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Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Hier kommen Themen rein, die nicht mehr benötigt werden, oder noch sortiert werden müssen.
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Simeon Herbig

Mitgliedschaftsinteresse

Beitrag3. März 2014, 11:22

Hiermit möchte ich mein Interresse an einer Vereinsmitgliedschaft bekunden.

Ich bin 17 Jahre alt und wohne in Sachsen.
Ich bin ziemlich oft von der Sinnlosigkeit der öff.-rechtl. Medien genervt.
Ich möchte an dieser Situation etwas ändern.
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Maren

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Re: Mitgliedschaftsinteresse

Beitrag4. März 2014, 00:17

Danke für dein Interesse an einer Mitgliedschaft, lieber Simeon.

unsere Satzung schreibt Volljährigkeit vor. Wie lange gedenkst du noch 17 Jahre alt zu sein? :-)

Herzlich willkommen
Maren
Zuletzt geändert von Maren am 5. März 2014, 00:10, insgesamt 2-mal geändert.

Simeon Herbig

Re: Mitgliedschaftsinteresse

Beitrag4. März 2014, 12:20

Bis 02.Oktober 2014

Simeon Herbig

Re: Mitgliedschaftsinteresse

Beitrag4. März 2014, 12:22

Übriegens: ich bin ein Mann und heisse nicht Simone.
"lieber Simeon" statt "liebe Simone"

Ist nicht böse gemeint aber ich möchte bitte mit korrektem Namen angesprochen werden.

Danke
Simeon
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Maren

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Re: Mitgliedschaftsinteresse

Beitrag5. März 2014, 00:10

Oh, wie peinlich! Entschuldige bitte. Wird sofort editiert.

herb

Re: Mitgliedschaftsinteresse

Beitrag21. März 2014, 00:52

Guten Abend

Als fast ausschließlich öffentlich-rechtlicher TV-Seher möchte ich beitreten.

Unerträgliche Arroganz, Beamtenmentalität, politische Postenschacherei unter dem Deckmantel der Parteienparität, unverschämt dreiste Gehälter vor allem der Intendanten, viel zu viele Sendeanstalten (ARD) -

ZDF: Gegründet vom guten Saumagenmenschen aus Oggersheim, dem Ehrenwortkanzler, mutiert zum Kochsklaven in Sachen Brender und überflüssig wie ein Kropf.

Gremien wie die Rundfunkräte, die je nach Lobby und persönlichem Gusto zensieren!!!

Ein weltweit einzigartiges Zwangsfernsehen (Rundfunkbeitrag).

Hoffe, diese ersten Zeilen reichen, um aufgenommen zu werden:

Alter: 60
Beruf: Betriebswirt, jetzt gegen meinen Willen zwangsweise zum EU-Rentner gemacht
Wohnort: In NRW

Gruß Herb
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Maren

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Re: Mitgliedschaftsinteresse

Beitrag21. März 2014, 01:16

Hallo Herb,

willkommen im Forum und vielen Dank für dein Interesse an einer Mitgliedschaft.
Betriebswirte sollten niemals zwangsverentet werden - insbesondere angesichts des vielbeschworenen Fachkräftemangels nicht.

Viele Grüße
Maren

Pluto

Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag12. Juni 2014, 00:10

Da habe ich aber geguckt, als ich die E-mail bekam in der stand, dass ich Mitglied im Verein Ständige Publikumskonferenz werden könne. Sprachlos war ich über die Höhe des Mitgliedsbeitrags. Ich soll 60.00 Euro dafür bezahlen, dass ich die ÖR kritisieren darf und Medienkompetenz erlangen kann. Fassungslos war ich, als ich gelesen habe, dass selbst eine Firma mit 1000 Beschäftigten, Mitglied werden kann. Wer soll da seine Stimme abgeben. Der Chef? Das wäre aber arg undemokratisch. Oder muss vorher extra eine Gewerkschaft Dieses Fernsehen mag ich nicht! gegründet werden. Vorstandvorsitzende evtl. Maren Müller?

Liebe Maren, zeigen sie Größe und gestehen sie ein, dass sie sich vergaloppiert haben. Streiten wir gemeinsam für ein einheitliches Bezahlfernsehen, wo jeder das Programm kündigen kann, welches ihm nicht gefällt. Oder wo jeder nur das bezahlt, was auch konsumiert wird. Dies dürfte technisch kein Problem sein. Nur so ist demokratisches Fernsehen möglich.

Gruß Pluto

Ernesto

Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag12. Juni 2014, 10:57

Lieber Pluto,

auch ich habe diese Mail bekommen und sehe die Sache etwas anders als du.
Ich hoffe mein Beitrag gibt dir einen etwas anderen Blickwinkel auf die Sache:

1. Natürlich kannst und darfst du die ÖR kritisieren ohne, dass es dich etwas "kostet". Ob das aber etwas bringt ist die Frage.

2. Gemeinsam organisiert in einem guten Verein bringt sicher besseren Erfolg. Und dass so etwas nicht für lau zu haben ist dürfte eigentlich auch dir klar sein. Kleine Erinnerung: Ein Streichholz kann man brechen, viele Hölzer nicht.

3. Ich bin selbst als Vorsitzender eines Vereins tätig und habe schon an etlichen Satzungsentwürfen gearbeitet: Von daher glaube ich nicht, dass sich in Kürze hunderte von Großfirmen hier anmelden. So etwas formuliert man der Ordnung und Vollständigkeit halber in eine Satzung.

4. Lieber Pluto,
zeigen Sie Größe und unterstützen Sie diesen jungen Verein jetzt in seiner Geburtsstunde und zeigen Sie, dass Sie sich vergaloppiert haben.

Beste Grüße
Ernesto

presario

Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag12. Juni 2014, 11:42

Habe die Mail auch bekommen. Da ich absolut nicht in die diversen kleinen menschlichen und unmenschlichen Zwistereien im Zusammenhang mit der Lanz-Petition, der Gründung des Vereins usw. involviert bin, kann ich mir über die Motivationslage einiger Entscheidungen kein wirkliches Urteil erlauben.
Aber:
60 € Mitgliedsbeitrag werden wohl eine sehr große Hürde für viele darstellen. Natürlich kann man einen solchen Verein nicht "für lau" aufziehen, trotzdem sind 60 € eben 60 €. Eine Lösungsmöglichkeit dafür habe ich nicht, mich hält es aber vom Beitritt ab.
@ernesto: zu 3.: Das bringt auch mich ins Grübeln. Welchen Sinn soll es denn bitte haben, Firmenmitgliedschaften anzubieten. Größere Einnahmen? Den basisdemokratischen Charakter unterstützt das jedenfalls nicht. Jeder Einzelne, auch jeder Mitarbeiter einer Firma, kann Einzelmitglied werden.

presario

Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag12. Juni 2014, 11:53

PS und OT: Lanz kanns immer noch nicht lassen: Diesmal hat's den Lucke von der AfD erwischt. Auch wenn er sich eigentlich ganz beachtenswert geschlagen hat, wurde eine Stimmung im Studio erzeugt, die schon was von Meute hatte. Auch deshalb, weil Herr Lanz mal wieder sein Schema mit vorformulierten, möglichst provokanten, Fragen durchzog. War schon schön zu sehen, wie ausgerechnet Lanz dauernd von Differenzierung sprach, selber aber penetrant versuchte, auf schwierige Fragen einfache schwarz-weiß-Antworten zu erzwingen und den Lucke damit in eine Ecke zu drängen und vorzuführen.

Auch wenn ich wieder mal gesehen habe, wie weit ich inhaltlich von der AfD entfernt bin, ist so etwas trotzdem kein guter Stil und ganz sicher keine politische Bildungarbeit oder gar guter Journalismus! Also gilt für mich weiter: Lanz raus aus meiner Rundfunkgebühr!
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Maren

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Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag13. Juni 2014, 22:21

Lieber Pluto,

die Mail haben alle User dieses Forums sowie alle Mitzeichner der Petition bekommen. Es ist ein Angebot zur freiwilligen Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Sache, nicht mehr und nicht weniger.
5.-€/Monat erschien uns nach Vergleichen mit Beitragsordnungen anderer Vereine für den Anfang nicht zu viel und die Satzung gibt auch eine Härtefallregel her. Was die Mitgliedschaft von Unternehmen anbelangt, so hat Ernesto Recht. Es steht der Vollständigkeit halber drin und bislang hat sich noch nicht mal das Finanzamt daran gestört.
Abgesehen davon haben Unternehmen im Zusammenhang mit der Neuregelung existenzielle Sorgen, die sich eventuell auch innerhalb einer starken Interessenvertretung ansprechen ließen. http://www.swp.de/unternehmen/news/Rund ... 07,1850733 Aber das ist, wie schon gesagt, noch Zukunftsmusik.
Es wäre schön, wenn du dem Verein eine Chance geben würdest. Wir haben gerade erst angefangen.

Gruß
Maren

masseur81

Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag14. Juni 2014, 23:57

Hallo, auch ich habe die Petition unterschrieben und wünsche diesem Verein alles Gute. Über Lanz' Umgang war ich empört, die Petition hat scheinbar keine Änderung an seinem Verhalten bewirken können, er wird sich auch nicht ändern.

Zum Thema: Im Vergleich mit anderen Vereinen mögen 60 EUR okay sein, für mich sind sie aber auch eine Hürde. Es stellt sich die Frage nach dem Nutzen - wie konkret werden die Kritiken von den ÖRs verarbeitet? Ziel kann doch nur ein Mitspracherecht in diesem politisch durchdrungenen Apparat zu sein. Weiterhin: wofür genau würden meine 60EUR p.a. investiert? Wäre eine kostenlose Mitgliedschaft mit Einschränkungen "alternativlos"? ;-) Nichts für Ungut. Klar, sie stehen am Anfang, und da fehlt vielleicht noch die Erfahrung. Deswegen ja auch unser Feedback zum Mitgliedsbeitrag.

Pluto

Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag19. Juni 2014, 19:05

Ach Ernesto, hättest du nur ein bisschen mit deinem großen Namensvetter Che gemein, wäre dir das Fehlen eines geminderten Beitrages für finanziell nicht so gut gestellte Bürger sofort aufgefallen. Das hätte dir als Vereinsvorsitzender aber auffallen müssen. Wenn Maren und Du davon schreiben, dass die Firmen, übrigens preislich schön gestaffelt, der Vollständigkeit halber aufgeführt sind, warum dann nicht die finanziell nicht so gut gestellten Bürger?
Übrigens:
Eine Firma mit 1000 Beschäftigten kann es sich leicht leisten, das Hundertfache des Beitrages zur Imagepflege auszugeben. Das dürfte genau das Gegenteil dessen sein, was der Verein sich als Ziel gesetzt hat.

So Ernesto, jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema.
Es gibt den Rundfunk- und Fernsehrat, dieser wird aus dem gemeinsamen Beitragsaufkommen alimentiert. Dann haben wir da noch den "ungeliebten" Publikumsrat, der auch ein Stück vom Kuchen der Beitragszahler haben will. Der Verein Ständige Publikumskonferenz der ö.-r. M. möchte sich durch Spenden der Fernsehzuschauer finanzieren.
Wer weiß wie viele Vereine noch gegründet werden, um dem unmündigen Konsumenten ein Sprachrohr zu sein. Fühle ich mich von diesem oder jenem Verein nicht vertreten, gründen wir halt einen neuen. Das erinnert mich ganz stark an das Vorgehen von Parteien, die für einen abgeschobenen Politiker noch ein Pöstchen brauchen.
Solch ein Vorgehen ist für mich Volksverdummung. Zumal ein einheitliches Bezahlsystem nicht im Geringsten auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen wird.
Warum? Weil es Pöstchen und Geld einspart.

Erst wird mir mein Recht auf freie Entscheidung genommen,dafür kann ich einen Verein unterstützen der vorgibt sich für meine Belange einzusetzen. Grotesk.
Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das System ÖR/"Privatfernsehen" sei rechtens, für eine ganz große Fehlentscheidung halte.

PS: Ich bin seit mehr als 25 Jahren Unterstützer der SOS Kinderdörfer und seit vielen Jahren bei anderen Vereinen Mitglied, welche Bedürftigen Hilfe und Unterstützung geben.
Es ist mir eine Freude. Dafür gebe ich Geld aus. Weil es sinnvoll ist. So wird es auch bleiben. Aber für diesen Verein keinen Cent.

Gruß Pluto

Bücherleser

Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag28. Juni 2014, 07:37

Ich engagiere mich gegen den ÖR, weil der Zwangsbeitrag eine sehr schmerzhafte Einschränkung meiner wirtschaftlichen Handlungsfreiheit ist, der nicht mal eine angemessene für mich akzeptable Gegenleistung gegenübersteht, sondern eine Negativleistung in Form interessengesteuerter Volksverdummung.

Aber der ÖR sitzt am längeren Hebel und hat die Macht, mir mit Existenzvernichtung zu drohen:
Ich musste mir ein anderes Schrottauto kaufen, um zur Arbeit zu kommen und hatte deshalb mein Konto bis zum Anschlag (-500) überzogen.
Weil ich als Geringverdiener dieses Defizit nur ganz langsam abbbauen kann und Miete, Essen und Versicherungen Vorrang haben, habe ich den ÖR-Beitrag lange nicht bezahlt.
Da ist also eine Schuld von ca. 250 Euro aufgelaufen, und mir wird mit Kontopfändung, Pfändung des Arbeitseinkommens usw. gedroht - für ein unverlangtes, aufgezwungenes, wertloses Produkt!

Ich beuge mich der angedrohten Gewalt und zahle nach telefonischer Vereinbarung erstmal 100, nach dem nächsten Gehaltseingang nochmal 100, und dann den Rest inklusive bis dato neu aufgelaufener Beiträge.
Das bedeutet, einen Monat länger mit einem kaputten Radlager rumzufahren und sich von abgelaufener MHD-Ware zu ernähren.

In dieser Situation kann ich es mir nicht leisten, einen Verein zu finanzieren, der lediglich kosmetische Programmverbesserungen anstrebt, aber mich nicht vor der existenzbedrohenden Enteignung durch die Staatsfunk-Mafia beschützen kann.
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Maren

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Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag12. Juli 2014, 18:58

@ Bücherleser
Wir werden uns auf jeden Fall um die Beitragsungerechtigkeiten kümmern. Das heißt im Einzelnen zunächst Einsatz für sozial Schwache ohne ALGII-Bezug, Behinderte, Unternehmen, kommunale Einrichtungen.
Ich hatte in der Familie einen ähnlichen Fall wie den von dir geschilderten. Das volle Programm bis zum Besuch des Gerichtsvollziehers. Unschöne Erfahrung und ein Gefühl von Ohnmacht agesichts des drohenden Einzugs in eine Vollzugsanstalt bei Nichtzahlung. Dabei war der Betroffene ALGII-Empfänger und hatte nur dummerweise vergessen die Befreiung an die Einzugszentrale zu senden. Rückwirkend war trotz vollständigen Nachweises der Befreiungstatbestände (ALGII_Bescheide) nichts zu machen. Da zweifelt man schon am Rechtsstaat.

Grüße
Maren

AndreasSchneider

Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag29. September 2014, 10:35

Ich finde 5,00 EUR im Monat nicht zuviel Geld. Es ist sogar relativ wenig. Ich selbst und meine Kinder sind in einigen Vereinen. Ich würde sagen, 60,00 EUR bewegen sich eher im unteren Bereich. Und eine professionelle Internetpräsenz und vieles andere kostet eben auch.... Und es gab bisher schon einige Versuche, das Thema "Öffentlich-rechtliche Medien" anzugehen und diese "selbstgestrickten" Initiativen sind doch irgendwie alle untergegangen. Man muss einfach entscheiden, wieviel einem das Thema wert ist. Ich selbst überlege, beizutreten, da mich das Thema sehr interessiert (besonders seit den "friedlichen Demonstranten" auf dem Maidan) und ich mich auch gegen den Rundfunkbeitrag vor Gericht wehre.

Bei einer Sache bin ich mir selbst noch nicht sicher, wie ich das einschätzen soll und ob und wie der Verein "Ständige Publikumskonferenz" damit verfahren wird: Es geht um den Umgang der öffentlich-rechtlichen Medien mit neuen Parteien oder Bürgerbewegungen, wie z. B. der Umgang mit der AFD. Dabei geht es mir nicht um ein Links-Rechts-Schema, es geht mir vielmehr um die journalistische Sorgfalt, Distanz, Fairness und Neutralität gegenüber politischen Bewegungen generell, vielleicht auch Toleranz. Neben berechtigter Kritik und Fragen fand ich die Berichterstattung ggü. der AFD (nein, ich bin kein Mitglied und habe die Partei nicht gewählt) sehr sehr einseitig, eigentlich ähnlich einseitig wie bei der Ukraine-Krise-Darstellung. ARD und ZDF wirkten nicht selten wie Kampfmedien der oligarchen Parteien, die die Parlamente beherrschen und das Entstehen neuer politischer Kräfte zu unterbinden suchen. Ich sehe grundsätzlich ein Problem der öffentlich-rechtlichen Anstalten in der Auseinandersetzung mit Politik. Sachbezogene Information und Journalismus kommen einfach zu kurz. Man ergreift eher Partei und gibt dem Zuseher vor, wie er mit einem politischen Phänomen umzugehen hat. Das ist etwas was ich von einem Zwangs-Pay-TV, das jeder finanzieren muss, egal welche Meinung er hat, nicht erwarte. Das sind eben keine Qualitätsmedien mehr. Das ist zuwenig.
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Maren

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Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag25. Oktober 2014, 16:54

Danke für deinen Beitrag, Andreas.

ARD und ZDF wirkten nicht selten wie Kampfmedien der oligarchen Parteien, die die Parlamente beherrschen und das Entstehen neuer politischer Kräfte zu unterbinden suchen.


Siehe Kleber - Lucke oder neulich Kleber - Ramelow.
Ich lese oft in den Kommentarspalten die Kritiken der Zuschauer, die genau das beklagen.
Die Demokratie müsste es eigentlich aushalten, dass sich neue Parteien etablieren, solange sie sich auf dem Boden des GG befinden und somit nicht verboten werden können. Insofern haben sich normalerweise auch die ÖR an gewisse Spielregeln zu halten, zumal sie per Auftrag unparteiisch, ausgewogen und neutral zu berichten haben.

Wir hatten bislang eine einzige Beschwerde die sich konkret um den Umgang mit der AfD drehte. Die Intention war allerdings eine etwas andere:
Blamables Interview Kleber – Lucke zur besten Sendezeit, die den ZDF-Starmoderator Klaus Kleber nicht zur Ehre gereicht. Kein unvoreingenommenes, eines seriösen Journalisten würdiges Gespräch, sondern ein ohne Vorbereitung vorgefertigtes Urteil, welches in einem klaren Freispruch aus Mangel an Beweisen für Lucke mündete. Ich möchte nie wieder erleben, dass ein Rechtsausleger wie Lucke einen Vertreter der öffentlich-rechtlichen Medien derart blamiert.
:)
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Maren

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Re: Mitgliedschaftsinteresse

Beitrag3. November 2014, 20:42

Als dieser Thread eröffnet wurde, gab es das Formular noch nicht: https://publikumskonferenz.de/blog/beitrittsformular/
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2889

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Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag1. Dezember 2014, 21:58

Warum ich Mitglied werde

Also … eigentlich war ich ja schon dabei, mir das Fernsehen (fast) abzugewöhnen. Von der Lanz-Petition habe ich leider (!) erst im Nachhinein erfahren. Und es hat mich dann fasziniert, zu sehen, wie viele Bürger und Fernsehzuschauer doch offenbar in ihrem Nerv getroffen waren, was die Qualität und Seriosität in den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern (und den Medien im Allgemeinen) angeht.
Ich bewundere dabei auch die enorme Courage und Entschlossenheit von Maren Müller, bravo !

Was mir aktuell – so wie vielen Menschen hierzulande – große Sorgen bereitet, ist die Berichterstattung über die Weltpolitik. Es ist erschreckend, in welchem Umfang und welcher Art regelrechte Meinungsmache betrieben wird, um unsere Bevölkerung auf einen neuen Kalten Krieg einzustimmen.
Deshalb finde ich die Zielsetzung der Ständigen Publikumskonferenz richtig, dass das (Fernseh)-Volk Demokratie einfordert und darüber bestimmt, wie seine eingezahlten Beiträge verwendet werden sollen. Es kommen enorme Geldmittel aus den Händen der Bürger zusammen, die dann zweckentfremdet in den Taschen von Lobbyvertretern und scharfmacherischen Medienproduzenten landen.

Fernsehen und Rundfunk sind dazu da, die Bevölkerung kulturell und politisch zu bilden, mit objektiven Informationen zu versorgen und zur Völkerverständigung beizutragen. Stattdessen spekuliert man in den Medien auf eine Bevölkerung, die einen Mangel an Allgemeinbildung hat, einen Mangel an Geschichtswissen hat und nicht im Stande ist, in Zusammenhängen zu denken. Dieser Arroganz muss man entschieden entgegen treten !

Die aktuelle Situation ist viel zu brisant, um einfach abzuschalten !
Deshalb werde ich Mitglied.

P.S. Mein Pseudonym „2889“ bezieht sich auf eine Kurzgeschichte von Jules Verne …
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Maren

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Re: Mitgliedschaft im Verein Ständige Publikumskonferenz

Beitrag2. Dezember 2014, 16:09

Hallo, liebe 2889,

vielen Dank für die Vorstellung und herzlich willkommen in unserer Initiative.
Der engagierte Vortrag lässt durchblicken, dass wir nicht nur ein neues Mitglied, sondern auch eine aktive Mitstreiterin gewonnen haben. Das ist angesichts unserer Vorhaben ein Grund zur Freude.

Herzliche Grüße
Maren

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