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Die Tagesschau und der Mord von Offenburg

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Maren

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Die Tagesschau und der Mord von Offenburg

Beitrag19. August 2018, 20:18

Am Morgen des 16.08.2018 waren ein Arzt und seine Arzthelferin in Offenburg von einem Mann mit einem Messer attackiert worden. Der Mediziner starb kurz darauf, die Frau überlebte schwer verletzt. Es handelte sich bei dem polizeibekannten Täter um einen 26 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia.

Chefredakteur Kai Gniffke hatte nach Zuschauerprotesten die Nichtberücksichtigung des Mordfalls bei der Berichterstattung mit der zu geringen gesellschaftlichen Relevanz begründet. Man könne nicht „über jeden Mordfall berichten“. Strittig sei jedoch die Frage, „ob wir darüber berichten sollten, wenn es sich beim Tatverdächtigen um einen Asylbewerber handelt“. Dies wäre seiner Meinung nach erst erforderlich, „wenn Asylbewerber überproportional an Tötungsdelikten beteiligt wären. Das ist, soweit wir es recherchieren können, nicht der Fall.“ Deshalb habe man sich gegen die Berichterstattung entschieden.

https://www.facebook.com/tagesschau/pos ... 0234934407

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) sah das anders und hat die unterdrückte Berichterstattung der „Tagesschau“ über den Mord an einem Arzt in Offenburg scharf kritisiert.

https://www.facebook.com/ob.boris.palme ... ?__tn__=-R

Drei Gründe, warum die Tagesschau besser doch über den Mord von Offenburg berichtet hätte.

1. Der Mord an einem Arzt in der Praxis ist nicht irgendein Mord. Wenn ein Mensch, der im Beruf anderen Menschen hilft, ohne erkennbaren Grund mit dem Messer erstochen wird, dann ist das kein gewöhnlicher Raubmord, sondern ein Fall von besonderer Abscheulichkeit, egal woher der Täter kommt. Daher eine Nachricht für die Tagesschau.

2. Wenn eine Häufung von schweren Gewalttaten unter Asylbewerbern für die Tagesschau ein Grund wäre, darüber zu berichten, dann müsste sie das tun. Ich halte das Argument zwar für seltsam. Wenn eine Gruppe von Tätern häufiger vorkommt, dann reicht das für die Tagesschau? Verstehe ich nicht. Aber dass Asylbewerber bei schweren Gewalttaten überrepräsentiert sind kann man mittlerweile als gesichert ansehen. Bei Mord und Totschlag sind rund 40% der Tatverdächtigen nicht deutsch. Das Kritikerium der Tagesschau wäre also erfüllt. Gesichert ist mittlerweile auch, dass die Angriffe mit Messern zunehmen und wiederum Asylbewerber dafür wesentlich verantwortlich sind.

3. Nicht über so einen tragischen und ungewöhnlichen Fall zu berichten erweckt den Eindruck, man wolle wie in Köln eben nicht berichten, weil der Tatverdächtige ein Asylbewerber ist. Das nährt die These von den Systemmedien und macht die Empörung im Netz um so größer. Schon um dieser absehbaren Entwicklung entgegen zu treten und nicht den Eindruck zu verstärken, es werde etwas unter den Tisch gekehrt, wäre ein Bericht richtig gewesen.

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