerhin mußte die Vorzeige-Kapitalistin nicht auf die Methoden ihrer Umgebung zurückgreifen. Ein Grundbucheintrag, und der Käse war gegessen. Wird hier zumindest versichert. Wer sollte an Onkel Jürgens Gute-Nacht-Geschichte aus dem Märchenbuch des Kapitalismus zweifeln?

„Auch wenn Kalpana heute Goldringe, teure Ketten und edle Kleider trägt, wirkt sie schüchtern. Dabei ist ihre Erfolgsgeschichte noch lange nicht zu Ende. 2001 übernahm sie einen metallverarbeitenden Betrieb namens Kamani Tubes, der damals vor der Pleite stand. Heute ist Kamani Tubes 100 Millionen Dollar wert.

„Indiens größter Unternehmer, Ratan Tata, arbeitet mit uns zusammen. Die Motorradhelme, die er von uns kauft, werden zum Beispiel von Dalits in Neu-Delhi hergestellt“, berichtet Kalpana. „Wir haben gerade wieder einen neuen Millionenauftrag erhalten. In der Stadt Pune bauen Dalits Teile für Tatas Autos. Für ein gutes Produkt spielt die Kaste keine Rolle.“ „…Kalpana gehört eigentlich zur Kaste der Dalits, die früher Unberührbare hießen. Kasten sind traditionelle soziale Gruppen, die Indiens Gesellschaft immer noch prägen. Dalits stehen in der Hierarchie ganz unten. Viele säubern bis heute Latrinen oder räumen den Müll weg.“

Na wenn sich da nicht ein Kreis schließt! Ihre eigene Kaste hat Kalpana nicht restlos befreit. Würde sich wohl auch negativ auf die Lohnkosten auswirken, nebenbei bemerkt. Nichtsdestotrotz dürfen sich die Latrinen-Spezialisten um die Produktion von Motorradhelmen kümmern. Dabei können zwar keine Spekulationsgewinne erzielt werden. Natürlich ist jedem Kapitalisten der Schwachsinn geläufig, der hinter der Floskel „Konkurrenz belebt das Geschäft“ steht. Deshalb werden Überkapazitäten aufgekauft, um sie stillzulegen. Im Fall der Gegenwehr ist natürlich auch ein kleiner Krieg nicht ausgeschlossen. Soviel zu Kalpanas vermutlichen Überlegungen.

Aber um auf die Latrinen-Fachleute zurückzukommen: In ihrer neuen Funktion dürfen sie sich um den Schutz der Köpfe verdient machen. Und so mancher Kopf hat mehr mit Latrinen zu tun, als man so oberflächlich ahnt. In dem Sinn: Steig auf deinen Feuerstuhl, Jürgen Webermann. Vergiß den Helm nicht. Wäre schade, könnte man in Zukunft nichts Kloakenhaftes aus Neu-Delhi mehr vernehmen.
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Brasilien: Sparkurs ohne Rücksicht

BeitragMi 18. Mai 2016, 21:41

http://www.tagesschau.de/ausland/brasil ... t-101.html

Wenn sonst nichts stimmt – der Titel reißt es raus:

„Sparkurs ohne Rücksicht“

Von diplomatisch bis Einschleimerei reicht dann die Wortwahl des ersten Absatzes:

„Nach der Suspendierung von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff will ihr vorläufiger Nachfolger die Wirtschaft wieder ankurbeln. Übergangspräsident Temer plant weitreichende Reformen, um das Land aus der Rezession zu führen.“

Kein Wort über die Wertung der Amtsenthebung Roussefs als Putsch, was ja nicht bloß gefühlsmäßig nachvollziehbar wäre, sondern auch plausibel erscheint. Kein Wort davon, daß Temer aufgrund seiner Verwicklung in korrupte Machenschaften für acht Jahre kein politisches Mandat anstreben darf. Stattdessen die neo-con-lib-Standard-Gebetsmühle:

“Der 75-Jährige Interimspräsident Michel Temer verliert keine Zeit. Und ein Problem will er sofort lösen: „Es muss darum gehen, die Fundamente der brasilianischen Wirtschaft wieder aufzubauen.“ Eine Einschätzung, die viele Brasilianer teilen.“

Wobei dann eine Quantifizierung im Nebulösen verbleibt. Aber natürlich stimmt: Wenn die oberen Zehntausend eine Einschätzung teilen, dann sind das, klar, viele.

Danach eine ungeheuer sensible und noch vorsichtigere Annäherung an die Realitäten:

„Auch wenn Präsidentin Dilma Rousseff FORMALJURISTISCH wegen MÖGLICHER Haushaltsmanipulationen zunächst für 180 Tage suspendiert wurde – es war vor allem die schlechte Wirtschaftslage des Landes, die viele Abgeordnete dazu brachte, sie zu stürzen.“

Hier wächst der Wunsch, dem Schmierer dieses Artikels ins Stammbuch zu schreiben, daß es doch eher die Politik Roussefs war, die zu ihrem Sturz führte. Wieviel nun der Wirtschaftslage zuzuschreiben ist und woher diese rührt, belassen wir großzügig dem Bereich der Spekulation und der Verschwörungstheorien. Nicht ohne danach zu fragen, wie die dazugehörende VerschwörungsPRAXIS aussieht.

Ohne Erläuterung kommt der Autor bei der folgenden Passage aus:

„Dazu kommen ein chaotisches Gesundheitssystem…“

Woher die Klassifizierung „chaotisch“? Rührt die daher, daß die Bevölkerung nichts zu berappen hat wie z. B. in den schönsten Tagen Großbritanniens? Oder zahlt sich der Kranke dumm und dämlich aufgrund raffgieriger Ärzte oder Pharmakonzerne? Der Autor legt aufgrund seiner seichten Neo-lib-con-Aussagen die Vermutung nahe, daß es sich wohl um ein dem National Health Service ähnliches System handelt. Denn dort ergeben sich die wenigsten Möglichkeiten der Abzocke und der Korruption.

Devot fährt der Autor gegenüber dem Korruptions-Experten Temer fort:

„Interimspräsident Temer will einen Kurswechsel. Und Henrique Meirelles soll ihn als neuer Wirtschaftsminister dirigieren. Seiner Meinung nach ist die brasilianische Gesellschaft bereit, wichtige Einschnitte zu akzeptieren. „Die Menschen wissen, so wie bisher kann es nicht weiter gehen.“

„Interimspräsident“ klingt doch viel kultivierter als die Erklärung, daß diesem Mann aufgrund seiner Korruptionsaffären acht Jahre jegliche politische Mandatsausübung verwehrt ist. Das ist kein Journalist, der so schreibt. Das ist eine Schleimschote, wo immer ihr auch die Haut aufliegt.

„Meirelles genießt als Finanzfachmann einen hervorragenden Ruf in Brasilien, auch international. Unter Präsident Lula da Silva war er lange Jahre Zentralbankchef. Er gilt als Verfechter einer konservativen Finanzpolitik. Nun muss Meirelles den Brasilianern die angedachten Kürzungen schmackhaft machen. Das Haushaltsdefizit bereitet ihm dabei das größte Kopfzerbrechen, vor allem die hohen Rentenausgaben. „Es ist offensichtlich, dass das Rentensystem reformiert werden muss.“ Und wichtiger als die Fragen nach persönlicher Verdiensthöhe und Renteneintrittsalter sei doch: „Bekomme ich mein Geld sicher?“ Dass es neben einer Rentenreform auch Steuererhöhungen geben wird, ist so gut wie sicher. Zudem erhofft sich die Regierung Einnahmen durch Privatisierungen. Konzessionen für Flughäfen, Autobahnen und Häfen sollen schon bald zum Verkauf stehen.“

Na halleluja! Endlich angekommen in der Kurve der neoliberalen Gebetsmühlen! Griechenland läßt grüßen mit allem Drum und Dran. Vor allen Dingen wohl auch die Selbstmordrate. Erstaunlich, was Schmierfinken dieses Kalibers für erstrebenswert erachten. Von der Wirksamkeit der empfohlenen Maßnahmen erst mal gar nicht zu reden.

Zum Schluß dann doch noch eine Haarnadelkurve mit Suizid-Potential:

„Interimspräsident Temer traf sich bereits mit den Gewerkschaften. Eine Übereinkunft mit ihnen ist eine wichtige Voraussetzung für den Reformkurs. Temer hat bei all dem einen großen Vorteil: Er kann seinen Sparkurs weitgehend ohne Rücksicht umsetzen. Er selbst werde nicht als nächster Präsident kandidieren, verkündete er bereits.“

Wie nett doch „Reformkurs“ klingt! Das liegt in der Qualität der Wortwahl ziemlich nahe an „alte Zöpfe abschneiden“. Wenn auch das Skalpieren des Untermenschen, weltweit, damit gemeint ist. Und erneut fehlt der Hinweis, daß Temer überhaupt nicht kandidieren DARF.

Julio Segador, der Autor des Berichts, ist offensichtlich nichts zu peinlich in seiner Andienerei an die Oberschicht der Korruption, der CIA-Dunstkreise, der Diktatoren dieser Welt. Eine Schleimschote, wie schon erwähnt.
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ARD am Sonntag

BeitragSo 29. Mai 2016, 14:56

Einige Minuten ARD am Sonntag: Zuerst springt die alternativlose marktorientierte Hirnlosigkeit in Form von Stefan Mross dem Publikum ins Gesicht und bei einem guten Teil desselben läuft eine eingespielte Routine ab: Er dreht dem Kulturbeauftragten der ARD erstmal den Ton ab, damit es mit den Allergiereaktionen nicht allzu toll wird. Ein Blick auf die Uhr läßt Mensch hoffen, die Zeit bis zur Tagesschau einigermaßen unbeschadet zu überstehen.

Die Nachrichten haben mit der Zeit ein dickes Fell erzeugt. Ob Golineh Atai oder Rolf-Dieter Krause – diese personifizierten Abhärtungsprogramme bezüglich Wahrheitsverdrehung und NATO/EU/Pentagon-Propaganda steckt man mit links weg.

Aber dann die Konfrontation mit der ersten Meldung. Merkel und Hollande „gedenken der toten deutschen Soldaten von Verdun“. Das verwirrt etwas. Sind dort keine Franzosen gefallen? Erst ein wenig Nachhaken bringt Licht ins Dunkel. Die Inszenierung fand auf dem Friedhof der deutschen Gefallenen statt. Läßt die Frage auf dem Schlachtfeld der Propaganda zurück, weshalb die Zeremonie nicht vor dem Beinhaus von Douaumont stattfand.

Schließlich der Hinweis der ARD auf ein ARD-Spezial „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Da reichts. Denn von Urkatastrophe zu schwurbeln, wo es um nationale und wirtschaftliche Interessenvertretung der perversesten Art geht, das kann nur Gniffkes Infotainment-Truppe einfallen. Speziell, wenn im Osten Europas u. a. deutsche Soldaten an den Grenzen Rußlands stehen. Und sich die Bezeichnung Unternehmen Barbarossa 2.0 geradezu aufdrängt.
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Re: Der Kommentator

BeitragSa 4. Jun 2016, 16:13

Ist zwar schon einige Tage her. Dennoch:

Gauland/Boateng: Wem kommts zugute?

Von Fall zu Fall ist es höchst erstaunlich, aus welchen Alltäglichkeiten die Schlagzeile des Tages zusammengebastelt wird. Wird dem Durchschnittsmenschen die Frage gestellt, in welcher Nachbarschaft er gerne wohnen möchte, kommen die unterschiedlichsten Antworten heraus. Mir wäre es beispielsweise unangenehm, meine nächste Adresse von einem aufgeblasenen Steuerschwindler wie Uli Hoeneß besetzt zu wissen, einem Schmuggler wie Karlheinz Rummenigge oder einem Steuerflüchtling wie Franz Beckenbauer oder auch Michael Schumacher. Wenn es dann um politische Auswahlkriterien ginge, wäre Merkel, Gabriel, kurz, das GroKo-Gesockse letzte Wahl, getoppt von Gauland, Marktpriester Gauck oder Petry.

Wohlfühlen würde ich mich ohne Zweifel in einem Viertel, in dem sich Lafontaine, Wagenknecht, Jutta Ditfurth, Rainer Trampert sowie der eine oder andere Grünen-Politiker niederließen. Vorausgesetzt, sie haben nicht so elegant die Kurve der Anpassung bis hin zur Kriegspartei oder Verfassungsschutz-Kollaboration wie Joschka Fischer bzw. Marie-Luise Beck genommen. Oder gar der Verschrotter der Sozialprinzipien, Oswald Metzger. Dann noch Menschen wie bspw. Michael Lüders, Gabriele Krone-Schmalz, Georg Schramm und Volker Pispers, der Soziologe Jean Ziegler… – mein Viertel wäre perfekt.

Man kann es also als legitim und durchaus üblich finden, eine Nachbarschaft zu favorisieren oder abzulehnen. Wird als Grund der Ablehnung allerdings die Hautfarbe angegeben, ist das Rassismus. Sich darüber allerdings aufzuregen, ist scheinheilig wie Gabriel, Merkel oder Gauck. Rassismus gehört zu Deutschland wie Sozialdarwinismus oder der Ku Klux Klan zu den Südstaaten der USA. Mir gellt es noch in den Ohren, wie mich mein Vater aufforderte, die „Negermusik“ im Radio zu beenden. Die einen oder anderen Sprüche am Stammtisch legen davon ebenfalls beredtes Zeugnis ab. Der wieder erstarkende Nationalismus ist außerdem kein Jota besser als eben der Rassismus. Wer vertritt, daß Griechenland, Spanien oder Frankreich gefälligst den deutschen Weg der Haushaltsgestaltung und der Arbeitsmarktpolitik zu gehen haben, hat das Recht verwirkt, sich über die Äußerungen Gaulands zu Boateng den Mund zu verreissen.

Nach diesen Überlegungen erhebt sich die Frage, wem diese Diskussion nützt. Zweifellos zählt die AfD zu den Gewinnern. Reichliche Aufmerksamkeit durch die Äußerung Gaulands wie auch die darauf folgende Entschuldigung durch Petry. Gewonnen haben auch die Spinner, die an der „Querfront“-Theorie herumschrauben mit den abenteuerlichsten Unterstellungen. Oberflächlich haben auch die Medien zu den Nutznießern gezählt; aber eben nur oberflächlich. Denn wer „Rassismus!“ schreit anläßlich einer Alltagserscheinung und darüber hinaus den erwähnten Nationalismus kaschiert, arbeitet durch die Lenkung der Aufmerksamkeit der AfD zu. Nebeneffekt, wie bereits angetönt, ist der Gewöhnungseffekt an die Mainstream-Themen „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ oder auch die Hinnahme des Unternehmens „Barbarossa 2.0“, das zurzeit die Generalprobe an der russischen Grenze absolviert. Hier lassen die Medien die Hosen herunter und signalisieren, welchen politischen Strömungen sie Vorrang einräumen. Der breitgetretenen „Mitte“, die nichts anderes ist als schlicht rechts wie auch der extremen Rechten klassischen Zuschnitts.
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Re: Der Kommentator

BeitragSo 5. Jun 2016, 21:58

Bedingungsloses Grundeinkommen und die Spezialisten auf dem Gebiet „anstrengungsloser Wohlstand“

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vol ... z-103.html

Gleich zu Anfang wird dagegen angetrommelt von Frank Aischmann, ARD-Hauptstadtstudio:

„Auch in Deutschland gibt es Initiativen und Befürworter für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Sie fordern 1000 Euro für alle, jeden Monat. Aber wer würde dann noch arbeiten – und warum? So einfach ist die Idee und so unabsehbar sind die möglichen Konsequenzen.“


Der Mann hat noch nie was von der Reichtumsuhr hören wollen. Obwohl die umfassende Berichterstattung – Verpflichtung aus dem Rundfunk-Staatsvertrag – eine Mit-Berücksichtigung dieses Teils der Wirklichkeit und speziell dieses Problemkreises erfordern würde. Soll aber auch recht sein. So kann man sich wenigstens auf Manipulation und Propaganda auf Teufel komm raus der INSM einstellen. Und siehe da:

„Um 2500 Franken pro Monat geht es in der Schweiz, um etwa 1000 Euro in Deutschland. „Aber wenn ich mein Geld Monat für Monat einfach so bekomme, gehe ich dann überhaupt noch arbeiten ?“, fragt CDU-Politiker Michael Fuchs. Er befürchtet: „Der Mensch richtet sich doch danach, wie er es am bequemsten hat. Wenn ich mit Nicht-Arbeiten 2000 bis 3000 Euro netto habe, dann werde ich mich halt auch eben nicht engagieren.“

Fuchs läßt hier einen tiefen Einblick zu in unternehmerische Mathematik. Aus 1000 € werden 2000 bis 3000. Da muß irgend was in seinem Hirn einen Knoten verursacht haben. War es die wundersame Vermehrung von Nahrungsmitteln? Jene Wundertat von Jesus von Nazareth, dem er, etwa, vierteljährlich in den Rücken fällt mit seinen verkaufsoffenen Sonntagen? Oder doch die Hebelchen aus der Finanzwelt, die aus minimalen Kleckerbeträgen Riesensummen zaubern?

Überhaupt: Michael Fuchs –

„Michael Fuchs teilte Anfang 2012 mit, sechs Beiratsmitgliedschaften (wovon zwei bereits beendet sind), zwei Aufsichtsratsmandate, eine Beratertätigkeit, drei Unternehmensbeteiligungen innezuhaben und zwölf Honorarvorträge gehalten zu haben.

Seit Mitte der 90er Jahre ist Fuchs außerdem Vorstandsmitglied im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Vorsitzender im Taiwan-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Vorstandsmitglied in der German Chamber of Commerce (GCC) in Hongkong, die Vertretung für deutsche Unternehmen in der Region, sowie Ehrenpräsident im Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels. Diese Mitgliedschaften teilte er dem Bundestagspräsidenten zunächst nicht mit, hat diese aber inzwischen nachgemeldet.[1]

2009 wurde bekannt, dass Fuchs Mitglied im Beirat der Politikberatungsfirma PKS Wirtschafts- und Politikberatungs GmbH ist. Diese Tätigkeit gab Fuchs bei der Bundestagsverwaltung nicht an. Laut dieser habe er zwar mitgeteilt, dass er für das Unternehmen tätig geworden sei, eine Beiratsmitgliedschaft sei jedoch nicht erkennbar gewesen.[2]

Im Zuge der Debatte um Nebeneinkünfte von Abgeordneten sprach sich Fuchs im Oktober 2012 gegen eine Veröffentlichung konkreter Zahlen aus. Er könne sich höchstens vorstellen, „dass wir die gegenwärtige Transparenzregelung um einige Stufen ergänzen“. Derzeit (Oktober 2012) liegt die höchste Stufe bei 7000 Euro. Kritiker hatten zuvor moniert, dass dieses Verfahren viel zu ungenau sei, da Nebeneinkommen, die deutlich über diesem Betrag liegen, so nur unzureichend erfasst würden. Fuchs liegt laut Spiegel auf Platz 10 der Abgeordneten mit den höchsten Nebeneinkünften. Demnach nahm er die letzten drei Jahre jeweils mindestens 100.000 Euro neben seinem Abgeordnetensalär ein, 2011 lag sein Nebeneinkommen bei mindestens 155.000 Euro.[3][4][5]

Im Januar 2013 berichtete der Stern mit Verweis auf abgeordnetenwatch.de, Fuchs habe jahrelang falsche Angaben zu einer Nebentätigkeit gemacht, für die er Honorare im Wert von mindestens 57.000 Euro erhalten habe. Demnach hielt Fuchs seit 2008 über 13 Vorträge für die britische Beratungsfirma Hakluyt & Company, deren Tätigkeitsbereich u. a. Spionage umfassen soll.[6] Nachgewiesen ist bisher eine Ausspionierung der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Auf der Website des Bundestages war allerdings fälschlich die geographische Hakluyt Society angegeben. Fuchs betonte, er habe korrekte Angaben zu seiner Nebentätigkeit gemacht; die Bundestagsverwaltung sagte dagegen aus, er habe „Hakluyt“ angegeben und „einmal auch“ von „Hakluyt & Co“ gesprochen.[7]

Zudem behält sich Fuchs rechtliche Schritte gegen Abgeordnetenwatch und im gleichen Zusammenhang auch Netzpolitik.org[8] vor, er habe sich nach eigenen Angaben „nichts zuschulden kommen lassen“. Egal ob er selbst einen Vortrag halte oder nicht, fahre er einmal im Quartal zu den Treffen der Gesellschaft, die ein sehr interessantes, internationales Netzwerk sei, denn dies bereite ihm einen „Riesenspaß“. Zweifel an der Seriosität des Unternehmens hätte er nicht. „Mit dem operativen Geschäft der Firma habe ich nichts zu tun und auch gar kein Interesse daran“, so Fuchs.[9] Im Moment geht Michael Fuchs gegen Abgeordnetenwatch vor.[10]“ (Wikipedia)

Wer wäre berufener, ein bedingungsloses Einkommen zu beurteilen? Ein Hartz-IV-Bezieher muß vor den Ämtern einen finanziellen Striptease hinlegen, der jegliche erotische Phantasie im Keim erstickt. Die einkommenstechnische Transparenz des Herrn Fuchs dagegen erfordert den Kryptonblick Supermanns. Was bloß die legalen Mittel zur Bereicherung dieses sauberen Herren angeht, davon könnte man in Summe eine stattliche Truppe von Habenichtsen in einen bescheidenen Wohlstand versetzen. Von den illegalen wollen wir nicht anfangen. Wie beobachtet, ist der Herr da empfindlich.

Wie verblassend aber ist gegen diese Argumente die folgende Sichtweise:

„Als bekanntester Kämpfer für das bedingungslose Grundeinkommen erklärt Götz Werner, Chef der Drogeriekette dm, das Konzept so: „Das Grundeinkommen muss so hoch sein, dass man davon bescheiden, aber menschenwürdig leben kann. Von dieser Plattform aus kann man dann tätig werden in der Gesellschaft, ohne Risiko. Man kann sich immer wieder darauf zurückziehen.““

Aber keine Bange. Menschen, die solchen und ähnlichen Gedanken anhängen, wird in dem Bericht nur der Bruchteil des Platzes eingeräumt wie den edlen Rittern, die dem ungehemmten Kapitalismus das Wort reden. Vielleicht liegt es daran, daß das Publikum „anstrengungslosen Wohlstand“ und „spätrömische Dekadenz“ eher bei den Referenten für 10.000 € pro Vortrag vermutet als bei Beinahe-Obdachlosen. Solchen Tendenzen gilt es natürlich entgegenzuwirken. Schließlich sind in den letzten Monaten auch die Steuerhinterzieher mehr in Verruf geraten als 1-€-Jobber. Von den Journalisten ganz zu schweigen, die für eine Möhre vor der Nase ihre Klasse verraten. Oder schon schlicht zum Eigentum der INSM zählen.
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Re: Der Kommentator

BeitragSa 11. Jun 2016, 19:21

http://www.tagesschau.de/ausland/erdoga ... g-101.html

Nach der Titelzeile „Boulevardblätter hetzen gegen Deutschland“ hätte ich gerne Leserkommentare gesehen wie „Da haben die Türken aber tüchtig gelernt von der BLUT-Zeitung“ oder „Das kenne ich eigenltich nur anders rum“, aber siehe da:

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Das Leuchtfeuer der Meinungsfreiheit verglüht in der Aufopferung zugunsten Gniffkes Prioritätenliste. Sparen, sparen, sparen. Vor allen Dingen mit der Wahrheit und Meinungen, die sich nicht in die Welt der NATO, EU und INSM einfügen lassen.
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Lobbyisten und Vietnamkriegsgegner

BeitragSa 11. Jun 2016, 19:28

Lobbyisten und Vietnamkriegsgegner

Im ARD-Teletext stand die Meldung an erster Stelle. Ein Lobbyistenregister wird es aufgrund der Koalitionsmehrheit nicht geben. „Der Unionsabgeordnete Uhl warnte vor einer ‚Diskriminierung und Stigmatisierung‘ von Interessenvertretern“, so der Kernsatz der Meldung im Teletext. Nur merkwürdig, daß weder die Tagesschau in der Hauptsendung um 20 Uhr noch die heute-Sendung um 19 Uhr diese Nachricht mit keiner Silbe erwähnt. Eineinhalb Stunden öffentlich-rechtliche Information ohne einen durchaus wichtigen Punkt.

Dann wird über Muhammad Alis Beerdigung parliert. Anders kann man es nicht nennen, wenn ein entscheidender Aspekt seines Verhaltens einfach unter den Teppich gekehrt wird. Mit keinem Wort wird darauf eingegangen, daß Ali Kriegsdienstverweigerer und entschiedener Gegner des Vietnam-Krieges war.

Zwei Highlights des zwangsfinanzierten Infotainments, glücklicherweise rauszensiert von den Fetischisten der INSM und NATO, lautlos den Rundfunk-Staatsvertrag auf dem Altar der marktorientierten „Demokratie“ und der transatlantischen Freundschaft geschächtet.

Wie war das noch? Man kann gar nicht so viel essen… – ja, jetzt erinnere ich mich wieder.
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