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Die Rechtsecke

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Maren

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Die Rechtsecke

BeitragDi 14. Okt 2014, 10:22

Urteil: Daimler AG muss Ausstrahlung des Bildmaterials hinnehmen, weil die Reportage einem eindeutig überwiegenden öffentlichen Informationsinteresse diene.
http://www.internet-law.de/2014/10/rech ... erden.html

Geschichte: http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/ ... rtage.html
Zur Reportage: http://programm.ard.de/TV/daserste/hung ... 9991990308
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Maren

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Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragFr 24. Okt 2014, 11:42

Fallstudie - Publikumsinklusion bei der Tagesschau

Darstellungsdrang, Langeweile, „Dampf ablassen“ - diese und andere Intentionen werden dem Rezipienten oftmals unterstellt, wenn sie die Angebote zur Publikumsinklusion aktiv wahrnehmen.

Wenn Journalisten/Redakteure häufiger als gewünscht mit negativem Feedback in Kontakt kommen, wie wird dann das Publikumsbild geprägt?

Denken Kommentatoren gelegentlich darüber nach, dass sich auf der Seite des Empfängers (missbilligender) Kommentare Menschen befinden?

Insgesamt sind bei tagesschau.de etwa 35 Multimedia-Assistenten beschäftigt. Pro Schicht ist einer von vier Multimedia-Assistenten ausschließlich mit der Moderation von Kommentaren auf Meta und dem Blog beschäftigt, am Wochenende sind es zwei Personen. Die anderen drei Multimedia-Assistenten bearbeiten Audios, Videos usw. für die Webseite, und sind auch für Aufbereitung der Sendung „100 Sekunden“ zuständig. Eine weitere Aufgabe ist es zu kontrollieren, ob der Multi-Media-Content auf der Seite technisch funktioniert ist, d. h. hier erfolgt die Qualitätskontrolle der Online-Inhalte. Siehe: Seite 25


Wird bei Nichtveröffentlichung von Kommentaren vorschnell von Zensur gesprochen?

Die Anzahl der von den Multimedia-Assistenten zu prüfenden Kommentare beläuft sich im Schnitt auf ca. 1.000 pro Tag. Etwa zwei Drittel davon seien schnell und eindeutig freizuschalten, die restlichen Beiträge werden entweder gar nicht veröffentlicht oder als „grenzwertige“ Kommentare mit anderen Multimedia-Assistenten oder dem zuständigen Chef vom Dienst diskutiert. Bei Extremfällen wenden sich die Multimedia-Assistenten an die Online-Leitung, welche die Interaktion mit "schwierigen“Nutzern übernimmt. Wenn die Diskussion außer Kontrolle zu geraten droht oder die Kommentare zu stark vom Thema abschweifen, können die Multimedia-Assistenten die Diskussion aktiv moderieren und auf die Netiquette verweisen (TS_MMA2). Sofern sie dennoch mit der Bearbeitung nicht hinterherkommen, werden Threads in Absprache mit den jeweiligen Redakteuren oder dem zuständigen Online-Chef vom Dienst auch vorzeitig geschlossen (TS_CvDOn2) – laut Multimedia-Assistent 1 werden Foren z. T. sogar generell geschlossen, sobald 100 Kommentare freigeschaltet wurden,unabhängig von der achtstündigen Kommentarzeit („begründete Sperrung“, TS_MMA1). Siehe: Seite 26


Wo fängt Zensur an und wie kann der Rezipient darauf hinwirken, dass seine Meinungsäußerungen Veröffentlichung finden ? Siehe auch: viewforum.php?f=34

Nachfolgender Bericht stellt Ergebnisse einer Fallstudie bei der Tagesschau vor, die im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Rolle von Publikumsbeteiligung im Nachrichtenjournalismus in Deutschland durchgeführt wurde.
Dateianhänge
Studie Tagesschau.pdf
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Maren

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Tendenziöse Attributierung in deutschen Printmedien

BeitragFr 24. Okt 2014, 19:06

So lautet der Titel der Bachelor-Arbeit von Mirjam Zwingli an der »Hochschule für angewandte Sprachen Fachhochschule des Sprachen & Dolmetscher Instituts München«.

Stellvertretend für das liberale Spektrum wurde die Süddeutsche Zeitung - für die konservative Seite die Frankfurter Allgemeine Zeitung gewählt.

Zielsetzung dieser Arbeit war es, nachzuweisen, dass innerhalb deutscher Presseerzeugnisse die angemessene Objektivität in der Gegenüberstellung der beiden Präsidenten Obama und Putin gemäß publizistischer Richtlinien nicht eingehalten wird und somit eine bewusste Beeinflussung der Rezipienten erkennbar ist.

Die aktive und parteiische Rolle von Medien innerhalb strategischer Konflikte ist nach der Lektüre dieser Arbeit nicht mehr von der Hand zu weisen.
Ähnliche Attributierungen finden nachweislich auch in Nachrichtenformaten und Kommentaren öffentlich-rechtlicher Medienanstalten statt.
Dateianhänge
2014-Zwingli_BA_Putin-Obama.pdf
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Maren

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Blog zum Medienrecht

BeitragSa 25. Okt 2014, 15:49

Neu im Blogroll https://publikumskonferenz.de/blog/: http://www.kanzleikompa.de/
Interessantes von Abmahnung bis Zensur rund um das Medienrecht.
Schaut mal rein.
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Maren

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Klagen gegen Rundfunkbeitrag abgewiesen

BeitragMo 27. Okt 2014, 10:31

Verwaltungsgericht weist Klagen gegen Rundfunkbeitrag ab http://www.verwaltungsgericht-hannover. ... psmand=126
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Re: Die Rechtsecke

BeitragDi 28. Okt 2014, 08:43

Nach der kinox.to-Razzia: Was haben die Nutzer zu befürchten?
http://www.internet-law.de/2014/10/nach ... chten.html
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Re: Die Rechtsecke

BeitragDo 30. Okt 2014, 16:57

Grundsätze für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm 'Erstes Deutsches Fernsehen' und anderen Gemeinschaftsprogrammen und -angeboten (Richtlinien gemäß § 11 RfStV)

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_tex ... enu=1&sg=0
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Re: Die Rechtsecke

BeitragMo 3. Nov 2014, 09:13

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Re: Die Rechtsecke

BeitragDo 4. Dez 2014, 13:12

Inhalt und Grenzen der Verbreiterhaftung
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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragSa 13. Dez 2014, 14:57

Klage eines Studenten gegen den NDR
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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragDo 25. Dez 2014, 14:51

Kann man als Rundfunkbeitragszahler Einfluss auf das Programm nehmen? Überraschung!
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Maren

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Das Unwort erklärt die Untat

BeitragFr 16. Jan 2015, 12:23

Im Herbst 2011 wurde bekannt, dass die Mordserie an Menschen mit Migrationshintergrund und weitere Gewaltverbrechen vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) verübt worden waren. Staatliche Behörden hatten ein Jahrzehnt lang in die falsche Richtung ermittelt. Untersuchungsausschüsse auf Bundes- und Landesebene lassen keinen Zweifel:
Der „NSU-Komplex“ steht für ein eklatantes Staatsversagen.
In einer aktuellen Studie der Otto Brenner Stiftung wird jetzt der Frage nachgegangen, ob auch Medien bei der Aufdeckung der Hintergründe der NSU-Mordserie versagt haben.

Vor einigen Tagen ist eine Studie der Otto Brenner Stiftung erschienen, die die Medienberichterstattung über die „NSU-Mordserie“ analysiert. Der „bittere“ Befund:

Nach 2000 haben nicht nur staatliche Ermittlungsbehörden versagt, sondern auch große Teile der Medien mit dazu beigetragen, dass die Opfer als Täter diskriminiert wurden.


In einem Exkurs wird auch die Berichterstattung zu dem Anschlag in der Kölner Keupstraße rekonstruiert und untersucht, warum Hinweise auf einen rechtsterroristischen Hintergrund und rassistische Motive der Täter nicht weiter verfolgt worden sind. Die Studie arbeitet auch die redaktionellen Bedingungen für die Berichterstattung heraus und macht Vorschläge für Veränderungen in der journalistischen Aus- und Weiterbildung.

Quelle und weitere Informationen zu „Das Unwort erklärt die Untat“ unter http://www.otto-brenner-stiftung.de

Das Thema „Black Box NSU“ wird auch im Rahmen des MainzerMedienDisput in Berlin diskutiert.

Am 29.1.2015 werden im Rahmen der Veranstaltung die wichtigsten Ergebnisse der Studie vorgestellt und die zentralen Folgerungen diskutiert.

Black Box NSU – Warum ist die Aufarbeitung des rechtsextremen Terrors gescheitert?"

Zeit: 29.01.2015, 19:00 Uhr
Ort: Landesvertretung Rheinland-Pfalz beim Bund, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin

Folgende Insider und Experten diskutieren:

Prof. Dr. Hartmut Aden, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin,
Experte: Polizei und Geheimdienste
Andreas Förster, Berliner Zeitung (Hrsg. „Geheimsache NSU, 10 Morde,von Aufklärung keine Spur“) – Experte: Geheimdienst
Prof. Barbara John, Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der Opfer der NSU-Morde, (Hrsg. „Unsere Wunden kann die Zeit nicht heilen.“)
Holger Münch, Präsident Bundeskriminalamt (BKA)
Prof. Dr. Tanja Thomas, Medienwissenschaftlerin Uni Tübingen, (Co-Autorin der OBS-Studie „Das Unwort erklärt die Untat“)
N.N. Bundesamt für den Verfassungsschutz (BfV)

Moderation & Konzept: Prof. Dr. Thomas Leif (http://www.swr.de/leiftrifft)
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Maren

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Die Zapp-Studie und Umfrage zur Spartenkompetenz

BeitragMi 21. Jan 2015, 13:44

Zapp gab 2014 eine Studie in Auftrag.

Nachdem hier Chefredakteur Kai Gniffke die Ergebnisse kommentierte, legte die Tagesschauredaktion mit der Veröffentlichung einer Umfrage zur Spartenkompetenz der Fernsehsender aus Sicht der Zuschauer nach.
Der Erhebungszeitraum wurde mit 07. November 2014 – 08. Dezember 2014 angegeben.

Am 22.12.2014 vermeldete der NDR, dass die Tagesschau laut GfK die erfolgreichste Nachrichtensendung Deutschlands ist.

Hier kann der interessierte Nutzer die Marktanteile für 2014 einsehen.
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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragSo 25. Jan 2015, 18:28

Gebot der Staatsferne

"Das öffentlich-rechtliche Fernsehen dient nicht der Verbreitung staatlicher Informationen, sondern dem Ausdruck der Vielfalt von Meinungen und der gesellschaftlichen Breite des Sendeangebots. An dieser Aufgabe muss sich auch im Internet-Zeitalter die innere Ausgestaltung des Fernsehens messen lassen."
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Maren

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Studie: Objektivität als professionelles Abgrenzungskriterium im Journalismus

BeitragSa 31. Jan 2015, 10:35

Kommunikationswissenschaftlerin Cornelia Mothes über den Kampf um die Deutungshoheit und ihre Studie zur Objektivität in den Medien

Stude:
Eine dissonanztheoretische Studie zum Informationsverhalten von Journalisten und Nicht-Journalisten
Von Dr. Cornelia Mothes
2014, 424 S., Broschiert,
ISBN 978-3-8487-0546-7
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Deutsche_eMark

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Re: Die Rechtsecke

BeitragDo 26. Mär 2015, 08:16

Der letzte Absatz des Intendanten des WDR ist genauer lesenswert.

"... weise ich auf die von Ihnen angekündigte Veröffentlichung dieses Schreibens ... "


Warum baut dieser Mann eine Drohkulisse auf, um zu verhindern, dass der Schriftverkehr mit ihm zum Thema öffentlich rechtlicher Rundfunk veröffentlicht wird?

Der §10 Abs. 4 bezieht sich auf den zu veröffentlichenden Bericht des Intendanten an die Rundfunkräte ...
... über beschiedene Programmbeschwerden nach Absatz 2 sowie über weitere wesentliche Eingaben, Beschwerden und Anregungen ...

... insbesondere zum Schutz der Interessen der Beschwerdeführer.

Es ist schon ein Kunststück, wenn man diesen Paragraphen auf einen einzelnen Bescheid bezieht und den Beschwerdeführer vor einer Veröffentlichung warnt, weil durch sein Tun ja seine eigenen Interessen gefährdet sein könnten. Dabei sieht Herr Buhrow wohl eher seine Interessen gefährdet, wenn zu viel Öffentlichkeit außerhalb der Entscheidungsgewalt des ör Rundfunks stattfindet.
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Ben Nevis

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Gutachten: Öffentlich-rechtliche Medien – Aufgabe und Finanzierung

BeitragSa 28. Mär 2015, 12:14

Öffentlich-rechtliche Medien – Aufgabe und Finanzierung
Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen
Gutachten „Öffentlich-rechtliche Medien – Aufgabe und Finanzierung“
Der wissenschaftliche Beirat beim BMF hat ein Gutachten zum Thema „Öffentlich-rechtliche Medien – Aufgabe und Finanzierung“ erarbeitet. Aufgrund der technischen Entwicklung sieht der Beirat geänderte
Bedingungen für das Informationsmedium Rundfunk. Für ein zukunftsfähiges System des öffentlichen Rundfunks empfiehlt er, dem Subsidiaritätsprinzip mehr Gewicht zu geben: Der öffentlich-rechtliche
Anbieter sollte nur da auftreten, wo das privatwirtschaftliche Angebot klare Defizite aufweist.

Die Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats sind als Beitrag zum allgemeinen Diskurs zu verstehen.
Sie geben nicht notwendigerweise die Meinung des Bundesministeriums der Finanzen wieder undentfalten keine rechtliche Wirkung.

Der Wissenschaftlichen Beirat des Ministeriums hat ein Gutachten über eine mögliche Zukunft der Öffentlich-rechtliche Medien – Aufgabe und Finanzierung – erarbeitet, das für die Diskussion zum Thema einen gewichtigen Beitrag zur Debatte liefert.

:Quelle: www.bundesfinanzministerium.de - Gutachten (PDF Volltext)
:im Wiki: Öffentlich-rechtliche Medien/Aufgabe und Finanzierung

Es können dazu im Wiki auch Kommentare, Meinungen und Erklärungen abgegeben werden.

Update: Link gefixt, Hinweis kommentieren ergänzt
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Ben Nevis

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Öffentlich-rechtliche Vetternwirtschaft: Was vom Bildungsauftrag übrig bleibt

BeitragMo 6. Apr 2015, 22:37

Unter der Überschrift:
Öffentlich-rechtliche Vetternwirtschaft: Was vom Bildungsauftrag übrig bleibt berichtet sciencefiles.org über den Bildungsauftrag der im Rundfunkstaatsvertrag enthalten ist.
Anhand einer Auswertung über die letzten 50 Studien über die auf dem Sendeplatz "Nachrichten" sprich Tagesschau berichtet wurde wird schnell und offensichtlich klar wo die Vetternwirtschaft anfängt.
Das Ergebnis der Auswertung ist eindeutig: Studien kommen an prominenter Stelle in der ARD fast ausschließlich in Form von lancierten Studien vor, d.h. von Studien, die mit festen Vorgaben und klarer politischer Absicht erstellt wurden.

Schlimmer noch als dieses in einer Tabelle dargestellte schlechte Ergebnis kommt der Artikel zu dem viel schwerer ins Gewicht fallendem Ergebnis. Es ist anscheinend Institutionen gelungen, die Programmverandwortlichen davon zu überzeugen wissenschaftlich zu arbeiten, obwohl sie mit Wissenschaft dem Grunde nach nichts zu Tun haben.
Darüber hinaus zeigt die Auswertung, dass es in Deutschland wissenschafts-externen Institutionen gelungen ist, Wissenschaftlichkeit für sich zu beanspruchen, zu besetzen und für sich den Anspruch zu erheben und zumindest bei der Tagesschau auch durchzusetzen, sie hätten Wissenschaftliches zu verkünden.

Zitat: Um keine Irrtümer aufkommen zu lassen: Mit Wissenschaft haben diese Studien nichts zu tun.sciencefiles.org
Abschließend werden die verwendeten Studien deutlich abqualifiziert und als Abdecktuch für die Erhaltung des Status Quo kenntlich gemacht.
Fazit:
Entsprechend muss man folgern, dass bei öffentlich-rechtlichen Sendern wie der ARD der Bildungsauftrag weitgehend dazu missbraucht wird oder verkommen ist, den Rezipienten politisch vorteilhafte Magerkost als angeblich üppiges wissenschaftliches Mahl zu servieren.

So braucht man sich auch nicht zu wundern wenn der "WDR" sich in einer Pressemittelung darüber mokiert, dass er 10 kleinstteiligen Programbeschwerden von einem Verein bearbeiten und gesammelt ablehnen muß. Das die Vereinsmitglieder aber Zuschauer (Rezipienten) sind, die sich auf Grund der Vielzahl der Beschwerden, sogar im Verein organisiert haben, um dem Mängeln zu begegnen, hat bei den Programmverantwortlichen wohl keiner geschnallt.
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Maren

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Re: Das Unwort erklärt die Untat

BeitragMi 15. Apr 2015, 14:39

Otto Brenner Stiftung publiziert IJK-Masterarbeit zur ,NSU‘-Gerichtsberichterstattung

Die Absolventin Astrid Hansen untersuchte die Berichterstattung aus dem sogenannten ,NSU‘-Prozess in München.

Hansen fokussiert sich auf die subjektiven Elemente in der journalistischen Rekonstruktion und Nacherzählung eines möglichst objektiven Verfahrens, was die besondere Relevanz dieser Arbeit ausmacht.

Insbesondere der Verzicht auf Sterotype scheint für die Journalisten eines der größeren Probleme zu sein, wie bereits im Vorwort angedeutet wird.

Die Annahme einer generellen Einfältigkeit von Neonazis ist aber mehr eine Mutmaßung denn ein Argument nicht nur trügerisch, sondern zudem politisch gefährlich. Weil es uns dazu bringen könnte, die Gefahr von rechts zu unterschätzen.


Die Otto Brenner Stiftung hat mit ihren medienkritischen Studien immer wieder wichtige Diskussionen angeregt. Zuletzt legte sie Anfang 2015 „Das Unwort erklärt die Untat“ (von Fabian Virchow, Tanja Thomas und Elke Grittmann) vor – eine Inhaltsanalyse der Berichterstattung über die NSU-Morde unter dem fatalen Rubrum „Döner-Morde“.
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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragSa 18. Apr 2015, 20:07

Schutz der eigenen Webseite vor Abmahnungen Macht morgen Frühjahrsputz im Forum. :ugeek:
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Telekinese

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Die große Meinungsvielfalt in der deutschen Presse ist Geschichte

BeitragDo 4. Jun 2015, 08:44

Wie vielfältig ist die Berichterstattung der großen Medien in Deutschland? Für Thomas Meyer, emeritierter Professor für Politikwissenschaft, sind die Zeiten, in denen Journalisten mit völlig unterschiedlichen Meinungen in ihren Medien Grundsatzdebatten geführt haben, lange vorbei. Im Interview mit Telepolis stellt der Chefredakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift "Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte" fest: "Eine wechselseitige Kritik der Journalisten untereinander, sei es politisch, kulturell, ideologisch, findet nicht mehr statt." In seinem neuen Buch "Die Unbelangbaren" analysiert er die problematische Entwicklung, dass Journalisten ihre Position immer häufiger nutzen, um in der politischen Arena mitzumischen.

Quelle:
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45077/1.html
http://www.suhrkamp.de/buecher/die_unbe ... 12692.html
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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragDi 16. Jun 2015, 06:33

Medien haben rechtlich große Freiheiten, sind aber zugleich gewissen Pflichten und Obliegenheiten unterworfen. Verstöße können gravierende rechtliche Folgen haben. Zu unterscheiden sind insbesondere Unterlassungsansprüche, meist verbunden mit hohen Kosten, und Berichtigungsansprüche. Letztere sind vielfach gefürchtet, weil eine Berichtigung den Eindruck erweckt, [url=
http://www.fachjournalist.de/berichtigu ... n-fehlers/]dass das Medium einen Fehler gemacht hat.[/url]
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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragDi 16. Jun 2015, 13:01

Schon älter, aber man weiß nie, wann man es mal braucht. Natürlich nicht im Hinblick auf Beitragsverweigerung, sondern auf das, was man landläufig Meinungsfreiheit nennt.
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Telekinese

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Geleaktes CIA-Dokument belegt Kriegspropaganda

BeitragMo 22. Jun 2015, 13:46

"Krieg und Frauen haben sich medial endlich versöhnt!". Der Politikwissenschaftler Jörg Becker über Feminismus und junge Mädchen in der politischen Propaganda zur Erhöhung der Kriegsbereitschaft.
Soweit ich das überblicke, ist dieses Dokument ein Einzel- und ein Zufallsfund. Trifft diese Vermutung zu, dann muss es vor- und nachher weitere Direktiven und Beobachtungen des CIA zur weltweiten Medienmanipulation in der Kriegsberichterstattung geben oder gegeben haben, möglicherweise sogar ein umfassendes Medienmanipulationssystem.
Auf die völkerrechtlichen Probleme solcher Aktionen seitens der CIA habe ich ja bereits hingewiesen. Es gilt aber auch mögliche Rechtskonsequenzen innerhalb Deutschlands zu bedenken. Zu prüfen sind hier etwa Verstöße gegen die Presse- und Meinungsfreiheit nach Artikel 5 des Grundgesetzes, das strafrechtliche Verbot eines öffentlichen Aufstachelns zur Führung eines Angriffskrieges nach § 80a StGB sowie die Trennung von Werbung und redaktionellem Text nach Artikel 7 des Pressekodex’ des Deutschen Presserates.

Quelle:
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45221/3.html
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Maren

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Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements

BeitragFr 10. Jul 2015, 22:16

Prof. Dr. Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ - Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements
Vortrag an der Christian Albrechts Universität Kiel, am 22.06.2015
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