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Beschwerde Antenne Brandenburg

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Beschwerde Antenne Brandenburg

Beitrag20. September 2020, 21:02

Werte Damen und Herren,

in Ihrem Programm behauptete der Moderator am 20.09.2020 um ca. 13.13 Uhr sinngemäß, dass wir ohne einen Impfstoff dem (SARS-Cov-2) Virus "schutzlos ausgeliefert" wären.

Das ist eine (sehr) grobe Irreführung (man könnte es auch dreiste Lüge nennen). Diese in jeder Hinsicht haltlose Behauptung ignoriert vollkommen, dass wir durch unser Immunsystem hervorragend geschützt sind und dass dieser Schutz lediglich bei Personen mit eingeschränktem Immunsystem beeinträchtigt sein kann. Das wird im Übrigen durch sämtliche Statistiken, z.B. des RKI, bestätigt.

Ich verlange Aufklärung, warum Sie bewusst Falschmeldungen verbreiten und Panik schüren! Bitte teilen Sie mir weiterhin mit, wann und in welcher Form Sie Ihre Falschmeldung richtigzustellen gedenken.

Höflich,

Dr. H. Demanowski
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Maren

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Re: Beschwerde Antenne Brandenburg

Beitrag21. September 2020, 20:53

Am 21.09.20, 18:13 schrieb Thomas Vogel

Sehr geehrter Herr Dr. Demanowski,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom Sonntag.
Sie kritisieren eine Moderation in unserem Programm.

Mein Name ist Thomas Vogel. Ich arbeite als Wortchef in der Redaktion von Antenne Brandenburg und möchte zu Ihrer Kritik gern Stellung nehmen.

Ich habe mir die von Ihnen kritisierte Position in unserem Programm noch einmal angehört.
Ich finde Ihre Kritik völlig überzogen und auf beunruhigende Weise wortklauberisch.

Ich sehe es so, wenn der Mensch ist dem Corona-Virus nicht schutzlos ausgeliefert ist, weil er ja ein Immunsystem hat, dann ist der Kopf eines Radfahrers bei einem Sturz dem Asphalt auch nicht schutzlos ausgeliefert, weil er ja einen knöchernen Schädel hat.

Das Corona-Virus stellt eine Gefahr für den Menschen dar. Es ist derzeit nicht diagnostizierbar, wer mehr oder weniger gefährdet ist. Nichts anderes impliziert die Aussage unseres Kollegen in seiner Moderation.

Ich hoffe, dass ich Ihnen unsere Sichtweise darlegen konnte.

Mit freundlichen Grüßen aus der Antenne Brandenburg-Redaktion

Thomas Vogel
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Maren

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Re: Beschwerde Antenne Brandenburg

Beitrag21. September 2020, 20:54

Werter Herr Vogel,

Ihre Nachricht habe ich erhalten. Vielleicht hätten Sie sich zuerst fachlich beraten lassen sollen - dann wäre Ihnen meine Kritik ganz sicher nicht "völlig überzogen und auf beunruhigende Weise wortklauberisch" erschienen. Wobei ich Ihre Beunruhigung durchaus nachvollziehen kann.

Eine Impfung dient nicht dem "Schutz" sondern der Ertüchtigung des vorhandenen Immunsystems, welches diese Ertüchtigung im Falle von SARS-Cov-2 in den allermeisten Fällen (über 90%) allerdings gar nicht braucht. Das können Sie leicht daran erkennen, dass weit über 90% der Infizierten nicht schwer erkranken, bis zu 80% bemerken die Infektion nicht einmal. Bitte vergleichen Sie hierzu die Daten des RKI!

Dem Virus "schutzlos ausgeliefert" zu sein ist also für die überwältigende Mehrheit absolut unzutreffend. Ihr Moderator sprach von "wir" und meinte damit ohne Zweifel uns alle. Das ist "völlig überzogen", nicht die Kritik daran. Wenn Ihr Moderator das gesagt hätte, was er angeblich meinte, nämlich dass "derzeit nicht diagnostizierbar [ist], wer mehr oder weniger gefährdet ist", hätte ich das nicht kritisiert (auch wenn es ebenfalls falsch ist). Bitte vergleichen Sie die zitierte Aussage mit der Behauptung, "wir" seien dem Virus ohne Impfung "schutzlos ausgeliefert" und denken Sie noch einmal darüber nach, ob es "auf beunruhigende Weise wortklauberisch" ist, hier einen kategorischen Unterschied zu sehen. Ganz sicher müssen Sie jetzt selber über Ihren Irrtum lachen!

Unbedarfte Hörer könnten aufgrund solcher Aussagen allerdings glauben, "schutzlos ausgeliefert" in akuter Gefahr zu schweben, was Sie meiner Meinung nach auch erreichen wollten, obwohl das allenfalls für eine kleine Minderheit zutrifft (nämlich für Menschen mit Immunschwächen, denen dann eine Impfung aber auch nicht helfen würde, weil sie eben - anders als impliziert und auch ganz anders als ein Fahrradhelm, den Sie unpassenderweise als Vergleich bemüht haben - keine unabhängige, zusätzliche oder wie auch immer geartete eigene Schutzwirkung entfalten kann). Ihr Fahrradhelm - um das noch abzuschließen - müsste, um mit einer Impfung vergleichbar zu werden, das Wachstum von Schädelknochen, die es davor nur rudimentär gab, unmittelbar auslösen und sich danach (hoffentlich ohne Nebenwirkungen) auflösen.

Ihre Aversion gegenüber mir als kritischem Hörer habe ich unabhängig von den inhaltlichen Aspekten Ihrer Nachricht zur Kenntnis genommen. Ich möchte Ihnen in dieser Hinsicht die einem Dienstleister zukommende Zurückhaltung nahelegen.

Höflich,

Dr. H. Demanowski

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