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Maren

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Beitrag1. November 2015, 14:38

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist in der Flüchtlingskrise vor allem für Durchhalteparolen zuständig. Es beweist dabei, warum es der Politik so lieb und teuer ist.


Michael Hanfeld
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Maren

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Beitrag2. November 2015, 12:18

Du veränderst Dinge nicht, indem Du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, musst Du ein neues Modell erschaffen, welches das bestehende Modell überflüssig macht.


Buckminster Fuller
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Maren

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Beitrag3. November 2015, 14:49

Alles, was wir von der Politik fordern, ist ein Regelwerk, das fairen Wettbewerb in der digitalen Welt garantiert und professionellen Journalismus ermöglicht. Wir brauchen keine Subventionen und kein Mäzenatentum, aber ein Level Playing Field.


Herbert Burda
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Maren

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Beitrag4. November 2015, 11:27

Ja. Ich möchte mit manchen Menschen nicht den Bürgersteig teilen, und Sigmar Gabriel gehört dazu. Dass er sich in die Springer-Presse, die „Bildzeitung“, setzt und diesen Satz schreibt: Man wird nicht zulassen, dass deutsche Steuerzahler für die übertriebenen Wahlversprechen einer teilweise kommunistischen Regierung zahlen. Es ist eklig. Angesichts der Zustände, die da herrschen – griechische Rentner, erwachsene Männer, die wer weiß was erlebt haben, heulen, weil sie am Bankomat kein Geld mehr kriegen, um ihrer kranken Frau Medikamente zu kaufen … Ich könnte kotzen.

Ich bin in der „Anstalt“ vielleicht derjenige, der am ehesten Gefahr läuft, die Grenze zur Schmähkritik zu übertreten, weil ich mir nur bestimmte Dinge vorstellen muss und mich dann zuweilen jeglicher Finesse und jeglichen Stils entledige. Das ist eine Art mentaler Straßenverkehr


Max Uthoff
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Maren

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Beitrag5. November 2015, 13:13

Gerade die Netzwerke, die ja viel Onlinevideocontent produzieren, sind sehr interessiert daran, mit uns Formate zu entwickeln, mit uns Dinge auszuprobieren, die auf den ersten Blick vielleicht nicht monetarisierbar sind. Außerdem gibt es in der großen Fernsehwelt ja auch jetzt schon jede Menge Austausch: Serien wandern zwischen den Systemen, Moderatorinnen und Moderatoren – da sagt ja auch keiner was. Und durch die größere Vielfalt, die wir bringen, wird die allgemeine Qualität steigen, davon profitieren alle.


Florian Hager

Anmerkung: ARD und ZDF gehen also mit Beitragsgeldern ins Risiko, testen den Markt. Die Privaten werden sehen, was funktioniert und es übernehmen. Wenn es einen solchen permanenten Austausch zwischen den Systemen gibt – wo ist dann noch der qualitative Unterschied? Serien ändern sich nicht, passen sich nicht an, sie bleiben, einmal gedreht, wie sie sind. Und Moderatoren, Journalisten?

Wird die allgemeine Qualität steigen oder, so wie seit Einführung des privaten Rundfunks, weiter sinken?
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Maren

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Beitrag6. November 2015, 14:09

Auslandsberichterstattung ist nicht billig, aber Talkshows, in denen sich völlig irrelevante Menschen aus der Nachbarschaft darstellen, sind es. Der deutsche Journalismus heute ist nicht nur schlecht, er ist auch provinziell.

Und die Hauptfrage: Warum werden ARD und ZDF nicht einer Qualitätskontrolle unterzogen? Jeder kann da inzwischen den letzten Müll verbreiten, ohne dass das Konsequenzen für ihn hat. Wir brauchen in diesen Häusern eine Instanz, die die Vorwürfe der Manipulation untersucht und eine wahrheitsgemäße Berichterstattung durchsetzt. Das ist auch zu stemmen. Aber in der Öffentlichkeit wird heute jemand, der das Wort „Wahrheit“ auch nur in den Mund nimmt, lächerlich gemacht, als jemand der immer noch nicht begriffen hat, dass der, der das Geld hat, auch die Geschichte schreibt.

Gaby Weber
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Maren

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Beitrag7. November 2015, 11:56

Wenn Print stirbt, stirbt auch Online, da das Geld immer noch über die Printprodukte erwirtschaftet wird. Trotz der Bezahlschranken gibt es bisher noch kein tragfähiges Geschäftsmodell für den Online-Journalismus. Wichtig ist daher eine neue Art der Finanzierung. Die muss aber staatsfern sein. … Wir werden ein ähnliches Modell wie bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten brauchen. Ich halte es für realistisch, dass eine Haushaltsabgabe für Zeitungen, egal ob sie als Printprodukte oder online erscheinen, eingeführt wird. Wie soll sonst zum Beispiel Lokalpolitik noch an die Bürger vermittelt werden.


Michael Konken
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Beitrag9. November 2015, 11:20

Der beste Freund der Steuerhinterzieher unter den griechischen Besserverdienenden ist die Troika und das ist etwas, was die deutschen Steuerzahler wissen sollten.


Yanis Varoufakis
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Beitrag10. November 2015, 11:19

(...) Weil die Zivilisation des Westens eine Medien-Demokratie geworden ist, in der Medien oft einflussreicher sind als Politiker. Die Nachrichten-Medien besitzen heute mehr Einfluss als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Die Medien haben die Macht ergriffen. Sie bestimmen die Agenda - sie bestimmen, wie das Volk sich selbst und die Welt sehen soll. Die Medien richten ihren Blick fast nur aufs Negative und Triviale. Weil die Medien-Leute glauben, das Publikum will das. Und weil sie damit Geld machen.(...)

Helmut Schmidt


Anmerkung: Medienberichten zu Folge hat sich der gesundheitliche Zustand von Helmut Schmidt nach einer OP dramatisch verschlechtert. Er sei nur noch selten bei Bewusstsein und sein behandelnder Arzt geht nicht mehr von einer Erholung des Altkanzlers aus. Wer wird nach Helmut Schmidt noch in der Lage sein, deutliche Ansagen wie die zitierte zu machen, ohne sich darum zu scheren, was der Rest der Welt davon hält? Der Verstand macht sich langsam aber sicher vom Acker, zurück bleibt politischer Opportunismus und mediale Trivialität. Trübe Aussichten.
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Maren

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Beitrag14. November 2015, 10:51

Die Mainstreammedien ziehen es in dieser Situation vor, sich mit unbedeutenden Luxusproblemen aufzuhalten, erzählen Geschichten über Menschen die sich Eimer mit Eiswasser überkippen oder sorgen sich um die Beschaffenheit von Kim Kardahsians Hintern. Die Banker der Wall Street und die politisch Verantwortlichen in Washington wurden derweil nie für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen.


Peter Lavelle
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Beitrag16. November 2015, 10:28

Das Presseamt nimmt auf Facebook eindeutig eine Inszenierung vor.


Medienrechtler Matthias Cornils von der Universität Mainz

Anmerkung zur Quelle: Die Facebook-Seite der Bundesregierung ist nach Ansicht eines Experten verfassungsrechtlich bedenklich. Epd medien, nicht online
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Maren

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Beitrag16. November 2015, 10:45

Noch sind die Anschläge in Paris Nachrichten. Schon werden sie zu Kampfansagen, zu Racheschwüren. Als wäre der Krieg mit Krieg zu bekämpfen. Doch der Krieg ist längst verloren. Ein Frieden wäre zu gewinnen.


Ulrich Gellermann
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Sind arabische Leben weniger wert?

Beitrag17. November 2015, 14:26

Als meine Leute am 12. November auf den Straßen Beiruts in Stücke gesprengt wurden, lautete die Schlagzeile: "Explosion in Hisbollah-Hochburg", als könnte der politische Hintergrund einer urbanen Gegend den Terror irgendwie in einen Kontext einordnen. Als meine Leute am 12. November auf den Straßen Beiruts starben, standen die Führer der Welt nicht auf und verurteilten das.


Elie Fares
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Beitrag18. November 2015, 11:43

ARD und ZDF haben jährlich ca. 8,7 Mrd. Euro zur Verfügung. Für dieses Geld sollen sie Programm machen. Und sie nicht vollkommen frei darin, was sie machen sollen. Sowohl für ARD und ZDF als auch für die privaten Sender hat der Gesetzgeber in Paragraf 6 Rundfunkstaatsvertrag vorgegeben:

- dass die Fernsehveranstalter zur Sicherung von deutschen und europäischen Film- und Fernsehproduktionen als Kulturgut sowie als Teil des audiovisuellen Erbes beitragen sollen,

- die Vielfalt im deutschsprachigen und europäischen Raum darstellen und zur Förderung von europäischen Film- und Fernsehproduktionen den Hauptteil ihrer insgesamt für Spielfilme, Fernsehspiele, Serien, Dokumentarsendungen und vergleichbare Produktionen vorgesehenen Sendezeit europäischen Werken entsprechend dem europäischen Recht vorbehalten sollen,

- einen wesentlichen Anteil an Eigenproduktionen sowie Auftrags- und Gemeinschaftsproduktionen aus dem deutschsprachigen und europäischen Raum enthalten sollen.


Heiko Hilker
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Beitrag19. November 2015, 13:43

Journalismus war einmal identisch mit dem kämpfenden Blick von unten. Er forderte einst die Legitimation von Herrschaftshandeln heraus. Als ideologische Unterweisungspraxis ist er kein Gut mehr, das ein Bürger erwerben möchte & dem er bereit ist, seine Freizeit zu opfern.


Anja Böttcher
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Beitrag21. November 2015, 12:37

Konstruierte Wirklichkeit

Der Kampf um die Meinungs– und Deutungshoheit erzeugt eine Form von »clash of theorys« oder: einen Diskurskonflikt um die glaubwürdigste Wirklichkeit. Die Wahrheit selbst, sei, laut PR– und Marketing-Soldaten ja sowieso relativ und unterliege damit vollkommen der subjektiven Wahrnehmung.


Epikur
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Beitrag23. November 2015, 12:51

Wenn dann jemand mit einer völlig anderen Sichtweise kommt, dann ist die Reaktion manchmal: Um Gottes Willen, das bedeutet ja Arbeit! Das kann dazu führen, dass das dann zur Seite geschoben wird.


Kai Gniffke
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Beitrag24. November 2015, 13:44

Spätestens, wenn man die Hälfte der Menschen nicht mehr erreicht, stellt sich die Frage nach der Legitimation.


Florian Hager
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Beitrag26. November 2015, 15:46

(...) ARD und ZDF müssen sich den medialen Bedürfnissen junger Menschen viel intensiver als bisher zuwenden. Insoweit nehme ich wahr, dass die politische Diskussion über das Jugendangebot einige Programmverantwortliche aufgeweckt hat.


Rainer Robra (CDU), Chef der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt
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Beitrag30. November 2015, 11:04

Wir brauchen keine Thesen, sondern Menschen, die Journalismus betreiben. Menschen, die sich nicht in endlosen Diskussionen darüber ergehen, ob ihr Publikum sie als Lügenpresse bezeichnen darf oder nicht; Menschen die ihre Arbeit machen und das möglichst gut und nach den Regeln des Handwerks. Mich persönlich trifft es mehr, das Wort "Blutbad" oder "offenbar" in einer Nachricht zu lesen, als Lügenpresse genannt zu werden.


Juliane Leopold
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Beitrag1. Dezember 2015, 12:46

Der Rundfunkrat hat sich weiter emanzipiert und seine Aufgaben verantwortungsvoll wahrgenommen, hat sich von äußeren Einflüsse nicht beirren lassen und ist konsequent seinen Weg gegangen.


Gabriele Schade
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Beitrag2. Dezember 2015, 12:30

Die Medien geben sich die Freiheit, ihr aufklärerisches Recht zu nutzen nach einer Verantwortungsethik, die nach dem Resultat fragt, und nicht nach einer Gesinnungsethik, die auf einem abstrakten Prinzip beharrt.


Stephan Klapproth
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Beitrag4. Dezember 2015, 11:18

Ich mache mir übrigens – wenn ich das einmal einschieben darf – schon länger Vorwürfe, dass wir 2004, als wir vor der Landtagswahl standen und die NPD in den ersten Umfragen zum ersten Mal deutlich über fünf Prozent lag, das Falsche getan haben. Mit anderen zusammen habe ich da alle Zeitungs-Chefredakteure in Unruhe versetzt, dass man da am Samstag in den Titelzeilen noch einmal ein ganz klares Statement abgeben sollte gegen die NPD und für eine hohe Wahlbeteiligung.


Michael Sagurna, Funkturm 2015, S. 37
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Beitrag6. Dezember 2015, 20:57

NATO Länder müssen sich nicht an das Völkerrecht halten, weil wir per Definition die Guten sind. Wir können überall einmarschieren, wo es uns passt. Unsere Massenmedien decken auch noch diese Völkerrechts-Verletzungen.


BonnBeuel
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Beitrag9. Dezember 2015, 11:39

Steffen Flath ist als langjähriger Staatsminister und CDU-Fraktionsvorsitzender ein profilierter Protagonist der sächsischen CDU, jedoch ohne Erfahrungen in der Medienpolitik oder im Rundfunkrat. Damit ist der MDR die einzige öffentliche-rechtliche Rundfunkanstalt in Deutschland, in dem der Vorsitz des Rundfunkrates stramm regierungsnah besetzt wird. … Eine politische Vertreterin sitzt nur im WDR dem Rundfunkrat vor – dort handelt es sich freilich um eine Oppositionsvertreterin.


Falk Neubert
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