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Programmbeschwerden zum Programm des DLF

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Programmbeschwerden zum Programm des DLF

Beitrag10. August 2020, 16:21

Herrn
Stefan Raue – Intendant
DLF
Raderberggürtel 40
50968 Köln

Hamburg, 10. August 2020


Programmbeschwerden

Sehr geehrter Herr Raue,

im DLF wurde am 6. und 9. August mit keinem Wort die Hörer informiert, dass der Abwurf der A-Bomben auf Hiroshima und Nagasaki nicht mehr kriegsentscheidend war, dass der Befehl zum Abwurf der zwei A-Bomben vom 33. Präsidenten der USA, Harry S. Truman, von der Potsdamer Konferenz - v. 17.-Juli - 2. August 1945 - erfolgte. Mit dem A-Bomben Abwurf sollte die militärische Stärke der USA dem Teilnehmer der Konferenz Josef Stalin gezeigt werden. Nur Stalin war seit langer Zeit bereits über das US-A-Bombenprojekt informiert. Auch darüber wurden die DLF-Hörer nicht informiert: Nach dem Überfall der Japaner am 7. Dezember 1941 auf US-Marinestützpunkt Pearl Harbor, ein Großteil der US-Pazifik-Flotte wurde vernichtet - wurden alle Japaner die in der Nähe der Pazifikküste lebten interniert, das von Alaska bis nach Chile. Vor diesem Hintergrund hat der Abwurf der zwei A-Bomben auch den Anschein eines US-Rassismus. Sofort nach der Kapitulation Japans reisten US-Militärärzte nach Hiroshima und Nagasaki um die Wirkung des „fall out“ an den Überlebenden des A-Bombenabwurfs für das US-Militär zu dokumentieren.

Jüngster Schwerpunkt der politischen Berichterstattung des DLF ist Belarus. Dazu wurden Interviewpartner, so Christopher Forst von der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD nah) und Marieluise Beck – ihr Ehemann ist Ralf Fücks – beide vom Zentrum Liberale Moderne (der Grünen nah) unterstützt aus Mitteln des Bundes - konnte ihren Antikommunismus und der Geringschätzung des Präsidenten der Belarus, Alexander Lukaschenko, freien Lauf lassen.

Diese Form der Berichterstattung setzte sich heute mit dem Interview von Christopher Frorst – FES (gehört zur Friedrich-Ebert-Stiftung) fort, der nicht aus Belarus, sondern aus Kiew/Ukraine berichtet. Somit eine wirklich sehr nahe Berichterstattung aus Belarus. Der DLF-Moderater Mario Dobovisek die Frage: Was erwarten Sie für die Zukunft des Landes Erwarten Sie eine ähnliche Situation zum Beispiel wie einst in der Ukraine?“ Dann vom DLF-Moderator zu Veränderungen in Belarus seine Feststellung: „Das wird nur mit Gewalt möglich sein.“

In der Nachrichtensendung in der vergangenen Woche wurde im Zusammenhang mit den Unruhen in Beirut von einem Toten Polizisten gesprochen. Nur der Polizist kam durch keine Demonstranten zu Tode, der Mann fiel in einen Fahrstuhlschacht. Dieser Umstand hätte in der Nachrichtensenden genannt werden müssen.

Mit freundlichen Grüßen
xxxxxxxx*

* Der Name des Verfassers der Beschwerde ist dem DLF und uns bekannt.

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