Aktuelle Zeit: 19. November 2018, 23:48


Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Wie der Name schon sagt.
  • Autor
  • Nachricht

Rudolf Müller

Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag11. Juni 2014, 22:22

Hallo liebe User,
das Deutschlandradio D-Kultur, will eine Sendung 2254, der Nachttalk einfach abschaffen, Tausende Beschwerden beim Sender nützen wohl nichts.
2254 ist die einzige Talksendung in der der kleine Bürger seine Meinung zu politischen Themen und zur Kultur sagen darf. Dem Sender ist es wohl lieber nur Politiker und Experten zu hören, dann funktioniert die Meinungsmache besser?
Kann uns bitte jemand helfen, wie wir da was auf die Beine stellen können, wir wollen uns nicht Mundtot machen lassen, wir sind Gebührenzahler und keine Bittsteller die man einfach ignoriert. DANKE
https://www.facebook.com/groups/254738348064277/
LG
R. Müller
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag9. Juli 2014, 19:24

Deutschlandradio
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Hörfunkrat, Herr Frank Schildt
Raderberggürtel 40
50968 Köln



Sehr geehrter Herr Schildt,
sehr geehrter Herr Steul,

die Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien
e. V. unterstützt die protestierende Hörerschaft des Formates 2254-Nachtgespräche und hat vor dem Hintergrund der Streichung des Formates folgende Fragen, auf die um Antwort gebeten wird:

Wie haben sich die Hörerzahlen (Einschaltquoten) der Sendung in den letzten Jahren entwickelt?

Wie hat sich die Zahl der Hörerinnen und Hörer, die das 2254-Nachtgespräch über das Internet empfangen, in den letzten Jahren entwickelt?

Wie haben sich die Anruferzahlen innerhalb der Sendung in den letzten Jahren entwickelt?

Wieso wird die der Programmreform vorangegangene repräsentative Hörerbefragung nicht öffentlich zugänglich gemacht?

Welche Aussagen wurden innerhalb dieser Hörerbefragung zum 2254-Nachtgespräch gemacht bzw. welche Fragen wurden gestellt?

Wie soll der erklärte Anspruch, Dialog und Diskurs fördern zu wollen, umgesetzt werden, wenn die einzige barrierefreie Diskurs-Sendung innerhalb des Programmes abgeschafft wird?

Ihrer Selbsteinschätzung folgend, dass es sich beim Deutschlandfunk um ein Einschaltprogramm und kein klassisches Begleitmedium handelt, sei die Frage gestattet: Glauben Sie, dass sich die bisherigen Nutzer des Formates 2254-Nachtgespräche für das angebotene Ersatzprogramm auch weiterhin um ein Uhr nachts den Wecker stellen?


Laut Staatsvertrag zum Deutschlandradio sollen die Sendungen „vor allem die Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland fördern sowie der gesamtgesellschaftlichen Integration in Frieden und Freiheit und der Verständigung unter den Völkern dienen und auf ein diskriminierungsfreies Miteinander hinwirken.“
Mit welcher Begründung wird vor diesem Hintergrund eine Wortsendung durch eine Musiksendung ersetzt?

An welcher Stelle des Programms erhalten die bisherigen Hörerinnen und Hörer der Sendung ein für sie entsprechendes alternatives Angebot?

Zweck des Vereins Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien ist die Wahrnehmung und Förderung der demokratischen Mitsprache bei der Umsetzung des gesellschaftlichen Programmauftrages der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten in Deutschland.
Wir sehen Qualitäts- und Relevanzprobleme vor allem dann erwachsen, wenn
Programm nicht mehr für das Publikum gemacht wird, sondern dem Konkurrenz- und Abgrenzungsdruck folgend, für eine imaginäre Gruppierung bestehend aus Entscheidungsträgern und vom Gemeinwohl losgelösten Interessengruppen.

Betrachten Sie bitte dieses Schreiben als öffentliche Anfrage.



Mit freundlichen Grüßen

i. A. Maren Müller
Vorsitzende
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag28. Juli 2014, 15:03

Hallo Rudolf und MitstreiterInnen für den Erhalt des Nacht-Talk 2254,

heute war die Antwort des Intendanten auf unseren Fragenkatalog im Kasten. Ihr könnt sie unter folgendem Link nachlesen:
viewtopic.php?f=30&t=98&p=624#p624

Fazit und Vorschläge für ein weiteres Vorgehen:

1.) Dass die Hörerzahlen nachts nicht gemessen werden, halte ich für eine unwahre Aussage. Wenn es angeblich keine Reichweiten-Daten für die Zeit zwischen null und fünf Uhr gibt, wie will man dann seriöse Aussagen zur Reichweite der jeweiligen Radiosender treffen? Hier müsste eventuelle noch recherchiert werden, ob diese Aussage für alle Radioprogramme gilt.
2.) Über die technischen Möglichkeiten zur Messung der Zugriffe im Internet-Livestream verfügt sogar unsere kleine lokale Internetzeitung. Diese Antwort halte ich ebenfalls für abwegig.
3.) Der Anstieg der durchschnittlichen Anrufversuche von 585 in 2013 auf 787 in 2014 zeigt ein wachsendes Interesse der Hörerschaft an der Sendung. Also wäre zumindest aus Nachfragesicht kein Grund zur Einstellung der Sendung vorhanden gewesen.
4.) Die repräsentative Hörerbefragungen ist im Auftrag einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt mit Mitteln aus dem Beitragsaufkommen realisiert worden. Es wäre zu prüfen, inwieweit die Veröffentlichung mit Hinweis auf entsprechende Gesetze (ggf. IFG) eingefordert werden kann. Es wäre nicht schlecht, wenn sich ein Medienjournalist, ein Jurist oder ein Medienpolitiker fände, der diese Forderung begleitet.

Das waren zunächst erste Gedanken zum Antwortschreiben. Es stellt sich sicherlich noch der eine oder andere Gedankenblitz ein. Wir können ja erst mal sammeln.

Mit Gruß
Maren
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag1. August 2014, 13:11

Antrag auf Informationszugang nach dem Bundesinformationsfreiheitsgesetz (IFG) zur Mappingstudie (Unterlagen im Zusammenhang mit der diesjährigen Programmreform) von Deutschlandradio Kultur:
http://berliner-wasserbuerger.de/?p=3422

Auch der Publikumskonferenz geht es konkret um die repräsentative Studie, welche unter Beteiligung von 4000 Hörern angeblich als Voraussetzung für die Umgestaltung des Programmes diente. Diese Studie ist nicht öffentlich zugänglich und nach dem Duktus des Intendanten soll das auch so bleiben. Im Antwortschreiben (siehe oben) formuliert der Intendant, dass die Hörerbefragung ein internes Papier sei und ausschließlich der "Geschäftsleitung als Grundlage für Entscheidungen zur strategischen Ausrichtung" diene.
Wir werden aus Gründen der Transparenz sowie unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz ebenfalls einen Antrag zur Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Studie stellen und haben diesbezüglich bereits Kontakt zu Medienpolitikern und Journalisten hergestellt.

Gast

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag2. August 2014, 04:13

Danke, das ist sehr gut Maren, nun bin ich kein Jurist, aber bin folgender Meinung: "Eine Studie die mit öffentlichen Geldern, also unseren Gebühren finanziert wurde" kann doch nicht nur intern sein? Ich bin der Meinung, dass hier die Aussage von Herrn Steul ins leere greift. Wir wissen ja bist dato noch gar nicht WAS und vor allem Wie gefragt wurde. Über den Rücklauf wissen wir auch nichts, nur dass angeblich 4000 Personen befragt wurden.
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag3. August 2014, 17:43

Genau der Meinung sind wir auch, lieber Gast.
Auf Einzelheiten der Hörerbefragung wird in den Medien eingegangen, wie z. B. hier:
„In die Änderung des Programmschemas sind die Ergebnisse einer repräsentativen Hörerbefragung eingeflossen, die der Sender vor zwei Jahren in Auftrag gegeben hatte. Zu den 4000 Befragten gehörten sowohl regelmäßige Hörer des nationalen Kulturradios als auch Kulturinteressierte, die den Sender bislang nicht eingeschaltet hatten. Um sich ein Bild vom Deutschlandradio Kultur machen zu können, hatten diese Befragten zuvor CDs mit typischen Sendungen erhalten.
Eines der Ergebnisse war, dass die Hörer das Programm durchaus zu schätzen wussten, sie aber zum Teil Schwierigkeiten mit der Wiederauffindbarkeit von Sendungsinhalten hatten, weil beispielsweise an sechs verschiedenen Stellen im Programm Bücher vorgestellt wurden. Ähnlich sah es auch für die Musikstrecke aus. Dies soll nun für die Hörer durch die Schärfung des Senderprofils einfacher werden. Dabei treten neue Schwerpunktsendungen an die Stelle der Sendung „Radiofeuilleton“. In der täglichen Morgensendung „Lesart“ um zehn Uhr steht die Literatur auf dem Programm, „Tonart“ – direkt im Anschluss – beschäftigt sich mit Musik.Am Samstagnachmittag ab 14 Uhr gibt es das Theatermagazin „Rang 1“, das Filmmagazin „Vollbild“ sowie das „Echtzeit“-Magazin, das sich mit modernen Phänomenen beschäftig.“ Quelle: http://www.tagesspiegel.de/medien/deuts ... 52352.html
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag11. August 2014, 19:43

Die Veranstaltung "Wem gehört das Radio? - zur Verpflichtung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks gegenüber den Gebührenzahlern" der Humanistischen Union (HU) am 5. August 2014 in Marburg wurde auf Video aufgezeichnet.
Die drei Sequenzen stehen auf dem Youbube-Kanal der HU Marburg. Zu finden sind sie aber auch durch "sprechende" Kurzlinks.

1. Christian Dejaco eröffnet die Veranstaltung "Wem gehört das Radio": http://humr.de/v8
2. Franz-Josef Hanke stellt die Sendung "2254" und die Petition vor: http://humr.de/v9
3. Axel Schmidt berichtet über seine Arbeit im Hörfunkrat des Deutschlandradios: http://humr.de/v10

Einen Audio-Mitschnitt gibt es unter: http://humr.de/mr2254
An der Veranstaltung hat ein knappes Dutzend Leute teilgenommen. Darunter waren auch zwei Journalisten.
Den Bericht von Thade Rosenfeldt finden Interessierte in der Onlinezeitung marburgnews unter: http://marnews.de/9590

1. Onlinepetition: http://fjhmr.de/r2254
2. Petitionsbögen zum Ausdrucken und Ausfüllen: http://fjhmr.de/p2254
3. Kommentare zur Petition: http://fjhmr.de/k2254
4. Blogbeitrag vom 7. Juni mit vielen Kommentaren: http://fjhmr.de/2254
5. Blog "rettet2254.wordpress.com": http://2254.fjhmr.de
6. Brief an den Deutschlandradio-Intendanten Willi Steul: http://fjhmr.de/f2254
7. Das Interview von Willi Steul und Andreas-Peter Weber in der Stuttgarter Zeitung vom 29. Juni 2014:
http://fjhmr.de/s2254
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag11. September 2014, 19:58

Die heute erfolgte Übergabe der Petition im Funkhaus Berlin, das anschließende Gespräch mit Intendanten Willi Steul und Hörfunkrats-Vorsitzenden Frank Schildt und die öffentliche Sitzung des Hörfunkrates für Sie in Wort und Bild kurz zusammengefasst.
http://rettet2254.info/uebergabe-der-pe ... -203823573

Gast

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag6. Oktober 2014, 01:03

wie sind die nächsten Aktivitäten? Kommt noch etwas oder akzeptiert man einfach und gibt auf?
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag7. Oktober 2014, 17:52

Ich weiß es nicht, Gast.
Unsere Möglichkeiten sind momentan ausgeschöpft. Mal sehen was die "Radio-Aktiven" noch vorhaben.
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254

Beitrag6. Dezember 2014, 16:23

Kein Ersatz für 2254 - ein Selbstversuch.
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6066
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Bitte um Unterstützung D-Radio Kultur 2254


Zurück zu Radio

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste