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nichtfernseher

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Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragSo 2. Feb 2014, 13:12

hi, tanja, noch will sie hier niemand rausschmeissen :-)

Bananen hin oder her, ich fände es ganz wichtig, mal zu zusammenzustellen (ich weiss, das ist ARBEIT) wie und mit welchen Erfahrungen das Problem anderswo gelöst wird. Auf die schnelle nur mal ein link zum Paragraph 28 des ORF-Gesetzes:

http://kundendienst.orf.at/unternehmen/ ... umsrat.pdf

Gar nicht so dumm die Österreicher: Die listen einfach auf, wer NICHT in den Publikumsrat gehört. Besonders beeindruckt mich die Konsequenz, mit der in Absatz 2.4 aktive Politiker und ihre Entourage ausgeschlossen werden.
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TanjaBee

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Re: Erweiterung der Diskussion - ÖR-Medien/Private

BeitragSo 2. Feb 2014, 13:37

Hallo, nichtfernseher, hallo admin,

danke für den interessanten und fundierten Beitrag, nicht fernseher!

@admin; die Titeländerung des Beitrags finde ich äußerst irreführend- nicht treffend - wurde der Threadersteller überhaupt gefragt?
Stellt Ihr Euch so in Zukunft die Verwaltung bzw. v.a. Redaktion des Programms/ der Inhalte - kontrolliert durch einen *Unabhängigen* Publikumsrat auch vor?

Gruß,

Tanja
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TanjaBee

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Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragSo 2. Feb 2014, 13:44

Danke, nichtfernseher,

für den interessanten Beitrag.

Nein, darin nachzulesen bedeutet nicht viel Arbeit, sondern es bringt weiter....

Gruß,

Tanja

die sich übrigens selten Gedanken um mögliche Rausschmisse gemacht hat..... wer nicht kämpft, hat schon verloren.
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Bücherleser

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Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragSo 2. Feb 2014, 13:45

Ich fühle mich in einem Zielkonflikt:

Einerseits würde ich gerne den Willen der Bürger 1:1 repräsentiert sehen.

Andererseits finde ich es unabdingbar, daß ein staatlich/gesellschaftlich finanziertes Medienangebot einer wissenschaftlich fundierten Aufklärung dienen sollte.

Große Teile der Bevölkerung sind aber noch irrationalen Vorstellungen verhaftet, u.a. wegen der jahrzehntelangen unkritischen Haltung der von religiösen Lobbys mitkontrollierten Sender zu irrationalen Weltanschauungen.
Ich befürchte, würde die gesamte Bevölkerung tatsächlich repräsentativ wählen, bekämen wir ein noch schlimmeres Potpurri aus Flachshows, religiösen Predigten, Horoskopen u.a. esoterischem Humbug - künftig womöglich sogar lokale Scharia-Sender.

Eine wirklich in der Breite medienmündige Bevölkerung muß doch erstmal und in jeder Generation aufs neue herangebildet werden!

Deshalb habe ich für die 50/50-Variante gestimmt.
Ich könnte mir ein Medienparlament aus zwei Kammern vorstellen, deren Experten-Kammer mit führenden Wissenschaftlern aller Fachrichtungen besetzt ist.
Deren Aufgabe bestünde darin, alle Inhalte auf wissenschaftlich korrekte Darstellung abzuklopfen und groben Unfug zu verhindern beziehungsweise unmittelbar als solchen zu entlarven.

Besonders dringend erscheint mir dies auf dem Gebiet der Medizin.
Viel zu häufig wird unkritisch über nicht-evidente Behandlungsformen berichtet, deren Anwendung Schäden verursachen kann.
Andererseits werden potentielle negative Nebenwirkungen notwendiger Maßnahmen sensationell aufgebauscht und durch Verunsicherung der Bevölkerung ein viel größeres Gefahrenpotential aufgebaut (Impfkritik).
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Dietmar Warschkun

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Re: Programm eines neuen ÖRR

BeitragSo 2. Feb 2014, 16:26

Thomas Laas hat geschrieben:...ein prima Brainstorming als Diskussionsgrundlage. So können wir uns der inhaltlichen Ausgestaltung des Programms annähern. Ich würde noch hinzufügen wollen:

24/7-Livestream in den Bundestag - um die parlamentarische Praxis verfolgen zu können. Nicht nur zu ausgewählten Themen, wie es jetzt schon der Fall ist. Damit wäre ausgeschlossen, dass "unerwünschte Themen" aus dem Programm genommen würden.

Probleme habe ich mit Angaben wie: niveauvolle Unterhaltung, niveauvolle Spielfilme. Wer bestimmt da, was niveuvoll ist? Ich bin der Meinung, Unterhaltung sollte generell aus demm ÖRR ausgeschlossen werden. Nichts gegen gute Unterhaltung. Aber die Geschmäcker sind hier einfach zu verschieden und entsprechende Sendungen i. d. R. zu teuer, um einen Konsens im Publikum erreichen zu können, der tragfähig wäre für eine verpflichtende Umlagefinanzierung.

p.s.: macht es nicht Sinn, diesen Thread in die Rubrik "Medienkritik/Medienanalyse? zu verschieben?


Hey Thomas !
Gegenfrage: wo hört die (reine) Kultur auf und wo fängt die (reine) Unterhaltung an ?? Ich versuch's mal an historischen Beispielen: Sind "Apocalypse Now", "The Shield", "The Wire" oder etwas banaler "Inglourious Basterds" schon Kultur und/oder noch Unterhaltung ? Musiksendungen (Wagner oder Rieu) ?
Meines Wissen gibt es Urteil des BVerG, in dem "Unterhaltung" dem Versorgungsauftrag der ÖR zugerechnet wird. An geltender Rechtslage sollten wir uns, denke ich, zumindest orientieren.
Eine Richtschnur könnten die Themenabende auf arte sein.

Zum p.s. Zustimmung

Gruss Dietmar
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Dietmar Warschkun

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Re: Programm eines neuen ÖRR

BeitragSo 2. Feb 2014, 16:57

bussard hat geschrieben:Und meine Bitte wäre: Profisport raus aus dem ÖRR.

Erinnert mich einfach zu sehr an Brot und Spiele.

Und das würde die Kosten ernom drücken, denn Sportübertragungsrechte sind richtig teuer !

Und wer wirklich Sport sehen will, ist bei Pay-TV besser bedient. Aber da müssen auch dann nur die zahlen, die es wirklich sehen wollen.


Im Grunde genommen Zustimmung, vor allen Dingen wg. der Ausmaße die das angenommen hat.

Aber dann erzähl mal dem Geringverdiener oder dem Rentner mit notwendigem Nebenjob, dass er, wenn er z.B. CHL sehen will, zusätzlich zur Haushaltsabgabe (da kommt er ja nicht drumherum) noch sky löhnen soll. Vor allen Dingen: wovon ?

Wir haben drei Säulen TV-"Versorgung": ÖR, private free TV und pay-TV (na gut, I-Net...aber mit unseren Datenfeldwegen nur bedingt ein Spass). Spocht (insbesondere Fußball) kriegst Du nur aus den ÖR (jedenfalls ohne von Millionen geteert und gefedert zu werden) raus, wenn die Verlagerung zum private free TV gelingt. pay-TV ist da keine Alternative.

Ps: Vorschlag - bis jetzt gibt's überwiegend Vorschläge, was alles nicht in den ÖR soll. Wie wär's mit der Aufstellung einer Positivliste (meinetwegen beispielhaft an konkret existierenden Sendungen, meinetwegen können wir uns auch 'ne handelsübliche TV-Zeitschrift vornehmen. Dann "spricht" sich auch viel einfacher mit den Leuten (ÖRler und zahlendem Publikum).

Gruss Dietmar
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Hanselmann

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Re: Erweiterung der Diskussion - ÖR-Medien/Private

BeitragSo 2. Feb 2014, 17:29

Guten Abend ringsum,

ich vermisse in der ÖRR und ÖRF vor allem unvoreingenommene und objektive Berichterstattung, welche alle Seiten betrachtet. Als mündiger Bürger möchte und kann ich mir selbst ein BIld der Vorgänge machen und eine Meinung bilden. Mindestens in den Nachrichtensendungen brauche ich kein vorgefasstes Bild. Es gibt mehr Schattierungen als Schwarz-Weiß oder Russen-Westeuropa, Ost-West, Gut-Böse ...
Ich hoffe und verspreche mir hier im Forum dazu Denkanstöße - vor allem auch für die Verantwortlichen in den Medien.
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IGR

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Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragSo 2. Feb 2014, 18:19

Eine sehr ausgewogene Debatte, an der ich gern auch später teilnehmen werde. Danke für Eure Abstimmung. Die hier läuft noch weiter für 60 Tage. Kann jeder übrigens einrichten .

Übrigens , weil "Banane" und so, ich bin selbst Medienwissenschaftler, nur lege ich mir deswegen ein Ei auf den Kopf und halte mich für einen Experten. Es gibt immer mal wieder Leute auch in meiner Branche , die laut rufen, was sie angeblich verstanden hätten und in der Praxis sieht es dann "Mau" aus - (HansJ.V. bei FB z.B. , oder eben diese Frauen, die das Video bei Youtube gemacht haben (schlechter Ton, schlechtes Bild, komische Informationen, kein helles Licht). Wenn man so etwas tut, dann ist man eben kein "Spezialist". Und diese Branche kommt genau deswegen immer mehr in Verruf. Das ist die Ursache miserablen TV-Angebots etc...

Dem HJV kannste mal auf sein Kuchenessenposting in seiner Facebookinsel das hier zeigen:
viewtopic.php?f=7&t=19&view=viewpoll

Das hätte er gern auf seiner Facebookweide.
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JaMiD

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Re: Warum brauchen wir eine Publikumsrat?

BeitragSo 2. Feb 2014, 18:32

Hallo zusammen,

als Jugendlicher habe ich mich durch RTL-Nachrichten gut informiert gefühlt. Einige Jahr später war ich fand ich mich toll weil ich verstand was der Spiegel und die Tagesthemen berichten. Eine ganze Zeit lang hinterfragte ich diese Medien nicht. Entsprechend fand ich das gut, was dort als gut dargestellt wurde und empörte mich über das, über das man sich empören soll. Aus Interesse an einzelnen Themen informierte ich mich irgendwann auch über alternative Quellen und ich könnte es einfach nicht fassen wie mein Weltbild jahrelang von den Mainstreammedien gezielt manipuliert wurde. Es ist für mich unglaublich wie einseitig berichtet wird. Herr Lanz, aber auch viele seiner Kollegen haben in zahlreichen Sendungen haarsträubende Beispiele für die Parteilichkeit der öffentlich rechtlichen Medien geliefert. Zugegeben auf einem anderem Niveau, aber im Prinzip funktionieren auch die Nachrichtensendungen nicht anders. Hier wird vorgegeben was weiß und was schwarz ist. Welcher Regierungschef ein Hoffnungsträger und welcher ein Despot ist. Die meisten Menschen haben nicht die Zeit sich stundenlang im Internet umfassend zu informieren und so bleibt die Meinungshoheit den großen Medien vorbehalten. Zumindest für die gebührenfinanzierten Sender sollte eine objektive Berichterstattung die alle Seiten gleichberechtigt zu Wort kommen lässt zur Selbstverständlichkeit gehören. Eine Einrichtung die das tatsächlich überwacht ist längst überfällig! Ich würde mich sehr freuen wenn der Publikumsrat hier deutliche Akzente setzen kann.

Viele Grüße
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Sensor

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Re: Manipulation durch öffentliche Medien

BeitragSo 2. Feb 2014, 18:53

Warum halte ich das Thema "Manipulation..." für elementar?
Denjenigen, die in unserem Land die Macht haben uns so zu manipulieren, damit wir uns freiwillig auf immer weitere Einschränkungen unserer Freiheit(en) einlassen, war schon immer klar, dass mittel- und langfristig Gedacht werden muss. Am oben gezeigten Beispiel wird deutlich was beabsichtigt sein kann, wenn man die Folgen dieser Desinformation betrachtet. Sollte es wirklich jedem bewusst sein, dass es stimmt, wenn behauptet wird, dass in naher Zukunft alte Menschen in der demographischen Statistik überwiegen, dann wären wir selbstverständlich damit einverstanden, dass
* Versicherungsbeiträge steigen,
* geringere Renten bezahlt werden können
* Fachkräftemangel immer größer wird
* Schulen geschlossen werden müssen
* u.s.w. u.s.w.
kurzum, zahlreiche Einschnitte und Kostenerhöhungen sind die Folge - und zwar mit unserem stillschweigenden Einverständnis. Es gibt noch andere Bereiche, die in den Medien derzeit wenig kontrovers, gebetsmühlenartig propagiert werden:
* Global worming
* "Friedensmissionen" der Bundeswehr
* Staatspleiten (Folge, wir bezahlen brav die erhöhten Kosten)
* Impfungen gegen Grippe und andere "Krankheiten" (dient der Pharmaindustrie)
* Tierseuchen (Angstmache...)
* Terrorismus...???
* u.s.w. u.s.w.
Die Aufzählungen können beliebig ergänzt werden, doch nimmt man einmal etwas Abstand, so ist leicht zu erkennen, dass hier mehr im Spiel ist, als schlichter Unwille der Medien. Hier wird auf einem anderen Parkett getanzt und wir sehen nur das Oberflächlische...wie bei Marcus Lanz, der in höchst ungeschickter weise das System erkennbar gemacht hat,
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IGR

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Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

BeitragSo 2. Feb 2014, 19:02

Zitat: "

Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann
Publiziert 1. Februar 2014 | Von Heiko Hilker

„Das Problem der Abhängigkeit der Quote von den jeweiligen fernsehenden Personen verdeutlichten Frank Aischmann und Gregor Streiber durch ein witziges Interview mit Josef von Westphalen. Wenn durch „Zufall“ ausgerechnet ein aufmüpfiger Satiriker GfK-Panelmitglied – und somit zum Guerillazuschauer – werden kann: Wer weiß denn, was sich noch alles für Typen in dieser virtuellen Zuschauergemeinde finden? Mitglieder des Panels, so die Schlussfolgerung im Film, können prinzipiell keinen repräsentativen Ausschnitt abbilden. Wie beim Problem der Quantenmechanik, wo die Anwesenheit des Beobachters die Messergebnisse verfälscht, liefern die Panelglotzer nur ein Zerrbild von dem Zuschauer. Dieses Zerrbild – sprich: die Quote – motiviert eine fatale Rückkopplung auf das Programm, die schließlich zur Auslagerung von Qualität in die Spartenkanäle führt.“"

Lesen unter: http://dimbb.de/zitat-warum-die-quotenm ... lden-kann/
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Günther Wassenaar

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Re: Erweiterung der Diskussion - ÖR-Medien/Private

BeitragSo 2. Feb 2014, 19:43

Gegenwärtig erfüllen die Medien den Straftatbestand der Körperverletzung - und - sie sind Haupverantwortlich für die Verrohung der Jugend, für das Brechen von Anstand, Moral, Sitten und Gebräuchen.

Mir ist klar, dass diese Ausführungen Widerspruch provozieren, dass jetzt viele sagen - man kann die Medien ja ABSTELLEN.

Kann man sie abstellen – oder sind wir den Medien so lange wir wach sind ausgeliefert? Können wir vor allem unsere Kinder vor diesen Medien schützen, können wir ihnen NUR Sendungen zuteilen, die nicht Kindergefährdend sind? Gerade lief ein Kinderfilm von zwei blauen ARAS und auch dort wurde wie in vielen Filmen wieder mal gerülpst. Nun mag es ja sein, dass so mancher Medienmensch mit dem Düsenjet durch seine Kinderstube gedüst ist, dass ihm derartige Benimmregeln nicht so geläufig sind – ich für meinen Teil halte derartiges Benehmen für nicht angebracht. Natürlich haben auch wir als Jungen heimlich und versteckt gerülpst, um Erwachsene zu ärgern – aber uns war bewußt, dass es von der Mehrheit der Erwachsenen nicht geduldet wurde, dass es uns von ihnen nie vorgemacht würde, wie heute an der Tagesordnung.

Meine Auseinandersetzung mit Medien sind schon seit langer Zeit im Gange. So habe ich den Hornbach-Konzern wegen Gewaltverherrlichung in seiner Werbung vor etwa 6 Jahren angezeigt und gegenwärtig habe ich seit fast einem Jahr die Zahlung der GEZ/Beitragsgebühren eingestellt.
Die ÖR-Sender haben seit Anfang des Jahres massiv Werbung für die Bundeswehr gesendet, diese dazu noch vollkommen entstellend, für die jeder Unternehmer wegen Wettbewerbsverzerrung vor den Kadi kommen würde.
Diese Armee ist aber an Kriegsverbrechen massiv beteiligt. Sie steht Schulter an Schulter mit anderen Armeen, die in allen Kriegseinsätzen seit dem Jugoslawien-Krieg, URAN-Waffen einsetzten, somit die in den Gebieten lebende Bevölkerung ungeschützt radioaktiver Strahlung aussetzt. Mißbildung bei Geburten (etwa 25%) und Mehrfach-Krebserkrankungen der dort lebenden Menschen sind die Folge.
Laut Kriegsvölkerrecht, sind Kriegsverbrechen unter Strafe gestellt, auch die Unterstützung. Meine Zahlung ist somit eine finanzielle Unterstützung der Werbung für Krieg und Kriegsverbrechen.

Nicht etwa, das ich die öffentlich-rechtlichen Sender für falsch und überflüssig betrachte – wären wir ausschließlich auf Informationen der Privaten Sender angewiesen, wäre es überhaupt nicht mehr auszuhalten. Was dort läuft hat mit Humanität, mit Kultur oder Bildung absolut nichts mehr zu tun. Das ist Verblödung auf niederstem Niveau.
Ich habe die Benennung eines Sperrkontos erbeten, auf das ich meine Beiträge einzahlen kann, das aber Sicher stellt, dass so lange wie dort für Krieg und Kriegsverbrechen geworben wird, meine Geld keine Verwendung findet. Würden sich dieser Aktion Millionen Zuschauer und Zuhörer anschließen, hätten wir schon lange demokratischere Strukturen in den Sendern.

Zwingen kann man nicht mit Petitionen, mit Demonstrationen und Bittschriften. Zwingen kann man nur, indem man materiellen oder finanziellen Druck ausübt.

Günther Wassenaar, Alte Dorfstraße 35, D-06886 Lutherstadt Wittenberg, +491627636376
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Thomas Laas

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Re: Programm eines neuen ÖRR

BeitragSo 2. Feb 2014, 20:26

Dietmar Warschkun hat geschrieben:Gegenfrage: wo hört die (reine) Kultur auf und wo fängt die (reine) Unterhaltung an ??
Ja, genau, Dietmar DAS ist ja eben die Frage. Im Übrigen braucht es kein Urteil des BVerG. Unterhaltung wurde durch den Rundfunkstaatsvertrag als zugehörig zum Aufgabenbereich des ÖRR definiert. Ob das so bleiben muss, wäre die nächste Frage. Aber es wird schwierig sein, diese Frage prinzipiell zu entscheiden. Im aktuell gültigen System entscheidet der Intendant eines ÖRR-Senders über die Inhalte - und das von Fall zu Fall. Bei diesen Entscheidungen wollen wir als Geldgeber der ganzen Angelegenheit Mitspracherecht. Aber wie kann das praktisch umgesetzt werden?
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wthiem

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Re: Erweiterung der Diskussion - ÖR-Medien/Private

BeitragSo 2. Feb 2014, 20:37

Ich sehe kein Problem darin, dass bei einer Kindersendung ein Kind mal aufstößt. Man kann die Kontrolle auch übertreiben!
Es ist nicht sinnvoll, Gewaltdarstellungen zu verbieten. Wir leben nunmal in einer gewalttätigen Welt. Eine Restiktion wäre falsch. Schlimmer ist, dass es Eltern gibt, die ihren Kindern Filme zeigen, die extreme Gewalt enthalten.
Am schlimmsten ist jedoch die tatsächliche Gewalt durch Schläge, die manche Eltern gegenüber ihren Kindern ausüben.
Diese Kinder geben ihre negativen Erfahrungen an ihre Umwelt weiter.
Deshalb finde ich Beiträge, die ein Problem mit "Rülpsen" habe, mehr als unangebracht.
Auch ich bin gegen Krieg, Gewalt und Waffen. Eine Verbindung vom "Rülpsen" über den Verfall der Moral und des Anstands, bis hin zu Gewaltverherrlichung und Kriegstreiberei halte ich (zumindest) für sehr gewagt.
Mit ihrer Argumentation wäre Pippi Langstrumpf ja sozusagen das personifizierte Böse, da sich diese Figur nicht an die moralischen Standards hält. Nach ihrer Theorie wäre "Pippi" quasi die Wegbereiterin für den Verfall der Moral.
Leider muss ich ihnen mitteilen, dass ihre Ausführungen bezüglich der "Kinderstube" zum Sinnlosesten gehören, was ich jemals gelesen habe. Das, was Sie bezüglich der Gewaltverherrlichung geschrieben haben, ist für sich selbst betrachtet, korrekt. Hier bin ich mit Ihnen einer Meinung. Nur: Kinder sind Kinder und haben das Recht, auch mal "unmoralisch" zu sein.
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bussard

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Re: Erweiterung der Diskussion - ÖR-Medien/Private

BeitragSo 2. Feb 2014, 20:55

@Günther Wassenaar: Das Thema Uranmunition ist sicher eines der dringlichsten, da bin ich völlig ihrer Meinung. Schließlich handelt es sich um ein aktuell stattfindendes Kriegsverbrechen ungeahnten Ausmaßes. Wenn man dann bedenkt, daß es der WDR war, der die erste Dokumentation dazu finanziert hatte, bevor er es sich dann anders überlegte, dann kann man sicher nicht davon reden, daß der ÖRR nicht Bescheid weiß. Es geht hier lediglich darum ,unsere alliierten Freunde nicht in Mißkedit zu bringen. Schon allein dieses Thema genügt doch, um dem ÖRR das Attribut "rechtlich" abzusprechen. Hier werden Kriegsverbrechen bewußt gedeckt.

Wenn wir dagegen angehen könnten, hätten wir viel erreicht.

Gruß
Bussard
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Thomas Laas

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Re: Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem

BeitragMo 3. Feb 2014, 10:10

Edna hat geschrieben:Ist das nicht so ziemlich das, was wir uns vorstellen?
Im Prinzip schon. Ich glaube allerdings nicht, dass einem ÖRR bei "freier Wählbarkeit an der Teilnahme und Finanzierung" ausreichend Geld zur Verfügung stehen würde, um überhaupt ein Programm - wie auch immer es inhaltlich aussehen mag - senden zu können. Bei einer verpflichtenden Umlagefinanzierung bliebe zu Fragen, welche Art von Programm quasi als kleinster gemeinsamer Nenner der Öffentlichkeit finanziert werden soll. Eine Zwickmühle.
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AndreasW.

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Re: Direkte Demokratie..das bessere Ziel ?

BeitragMo 3. Feb 2014, 13:18

Hallo an Euch alle,

hier fällt mir nach kurzer Anwesenheit in diesem Forum schon auf, dass dieses Projekt während seiner Aufbauphase noch längst nicht in "sicheren Tüten" zu stecken scheint?!

Die Ziele zu definieren, dürfte tatsächlich eine erste gewaltige Aufgabe darstellen.
In der Tat möchte ich dem Threadstarter hier unumwunden beipflichten. Eine Änderung der Dinge in dieser Dimension wäre sicherlich der ideale Weg in einer idealen Welt.

Nur leider leben wir nicht in einer idealen Welt.
Insofern stelle ich einfach mal die Frage in den Raum, ob man zu Anfang nicht vielleicht bewusst kleinere Brötchen backen sollte?

Wie kann man erwarten, zum Erfolg dieser Mission zu gelangen, wenn man von Anfang an darauf aus ist, die gegebene Situation in einem wahrhaft revolutionären Kurs von unten nach oben zu kehren?

Wird der zu erwartende Widerstand der derzeitig bestimmenden Schicht dabei nicht umso heftiger ausfallen?

Ich denke, die allererste Frage, die sich die einzelnen User hier stellen sollten, bevor man hier zur Tat schreitet, ist die, ob man sich als Realo oder Fundi empfindet und ob man dazu bereit wäre, sich auch dann mit zu engagieren, wenn es sich heraus stellen sollte, dass die Forderungen, mit denen man auftritt, erstmal nur welche sind, die auch nur ansatzweise Chance auf Umsetzung versprechen?

Mitspracherecht einzufordern ist nur die eine Sache - Das System gänzlich umkehren zu wollen eine ganz andere.
Schließlich wollen wir uns die Windmühlen nicht erst selbst erschaffen, gegen die wir anzurennen bereit sein müssen.

Eine Politik der kleinen Schritte verspricht dabei vielleicht mehr Aussicht auf Erfolg?

;)

Liebe Grüße, Andreas

Anti-Lobby ist Pro-Mensch

Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragMo 3. Feb 2014, 15:38

Ein wirklich ehrlicher und guter Ausschuss kann ausschließlich und nur von Bürgern die untereinander unabhängig von einander sind funktionieren.
Natürlich klingt es erstmal schön bunt und a"lle ham sich lieb", bei so einer Abstimmung von "Mischung aus Bürger und Experten" zu träumen, doch die Realität lehrt uns schlimmes.

Den Beweis hat uns der Lobbyismus x-fach beschert. Die Ursprungsidee war klasse, Politiker, die nicht in allen Gebieten alles wissen können, werden von Vertretern der Industrie, also Experten/Spezialisten unterstützt, um zu verstehen, welche auswirkungen, welche Politik hat.

Geworden ist daraus der Inbegriff von Bestechung. Parteispenden werden von großen Lobbys gezahlt, die urplötzlich dieser Lobby wohlgesonnene Gesetze erzeugen. Man kann gerne ein Brett vor den Kopf nehmen, die Augen verschließen und "lalala" singen, doch wird diese bittere und widerliche Realität dadurch nicht besser!

Nieder mit dem Lobbyismus! Nieder mit "Experten-Gruppen"! Her mit Bürgergruppen, die endlich wieder für ihre eigenen Rechte einstehen und sich nicht irgendwelche Lügen von Lobbyfinanzierten Politikern vorgauckeln lassen.

Freiheit, Brüderlichkeit und Zusammenhalt müssen unser aller Mantra sein, denn nur so kann die Menschheit siegen.


Ausschließlich Bürger und Interessenten sollten das Gremium bilden. Sie sollten aber nicht über fachliche Fragen entscheiden, sondern generell ein Urteil fällen, "ist dieser Beitrag der aus UNSEREM GELD(GEZ) finanziert wird,
1. neutral
2. dem Bildungsaufrag gerecht
3. politisch farblos
4. sowohl auf dem linken, als auch auf dem rechten Auge sehend
5. NICHT christlich beeinflusst, weil auch das nicht neutral ist
6. Kultur, Unterhaltung, Bildung, Technik, Wissenschaftlich, Politisch oder oder oder irgendeiner Kategorie angehörend und diese wird dann bestimmt und dem Beitrag zugeordnet( 1:N, also ein Beitrag kann mehrere Kategorien vertreten)

Das sind alles Kriterien, die die Anwesenheit trügerischer "Experten" nicht bedingen und somit durchaus von einem reinen Gremium aus Bürgern definierbar.

Mehr braucht es kaum. Wenn diese und weitere Kriterien nicht erfüllt werden oder insbesondere die polititsche Neutralität nicht gegeben ist, wird dagegen vorgegangen. Es darf in einer demokratischen Welt nicht sein, dass einzelne radikale Splittergruppen wie Lanz und Co. eine durchaus legitime politische Gesinnung der Art diskreditieren und für den Allgemeinbürger als unvertretbar darstellen. Denn zahllose Studien haben ergeben, dass dieses Vorgehen, wie von Lanz und Jörges, effektiv die Meinung der Zuschauer manipulieren kann. Und solche Menschen wissen genau das.

Es geht nicht darum, ob fundamentale Christen, Linke oder Recht richtig oder falsch sind, sondern darum, dass die Medien weder das eine noch das andere als richtig oder falsch darstellen, sondern zu 100% sachlich bewiesene Fakten aufzeigen, die dann für die eigene Meinungsbildung zur Rate gezogen werden können.

Solche Aussagen wie "mit Ihrem Populismus Frau Wagenknecht haben Sie das Publikum auf Ihrer Seite", damit der mündige Bürger sich ggf. schämt, die ausgesprochene Wahrheit der Wagenknecht zu feiern, sind einfach unter aller Kanone und gehören in die Bildzeitung, nicht aber in durch UNSER GELD finanziertes Medienmaterial.
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Dietmar Warschkun

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Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragMo 3. Feb 2014, 15:54

Ich habe mich jetzt für Variante 1 entschieden.
1. ich möchte keine Expertokratie, auch nicht im Ansatz.
2. wenn Bürger gewählt werden, die eben auch Experten sind....kein Einwand...
3. ...und da Experten eben auch per se Bürger sind, können sie eben auch gewählt werden.

Variante 2 ist daher für mich keine Option.

Variante 3 ist...mit Verlaub "Quotengedöns" und nur sehr kompliziert zu handlen.

Trotzdem ist Sachverstand (sofern er nicht quasi "natürlich" aus dem Kreis der Gewählten erwächst) vonnöten, wahrscheinlich nicht nur von Medienexperten. Vorstellbar wäre imho eine Art Beisitzerregelung. Ehrenamtliche Beratungsfunktion, aber ohne Stimmrecht.
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bussard

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Re: Programm eines neuen ÖRR

BeitragMo 3. Feb 2014, 19:13

Wenn wir hier wirklich Demokratie in den ÖRR bringen, dann erübrigt sich die Frage nach dem Programm des ÖRR ohnehin. Dann werden die Millionen Gebührenzahler sicher nicht uns 100 fragen, welches Programm wir denen bieten wollen.

Ich würde dann gegen Profisport votieren, wenn man mich fragen würde. Mehr nicht. Wir können hier nicht unser Lieblingsfernsehprogramm zusammentstellen. Das müssen wir dann schon der Mehrheit überlassen. Das ist nunmal Demokratie.

Bei dem Punkt Sport ist es ja nun aber so, daß die Fernsehrechte dafür ja dann komplett von den Gebühren reduziert würden und damit der PAY-TV finanzierbar wäre. Die Frage muß dann auch so gestellt werden. Willst Du Zwangsgebühren für Sport zahlen oder lieber nicht?

Gruß

Bussard
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AndreasW.

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Grundsätzliche Zielsetzung

BeitragMo 3. Feb 2014, 20:00

Hallo Ihr alle,

angesichts des Hin und Her in den anderen Forenbereichen möchte ich jetzt mal eine Frage auf den Punkt bringen, die mir als die elementarste Frage zu Beginn einer möglichen Arbeit überhaupt erscheint:

Wie eigentlich stellt Ihr Euch eine sinnvolle Vorgehensweise vor? Was sind Eure Vorstellungen, wie ein "Publikumsrat" sich einbringen könnte in die bestehenden Sender-Landschaften von ARD und ZDF?

Baut Ihr auf eine Kooperation mit den bestehenden Aufsichtsräten oder wollt Ihr eine komplette Umorientierung des ÖRR "erzwingen"?

Denn abgesehen von der Frage der möglichen Wahrscheinlichkeit, was eher umgesetzt werden könnte, würde ich auch gerne wissen, inwieweit jeder Einzelne dann auch dazu bereit sein würde, eventuelle Mehrheitsbeschlüsse der Foren-User bzw. späterer Vereinsmitglieder mitzutragen, auch wenn diese nicht hundertprozentig dessen persönlicher Idealvorstellung entsprechen?

Vielleicht können sich zu Anfang eventuell die Projektstarter mit eventuellen Ideen dazu äußern. Ihr seid ja sicher nicht ohne eine Grundvorstellung in dieses Thema gestartet?!

Vielen Dank vorneweg an Euch alle,

liebe Grüße, Andreas
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IGR

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Re: Die schwindende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem

BeitragMo 3. Feb 2014, 20:21

Hineinpassen in diese Diskussion könnte auch die Frage, ob es nicht die Politik ist ( ...die Volksvertreter ) , die hier dem Interesse der öffentlich-rechtlichen Medien taktlos entgegen"spielt" und warum? Welche Parteien oder Fraktionen wollen was und tun was genau?

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 13153.html
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AndreasW.

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Schritt für Schritt für Schritt...

BeitragMo 3. Feb 2014, 22:21

Hallo an alle,

Unabhängig davon, wie sich die Dinge hier entwickeln und welche Zielvorgaben letztendlich gelten werden, habe ich mir mal eben darüber Gedanken gemacht, auf welche Weise man dieses Projekt in Schritten voran bringen könnte.

Ich mache gleich zu Anfang darauf aufmerksam, dass ich hier von der Annahme ausgehe, dass eine mögliche Einbindung eines Publikumrates nur durch die Akzeptanz der etablierten Sender-Leitungen ausgehen kann und der Einfluss eines Publikumrates von daher nicht annähernd so massiv sein würde, wie mancher Sozialrevolutionär in diesem Forum sich dieses gerne wünschen würde. Ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber dazu würde ich dann gerne auch mal einen entsprechenden "Schlachtplan" lesen.

Geht man jetzt mal von einer gemäßigten "Realo-Option" aus, könnte sich die geplante Vorgehensweise doch eventuell so gestalten:

1. Schritt: Gründung eines Vereines
2. Schritt: Breitflächige Veröffentlichung der Vereinsziele über Internet und selbst geschaltete Zeitungsanzeigen bis hin zur Berichterstattung darüber in Radio, TV und Printmedien
3. Schritt: Dadurch sammeln von Interessierten, die sich an dem Projekt aktiv beteiligen wollen
4. Schritt: Konstituierung eines aktiven mehrköpfigen Publikumrates durch demokratische Wahl
5. Schritt: Herantreten an die verantwortlichen Sender-Leitungen mit dem Angebot bzw. der Forderung, diesen gewählten Publikumrat in die zukünftige Sendergestaltung einbinden zu können
6. Schritt: Bei Ablehnung durch die Sender-Leitungen massive Öffentlichkeitskampagne starten
7. Schritt: Den Rechtsweg in Betracht ziehen

Für Lob und konstruktive Kritik bin ich gerne empfänglich. Für Alternativpläne ebenfalls.

Noch nicht geklärt sind bei diesem Planspiel natürlich die Möglichkeiten der Einbindung eines Publikumrates in die vielen Sendeanstalten. Wenn wir für jeden Sender eine eigene Delegation abstellen müssten, wäre dies vermutlich eine nicht stemmbare Mammut-Aufgabe? Sinnvoller wäre eine Option, in der die Sender sich zielgerichtet an die Vertretung des Publikumrates wenden müssten. Also extern von den eigentlichen Heimatsendern. Es müsste ein neutraler Kommunikationsort geschaffen werden.

Ebenfalls nicht geklärt ist es, wie der geplante Publikumrat überhaupt seine eigenen Ziele definiert. Auf welchen Grundlagen kommt der Publikumrat zu seinen Forderungen bzw. Gestaltungsvorschlägen? Schließlich haben wir kein eigenes Erfassungssystem zur Verfügung, um zu eruieren, was "der Zuschauer" eigentlich wirklich will?
Wir können aber nur für die Masse der Zuschauer sprechen, wenn wir diese auch hinter uns wissen bzw. wissen, wie die Wünsche der Zuschauer aussehen. Ehrenwert gemeinte Vorschläge unsererseits dürften wohl kaum ausreichen, um all die Millionen Endverbraucher draußen an den Geräten vertreten zu können.

Da gab es schon mal sechs, die sich erdreistet hatten, für sechzig Millionen zu sprechen, obwohl sie diese nie gefragt hatten, was die eigentlich wirklich wollen. Aber wie die RAF geendet hat, wissen wir schließlich alle.
:roll: ;)

Was meint Ihr?
Nicht revolutionär genug?
Oder doch ein Schritt in die richtige Richtung?
Oder alles Mist und Ihr habt ganz andere Vorstellungen?
Macht mich schlau.

Liebe Grüße, Andreas

Baumeister59

Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragMo 3. Feb 2014, 23:52

Hallo miteinander,
Ich habe spontan, ohne die Argumente zu lesen, mit 3. für eine paritätische Besetzung gestimmt.
Auch nach Kenntnisnahme der bisherigen Diskussion, finde ich das so am besten.
Natürlich sind Experten auch Bürger. Dennoch gibt es die Seite der Konsumenten, welche mit Zwangsabgabe bezahlen und die Seite derer, welche sich professionell mit der Herstellung von Inhalten auseinander setzen, um das mal so allgemein wie möglich auszudrücken. Beide Seiten werden benötigt, um bei der notwendigen Debatte voneinander zu lernen.

Freundliche Grüße
Der Baumeister
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Re: Umfrage - Struktur eines Kontrollgremiums

BeitragDi 4. Feb 2014, 01:56

Hallo Baumeister, hallo @ll (oldschool :-)),

mit Erstaunen nehme ich wahr, dass sich das Abstimmungsverhalten nochmal geändert hat und nun eher polar verläuft. Nicht umsonst hatte ich die Abstimmung auf 60d gesetzt, um Euch meine (zugegeben: vage) Vermutung eines interessanten Sachverhaltes darzustellen, was auch sehr oft in Wahlforschungen und Politiktrends auftritt, dass sich nämlich nach der Abstimmung noch mal, und dann intensiver mit der Fragestellung befasst wird. Diese Art von "Antwortreue" (freie eigene Bezeichnung) verschiebt nicht selten die Trends um erhebliche Punkte und so haben heute die Antworter unter (1) stark nachgezogen. In der Mitte sind ein paar Abstimmungen verschwunden, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Das zu beobachten lohnt sich im Verhältnis zu der sich darunter entwickelnden Diskussion.

Danke
red/igr

PS: Übrigends TanjaBee, so "Banane" scheint mir das nicht zu sein, denn das steht da nicht aus Versehen oder weil ich Medienwissenschaftler nicht respektieren würde. Nur in Bezug zum Fragegenstand (ein Mediengremium) war / ist für mich interessant, wie Medienkompetenz in der beruflichen und weniger in der persönlichen Perspektive möglicher Repräsentanten gesehen wird. (Homo sociologicus / http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_sociologicus et.al.) Hätte ich nach der Besetzung des Zahnarztkontrollgremiums gefragt, wären Medienwissenschaftler*innen sicher eher der 'Bürgergruppe' zuzuordnen gewesen. Zur dort , in der Wikipedia, aufgeführten Kritik muss ich sagen, dass sie , so oft auch geäußert, eigentlich nicht zum Tragen kommen kann, weil die Perspektive auf die Rolle als Erwartung zwangsläufig objektiver Natur ist. Die subjektive Perspektive muss, schon aufgrund des - rein quantitativ - objektiven Übergewichts als vernachlässigbar gelten. Dies wäre allerdings dann ein soziologischer Streit und würde hir am Thema vorbei gehen.
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