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Die Rechtsecke

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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragDo 12. Jan 2017, 21:23

Zu Gericht

Nichts ist im Strafverfahren so leicht und endgültig verloren wie die Unschuld. Wer schuldig ist und wer nicht, sehen Justiz, Medien und Öffentlichkeit oft anders.
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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragFr 27. Jan 2017, 21:15

Öffentlich-rechtliche Sender dürfen Verlage nicht bei der Herausgabe von Zeitschriften unterstützen. Das greift zu weit in die Pressefreiheit ein, wie der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden hat. Das Urteil vom Donnerstag läuft auf ein Verbot des „ARD Buffet Magazins“ hinaus, das der Burda-Verlag in Kooperation mit dem Südwestrundfunk (SWR) publiziert (Az. I ZR 207/14). Der SWR hat aber über ein zwischengeschaltetes Tochterunternehmen die Markenlizenz an den Verlag vergeben. So ist auf dem Cover der Zeitschrift etwa das Logo des Ersten abgebildet. So entstehe dem Burda-Verlag ein unzulässiger Vorteil, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Büscher.
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Maren

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Re: Die Rechtsecke

BeitragMi 15. Feb 2017, 22:29

Kopien für Auskünfte nach dem Informationsfreiheitsgesetz dürfen kein Geld mehr kosten. Das Bundesverwaltungsgericht hat geurteilt, dass es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt. Seit 2006 hatten Bundesbehörden zu hohe Rechnungen an Bürger gestellt.

https://netzpolitik.org/2017/bundesverw ... uskuenfte/
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Zitierrecht: MDR fährt schwere Geschütze auf

BeitragSo 19. Feb 2017, 13:53

Der Mitteldeutsche Rundfunk hat versucht, den Blogger Hadmud Danisch wegen seines Blogs abzumahnen und auf Unterlassung in Anspruch zu nehmen.

Es sind trübe Aussichten, die sich aus dem absurden juristischen Scharmützel für die freie Meinungsäußerung in einer noch freien Welt ergeben. Die Meinung, die bestimmten Herrschaften nicht passt, wird einfach wegzensiert, unterdrückt, verboten. Danischs Ansichten müssen nicht jedem gefallen, aber der Vorgang zeigt überdeutlich, dass Repressalien wie die ausführlich beschriebenen jeden treffen können - heute den liberalen Informatiker Danisch, morgen die Nachdenkseiten und übermorgen DICH.

Lesenswerte ca. 18.000 Worte
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Re: Zitierrecht: MDR fährt schwere Geschütze auf

BeitragDi 21. Feb 2017, 07:35

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Re: Die Rechtsecke

BeitragMo 13. Mär 2017, 21:26

Nach einem neuen Urteil des OLG Dresden macht sich ein Nutzer der fremde Inhalte in einem sozialen Netzwerk teilt, solche Inhalte dann zu eigen, wenn er die Weiterverbreitung mit einer positiven Bewertung verbindet (OLG Dresden, Urteil vom 7.02. 2017, Az.: 4 U 1419/16). Das bloße Teilen oder Retweeten von Inhalten stellt damit also noch kein Zueigenmachen dar, während des Liken oder das Hinzusetzen eines positiven Kommentars ein Zueigenmachung und damit eine Haftung wie für eigene Äußerungen/Inhalte begründen soll.
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Re: Die Rechtsecke

BeitragSo 2. Apr 2017, 12:14

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Re: Die Rechtsecke

BeitragMo 3. Apr 2017, 19:09

Zitieren, verlinken, Bilder veröffentlichen: Was ist erlaubt? Wo drohen Strafen?
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Re: Die Rechtsecke

BeitragDo 6. Apr 2017, 20:31

Die falsche Einordnung einer Äußerung als Schmähkritik verkürzt den grundrechtlichen Schutz der Meinungsfreiheit

Pressemitteilung Nr. 25/2017 vom 5. April 2017
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Nachrichtenfaktoren

BeitragSo 9. Apr 2017, 11:41

Georg Ruhrmann / Roland Göbbel

Veränderung der Nachrichtenfaktoren und Auswirkungen auf die journalistische Praxis in Deutschland (2007)

Es besteht ein Zwang zur Reduktion der Informationskomplexität. Denn nur ein Bruchteil der täglichen weltweiten Geschehnisse kann tatsächlich zur Nachricht werden. Welche Merkmale eines Ereignisses sind es, die die jewei-
ligen Auswahlprozesse beeinflussen? In diesem Kontext führt der Autor erstmals den Begriff des news value ein.
Unter dem Nachrichtenwert versteht er die Publikationswürdigkeit von Ereignissen, die sich aus der Kombination von Merkmalen ergeben, welche die Journalisten den Ereignissen zurechnen. Den Nachrichtenwert bestimmen u.a.
Ungewöhnlichkeit, Bezug zu bereits eingeführten Themen, zeitliche Begrenzung, Einfachheit, Konsequenzen, Beteiligung einflussreicher oder bekannter Personen sowie die Entfernung des Ereignisorts zum Verbreitungsgebiet des Mediums den Nachrichtenwert von Ereignissen.
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragDi 2. Mai 2017, 19:34

„Arbeit 4.0“ erscheint als Naturgewalt

Digitalisierung und Globalisierung der Arbeitswelt erscheinen als Naturgewalt, der man ausgeliefert ist. Wie dieser Eindruck entsteht, analysiert eine Studie der Otto Brenner Stiftung, die zum „Tag der Arbeit“ vorgelegt wird.

https://mmm.verdi.de/beruf/arbeit-4-0-e ... walt-40973

Die untersuchten 360 Beiträge der Jahre 2014 und 2015 aus elf bekannten deutschen Tages- und Wochenzeitungen (darunter SZ, FAZ, Handelsblatt, WELT, taz, ZEIT, Spiegel) vermitteln den Gesamteindruck, dass die Arbeit in einen epochalen technischen Umbruch geraten ist, der sich unaufhaltsam ereignet. Woher diese technische Revolution, genannt Digitalisierung, kommt, ist uninteressant, wohin sie führt, ist unbekannt oder umstritten. Der Gedanke, dass der technische Umbruch selbst das Resultat von Arbeit ist, kommt nicht vor. Dass jede Technik, auch die Digitalisierung, in der Gesellschaft und von Angehörigen der Gesellschaft entwickelt und vorangetrieben wird, bleibt weitgehend unreflektiert. Das journalistische Interesse daran, wie wir morgen arbeiten werden, gilt am wenigsten der Frage, wer bestimmt, wie wir morgen arbeiten werden.

http://www.carta.info/84834/die-zukunft ... rnativlos/
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragMo 15. Mai 2017, 20:11

Onlinekommunikation von Kandidaten im Wahlkampf - Aktivitäten auf Facebook und Twitter zur Bundestagswahl 2013

Personelle Faktoren wirken sich deutlich auf den Onlinewahlkampf aus. Der Professionalisierungsgrad eines Kandidaten, sein Alter und seine massenmediale Präsenz im Vorfeld der Bundestagswahl wirkten zuverlässig auf die Erfüllung der Funktionen politischer Onlinekommunikation. Dies zeigt, dass Kandidaten sich mit ihren Social-MediaAktivitäten vor allem selbst repräsentieren. Zudem sind Kandidaten von Oppositionsparteien stärker vernetzt und informieren ihre Anhänger häufiger über soziale Netzwerke als Kandidaten der Regierungsparteien. Auch ein hoher Urbanisierungsgrad im Wahlkreis wirkt sich positiv auf den Umfang politischer Onlinekommunikation im Wahlkampf aus.


Link zur Studie
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Re: Die Rechtsecke

BeitragMi 31. Mai 2017, 17:49

Zweifel an der Studie zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz: "Bewertungen von Rechtslaien"

Ein Medienrechtsprofessor übt auf Basis einer IFG-Auskunft scharfe Kritik an dem Monitoring-Bericht von jugendschutz.net, der als empirische Grundlage für das neue Netzwerkdurchsetzungsgesetz gilt.

Marc Liesching hatte im Rahmen einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz beim Justizministerium (BMJV) eine Reihe von Fragen zu dem Monitoring-Bericht gestellt, der als Erkenntnisgrundlage für die Notwendigkeit des neuen Gesetzes vom BMJV angeführt wird.

Aus den Antworten ergibt sich nun laut Liesching, dass überhaupt nur zwei Straftatbestände behandelt wurden: Die Volksverhetzung nach Paragraf 130 und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach Paragraf 86a StGB. Das NetzDG sieht aber insgesamt 24 Straftatbestände vor. Erkenntnisse zur Löschbereitschaft der sozialen Netzwerke bei all diesen Vorschriften wurden offenbar gar nicht ermittelt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 27979.html
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Re: Die Rechtsecke

BeitragDo 15. Jun 2017, 12:28

LG Leipzig: Fernseh-Mitschnitte dürfen nicht auf Youtube weiterverbreitet werden
Google-Tochter hat die »ihr zumutbaren Prüfpflichten verletzt

Das LG Leipzig hat mit jetzt bekannt gewordenem Urteil vom 19. Mai 2017 entschieden, dass ein Mitschnitt der Fernseh-Ausstrahlung des Dokumentarfilms »Leben außer Kontrolle« nicht auf der Internetplattform »Youtube« weiterverbreitet werden darf. Das Gericht gab dem Produzenten des Films Recht, der mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. (AG Dok) gegen die Google-Tochter geklagt hatte (Az.: 05 O 661/15 - Veröffentlichung in ZUM bzw. ZUM-RD folgt).
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragMi 5. Jul 2017, 20:55

Großdemonstrationen in der medialen Berichterstattung

Simon Teune vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung: »Ob ein Protest als Chance auf Veränderung oder als Bedrohung wahrgenommen, hängt stark davon ab, in welchem Medium man sich informiert.« Teune hat mit dem Sozialwissenschaftler Moritz Sommer unter der Mitarbeit des Berliner Soziologen Dieter Rucht eine Studie erstellt, die die Berichterstattung über Großdemonstrationen untersucht. In den Ergebnissen zeige sich, dass Medien wie »Taz« oder die »Frankfurter Rundschau« eher »empathisch« über Proteste berichten, solange diese keine antiliberalen Inhalte vertreten. Konservative Medien wiesen die Proteste dagegen tendenziell als »antidemokratische Inszenierungen« zurück; öffentlich-rechtliche Medien versuchten einen Mittelweg zu gehen. In einigen Deutungen gebe es das Bild des Protestes als eine »leicht naive Form des Aktivismus, der von einer (linken) Minderheit artikuliert werde und wenig bedeutsam sei«, so die Studie.

https://www.neues-deutschland.de/artike ... ionen.html

Journalisten fixieren sich auf Gewaltdarstellungen: Der G20-Gipfel in Hamburg hat noch nicht begonnen, aber die Medien laufen schon über. Welchen Gesetzen die mediale Berichterstattung bei solch großen Protesten folgt, das hat das Berliner Institut für Protest- und Bewegungsforschung ermittelt.

Ihre Schlagzeile: "Gewaltfixierung als Wiederholungszwang".

http://www.deutschlandfunk.de/studie-zu ... _id=390231

Link zur Studie
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragMi 5. Jul 2017, 20:58

Mit der „Medienordnung 4.0“ stellt die ProSiebenSat.1 Media SE ein Modell vor, das die Diskussion um eine Neuausrichtung der medienpolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland anstößt. Ziel ist es, gesellschaftspolitisch relevante Inhalte (Public-Service-Inhalte) zu fördern und so vermehrt junge Menschen mit demokratiestiftenden, meinungsbildenden und integrativen Angeboten zu erreichen. Aktuell erhalten private Rundfunkanbieter in Deutschland im Regelfall keine finanzielle Förderung für Inhalte. Ein digitales Ökosystem mit starken öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern bildet jedoch die Basis für Meinungs- und Medienvielfalt.

Link zum Gutachten
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragMo 10. Jul 2017, 07:24

Kriminelle Ausländer in den Medien

Die Ereignisse in der Silvesternacht 2015/16 in Köln haben deutliche Auswirkungen auf die Medien gehabt. Nicht nur, weil sich die Berichterstattung in den folgenden Monaten mit den Straftaten, Tätern und Opfern dieser Nacht auseinandersetzte, sondern auch, weil sie grundsätzlich als Schlüsselereignis prägend für die Kriminalitätsberichterstattung waren. Wissenschaftler der Universität München haben diese Auswirkungen auf die Medien nun untersucht.
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragDo 13. Jul 2017, 06:36

Fünfmal mehr Medienberichte bei Muslim-Attentätern


Eine Studie der Universität Georgia: Wenn der Täter muslimischen Glaubens ist, steigert sich die mediale Abdeckung eines Anschlags um 449 Prozent. Während Muslime im untersuchten Zeitraum von 2010 bis 2015 nur 12,4 Prozent aller Attentate verübten, bekamen sie 41,4 Prozent der medialen Aufmerksamkeit – ein krasses Missverhältnis.

Abstract der Studie
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragDo 13. Jul 2017, 21:58

Neue Studie zur Geschlechterdarstellung in Film und Fernsehen

http://www.deutschlandfunk.de/mediasres.2906.de.html

Geschlechtervielfalt: Selbst die Robbe ist ein Kerl

Eine neue Studie zu Geschlechterrepräsentanz in Film und Fernsehen zeigt: Männer sind doppelt so oft zu sehen wie Frauen. Besonders problematisch ist das Kinderfernsehen.
http://www.zeit.de/kultur/film/2017-07/ ... ni-rostock

Männer und Frauen im deutschen Fernsehen – wer hat eigentlich das Sagen, wer ist präsenter? Eine Studie zeigt, dass bis zu einem gewissen Alter Gleichberechtigung herrscht. Dann kippt das Verhältnis.
https://www.welt.de/vermischtes/article ... sehen.html

Männer dominieren, Frauen kommen vor
Es gibt diese Binse: „Was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr.“ Und ausgerechnet da ist es im deutschen Kinderfernsehen um die Geschlechterdarstellung merkwürdig bestellt. Ob öffentlich-rechtlicher Kinderkanal oder privates Super RTL, ob Lizenzprogramm oder Eigenproduktion – die absolute Zahl der männlichen Figuren ist deutlich höher. „Insgesamt gilt: Nur eine von vier Figuren ist weiblich“
http://www.tagesspiegel.de/medien/studi ... 52966.html

Besonders deutlich wird das im Kinderfernsehen (72 Prozent Männer) und bei non-fiktionaler Unterhaltung (69 Prozent Männer) wie Quiz-, Comedy-, Unterhaltungs- und Kochshows. Auch Nachrichtensendungen, Reportagen, Sportsendungen oder Dokus sind zu knapp 70 Prozent männerdominiert. Am realitätsnahesten sei die Geschlechterverteilung in Soaps und Telenovelas.
https://www.rbb-online.de/kultur/beitra ... -kino.html

Die repräsentative Studie gilt den Angaben zufolge als bislang umfassendste Untersuchung dieser Art in Deutschland. Für die Analyse seien 2016 mehr als 3.000 Stunden TV-Programm und über 800 deutschsprachige Kinofilme der vergangenen sechs Jahre ausgewertet worden. Untersucht wurden alle Formate wie Filme, Kinderfernsehen und Unterhaltung sowie Informationsprogramme wie Nachrichten und Talk-Shows.
http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik- ... -a-1312538

Im deutschen Fernsehen und Kino gibt es zu wenig Frauen in Hauptrollen. … Das ist seit 40 Jahren bekannt. Zeit, dass sich wirklich was ändert.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/maria-f ... 57443.html

Hinweis I: Es wird nicht dargestellt, wie sich die Situation für die einzelnen Sender darstellt.
Hinweis II: Es wird nicht auf die Qualität der Inhalte eingegangen.

Frage: Wie kann man Geschlechterparität auf dem Bildschirm herstellen und die Realität abbilden?

Zitat: Ich hätte „Mona Lisa“ nicht eingestellt, wenn nur eine Frau aus der Leitungsebene widersprochen hätte (ZDF-Intendant Thomas Bellut) – Was wäre, wenn ein Mann widersprochen hätte?
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragSa 15. Jul 2017, 12:18

Studie: Fünfmal mehr Medienberichte bei Muslim-Attentätern

Mutmasslich islamistische Terrorattacken sind in den US-Medien massiv überrepräsentiert, zeigt eine Analyse.
Attentate, die von (ausländischen) Muslimen verübt werden, bekommen in den USA fast fünfmal so viel Raum in den Medien, fand eine Studie der Universität Georgia. Wenn der Täter muslimischen Glaubens ist, steigert sich die mediale Abdeckung eines Anschlags um 449 Prozent.
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragFr 21. Jul 2017, 21:44

Neue OBS-Studie: Die "Flüchtlingskrise" in den Medien - Tagesaktueller Journalismus und Information
https://www.otto-brenner-stiftung.de/fi ... er_Web.pdf

Die Studie geht erstmals der Berichterstattung zur sogenannten Flüchtlingskrise im Detail nach: Dazu wurden insgesamt weit über 30.000 Medienberichte erfasst - und insbesondere für einen gut zwanzigwöchigen Zeitraum, in dem sich im Jahr 2015 die Ereignisse überschlugen, rund 1.700 Texte analytisch ausgewertet. Im Fokus der innovativen Untersuchung stehen Printleitmedien wie FAZ, SZ, Welt und Bild, über achtzig verschiedene Lokal- und Regionalzeitungen sowie die reichweitestarken Onlinemedien focus.de, tagesschau.de und Spiegel Online.
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragFr 21. Jul 2017, 22:53

Medienberichterstattung bei Wahlen: der rechtliche Rahmen in Europa

Die Rundfunkmedien sind bei der Wahlberichterstattung in Deutschland viel stärker reglementiert als Print oder Online. Zu diesem Schluss gelangt eine Studie der Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, welche die rechtlichen Rahmenbedingungen für Medienberichterstattung bei Wahlen in Europa untersucht hat.

http://vprt.de/thema/medienordnung/dual ... tat-19?c=0

Studie

http://www.obs.coe.int/documents/205595 ... 55d57cc4db
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragMi 2. Aug 2017, 21:25

Studie: Medien haben gewalttätigen Ausländer als Angstfigur neu entdeckt

Die Berichterstattung über Flüchtlinge hat sich deutlich verändert. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie zur TV-Berichterstattung über Gewaltkriminalität in Zusammenarbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. In den Fokus seien Einwanderer als Gewalttäter gerückt. Die Forscher machen ein Datum als Wendepunkt aus.

https://www.welt.de/kultur/medien/artic ... deckt.html

Von den vier überregionalen Zeitungen und acht reichweitenstärksten deutschen Fernsehsendern, die in der Studie untersucht wurden, fiel besonders die Bild-Zeitung auf. Flüchtlinge kommen in den Medien vor allem als Gewalttäter vor, sagt eine Macromedia-Studie, die der "Journalist" veröffentlicht. Demnach thematisiert "Bild" in 64 % der Berichte über Zuwanderer Kriminalität, in der "Süddeutschen" und "FAZ" sind es rund 40 %, in den TV-Nachrichten 52 %.

http://www.presseportal.de/pm/20126/3697216

Nichtdeutschen Opfern von Gewalttaten widmete das Fernsehen in diesem Jahr demnach halb so viele Berichte wie 2014, obwohl deren Zahl laut Bundeskriminalamt anstieg. „Das führt zu einem verzerrten Bild und kann Vorurteile in der Bevölkerung anheizen“

http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik- ... -a-1323914

"Die Geflüchteten kommen kaum zu Wort". Im Interview erläutert Studienleiter Thomas Hestermann die Ergebnisse, die kein gutes Licht auf viele deutsche Redaktionen werfen.

http://www.deutschlandfunk.de/journalis ... _id=392493
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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

BeitragFr 18. Aug 2017, 21:25

Gericht erklärt Internet-Werbeblocker für zulässig

Laut der Urteile darf Eyeo weiterhin auch das kostenpflichtige Whitelist-Modell verwenden. Gegen eine Gebühr bietet Eyeo den Betreibern an, die Internetseiten auf einer sogenannten Whitelist zu registrieren, damit Anzeigen trotz aktiviertem Werbeblocker eingeblendet werden.

Der Ansicht der Richter zufolge übt Eyeo keinen unzulässigen Druck auf die Medienunternehmen auf. Auch handle es sich bei dem Geschäftsmodell nicht um verbotene aggressive Werbung oder einen Verstoß gegen das Kartellrecht.
http://www.digitalfernsehen.de/Gericht- ... 939.0.html

Gleich drei Medienhäuser mussten vor dem Oberlandesgericht München eine Schlappe hinnehmen: Die Kammer konnte nichts Gesetzwidriges beim Vertrieb eines Adblockers erkennen. Nächster Halt: Bundesgerichtshof.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 06291.html

Das Gericht:
„Die von einer der Klägerinnen geltend gemachten urheberrechtlichen Ansprüche scheitern daran, dass die Verwendung von Werbeblockern durch die Nutzer nicht rechtswidrig ist. Denn indem die Klägerin den Nutzern den ungehinderten Zugang zu ihrem Internetauftritt bei Nutzung des Werbeblockers eröffnet lässt und lediglich die Bitte geäußert hat, auf die Verwendung von Werbeblockern zu verzichten, liegt aus der Sicht der Nutzer eine (schlichte) Einwilligung vor.“


Da bereits eine abweichenden Entscheidung des OLG Köln zu den wettbewerbsrechtlichen Ansprüchen vorliegt, hat das OLG München jedoch die Möglichkeit einer Revision zugelassen.
http://meedia.de/2017/08/17/klage-von-p ... zulaessig/
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