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Anleitung zum Selberdenken in verrückten Zeiten

Beitrag von Maren » 16. März 2019, 12:35

Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur: Anleitung zum Selberdenken in verrückten Zeiten

von Alexander Unzicker

Was auch immer in den Nachrichten kommt, eines ist sicher: Wir scheitern zunehmend daran, uns ein objektives Bild der Realität zu machen. Während uns die "Breaking News" aus aller Welt in Atem halten, entziehen sich entscheidende Veränderungen unserer Aufmerksamkeit: Digitalisierung, Überwachung, die enger werdenden Grenzen der Meinungsfreiheit. Der Physiker, Jurist und Kognitionsforscher Alexander Unzicker analysiert die Herausforderungen für unser Denken im postfaktischen Zeitalter und schafft Orientierung im großen Durcheinander. Vor allem aber fordert er von uns allen mehr Mut, den eigenen Verstand zu gebrauchen - auch ohne fremde Anleitung.

https://www.westendverlag.de/buch/wenn- ... -struktur/

"Die Geburtsstunde der Lügenpresse" Peter Mersch

Beitrag von Maren » 15. März 2019, 23:45

Der Fall Eva Herman

Der Fall Eva Herman gehört zu den größten Medienskandalen der Nachkriegsgeschichte.


Unmittelbarer Auslöser war eine öffentliche Äußerung der ehemaligen Sprecherin der Tagesschau zur fehlenden "Wertschätzung der Mutter" durch die 68er. Eine einzelne Journalistin hatte dies als Nazi-Lob ausgelegt; eine Interpretation, der sich praktisch die gesamte Presse und schließlich auch der Bundesgerichtshof anschlossen.

Peter Mersch zeigt anhand einer Wort-für-Wort-Analyse, dass es sich bei der damaligen Presse-Deutung um eine Fehlinterpretation handelt. Er kommt zu dem Schluss, dass der ehemaligen Tagesschau-Sprecherin durch Medien und Judikative schwerstes Unrecht zugefügt wurde. Sie ist deshalb vollständig zu rehabilitieren.

Der Skandal trug maßgeblich dazu bei, den Begriff der "Lügenpresse" in der Öffentlichkeit zu etablieren. Der Fall wird im Kontext aktueller gesellschaftlicher Themen wie Gleichberechtigung der Geschlechter, Familienproblematik, demografischer Wandel, Massenmigration und Meinungsfreiheit dargestellt und diskutiert.

"Die Geburtsstunde der Lügenpresse" Peter Mersch
Gebunden, 220 Seiten

Buchvorstellung und Gespräch mit Robert Stein: https://www.youtube.com/watch?v=X3UkBam2t-A

Zur Erinnerung sei die Sendung bei Kerner vom 9.10.2007 empfohlen.

Ukraine Krise 2014

Beitrag von Maren » 8. März 2019, 17:25

Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit

Der „neue Kalte Krieg“, von dem seit 2014 immer wieder die Rede ist, kam nicht von ungefähr. Er hat eine Entstehungsgeschichte und die liegt in den Ereignissen in der Ukraine im Jahre 2014.

In seinem zweiten Buch geht Thomas Röper, der seit fast 20 Jahren in Russland lebt, Russland und die Ukraine sehr gut kennt, die Sprache spricht und ein erfolgreiches Buch über den russischen Präsidenten Putin geschrieben hat, den Ereignissen des Jahres 2014 auf den Grund.

Das Ergebnis ist ein Werk, das auf ca. 1.000 Seiten und mit fast ebenso vielen Quellenverweisen die Ereignisse des Jahres 2014 chronologisch und bis ins kleinste Detail verfolgt. Außerdem wird in dem Buch analysiert, wie die Medien in Ost und West damals über die jeweiligen Ereignisse berichtet haben.

War der Maidan ein Volksaufstand oder ein von den USA orchestrierter Regimechange? Was geschah auf der Krim und handelte es sich um eine Annektion durch Russland? Warum kam es zum Bürgerkrieg in der Ukraine, der bis heute fast täglich Menschenleben kostet? Wer hat die malaysische Boeing des Fluges MH17 abgeschossen?

Zu diesen und vielen anderen Fragen und Themen gibt das Buch fundierte, detaillierte und mit überprüfbaren Quellen hinterlegte Antworten.

Die Ereignisse des Jahres 2014 beeinflussen unser Leben bis heute und sind der Grund für den „neuen Kalten Krieg“ zwischen Russland und dem Westen. Lesen Sie in diesem Buch in aller Ausführlichkeit, wie es so weit kommen konnte, dass wir uns wieder vor einem atomaren Weltkrieg fürchten müssen.

https://www.j-k-fischer-verlag.de/J-K-F ... -8527.html

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 23. Februar 2019, 18:03

Anmerkungen zur Souveränität Deutschlands und der deutschen Staatsangehörigkeit sowie zum Zustand der Rechtspflege und der Medien

Wenn Juristen nicht mehr öffentlich die Wahrheit äußern dürften, dann sollte sich jeder Sorgen machen.

Ist es in Deutschland auch für Juristen zu einem Problem geworden, zu grundsätzlichen rechtlichen Fragen öffentlich Stellung zu beziehen?
Es gibt alleine über 160 Tausend Rechtsanwälte, zudem viele Juristen im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft. Mehrere namhafte Zeitschriften veröffentlichen im wöchentlichen oder monatlichen Rhythmus unzählige Artikel über alle möglichen Entwicklungen im deutschen, europäischen und internationalen Recht.

Aber dennoch gibt es erkennbar nur sehr wenige Juristen, die es wagen, sich schon vor Erreichen ihres Rentenalters
und dem Abschluss ihrer aktiven Karriere öffentlich über Grundsatzfragen zu äußern, die von großer politischer Brisanz sind und unzählige Menschen in diesem Land umtreiben. Zu diesem Zustand mag auch beigetragen haben, dass
Fragen zur Souveränität Deutschlands im Jura-Studium überhaupt keine Rolle, so dass auch die große Masse der Juristen nicht einmal weiß, dass und warum und seit wann Deutschland nicht mehr souverän ist.

Ist Deutschland denn keine Demokratie mehr, in der jeder - auch jeder Jurist - öffentlich seine Meinung äußern darf? Gibt es in Deutschland mittlerweile wieder Denkverbote, deren Beachtung unter Juristen ein ungeschriebenes Gesetz ist?
Warum wird das, was unzählige Bürger interessiert, von Juristen und auch in juristischen Zeitschriften nicht oder nur am Rande thematisiert?

Dabei sollten gerade Juristen berufen sein, zu folgenden Fragen Stellung zu beziehen:

    Ist die Bundesrepublik ein souveräner Staat im völkerrechtlichen Sinne?
    Wenn dies nicht der Fall ist: Welche historischen Entwicklungen haben zum Verlust der Souveränität beitragen?
    Welche Folgen hätte ein Verlust der Souveränität für die Staatsangehörigkeit der Deutschen?
    Wie könnte diese Souveränität wieder hergestellt werden und wie könnte eine neue Friedensordnung in Europa und Eurasien aussehen?
    Wie war und ist die Entsendung der Bundeswehr nach Syrien, Afghanistan und Serbien völkerrechtlich und (völker-)strafrechtlich zu werten?
    Wie ist es um aktuell tatsächlich um die Rechtspflege in Deutschland bestellt?
    Welche rechtlichen Konsequenzen können sich aus einer militärischen Kooperation mit alliierten Streitkräften ergeben, die in Kriegsgebieten Uranmunition einsetzen?
    Wie ist die offenkundige Verharmlosung von syrischen Terroristen in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung zu werten?
    Wie kann man seine Klage gegen Rundfunkgebührenbeitragsbescheide begründen?

Dieses Buch verkörpert den Versuch, auf diese Fragen Antworten zu geben, und es enthält die wichtigsten Texte, die
in 2018 aus der Befassung mit solchen Grundsatzfragen hervorgegangen sind. Diese Texte werden auf vielfachen Wunsch nunmehr in Buchform veröffentlicht und mögen dazu beitragen, dass endlich ein öffentliches Bewusstsein für Probleme entsteht, die jeden Menschen in diesem Land betreffen und sich auch alle künftigen Generationen auswirken werden, wenn sie nicht möglichst bald gelöst werden.

Wilfried Schmitz

https://tredition.de/autoren/wilfried-s ... ck-113600/

Wir sind immer die Guten

Beitrag von Maren » 18. Februar 2019, 10:49

Im Herbst 2014 war “Wir sind die Guten” eines der meistverkauften Sachbücher in Deutschland und erlebte in kurzer Zeit zehn Auflagen. Dass auch danach das Interesse nicht abriss, zeigen unter anderem die 222 Kundenrezensionen , die bis heute beim Großversender Amazon eingegangen sind. Die Gründe für diese dauerhafte Nachfrage liegen auf der Hand: die Konflikte zwischen dem Westen und Russland haben sich weiter verschärft und die Manipulationen der Medien, die wir am Beispiel des Ukraine-Konflikts aufzeigen, haben nicht ab- sondern zugenommen. Gründe genug also für eine erweiterte Neuausgabe: mit zwei zusätzlichen Kapiteln über “Nowitschok” und über “Russiagate” sowie Aktualisierungen und Ergänzungen u.a. zu den Maidan-Scharfschützen und der MH-17-Untersuchung. Und einem neuen Titel: “Wir sind immer die Guten”.

Mathias Bröckers, Paul Schreyer: Wir sind immer die Guten – Ansichten eines Putinverstehers oder wie der der kalte Krieg neu entfacht wird”, Westendverlag, 224 Seiten, 18 Euro
https://www.westendverlag.de/buch/wir-s ... die-guten/

Schattenkriege des Imperiums - Das Ukraine - Narrativ

Beitrag von Maren » 16. Februar 2019, 22:10

Schattenkriege des Imperiums - Das Ukraine-Narrativ

„Ein Planungstreffen, das die finale Phase des Umsturzes einleiten sollte, fand in der deutschen Botschaft in Kiew statt, und zwar am 20. Februar [2014]. Das war noch vor den Verhandlungen von Ex-Außenminister Steinmeier mit Janukowytsch.“

Zum fünften Jahrestag der Schüsse auf dem Maidan in Kiew erscheint ein Buch, das viele in Deutschland weitgehend unbekannte Fakten präsentiert, und die Rolle der Bundesregierung in der Ukraine-Krise grundsätzlich hinterfragt.
Das vorliegende Buch ist nach Aussage des Autors seine bisher wichtigste Publikation. Fünf Jahr lang recherchierte er in wissenschaftlichen Berichten, veröffentlichten und geleakten Dokumenten, diskutierte mit internationalen Fachleuten, und verglich zum 5. Jahrestag der Schüsse auf dem Maidan seine Reaktionen aus dem Jahr 2015 mit den danach offenkundig gewordenen Fakten.

Auf fast 400 Seiten weist Jochen Mitschka akribisch nach, wer welche Rolle in dem Staatstreich in der Ukraine im Jahr 2014 spielte. Er will aufzeigen, dass die deutschen Politiker wussten, was passieren würde, und dass das deutsche Außenministerium in einem Papier für die Bundestagsabgeordneten die Fakten trotzdem vollkommen verdreht dargestellt hatte.
Er erklärt, dass nach dem Angriff Georgiens gegen Südossetien unter Saakaschwili, der NATO und Deutschland hätte klar sein müssen, dass Russland eine Rote Linie gezogen hatte, und keine gewaltsame Verschiebung des Status Quo mehr akzeptieren würde. Und als mit den von den Putschisten in Kiew durchgeführten Massaker auf dem Maidan, nach Aussagen in dem Buch, unter wohlwollendem Nicken der Westmächte, wieder eine Rote Linie verletzt worden war, MUSSTE den Politikern klar sein, so der Autor, was passieren würde.

Mitschka beschreibt, was auch Richard Sakwa erklärt: Die westliche Argumentationslinie sieht wie folgt aus: NATO expandiert formal oder faktisch nach Osten („souveränes Recht der Staaten in die NATO zu wollen“) und wenn Russland darauf reagiert, ist es der Aggressor, womit der Sinn der Osterweiterung gegeben ist. Der Autor beschreibt, wie Sakwa das voraussehbare Ergebnis als „Sicherheitsdilemma“ beschreibt, eine politische Folge, die Studenten der Politologie in den ersten Jahren bereits kennen gelernt haben sollten.

Jochen Mitschka sagt, dass jeder aus dem Buch erkennen wird, welche Rollen die Politiker Deutschlands und der NATO-Länder dabei spielten, die Ukraine in einen Bürgerkrieg zu stürzen, und an den Abgrund eines Staatsbankrottes. Eines Bankrotts, der laut Autor nur durch das Land auf ewig verschuldende Kredite, und mit Steuergeldern der EU-Bürger verhindert wird.

Am 18. Februar 2014 wurden in der Ukraine 28 Menschen getötet, darunter Polizisten von der Bereitschaftspolizei Berkut. Die blutigen Zusammenstöße kulminierten zu einer Massengewalt am 20. Februar. (…) Dies war der Tag der Heckenschützen, die sowohl auf die Demonstranten, als auch die Polizisten schossen, wodurch mindestens 39 Demonstranten und 17 Polizisten getötet wurden.

Dagegen war dem ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck das Gedenken an das Massaker in Odessa keinen Besuch wert. Auf die Frage eines Bundestagsabgeordneten, hatte er Jochen Mitschka zufolge geantwortet, „die Kiewer Regierung wollte das nicht“.

Jochen Mitschka kommentiert: „Und wenn der deutsche Bundespräsident Arm in Arm mit dem Profiteur dieses blutigen Umsturzes den Opfern des Massakers auf dem Maidan gedenkt, sollten wir uns überlegen, wie groß die Heuchelei des deutschen Politikestablishments und der Medien sein muss, solche Bilder mit einem vollkommen falschen Kontext zu verbreiten.“

Aber glücklich über seine Enthüllungen und Klarstellungen ist der Autor nicht. Er verweist auf die Aussage eines hohen Beamten der Regierung von George W. Bush, Karl Rove:

“Beschäftige dich damit, analysiere es, es ist uns egal, wir haben schon die nächste Realität erschaffen”

Mit anderen Worten, es ist vollkommen egal was Historiker, oder Autoren wie Jochen Mitschka nachweisen, es wurde zur Realität, und bleibt Realität, ohne dass irgendjemand dafür zur Rechenschaft gezogen wird. Und während wir uns mit dieser Realität beschäftigen, wird bereits die nächste Realität geschaffen. Damit die „Schöpferische Zerstörung“ Schumpeters nun auch in Lateinamerika wieder zum Einsatz kommen wird, so der Autor, würde nun die Zerstörung Venezuelas auf der Tagesordnung stehen.

Titeldaten

ISBN: 978-3-96607-014-0
Autor: Jochen Mitschka
Umfang: 400 Seiten
Auflage: 1
Maße: 21 x 14,7 x 2,0 cm
Gewicht: 729 g
Einband: Softcover
Erscheinungstermin: 21.02.2018

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 9. Januar 2019, 20:24

Kerem Schamberger, Michael Meyen: Die Kurden. Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion.

Die Kurden sind das größte staatenlose Volk der Welt. Mehr als 30 Millionen Menschen, die bei uns als Türken, Syrer, Iraner oder Iraker gelten (um nur die vier wichtigsten Siedlungsgebiete zu nennen), weil sie einen entsprechenden Pass haben. Dieses Buch erzählt die Geschichte dieser Menschen. Es erzählt, wie sich die Westmächte den Nahen und Mittleren Osten nach dem Ersten Weltkrieg zurechtgeschnitten haben und warum die neuen Staaten in der Region kein Interesse an einer kurdischen Nation hatten. Im Gegenteil. Sie haben alles getan, damit Sprache, Kultur und Identität verschwinden.

Geschichte wiederholt sich nicht, sagt man. Die Unterdrückung der Kurden aber geht weiter. Die Türkei führt seit Sommer 2015 Krieg im eigenen Land. Sie kann das tun, weil die Weltöffentlichkeit wegschaut. Weil Deutschland diesen Krieg durch die Brille der Regierung in Ankara sieht.


Frankfurt am Main: Westend 2018
Link zum Verlag: https://www.westendverlag.de/buch/die-kurden/

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 5. Januar 2019, 22:22

Liebe Freundinnen und Freunde der IALANA,

die Buchdokumentation der IALANA Medientagung von Januar dieses Jahres ist fertig! Es ist sehr interessant geworden, wie man am Inhaltsverzeichnis unten erkennen kann. Alle Redebeiträge sind verschriftet, z.B. auch der von Max Uthoff. Dazu gibt es viele Fotos und eine Literaturliste.

Prof. Dr. Michael Meyen, der am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität in München unterrichtet, hat eine sehr wohlwollende Rezension* geschrieben, die wir ebenfalls abdrucken; so auch den Kommentar des Journalisten Marcus Klöckner zum Redebeitrag von Andreas Zumach zu dem nicht nur für Journalisten wichtigen Thema, ob Veröffentlichungen unter allen Umständen auf zwei voneinander unabhängige Quellen gestützt werden müssen. Bitte finden Sie das Inhaltsverzeichnis* des Buches auf der Rückseite.

Wir bitten Sie um die Bestellung des Buches über eine Email an info@ialana.de mit dem Betreff „Bestellung Buchdokumentation Medientagung“ und der Mitteilung Ihrer Postanschrift. Das Buch kostet 20 Euro zuzüglich Versandspesen (2,50 Euro Inland bzw. 4,50 Euro Ausland). Außerdem freuen wir uns natürlich über eine Spende, weil die Teilnehmerbeiträge die Kosten der Tagung nicht ganz gedeckt haben.

Mit den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Ihr
Vorstand des IALANA Deutschland e.V.

*
Publikation Buch Medientagung.pdf
(488.76 KiB) 52-mal heruntergeladen

* https://medienblog.hypotheses.org/1178

Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts

Beitrag von Maren » 4. November 2018, 01:33

Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts
Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure


Werner Rügemer
Neue Kleine Bibliothek 263
Paperback, 357 Seiten

Erschienen im September 2018

ISBN 978-3-89438-675-7

Neue Finanzakteure haben nach der Finanzkrise die bisherigen Großbanken abgelöst. Blackrock & Co sind nun die Eigentümer von Banken und Industriekonzernen. Hinzukommen Private-Equity-Fonds, Hedgefonds, Wagniskapital­-Investoren und Investment­banken. Mit Digital-Giganten wie Amazon, Facebook, Google, Microsoft, Apple und Uber haben die neuen Finanzakteure schon vor Donald Trumps »America First« die US-Dominanz in der EU verstärkt. Arbeits-, ­Wohn-, ­Ernährungs- und Lebensverhältnisse: Die neue Ökonomie dringt in die feinsten Poren des Alltagslebens von Milliarden Menschen ein. Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts verstecken ihre Eigentumsrechte in vier Dutzend Finanzoasen, fördern rechtspopulistische Politik, stützen sich auf eine zivile, trans­atlantische Privatarmee von Beratern und kooperieren in ­Silicon-Valley-Tradition mit Militär und Geheimdiensten. Rügemers Analyse schließt mit einem ausführlichen Systemvergleich des nach innen und außen noch aggressiver gewordenen »westlichen« Kapitalismus mit demjenigen Chinas, der auch bei seinen Investitionen in der EU und weltweit einer alternativen Logik folgt, Armut überwindet, erneuerbare Energien forciert und das Völkerrecht achtet.


Werner Rügemer, Dr. phil., *1941, Publizist, Mitbegründer der Aktion gegen Arbeitsunrecht. Zahlreiche auch international beachtete Bücher. Zuletzt bei PapyRossa: »Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet. Transatlantische Sittenbilder aus Politik und Wirtschaft, Geschichte und Kultur«.

Das Märchen vom reichen Land: Wie die Politik uns ruiniert

Beitrag von Maren » 2. November 2018, 20:55

Wir leben in Deutschland in der scheinbar besten aller Welten, doch schon bald werden wir feststellen, dass wir nicht das reiche Land sind, das uns Medien und Politik glauben machen wollen. Denn der Boom der hiesigen Wirtschaft ist nicht unser Verdienst, sondern in erster Linie eine Folge der tiefen Zinsen, des schwachen Euro und des Verschuldungsexzesses im Rest der Welt. Um unseren Wohlstand zu sichern, müssten die regierenden Politiker den aktuellen Aufschwung nutzen, um in Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung und somit in die Zukunft des Landes zu investieren. Doch stattdessen werfen sie das Geld für höhere Renten und Sozialausgaben zum Fenster raus.

n seinem neuen Buch zeigt Daniel Stelter,einer der klarsten und profiliertesten Denker in Sachen Ökonomie: Wenn wir weitermachen wie bisher, wird nicht nur unsere Wirtschaftskraft in den kommenden Jahren rapide sinken, sondern nachfolgende Generationen werden die finanziellen Lasten, die uns heutige Politiker aufbürden, nicht stemmen können. Es droht der volkswirtschaftliche Kollaps. Doch der Bestsellerautor entlarvt nicht nur das Märchen vom »reichen Land« als eben solches, er zeigt auch konkrete Wege auf, wie wir dem Albtraumszenario entgehen können.

Schattenkriege des Imperiums - Der Krieg gegen den Iran

Beitrag von Maren » 7. Oktober 2018, 17:31

Der Textist ein Auszug aus dem Buch von Jochen Mitschka "Schattenkriege des Imperiums - Der Krieg gegen den Iran". Siehe auch den das Buch begleitende Blog, der die vielen hunderte Quellen und Links, ein Interview mit dem Autor und eine Vorstellung des Buches enthält.

Im Westen herrscht ein Bild vom Iran vor, das sich am besten durch die Anwendung des abwertend klingenden "Mullah-Regime" beschreiben lässt. In seinem Buch zeigt Mitschka auf, dass die Vorurteile im Westen weitgehend aus einer Zeit stammen, die man "postrevolutionär" nennen könnte. Sie haben nicht mehr viel mit dem modernen Iran des 21. Jahrhundert zu tun. Aber durch den permanenten Krieg gegen das Land konnte es sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich nicht so weiter entwickeln, wie besonders der bürgerliche Mittelstand des Landes es gerne sehen würde.

Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen

Beitrag von Maren » 6. Oktober 2018, 22:40

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen", das gestern im Westend Verlag erschienen ist.

94 Prozent der Deutschen halten gute Beziehungen zu Russland für wichtig. So das Ergebnis einer umfangreichen Studie des forsa-Institutes für Politik und Sozialforschung aus diesem Jahr. Die aktuelle Politik der deutschen Regierung missachtet diese überwältigende Mehrheit jedoch sträflich. Mehr noch: Seit dem Konflikt in der Ukraine eskaliert die Konfrontation zwischen Ost und West zunehmend. Dabei waren wir schon so viel weiter: Die Entspannungspolitik von Willy Brandt und Egon Bahr machte einen Dialog mit Russland möglich, der den Frieden und gute partnerschaftliche Beziehungen mit Russland sicherte. Ganz im Sinne Ihres verstorbenen Ehemanns setzt sich Adelheid Bahr für eine neue Entspannungspolitik ein und mit ihr eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Kunst.

Mit Beiträgen von Adelheid Bahr, Egon Bahr, Wolfgang Bittner, Peter Brandt, Mathias Bröckers, Daniela Dahn, Friedrich Dieckmann, Frank Elbe, Justus Frantz, Sigmar Gabriel, Peter Gauweiler, Richard Kiessler, Gabriele Krone-Schmalz, Wolfgang Kubicki, Harald Kujat, Oskar Lafontaine, Albrecht Müller, Matthias Platzeck, Detlef Prinz, Herwig Roggemann, Florian Rötzer, Evgeniya Sayko, André Schmitz-Schwarzkopf, Hans-Joachim Spanger, Antje Vollmer, Konstantin Wecker und Willy Wimmer.

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 31. August 2018, 18:48

Dirk Müller: Machtbeben
Die Welt vor der größten Wirtschaftskrise aller Zeiten - Hintergründe, Risiken, Chancen


Als Kleptokratie bezeichnet man eine Staatsform in der die Plünderer, die Diebe über die Gesellschaft herrschen. Es ist die Steigerungsform der Plutokratie, der Herrschaft der Reichen. Die Übergänge sind fließend und laut dem Börsenmakler und Buchautoren Dirk Müller („Mr. Dax“) sind wir inzwischen schon ein gutes Stück auf dem Weg vorangekommen. Müller, bekannt sowohl für seinen ökonomischen Sachverstand wie für seinen politischen Klartext, hat diese Woche ein neues Buch vorgelegt, in dem er diese These nicht nur anschaulich belegt, sondern zudem eine Fülle brisanter Informationen zusammenträgt.


Dirk Müller ist sich sicher: Wir stehen vor der nächsten Weltwirtschaftskrise und einer gigantischen Umverteilung. Ob China, Russland, Nordkorea, Naher und Mittlerer Osten oder USA und Europa – Müller erklärt in seiner gewohnt verständlichen Art Hintergründe, Zusammenhänge und Konsequenzen der aktuellen Konflikte. Klug und glaubhaft schildert er den voraussichtlichen Ablauf dieser kommenden Weltwirtschaftskrise. Er zeigt, welche Rolle Digitalisierung und Automatisierung spielen, wo die Zukunft des Geldes, der Arbeit und der Gesellschaft liegt, und gibt wertvolle Tipps, wie wir diesen Umbruch nicht nur unbeschadet überstehen, sondern auch noch davon profitieren können - aktuell und hochspannend!

Dazu ein sehr erhellender Beitrag von Paul Schreyer: https://paulschreyer.wordpress.com/2018 ... ptokratie/

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 29. August 2018, 19:16

Die Putin-Interviews
von Oliver Stone - jetzt auch in deutscher Übersetzung

„Die Putin-Interviews sind das Ergebnis von mehr als einem Dutzend Gesprächen, die der Oscar-prämierte Regisseur Oliver Stone über einen Zeitraum von 2 Jahren hinweg mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führte. Noch nie zuvor hat der russische Präsident einem westlichen Gesprächspartner ein so langes und dermaßen ausführliches Interview gegeben. Kein Thema bleibt ausgespart. Das erste Interview fand statt, als Stone in Moskau den NSA-Whistleblower Edward Snowden aufsuchte, das letzte nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten.

Als Reaktion auf Stones Fragen spricht Putin über die russisch-amerikanischen Beziehungen, über den Vorwurf, der Kreml habe sich in die amerikanischen Präsidentschaftswahlen eingemischt, über Russlands Beteiligung an Konflikten in Syrien, der Ukraine und andernorts. Putin spricht über seinen Aufstieg zur Macht und über sein Verhältnis zu den US-Präsidenten Clinton, George W. Bush, Obama und Trump. Es sind persönliche, provokante und manchmal auch surreal wirkende Gespräche.

Durch Querverweise und Quellenangaben ermöglicht das Buch dem Leser ein tieferes Verständnis der in den Gesprächen behandelten Themen und steigert auf diese Weise das Lesevergnügen."

»Für alle, an denen die jahrelange Verteufelung Putins durch die Massenmedien nicht spurlos vorbeigegangen ist, werden Oliver Stones beispiellose Interviews mit Wladimir Putin ein wahrer Augenöffner sein. Die Gespräche behandeln das Private genauso wie das Politische, es geht um Russland, um Amerika, um wenig bekannte Episoden und um die aktuellen Nachrichten.«

Stephen F. Cohen, Professor für Russistik, New York University und Princeton University

»Eine historische Interviewreihe von immenser Bedeutung (…) Diese Gespräche sind ein Schlüsseltext zum Verständnis unserer gefährlichen Zeit.«

Robert Scheer, Journalist und Bestsellerautor

»Oliver Stones Putin-Interviews sind ein dringend benötigtes Gegengift zur Russland-Hysterie, die die USA gepackt hat. Wer mithilfe der Interviews Zeit mit Wladimir Putin verbringt, muss einfach seine Menschlichkeit, seine Intelligenz und seinen völligen Mangel an Antipathie gegenüber den USA erkennen.«

Dan Kovalik, Anwalt für Menschenrechte
»Stone gelingt es mit seiner Arbeit, unsere Perspektive neu auszurichten.«

New York Times“

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 26. August 2018, 13:32

Die öffentliche Meinung

Der amerikanische Journalist und Regierungsberater Walter Lippmann (1889-1974) war eine überaus schillernde Persönlichkeit. Sein berühmtes Buch „Die öffentliche Meinung“ wird von vielen als Handlungsanleitung an die Herrschenden zur Manipulation verstanden. Lippmann selbst stand den mächtigen Eliten seiner Zeit nahe, sah sich selbst aber als Aufklärer, der der Öffentlichkeit bloß eine Einsicht in die Notwendigkeit moderner Politik nahelegte: Die Wirklichkeit werde über Symbole, über Stereotype vermittelt. Wer regieren wolle, der müsse das berücksichtigen. „Brauchbare öffentliche Meinungen“, so Lippmann, müssten erst einmal „geschaffen“ werden, anders würden sich komplexe Gesellschaften nicht lenken lassen.

Lippmanns Leben begann vielversprechend und voller Möglichkeiten. Er wuchs in wohlhabenden New Yorker Verhältnissen auf, besuchte eine Privatschule und studierte in Harvard. In seiner Jugend liebäugelte er zunächst noch mit sozialistischen Ideen, verstand sich später aber „zunehmend als Sozialingenieur“ und setzte „seine Hoffnung auf die Managerelite, die er als Gegenspieler der Eigentümer sieht“ – so beschreiben es die Ökonomieprofessoren Walter Ötsch und Silja Graupe in ihrer lesenswerten Einführung zur diese Woche erschienenen deutschen Neuausgabe von „Die öffentliche Meinung“.

Ab sofort im Handel: Walter Lippmann: Die öffentliche Meinung, 380 Seiten, 26 Euro.

Rezension von Paul Schreyer im Rubikon

John Grisham entlarvt das US-Jobwunder

Beitrag von Maren » 20. August 2018, 19:46

John Grisham entlarvt das US-Jobwunder

Statistisch geht es dem US-Arbeitsmarkt blendend. Doch wer, wie John Grisham in seinem neuen Roman, genauer hinschaut, entdeckt eine andere Realität.

4,1 Prozent Wirtschaftswachstum, monatlich 210.000 neue Jobs, Arbeitslosenquote mit 3,9 Prozent auf dem tiefsten Stand seit 2000, 2,7 Prozent mehr Lohn binnen Jahresfrist. Das sind die neuesten Meldungen aus den USA.

Dass die Inflation im selben Zeitraum um 2,9 Prozent gestiegen, die Reallöhne somit leicht gesunken sind, war weder im offiziellen Pressekommuniqué des Bureau of Labor Statistics noch in den Presseberichten zu lesen. Es hätte schlecht gepasst zu Überschriften wie „US-Arbeitsmarkt ist gut in Schwung“.

Wie mies es um diesen Markt steht, hat indessen der Krimiautor John Grisham in seinem wie immer gut recherchierten Roman „The Rooster Bar“ aufgezeigt. Der gelernte Rechtsanwalt illustriert das am Beispiel der Juristen, die zu den bestbezahlten Berufsleuten in den USA gehören. Absolventen der Spitzenuniversitäten können mit Anfangssalären von 175.000 Dollar rechnen. Entsprechend groß ist der Andrang auf die Hochschulen, die den Weg zum Anwaltspatent ebnen.

Weiterlesen auf Markroskop

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 17. August 2018, 18:44

Warum eine bargeldlose Welt alles andere als erstrebenswert ist

17. August 2018 — Diese Woche erscheint das Buch „Schönes neues Geld“ von Norbert Häring. Es ist ein Warnruf zu einer Entwicklung, die sich weitgehend im Verborgenen abspielt, jedenfalls ohne größeres Medieninteresse. Häring schreibt: „Mit diesem Buch möchte ich die Öffentlichkeit überzeugen, dass Bargeld nicht einfach so verschwindet, sondern als Teil einer durchdachten globalen Strategie verdrängt wird“. Dass diese Strategie keine Verschwörungstheorie ist, sondern höchst real und dazu selbstverständlich genommene Freiheiten bedroht, schildert er anschaulich und faktenreich. I
Es folgt der Text von Norbert Häring.

Der Krieg gegen den Iran

Beitrag von Maren » 10. August 2018, 19:24

Die Publikumskonferenz setzt sich seit ihrem Bestehen für eine objektivere und ausgewogenere Berichterstattung in den Öffentlich Rechtlichen Medien ein. Wir möchten daher auch darauf hinweisen, wenn größere Publikationen auf den Markt kommen, die ein Gegengewicht zu der oft von Vorurteilen eingefärbten Berichterstattung darstellen. In diesem Zusammenhang sind wir über ein neues Buch von Jochen Mitschka gestolpert, „Der Krieg gegen den Iran“, erschienen im Nibe-Verlag.

Ein Buch über den Iran, der „ausgewogen“ wäre und die Themen behandelt, die der Autor in seinem Buch anspricht, wäre sicher so dick geworden, dass sich niemand das Lesen zumuten würde. Außerdem wäre das mehr, als Jochen Mitschka mit seinem Buch beabsichtigt. Er will bewusst nicht die offiziellen Narrative wiederholen, sondern gemeinsam mit dem Co-Autor Dr. Hossein Pur Khassalian, einem Exiliraner, der zur Zeit des Schahregimes nach Deutschland kam, um hier Medizin zu studieren, und seitdem zwar in Deutschland lebt, aber sehr engen Kontakt in den Iran pflegt, ein alternatives Bild des Iran zeigen.

Das Buch erklärt zunächst die Vergangenheit des Iran in Hinsicht auf Angriffe des Westens, die Jahrhunderte zurück reichen, sich aber seit der Revolution von 1979 extrem verstärkten. Wer von Intrigen, Morden, Krieg und CyberWar liest, versteht, warum viele Menschen im Iran, insbesondere die USA wenig wertschätzen. Im nächsten Kapitel geht der Autor auf die staatlichen Organe ein. Mit Hilfe von Dr. Hossein Pur erklärt er die jüngere Politik, und widerlegt einige der im Westen gepflegten Narrative. Besonders interessant ist auch der Vergleich der staatlichen Organisation im Iran gegenüber Deutschland oder der USA.

Dann geht das Buch auf das Narrativ der gefälschten Wahlen, insbesondere der Wahlen von 2009 ein, und versucht die Frage zu beantworten, ob die Führung des Iran tatsächlich radikalfundamentalistisch ist. Das Buch erwähnt auch die dunklen Seiten der postrevolutionären Massaker und lässt einen Exiliraner zu Wort kommen, der seine Geschichte beschreibt und warum er das heutige System hasst.

Ein wichtiges Kapitel ist das über die Frauen im Iran, und welche Rolle das Hidschab / Kopftuch spielt. Besonders interessant sind auch die Hintergründe der Regime-Change Anstrengungen der USA, wer für „Drehbuch, Regie, Schauspielerei, Komparsen“ zuständig ist und welche Rolle die inzwischen von den USA finanzierte Terrororganisation Mojahedin-e-Khalq (MEK) spielt. Dabei geht Jochen Mitschka auch auf die Unruhen von Ende 2017, Anfang 2018 ein, und zeigt auf, welche Reaktionen dann in einer repräsentativen Umfrage durch ein US-Institut in der Bevölkerung festgestellt wurden.

Das Buch wird begleitet durch einen Blog, in dem interessante Meldungen verarbeitet sind, die nach Drucklegung der ersten Auflage das Thema weiter vertieft und in dem man die Originalquellen als Link zum einfachen Anklicken vorliegen hat. Und davon gibt es Hunderte.

Dort findet man den Satz:

“Aber richtig heiß wird der Wirtschaftskrieg im November, wenn die USA verhindern wollen, dass der Iran Öl exportiert. Eine falsche Bewegung der Militärs, oder wieder einmal ein False-Flag wie sogar wiederholt gegen den Irak erfolgreich (Brutkastenlüge und Massenvernichtungswaffenlüge), kann dann zu einer Katastrophe führen.“


Allein deshalb sollte man das Buch lesen, um zu verstehen, was im November passiert.

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 28. Juni 2018, 20:49

Kurze Besprechung: Die Angst der Eliten – Wer fürchtet die Demokratie?

Paul Schreyers Die Angst der Eliten – Wer fürchtet die Demokratie gehört ohne Wenn und Aber auf die private „List of must read books“, wenn es um die Ausleuchtung von Teilaspekten der gegenwärtigen Demokratiekrise geht. Über 30 Seiten Anhang, auf denen sich Anmerkungen, Quellenangaben und das Personenregistert verteilen, zeugen von dem Streben nach Genauigkeit. Das Ergebnis ist ausgesprochen hilfreich, zum Verständnis einer aus dem Leim geratenen Demokratie, in der Konsequenz aber nicht richtungsweisend – und das ist völlig okay. Schreyer krampft sich eben keine Lösung aus dem Kreuz, will er auch nicht, wie er schon im Vorwort ankündigt, sondern übergibt den Staffelstab des Nachdenkens an die Leserinnen und Leser. Klar ist eins: Die Mächtigen fürchten das Volk und bekämpfen deshalb die Demokratie.

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 3. August 2017, 21:04

Transparency and Funding of Public Service Media – Die deutsche Debatte im internationalen Kontext

Durch ihren öffentlichen Auftrag und die Finanzierung durch die Haushaltsabgabe stehen ARD, ZDF und das Deutschlandradio unter einem besonderen Legitimations- und Rechtfertigungsdruck. Dabei rücken Forderungen nach transparenteren Finanz- und Gremienstrukturen der Sendeanstalten zunehmend in den Vordergrund. Neben der deutschen Debatte reflektiert der Band in 14 Länderfallstudien Entwicklungen und Diskussionen um die Zukunft der Finanzierung öffentlich-rechtlicher Medien und verbindet dabei medienpolitische Forschung und Praxis.


Die Herausgeber (Christian Herzog, Heiko Hilker, Leonard Novy und Orkan Torun) bieten mit dem Buch eine Reflektion der aktuellen Debatte, zeigen internationale Entwicklungen auf und bieten damit einen umfassenden Überblick zum Themenfeld.

http://www.springer.com/us/book/9783658179960

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 1. Juli 2017, 19:49

Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht
von Elisabeth Wehling

2016
224 S., Broschur, 190 x 120 mm, dt.
ISBN 978-3-86962-208-8

Nicht Fakten bedingen unsere Meinungen, sondern Frames. Sie ziehen im Gehirn die Strippen und entscheiden, ob Informationen als wichtig erkannt oder kognitiv unter den Teppich gekehrt werden. Frames sind immer ideologisch selektiv, und sie werden über Sprache aktiviert und gefestigt – unsere öffentlichen Debatten wirken wie ein synaptischer Superkleber, der Ideen miteinander vernetzen kann, und zwar dauerhaft. In der Kognitionsforschung ist man sich daher schon lange einig: Sprache ist Politik.

Leseprobe

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 1. Juli 2017, 19:32

Für eine Studie über Fehlentwicklungen im Journalismus ließ Hans Mathias Kepplinger 332 repräsentativ ausgewählte Tageszeitungs-Redakteure befragen. Es ging dabei um prominente, belegte Fälle unangemessener Skandalisierung und das "Totschweigen" von Nachrichten. Der renommierte Professor für Empirische Kommunikationsforschung untersuchte die Einstellung zur Verletzung journalistischer Berufsregeln.

"Totschweigen und Skandalisieren. Was Journalisten über ihre eigenen Fehler denken"

2017, 232 S., 11 Abb., 28 Tab.,
ISBN 978-3-86962-284-2
21,00 EUR

Interview auf Kress.de

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 3. Juni 2017, 20:42

Die Macht um acht - Der Faktor Tagesschau

Autoren: Uli Gellermann, Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam,

Neue Kleine Bibliothek 241, 173 Seiten
ISBN 978-3-89438-633-7

Verlagstext:

15 Minuten lang informiert die Tagesschau über die vorgeblich wichtigsten Ereignisse des Tages. Als »Flaggschiff der ARD« gibt sie sich als verlässlich, neutral und seriös. Diesen Anspruch hinterfragen Uli Gellermann, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer detailliert und gründlich. Sie gehen der Geschichte der Tagesschau nach, beleuchten ihre Vermittlung und Auswahl von Nachrichten, kommentieren ihre Berichterstattung zu zentralen aktuellen Themenschwerpunkten wie dem Krieg gegen Syrien und dem Konflikt um die Ukraine, stellen die viel zu unbekannten »Programmbeschwerden « als Möglichkeit des Zuschauerprotests und der demokratischen Auseinandersetzung mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk dar. Ihr Fazit ist ernüchternd. Sie halten die Tagesschau weder für verlässlich noch für neutral, nur für bedingt seriös und bestenfalls für schlau. Nach diesen 15 Minuten weiß man, was die Regierung denkt; was die Republik denken soll und was zu denken unter den Tisch fallen kann.


Uli Gellermann, *1945, Journalist und Filmemacher. Hat als Creative Director gearbeitet. Verantwortet die Website rationalgalerie.de.

Friedhelm Klinkhammer, *1944, Jurastudium in Hamburg. Dreieinhalb Jahrzehnte angestellt beim NDR. Langjähriger IG Medien / ver.di-Vorsitzender und Gesamtpersonalratsvorsitzender im NDR.

Volker Bräutigam, *1941, Journalist. 14 Jahre bei Tageszeitungen, danach beim NDR in Hamburg, dort u. a. zehn Jahre Redakteur bei der Tagesschau und weitere zehn Jahre in der Kulturredaktion von N3. Seit 2001 freier Autor.

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 22. April 2017, 15:15

Die Unbelangbaren - Wie politische Journalisten mitregieren
Wer kontrolliert die Vierte Gewalt?

Thomas Meyer
Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-12692-9
http://bit.ly/Meyer_DieUnbelangbaren

Re: Bücherecke

Beitrag von Maren » 27. März 2017, 21:27

Lügen die Medien? von Jens Wernicke

Die etablierten Medien stecken in einer Glaubwürdigkeitskrise. Immer weniger Bürger vertrauen ihnen, insbesondere die Leitmedien stehen unter scharfer Kritik. Und selbst Politiker konstatieren inzwischen eine „erstaunliche Homogenität“ (Frank-Walter Steinmeier) und mangelnde Vielfalt der veröffentlichten Meinungen. Wie konnte es dazu kommen, was sind die Krisenursachen und was ist zu tun? Jens Wernicke hat mit über zwanzig Medienexperten über die verschiedenen Facetten der Vertrauenskrise gesprochen und sucht nach Lösungen und Auswegen. Das Resultat ist ein unverzichtbares Kompendium der Medienkritik.

Verlag: Westend; Auflage: 1 (1. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864891884
ISBN-13: 978-3864891885

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