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Hier kommen Themen rein, die nicht mehr benötigt werden, oder noch sortiert werden müssen.
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Maren

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Beitrag23. August 2015, 14:04

Ohne Debatte und Kritik kann keine Regierung und kein Land erfolgreich sein und keine Republik kann überleben. Das bedeutet mehr Berichte und Analysen von internationalen Ereignissen, (..) sie mit unzensierten Informationen außerhalb der engen Grenzen der Staatssicherheit zu versorgen, um Krisen festzustellen und Chancen anzuzeigen, um die öffentliche Meinung zu führen, zu formen, zu bilden und heraus zu fordern.


JFK am März 1961
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Maren

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Beitrag24. August 2015, 20:26

Gegen Ende waren sie (die Gläubiger) völlig unverfroren mit ihren Drohungen und sagten beispielsweise, dass die Europäische Zentralbank Maßnahmen ergreifen würde, die das griechischen Bankensystem zerstören und die Guthaben der griechischen Bevölkerung beschlagnahmen würde, sollten die Griechen sich nicht den „präzisen Vorgaben“ der Institutionen beugen...Wir haben es hier also nicht mit einer Vereinbarung zu tun, sondern mit einem Vertrag, der unter Zwang, unter Nötigung unterzeichnet wurde. Es ist ein Vertrag, der meiner Meinung nach in die Geschichte eingehen wird als ein besonders niederträchtiger Akt der Erpressung.


Actvism Munich interviewt James K. Galbraith
Prof. Universität Texas & Berater des kürzlich zurückgetretenen Finanzministers Griechenlands Yanis Varoufakis
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Maren

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Beitrag25. August 2015, 11:28

Die Pressefreiheit in westlichen Staaten beruhte dagegen auf einer anderen Grundlage. Sie sollte den Menschen nicht das richtige Denken vorschreiben, sondern sie zum Selberdenken befähigen. Damit erst jene Debatte ermöglichen, die pathetisch in jeder Sonntagsrede als demokratische Willensbildung definiert wird. Journalisten beteiligen sich daran auch mit Kommentaren. Aber nicht ihre Meinung ist entscheidend, sondern letztlich der Informationsauftrag gegenüber der Öffentlichkeit, damit deren Meinungsbildung überhaupt möglich ist.


Frank Lübberding
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Maren

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Beitrag27. August 2015, 12:04

Sag Nein!

Du Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt.
Wenn sie morgen kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:

Sag Nein!

Du Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine,
Du Mutter in Frisko und London,
Du am Hoangho und am Mississippi,
Du Mutter in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo – Mütter in allen Erdteilen,
Mütter in der Welt.
Wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären,
Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten,
Mütter in der Welt – dann gibt es nur eins:

Sagt Nein! Mütter, sagt Nein!

Wolfgang Borchert 1947
(CC BY-NC-SA 3.0)
Zuletzt geändert von Anonymous am 29. August 2015, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: linkkorr
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Maren

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Beitrag28. August 2015, 13:34

Wenn es ernst wird, muss man lügen.


Jean-Claude Juncker auf einer Abendveranstaltung zur Euro-Krise in Brüssel im April 2011 dapd, zitiert nach spiegel.de
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Maren

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Re: Zitiert

Beitrag29. August 2015, 12:51

(...) Dabei ist zudem die Besetzung von maßgeblichen Positionen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten nach nicht zuletzt auch parteipolitischen Proporzgesichtspunkten ein nach wie vor praktiziertes und viel kritisiertes politisches Steuerungsinstrument, das – je nach Sichtweise – politischen Einfluss sichern bzw. eine ausgewogene Repräsentanz der ö. M. gewährleisten soll. (...)


Aus Öffentliche Meinung, 4.1 Verfassungsrechtliche Grundlagen und politisches Steuerungsinteresse, bpb
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Maren

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Beitrag30. August 2015, 21:07

Sportübertragungen aus Ländern, die nicht dem “Westen” bzw. der Nato angehören, sind vor allem durch ARD und ZDF kaputtgemacht worden. So viel Schwachsinn, wie da verbreitet wird, ist auch durch das gesamte Lebenswerk eines Einzelnen nicht mehr aufzuarbeiten. Jede Veranstaltung in Russland, China und anderen Ländern wird schon im Vorfeld so lange schlecht geredet, dass den Kommentatoren später gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als möglichst negativ zu berichten. Und am Rand steht ja immer noch so ein “Moderator”.

Hinzu kommt, dass, obwohl es dort angeblich ja so furchtbar ist, trotzdem jedes Mal zwei komplette Teams hingeschickt werden. Ein komplettes ARD-Team und ein komplettes ZDF-Team. Die senden dann immer abwechselnd. Heißt: Die Hälfte der Zeit hat jeweils ein Team frei. Das ist eine gigantische Verschwendung unserer “Beiträge”.

Wenn aber Olympia in, sagen wir mal London stattfindet, werden wir garantiert nichts über die “City of London” hören oder andere Schattenseiten. Dann ist alles ganz großartig. Das fiel mir vor 3 Jahren ganz massiv auf. Zwei Wochen lang nur Tralala. Und wie krass war der Unterschied eineinhalb Jahre später in Sotschi?

Die Winterspiele in Peking im Jahr 2022 werden bereits jetzt heftig kritisiert – u.a. weil dort Kunstschnee eingesetzt werden soll. Das ist zwar bei jeder Wintersport-Veranstaltung, die auf Schnee ausgetragen wird, längst fast überall völlig üblich (weil die Austragung sonst viel zu unsicher wäre – genau das wäre selbstverständlich auch bei den bis vor wenigen Jahren geplanten Winterspielen in München u.U. der Fall gewesen, denn auch die deutschen Wintersportgebiete, selbst in den Alpen, sind nicht mehr schneesicher. Das war übrigens eines der Hauptargumente von “Nolympia” – und diese Bewegung wurde von unseren Staatssendern alles andere als unterstützt. Ganz im Gegenteil – ARD und ZDF machten massiv Werbung FÜR Olympia in München. Wir haben es also auch hier wieder mit einer Arroganz und Doppelmoral zu tun, die kaum zu überbieten ist.


Max L.
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Beitrag31. August 2015, 11:47

Wer die Verhältnisse hierzulande wirklich verbessern will und insbesondere die Interessen der abhängig Arbeitenden vertreten will, muss erkennen, dass Arbeiter, Angestellte, Arbeitslose und Rentner nicht an den Schalthebeln der publizistischen Macht sitzen. Die öffentliche Meinung und vor allem die veröffentlichte Meinung unter den Medienschaffenden wird von den wirtschaftlich Mächtigen gemacht und von ihren Partnern in den Medienkonzernen.


Albrecht Müller, Nachdenkseiten
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Maren

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Beitrag2. September 2015, 13:07

Von der faktischen Mitwirkung der Landtage an der Entscheidungsfindung kann nach der derzeitigen Praxis kaum die Rede sein. Dies ist umso bedenklicher, als der Gesetzgeber den Landesmedienanstalten in wichtigen Regulierungsbereichen eigene Normsetzungskompetenzen überträgt. Die heutige Praxis läuft daher im Ergebnis auf eine Art verselbständiger ‚Bundesgesetzgebung’ durch Länderkooperation hinaus, die auch unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten, insbesondere dem der Transparenz des Entscheidungsverfahrens, als verfassungsrechtlich zweifelhaft angesehen werden muss.


Aus Beck’scher Kommentar zum Rundfunkrecht, Hahn/Vesting
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Beitrag3. September 2015, 13:27

Ich habe die Befürchtung, dass das Internet demnächst geschlossen wird bzw. nur noch zum Einkaufen und Pulsfrequenzprahlen benutzt werden darf. Ich hoffe, wir finden andere Kommunikationskanäle.


Kommentar von Wolfgang Schleiermacher, 02.09.2015, 21:05
KONTEXT




Anmerkung (Maren): Ich tendierte kurz dazu, ein Emoticon für ironierestistente Besucher zu platzieren. Aber vielleicht wird das Zitat ja auch so verstanden.
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Beitrag4. September 2015, 10:39

Jedes Mal, wenn wir Zeuge einer Tat sind, die wir als ungerecht empfinden und wir nicht handeln, beteiligen wir uns an der Ungerechtigkeit. Der Charakter derjenigen, die gegenüber Ungerechtigkeit wiederholt passiv sind, wird bald zur Unterwürfigkeit herabsteigen. Die meisten beobachteten ungerechten Handlungen sind mit schlechtem Regieren verbunden, da wenn die Regierungsführung gut ist, unlösbare Ungerechtigkeit selten ist. Durch die fortgeschrittene Verschlechterung des Charakters der Leute, ist die Auswirkung von berichteter aber ungelöster Ungerechtigkeit viel größer als es ursprünglich scheint.


Julian Assange
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Beitrag5. September 2015, 19:17

Die deutschen Linken haben ja seit je eine besondere Neigung, einen „Narzissmus der kleinen Differenzen“ (Freud) zu pflegen und einen Großteil ihrer Energie auf Ausgrenzungs- und Abgrenzungsarbeit zu verwenden – eine recht erfolgreiche Selbst-Zersetzungsarbeit, die den Eliten ermöglicht, sich behaglich in einen Narzissmus der großen Differenzen zum Rest der Bevölkerung einzurichten.


Psychologieprofessor Rainer Mausfeld in einer Mail an Anbrecht Müller

Irena

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Beitrag6. September 2015, 08:49

Carl Schmitt 1932 in einem Vortrag über den amerikanischen Imperialismus beschrieben hat:
So schnell kann in politischen Beziehungen ein dialektischer Umschlag eintreten, und derjenige, der die Freiheit und Unabhängigkeit eines andern Staates schützt, ist natürlicher- und logischerweise selbst derjenige, dessen Schutz die Freiheit und Unabhängigkeit des Beschützten aufhebt.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/streitbar-die-ukraine-als-nationalstaat-13764902-p3.html
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Beitrag8. September 2015, 20:54

Die Fernseh- und Filmschaffenden sind es leid, von den Sendern wie Stiefkinder behandelt zu werden. Schauspieler, Kreative und andere Filmschaffende leben zu einem großen Teil unter prekären finanziellen Verhältnissen. Die Etats, die die Sender den Produktionsfirmen zugestehen, reichen selten aus, die Arbeitsschutzgesetze einzuhalten – von den tariflichen Vereinbarungen zu schweigen. Eine Investition ins Programm, die den Produzenten wieder eine sorgfältige Entwicklung und Realisierung der fiktionalen und dokumentarischen Stoffe erlaubt, muss erfolgen. Um so den Filmschaffenden – ob abhängig oder selbständig beschäftigt – wieder eine Berufsperspektive ohne allzu große Existenzsorgen zu ermöglichen. (…) Die Mittel sind da.


Offener Brief der Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände
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Beitrag9. September 2015, 12:41

Lasst uns also ein Teil des Ökosystems Internet werden. Lasst uns bewährte journalistische Verfahren mit neuen Wegen kombinieren, um Geschichten zu finden und zu erzählen. Lasst uns offen sein, und lasst uns die Leute, die früher Publikum genannt wurden, in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen. … Journalisten oder Blogger oder Aktivisten oder Leser? Die Zukunft des Journalismus sind sie alle zusammen.


Katharine Viner, Chefredakteurin des "Guardian"
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Beitrag10. September 2015, 11:30

Ein echter Journalist ist jemand, der die grundsätzliche Gegnerschaft von Regierung und Presse begreift und nicht davor zurückschreckt.


Margaret Sullivan in der New York Times
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Beitrag11. September 2015, 10:02

Die klassischen Massenmedien scheinen auf viele Menschen wie ein monolithischer Block zu wirken, der zu bestimmten Themen und Problemen eine Art von Einheitsmeinung verbreitet und Widersprüche nicht zulässt.


Medienwissenschaftler Dietrich Leder
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Beitrag12. September 2015, 11:51

Der smarte Weg, um Menschen passiv und gefügig zu halten, ist, das Spektrum der akzeptierten Meinung strikt zu limitieren, gleichzeitig aber eine lebhafte Diskussion darin zuzulassen.


Noam Chomsky

Ben Nevis

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Beitrag13. September 2015, 06:59

Eine indianische Weisheit sagt:
„Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.“
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Beitrag14. September 2015, 15:06

Konformistische Medien und populistische Politiker sind einander in Gefallsucht verbunden. (...)Die Gesellschaft ist konfliktscheu, gelähmt von Fortschrittszweifeln. Medienkritik ist deshalb Gesellschaftskritik.


Wolfgang Herles
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Beitrag15. September 2015, 11:49

In Krisenzeiten [...] fragen besorgte Menschen verstärkt nach Nachrichten. Diese Kombination aus einer großen Nachfrage und geringem Wissen eröffnet neue Spielräume für den Einfluss der Medien. Das Bild des Publikums, die öffentliche Meinung zu einem Konflikt, beeinflusst auch den weiteren Konfliktverlauf auf internationaler Ebene. Wenn der offene, wahrhaftige Diskurs Voraussetzung ist zur Kontrolle und Bewertung des Regierungshandelns, dann sind Medien der Schlüssel zu einem friedlichen Verhalten demokratischer Staaten.


Bilke, 2005
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Beitrag17. September 2015, 15:49

Zunächst gilt es, der Lüge entgegenzutreten, dieser Vertrag zwischen Staaten, den man als Verfassung ausgibt, sei das einzig denkbare Europa, diese ideen- und zukunftslose institutionalisierte Lobby, die sich der düstersten aller Religionen, der Religion des Geldes, blind verschrieben hat, sei die rechtmäßige Erbin des europäischen Geistes.


Giorgio Agamben
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Beitrag18. September 2015, 17:52

Das Einzige, was wir gegen die verabscheuungswürdigen Terroristen tun können, ist furchtlos so zu leben, wie wir leben. Schreiben, was wir schreiben wollen. Zeichnen, malen, dichten, aussprechen, wonach uns der Sinn steht. Der Preis dafür kann in einer Welt des Terrors immer das Leben sein. Aber wenn wir nicht bereit sind, ihn zu zahlen, sind wir auch nicht frei. Unsere Kollegen in Paris haben diesen höchsten Preis der Freiheit gezahlt. Mit dem M100 Media Award verneigen wir uns vor ihnen!


BILD-Chefredakteur und M100-Beirat Kai Diekmann

Anmerkung: Das, insbesondere das fett Gedruckte, gilt für uns alle, nicht nur für die Presse.
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Re: Zitiert

Beitrag21. September 2015, 15:44

Volkswirtschaft findet nicht statt in der Tagesschau. Stattdessen bietet man uns neckische Börsenberichte (die bei der 20-Uhr-Ausgabe allerdings vorgeschaltet sind). Nun besitzen nur 12 Prozent aller Deutschen Aktien und wahrscheinlich sind für diese wenigen Aktienbesitzer die Börseninformationen der Tagesschau nicht gerade aufschlussreich.
Bei der Tagesschau wird gerne so getan, als stünde die Entwicklung des Deutschen Aktien Indexes für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Das mag auch nicht völlig falsch sein, denn tatsächlich steht die Entwicklung der Aktienkurse mit den Zahlen für Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung und Einkommensverlusten in Verbindung. Doch die Tagesschau verweigert systematisch die Einblicke in solche komplexen Zusammenhänge.


Aus: Die Tagesshow oder die Welt in 15 Minuten
Walter van Rossum
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Beitrag23. September 2015, 10:46

Insgesamt ist die Programmierung der Sender, gerade bei ARD und ZDF, sehr viel provinzieller als noch in den 1970er oder 1980er Jahren. Das hat eben alles so einen Regionaltouch. Nach dem Motto: Wenn wir schon in der Spitze nicht mithalten können, gehen wir in die Fläche. Oder machen Satire.


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