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Der Kommentator

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Maren

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Der Kommentator zu Romanns Meinung über Junckers Coup

Beitrag26. Juli 2018, 20:35

Junckers Coup

http://www.tagesschau.de/kommentar/komm ... t-101.html

„Und doch ist es dem alten Polit-Fuchs mit Disziplin und Geschick gelungen, die wandelnde Zeitbombe Donald Trump zu entschärfen und einen unsinnigen und selbstzerstörerischen Handelskrieg, inklusive schmerzhafter Autozölle, in letzter Minute abzuwenden. Mission erfüllt – für dieses Mal zumindest.“[/i

[i]– „Dass der US-Präsident nun mit den Europäern über eine abgespeckte Version eben jenes Freihandelsabkommens sprechen will, das er zu Beginn seiner Amtszeit mit viel Theaterdonner in die Tonne gehauen hat, entbehrt jedoch nicht einer gewissen Ironie. Es zeigt – und hier kommt das kleine Aber zum Schluss: Im Umgang mit Trump ist jederzeit alles möglich. Passt es ihm in den Kram, ist auch diese Einigung schon übermorgen Makulatur.“


– So gerne das leid tun kann, bei Aktivierung von zwei Gehirnzellen ist das bereits jetzt Makulatur. Denn bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, daß Junckers „Erfolg“ sich auf stilistische Selbstverständlichkeiten beschränkt:

…“Einen ganz speziellen Dank aber hat sich der Trump-Zähmer Juncker für seinen souveränen Auftritt verdient: sowohl zu Beginn, bei der Begrüßung im Oval Office, als auch zum Abschluss, bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.
…Der verschmitzte Seitenblick zu seinen Mitarbeitern, als ihn sein großspuriger Gastgeber als „klugen und zähen“ Verhandlungspartner lobt: nicht mit Geld zu bezahlen! Und am Ende das geistesgegenwärtige Vermeiden der Peinlichkeit, mit Trump händchenhaltend abzugehen. Die Chuzpe muss man erst mal haben!“


Stimmt auffallend. Die Frechheit, Demokratie nach Junckers Gelüste als Erfolg zu verkaufen, darf Holger Romann für sich beanspruchen. Natürlich nicht exklusiv; in Sachen EU-, NATO- und INSM-Propaganda hat Gniffke einen erlesen Haufen um sich geschart.

„…Dass auch die EU Zugeständnisse machen musste, Stichworte Sojabohnen und Flüssiggas, versteht sich von selbst und war mit den Mitgliedsstaaten insgeheim längst abgestimmt.
…Das Angebot aus Brüssel, das offiziell nicht so heißen durfte, lautete: Du überdenkst Deine illegalen Strafzölle auf Stahl und Aluminium und verzichtest auf die ganz große Keule Auto-Zölle. Wir sind im Gegenzug bereit, im Rahmen der WTO-Regeln, über ein Abkommen zur Liberalisierung des gesamten Güterverkehrs zu verhandeln – eine Art TTIP light.“


„Die populistischen Scharfmacher, die Juncker zuletzt so unfair attackiert haben, sollten auf jeden Fall nochmal in sich gehen.“

– Beim Lesen dieses Elaborats der Diktatur des Marktes kann spontan eine andere Forderung Form annehmen. Der „Journalist“, der diesen Erguß verfaßt hat, sollte gemeinsam mit dem „Meister im Schmieden trickreicher Kompromisse“ enteignet und auf Hartz IV gesetzt werden unter Entzug aller bürgerlichen Rechte. Lebenslang. Ohne Rückkehrmöglichkeit. Das wäre „insgeheim längst abgestimmt“ und fände auf der gleichen anmaßenden Grundlage statt wie der Kommentar des Herrn Romann.
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Maren

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Der Kommentator zum Möwenpicker in der BAMS

Beitrag29. Juli 2018, 11:55

http://www.tagesschau.de/inland/lindner ... r-101.html

Der Mövenpicker… In der „Bild am Sonntag“ ausgerechnet kritisiert er, dass völkisches und autoritäres Denken wieder salonfähig werde. Mit einer Handbewegung über die Schulter wird dabei über Bord geworfen, daß seine Partei in maßgeblichen Punkten einen Schulterschluß mit den Wagenburg-Fanatikern praktiziert: Das Brauchbare, Rohstoffe vor allem, laßt rein in die €U, die Menschen sollen an ihren Grenzen ruhig verrecken. Von „Berufsempörten“ und „linken Trollen“ schwadroniert er und reiht sich damit ein in die feine Dealer-Gesellschaft der Trumps, Söders und Junckers, die mit zarten bis klobigen Ausdrücken lügen, daß sich die Balken biegen.

– Schuster, bleib bei deinen Leisten, möchte man dem Insolvenz-Experten und Dressman zurufen.
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Maren

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Der Kommentator zum Spagat der SPD

Beitrag31. Juli 2018, 20:51

http://www.tagesschau.de/inland/andrea- ... d-101.html

„Im Koalitionsvertrag ist die Handschrift der Sozialdemokraten tatsächlich deutlich zu erkennen.“

– „Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haus-
4326 halte – in Stadt und Land gleichermaßen – wird bei Minijobs von Zeitungszustellerin-
4327 nen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Rentenversicherung, den die Arbeitgebe-
4328 rinnen und Arbeitgeber zu tragen haben, befristet für die Dauer von fünf Jahren bis
4329 zum 31. Dezember 2022, von 15 auf 5 Prozent abgesenkt.“ – Koalitionsvertrag, S. 94

Nur ein Beispiel für die Handschrift der Sozialdemokraten. Ein aktiver Beitrag zur Altersarmut. Was die Bagage sonst noch angestellt hat in den ersten 100 Tagen der rosaroten Pippi Langstrumpf, sei der Erinnerung der Leser anheimgestellt.

Ach ja:

„1 Kommentar zur Meldung
von ‚Moderation‘ am 31.07.2018 11:33 Uhr
Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion
Liebe User, leider kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Wir bitten um Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen Die Moderation… „
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Maren

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Re: Der Kommentator

Beitrag18. August 2018, 14:41

http://www.tagesschau.de/kommentar/genua-181.html

„Nur über seine Leiche behalte das Unternehmen seine Konzession, sagt Wirtschaftsminister Giovanni Tria, obwohl die Verträge noch länger als 20 Jahre laufen.“


Nicht eine Überlegung, was ist, wenn der Betreiber seine Aufgaben vernachlässigt hat. Verträge sind einzuhalten, selbst wenn sie mörderisch sind. Nur ein Beispiel der unreflektierten Betrachtung der Fakten. Ich bin nun wirklich kein Freund der rechten Regierungsmitglieder Italiens. Aber was Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Rom, hier veranstaltet, soll er mal mit dem gleichen Maßstab mit Rauten-Mutti oder Pippi-Nahles machen. Ruckzuck hätte er den Persilkarton vor dem Arbeitsplatz. Weil in Gniffkes sauberer Gesellschaft Konzern-Populismus und dessen Statthalter strikten Artenschutz genießen.
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Maren

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Der Kommentator zu schwarzen, magenta und Propaganda-Nullen

Beitrag21. August 2018, 18:46

http://www.tagesschau.de/inland/scholz-209.html
https://www.zdf.de/politik/berlin-direkt/berlin-direkt—sommerinterview-vom-19-august-2018-100.html

Die schwarze Null Olaf Scholz, Pippi-Nahles, Thomas Walde oder die Gniffke-Gang – man weiß wirklich nicht, auf wen man mehr wütend sein soll. Scholz meint offensichtlich allen Ernstes, seine Vorstellungen zur Rente wären fortschrittlich. Was fehlt, ist die Feststellung, woraus die aktuelle Lage der Altersversorgung entstanden ist. Aus dem Paktieren Schröders mit Maschmeyer, Peter Hartz und der Bertelsmann-Stiftung nämlich. Einer Versorgungsinitiative für Milliardäre und ähnliche Schmarotzer ohnegleichen. Was außerdem fehlt, ist ein Blick über die Grenzen zu Österreich, der Schweiz und der Niederlande. Die Unterstützung hierzu leistet die ARD. Durch unterlassene oder verschimmelte Informationen. Als Fazit bleibt ein Schaukampf, bei dem wieder der „kleine Mann“ der Verlierer ist. Unterstützt vom vorauseilenden Gehorsam Gniffkes zur Versicherungswirtschaft.

Von einer anderen Seite her rollt Pippi-Nahles das Geschehen auf. Mut spendet ihr das theaterhafte Verhalten Thomas Waldes, der sich für nichts zu blöd ist, geht es bloß gegen tatsächlich soziale Politik. Es muß nicht erwähnt werden, daß er damit bei der „Parteilinken“ an der richtigen Adresse ist. Da wird die „Aufstehen“-Initiative ungespitzt in den Boden gerammt – Hauptsache, man pinkelt Sahra Wagenknecht ans Bein. Das zieht sich auch durch die Behandlung des „Spurwechsels“ durch Pippi. Nicht ein Gedanke wird verschwendet, weshalb es einen „Facharbeitermangel“ gibt trotz Massenarbeitslosigkeit. Daß sich das Kapital schamlos bedient in den Ost-€U-Ländern mit Sklavenhändlermanieren, interessiert die Frontfrau der asozialdemokratischen Partei nicht mal am Rande.

Garniert wird der Zirkus in zwei Zelten durch die Ignoranz der ARD, die sich von der umfassenden Berichterstattung schon lange abgemeldet hat und den Einwürfen Waldes, die mit einem Interview so viel gemeinsam haben wie Markus Lanz mit politischem Anstand.
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Maren

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Der Kommentator zur Barikadenbraut G. Atai

Beitrag25. August 2018, 17:43

https://www.tagesschau.de/ausland/aserb ... l-101.html

Laut Wikipedia ist Aserbaidschan „durch Korruption unterminiert. Laut Demokratieindex des Economist gehörte Aserbaidschan 2016, wie schon in den Jahren zuvor, zu den autoritären Regimen.“ Über Unparteilichkeit dieser Quelle bitte keine Diskussion.

So weit, so schlecht. Nun kommt aber Golineh Atai:

„Alijews Vater, ein KGB-General, wurde zwei Jahre nach der Unabhängigkeit 1991 Präsident. Sein Sohn ist seit 15 Jahren an der Macht. Im April ließ er sich – in überraschend vorgezogenen Wahlen – erneut wählen, nachdem er seine Amtszeit per Verfassungsänderung auf sieben Jahre verlängert und zuvor Begrenzungen der Amtszeit aufgehoben hatte.“

Wiki hierzu: „Staatsoberhaupt ist der Präsident, der in geheimer, allgemeiner Wahl für die Periode von sieben Jahren gewählt wird.“ – Ja so eine Frechheit. Jetzt ist der in geheimer, allgemeiner Wahl gewählt. Hätte Wiki da nicht vor Veröffentlichung dieses Artikels Golineh Atai konsultieren müssen?

Die Barrikadenbraut lamentiert, daß im Parlament die Opposition nicht vertreten ist. In Wiki ist das nicht überprüfbar. Möglich aber, daß das, sollte es stimmen, auf ein Mehrheitswahlsystem zurückzuführen ist, wie man es aus dem UK kennt. Und die englischen Premierminister sind berüchtigt für ihren autoritären Regierungsstil.

Atai weiter: „Nach Angaben von „Reporter ohne Grenzen“ gehört der Kaukasus-Staat zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Medienschaffenden weltweit: Unter den mehr als 120 politischen Gefangenen sind elf Journalisten und zwei Blogger.“ – Keine Ahnung, wie die absoluten bzw. relativen Zahlen hierzu in der Türkei oder Saudi-Arabien aussehen. Aufkeimen kann aber der Verdacht, daß der Maßstab der „Reporter ohne Grenzen“ entweder unvollständig ist oder willkürlich wacklig gehandhabt wird.

Die ganze Litanei von Atais Beobachtern, Experten und Bloggern sei hier mal außen vor gelassen. Als gegenteiliger Fakt zu diesem Rosinenpicken muß aber erwähnt werden, daß „der Europarat gar einen kritischen Bericht über politische Gefangene des Landes ablehnte.“ Donnerwetter aber auch. Schon wieder Atai nicht kontaktiert.

Ein weiteres kleines Appetithäppchen aus dem ungeheuer objektiven Bericht der Parade-Journalistin: „Noch bevor Angela Merkel die Reise antrat, setzte die aserbaidschanische Führung durch, wer mit ihr mitreisen darf und wer nicht. Sie verweigerte CDU-Politiker Albert Weiler die Einreise, weil Weiler 2014 und 2016 nach Berg-Karabach gereist war, ein zwischen Aserbaidschan und Armenien umstrittenes Gebiet.“ – Es bedarf der Lektüre eines anderen Artikels, um Licht in die Angelegenheit zu bringen: „Er war in der Vergangenheit zweimal in die Region Berg-Karabach gereist, nach Angaben Aserbaidschans ohne die nötigen Genehmigungen.“ (https://www.tagesschau.de/ausland/aserb ... l-103.html) – Die umfassende, unvoreingenommene Berichterstattung läßt grüßen. Weiler, nebenbei, kann anempfohlen werden, was Vergleichbares mit Israel zu probieren. Viel Vergnügen dabei.

Es ist schon erschreckend, unter welch abscheulichen Umständen Journalisten arbeiten müssen. Nach dem, wie Atai Russland und Putin beispielsweise schildert, muß sie seit Jahren schon aus einem Arbeitslager in Sibirien berichten… Äh, halt. Wäre sie nicht viel zu erschöpft nach der täglichen Tortur, um noch einen Satz zu formulieren? – Egal. – Wie kann der geplagten Frau geholfen werden? Vielleicht sollte sie sich mal die Zeit nehmen für einen Wellness-Aufenthalt in Saudi-Arabien. Gniffkes Redaktionsstab hat aus der Ecke nur wenig Negatives zu berichten. Frauenrechte im Aufwind, kaum Zensur… Auf dem Arbeitstisch eines moderaten Rebellen, voll motiviert heimgekehrt aus Syrien… die Kehle lüstern/erwartungsvoll seinem Arbeitsgerät entgegenbeben lassen – das hätte was.
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Maren

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Der Kommentator zum Halbwissen der Medienexperten

Beitrag14. September 2018, 21:12

"https://boerse.ard.de/boersenwissen/boersengeschichte-n/was-wir-aus-der-finanzkrise-lernen-koennen100.html

Angela Göpfert – eine Analphabetin schwingt sich zum Professor auf.

„Gerade in einer Gesellschaft, in welcher der Staat nicht mehr alleine die Altersvorsorge gewährleisten kann, kann das Wissen um die Zyklen an den Aktienmärkten darüber entscheiden, ob man im Alter verarmt oder dank eines über die Jahrzehnte ansehnlich gewachsenen Depots seinen Lebensabend genießen kann.“

44 Wörter in einem Satz. 304 Zeichen und nicht eine einzige popelige Wahrheit. Daß gerade die private Altersvorsorge eine der prominenten Rollen spielte in der Finanzkrise, wird glatt verschwiegen. Und das „Wissen um die Zyklen an den Aktienmärkten“ hat diejenigen nicht vor der Pleite verschont, die bei Lehmann-Aktien Bauchschmerzen bekamen. Weil das Schneeballsystem eine Lawine auslöste. Das unaufhörliche hohle Geschwätz von Vertrauen ist nicht mehr wert als ein Furz im Wald.

„Crashs gehören zur Wirtschaftswelt dazu“ lautet einer der Zwischentitel. Eigenartig, daß das nicht gilt für „systemische Banken“. Eigenartig, daß man nichts erfährt zur Haltung Islands gegenüber deren Banken. Eigenartig, daß lapidar hingerotzt wird, daß „der Staat nicht mehr alleine die Altersvorsorge gewährleisten kann“. Ohne auch nur den Hauch einer Erwähnung von Alternativen – Schweiz oder Österreich z. B.

Göpferts Fazit:
„Doch leider sind Begriffe wie Fonds, Rendite und ETF für die meisten Jugendlichen und leider auch Erwachsenen böhmische Dörfer… Es ist daher dringend erforderlich, dass wir die dritte zentrale Lehre aus der Finanzkrise ziehen und die Kultusministerien der einzelnen Länder Finanzwissen als Schulfach endlich im Lehrplan aufnehmen. Oder anders gefragt: Wie viele Finanz- und Wirtschaftskrisen müssen wir noch erleben, damit sich an Deutschlands Schulen etwas ändert?“

– Da hat sie ausnahmsweise recht. Es ist hoch an der Zeit, politische Ökonomie zu unterrichten. Parallel dazu muß das Wort „Vertrauen“ aus dieser verlogenen Berichterstattung gestrichen werden. Die „leverages“ der Bankster konfisziert und die äquivalenten Hebelchen der Medienwelt ein für allemal eingezogen werden. Auf Nimmerwiedersehen oder -hören, Frau Göpfert."
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