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Der Kommentator

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Der Kommentator ist zornig

Beitrag von Maren » 13. Juni 2019, 21:16

https://www.tagesschau.de/ausland/assan ... g-105.html

Das trifft sich doch gut mit den greifbaren Intentionen dieses Dreckstücks:

https://www.tagesschau.de/inland/interv ... l-103.html

„tagesschau.de: Hat sich Assange von einer Lichtgestalt zu einem Handlanger Russlands entwickelt?“


Jack London ist sicher hoch einverstanden, wenn sein Streikbrecher eine Erweiterung erfährt:

Der ARD-„Journalist“

Nachdem Gott die Klapperschlange, die Kröte und den Vampir geschaffen hatte, blieb ihm noch etwas abscheuliche Substanz übrig, und daraus machte er einen ARD-„Journalisten“. Ein ARD-„Journalist“ ist ein aufrechtgehender Zweibeiner mit einer Korkenzieherseele, einem Sumpfhirn und einer Rückgratkombination aus Kleister und Gallert. Wo andere das Herz haben, trägt er eine Geschwulst räudiger Prinzipien. Wenn ein ARD-„Journalist“ die Straße entlang geht, wenden die Menschen ihm den Rücken, die Engel weinen im Himmel und selbst der Teufel schließt die Höllenpforte, um ihn nicht hineinzulassen. Kein Mensch hat das Recht, einen ARD-„Journalisten“ zu halten, solange es einen Wassertümpel gibt, der tief genug ist, daß er sich darin ertränken kann oder solange es einen Strick gibt, der lang genug ist, um ein Gerippe daran aufzuhängen. Im Vergleich zu einem ARD-„Journalisten“ besaß Judas Ischariot, nachdem er seinen Herrn verraten hatte, genügend Charakter, sich zu erhängen. Den hat ein ARD-„Journalist“ nicht. Esau verkaufte sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht. Judas Ischariot verriet seinen Heiland für 30 Silberlinge. Benedict Arnold verkaufte sein Land für das Versprechen, daß man ihm ein Offizierspatent in der britischen Armee geben würde. Der moderne ARD-„Journalist“ verkauft sein Geburtsrecht, sein Land, seine Frau, seine Kinder und seine Mitmenschen für ein unerfülltes Versprechen seines Trusts oder seiner Gesellschaft. Esau war ein Verräter an sich selbst. Judas Ischariot war ein Verräter an seinem Gott und Benedict Arnold war ein Verräter an seinem Land. Ein ARD-„Journalist“ ist ein Verräter an seinem Gott, seinem Land, seiner Familie und seiner Klasse!

Re: Der Kommentator zur verunglückten Debatte um Assange

Beitrag von Maren » 5. Juni 2019, 12:08

Mit spielerischer Leichtigkeit hat es die ARD in den letzten Wochen geschafft, Resignation zu verbreiten in der Beurteilung ihrer unvoreingenommenen und umfassenden Berichterstattung. Daß das einhergeht mit glattem Rechtsbruch, geht einem ARD-„Journalisten“ offenbar sowas von sonstwo vorbei. Die Zeiten erinnern an den alten Spontispruch „Legal, illegal, scheißegal“. Von Assange über Rezo bis hin zu Nahles kann von unvoreingenommenen Nachrichten keine Rede sein, von umfassenden sowieso nicht.

Bei Julian Assange läßt die ehrenwerte Gesellschaft um Gniffke merkwürdig verstörende Einzelheiten seiner Anklage wegen Vergewaltigung einfach mal so außen vor. Erwähnt wurden sie, aber das ist laaaang lang her. Dafür wird in einem Interview mit einem dieser sattsam bekannten Experten darauf hingewiesen, wie sehr sich der Mann in seiner Isolation in der Londoner Botschaft eigenbrötlerisch verändert hat. Höhepunkt des Interviews ist aber die Fragestellung: tagesschau.de: Hat sich Assange von einer Lichtgestalt zu einem Handlanger Russlands entwickelt?“. Wer so an diese Sache geht, hat kein Interesse an investigativem Journalismus. Hier klingt durch, daß im Gegenteil das Aufdecken von Kriegsverbrechen bestraft werden darf, soll, muß.

Es zieht sich wie ein brauner Faden durch das Gespräch, daß der Fragesteller nullkommanull Solidarität mit einem verfolgten Journalisten aufkommen läßt. Oberflächlich wird widerwillig eingeräumt, daß die Enthüllungen Assanges Respekt verdienen. Sofort darauf aber die Griffe zum Framing-Manual, damit der Punkt nur ja keine dominierende Bedeutung erlangt. Keine Erwähnung davon, daß Assange im schlimmsten Fall in den USA die Todesstrafe droht. Die umfassende Berichterstattung läßt grüßen, die unvoreingenommene… siehe oben. Die Feststellung drängt sich auf, daß dieser fragende Knilch besser zum Ambiente eines Büros der CIA paßt als zu dem einer seriösen Redaktion. (https://www.tagesschau.de/inland/interv ... l-103.html)

Bei Rezo wiederum wurden die Auslassungen AKKs zur Regulierung des Internets heruntergespielt sowohl von der ARD als auch vom ZDF. Es stinkt meilenweit gegen den Wind, was hier geboten wurde und wird. Kaum wird die Meinungshoheit auch der ö/r in Frage gestellt, werden faschistoide Maßnahmen im Hinterkopf vorbereitet. Die beliebte Masche des mißverständlich Geäußerten wird wieder einmal episch breit gestrickt. Wer soll noch daran glauben, es wäre etwas schlecht formuliert oder zur falschen Zeit geäußert? Philipp Mißfelder wollte älteren Menschen keine Gelenkoperationen zugestehen: „Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen.“ Er war schlicht asozial, daran ändern nachträgliche Rechtfertigungsversuche gar nichts.

AKK will die Meinungsfreiheit kastrieren, Punkt. Wobei: Hat sich dieses intellektuelle Glanzlicht schon mal Gedanken darüber gemacht, was mehr als 70 Tageszeitungen von Aachen bis Zweibrücken mit der Partei „Die Linke“ veranstaltet? Permanent, wohlgemerkt, nicht auf Wahlkampfzeiten beschränkt. Daß ARD und ZDF gezwungenermaßen die Meinungsfreiheit thematisieren und sofort in den Verniedlichungsmodus fallen, offenbart deren Regierungsnähe. Weiters ist das ein Zeugnis dafür, für tatsächliche Journalistenarbeit nicht bereit zu sein. Investigative Arbeit eckt an. Da können zwangsgebührengepamperte Kreaturen nur abwinken und in ihrem Wellnessdasein verbleiben. Als Feigenblatt werden Magazine zur besten Schlafenszeit ausgestrahlt. Erlaubt sind weiters Kabarettprogramme. Natürlich müssen ernstzunehmende Satiriker mit Konkurrenz rechnen, die von den Sendern gezüchtet wird. Nuhr mit seinen exemplarischen Äußerungen zu Basisdemokratie z.B. Faszinierende Nebelkerzen, die da gezündet werden

In diesen Bogen der Resignation über die ö/r paßt ganz vorzüglich der Rücktritt der Andrea Nahles. Was da an Nebensächlichkeiten aufgebauscht wurde, paßt auf keine Kuhhaut. Klar ist die Urheberschaft dieses Abfalls in der Umgebung von Nahles zu suchen. Daß jedoch die ö/r so bereitwillig diesen Quatsch nachbeten, ist kein Zufall. Nachdem bekanntlich das Sein das Bewußtsein bestimmt, kann ein Qualitätsjournalist nichts gemein haben mit einem Arbeiter, der auch noch über Rückgrat verfügt. Abhängig Beschäftigte dieses Typs waren mal Bestandteil der SPD. Daß dafür die Vergangenheitsform verwendet werden muß, liegt an der SPD. Einen guten Teil der Schuld darf mensch aber getrost den Medien anlasten. Gewiß, ein Lumpenproletariat gibt es nicht mehr. Böse Menschen munkeln aber, das läge daran, daß hier eine Spaltung erfolgte. Hier die Lumpen, dort die Proleten mithin.

Während die Lumpen Nahles zur „Parteilinken“ hochstilisierten, wurden die Proleten durch Hartz IV, Bertelsmann also, sowie Schröders moderne Finanzprodukte den Heuschrecken Münteferings ausgeliefert. Daß die Proleten dieses Schlachtfest so lange opferbereit mitmachten, liegt zum guten Teil an den Medien. Was wurde schon seit Helmut Schmidt geschwurbelt und geschwallt vom sozialen Netzwerk und den notwendigen Einschnitten in das selbige!?!?!?. Von Selbstverantwortung wurde da fabuliert; genüßlich, ja sadistisch ignoriert, woher der Wohlstand des Landes stammt, aus Arbeit nämlich. Dieses sandgestrahlt stromlinienförmige Politklima brachte die „westliche Wertegemeinschaft“ und die GroKo hervor. Bis bei der €U-Wahl die ganze Blase um die wWG heftige Blessuren erlitt. Ein Resultat war der Rücktritt von Pippi Nahles und das Gezeter war groß. Von Schlägen unter die Gürtellinie war die Rede und Frauenfeindlichkeit. Inhaltliche Punkte wurden zwar erwähnt, aber dermaßen marginal, daß eben hauptsächlich die Frauenfeindlichkeit in der Aufmerksamkeit präsent blieb.

Spätestens hier ist der Punkt, an dem der Kragen platzen muß. Hat sich je eine dieser Gesäßviolinen Gedanken darüber gemacht, wie weit Hartz IV unter der Gürtellinie der Empfänger wirkt? Hat je eine dieser marktorientierten Kanaillen ihre Aktien von Vonovia verbrannt? Es hat nichts mit Frauenfeindlichkeit zu tun, Ätschi Bätschi-, Pippi-Langstrumpf-Auftritte oder Karneval-Schrott zu kritisieren. Genauso wenig, Anne-Katrin Mellmann oder Golineh Atai als doofe Nuss zu bezeichnen. Die Wahrheit darf ausgesprochen werden; in den genannten Fällen ist sie oft genug nachgewiesen worden. Es hat auch mit Männerfeindlichkeit nichts gemein, Udo Lielischkies oder vergleichbare Figuren in diese Riege einzuordnen. Nein. Vielmehr ist es so: Altparteien und Medien haben einen Zorn erzeugt, der sie hoffentlich wegfegt. Der Resignation über ihre Machenschaften zum Trotz und gerade deswegen.

Der Kommentator zur ARD-Lobhudelei auf Macron

Beitrag von Maren » 27. April 2019, 17:58

https://www.tagesschau.de/ausland/macron-517.html

Ergebenheitsadressen am laufenden Band von Barbara Kostolnik:

"Der französische Präsident ist mit sich selbst ins Gericht gegangen“…

" Nun will der Präsident gelernt haben, dass man Franzosen, Französinnen nicht einfach so transformieren kann, sprich: vom Kopf auf die Füße stellen, nur weil man es eben kann."


Kostolnik darf sich sehr gerne einen zweiten Namen hinzufügen. Kostolnik-Frechheit wäre ein favorisiertes Ergebnis. Denn ausgerechnet ein Vokabel aus der Marx-Engels-Bibliothek zu verwenden, das hat schon was. Jede Menge Chuzpe. Erinnert auch spontan an die Nazis, die den Ersten Mai zum Feiertag machten. Instrumentalisierung nennt man das im neudeutschen Framing-Handbuch. Darüber hinaus ergibt sich die Frage, wie Macron oder Kostolnik darauf kommen, die Franzosen würden Kopf stehen. Ist der Anspruch, Sonnenkönig des 21. Jahrhunderts oder dessen Mätresse zu sein, Ursprung dieser Anmaßung?

"Als Präsident, der seine Schwächen kennt und öffentlich zugibt: "Ich war mit den Franzosen so ungeduldig und fordernd wie mit meiner Regierung und habe ihnen das Gefühl gegeben, ich sei hart, machmal ungerecht. Ich bedaure das."…

"Aus der großen nationalen Debatte, die ihn wochenlang viele Stunden mit seinen Landsleuten und deren Sorgen konfrontierte"…


In ihrem unermüdlichen Bestreben, Macron den roten Teppich auszurollen und en passant einen Heiligenschein zu verpassen, ist ihr ein Lapsus unterlaufen. Da hat sie doch glatt vergessen, die fehlenden Vertreter der "Gelbwesten" zu erwähnen. Es ist ja durchaus nachvollziehbar, daß jemand, der vom Kopf erst auf die Füße gestellt werden muß, sich um seine körperliche Unversehrtheit sorgt. Darf aber jeder Schmierfink dann – „von seinen Landsleuten und deren Sorgen" – tendenziös-manipulativen Fassadendreck aufdrängen?

"Macron plant eine Agenda 2025, wobei jeder einzelne dazu angehalten wird, das Beste von sich einzubringen. Auf diese Weise, so Macron, "können wir die Kunst, französisch zu sein, wieder aufleben lassen". Was er damit meint: "Verwurzelt zu sein in unserem Land, unserer Geschichte und doch auch in der Welt, in der Zukunft.""


– Macron, Kostolnik: Die Französische Revolution und die Guillotine war auch Teil sogar der europäischen Geschichte. Durchaus gerechtfertigt war die Funktion des Fallbeils gegenüber Leuten, die der Bevölkerung mangels Brot Kuchen zur Ernährung empfahlen. Gewiß, die Zeiten sind nicht vergleichbar. Aber strukturelle Gewalt, ebenfalls wie die gegen Demonstranten, rechtfertigt unbedingt auch Gegengewalt.

"Weniger poetisch versprach der Präsident mehr Bürgerbeteiligung, also Petitionen, vor allem auf lokaler Ebene…“


Petitionen, wow. In einem Kinderspiel gibt es die Frage "Kaiser bitte – wieviel Schritte – darf ich machen?“ Ausgezeichnet gespielt, Macron, Kostolnik. Wer nun welche Rolle verkörpert, darf jeder für sich herausfinden.

Nach all den verbalen Blendgranaten lassen Macron und Kostolnik die Katze aus dem Sack:

"Die Welt habe sich geändert, stellte der Präsident fest, aber sei deswegen alles, was er in den letzten beiden Jahren auf den Weg gebracht habe, falsch gewesen? Eine rhetorische Frage. "Ich glaube das Gegenteil: Wir dürfen nicht mit der Transformation aufhören. Er hat viel gehört und zugehört in den letzten Wochen, aber wer jetzt denkt, der neue Macron mache alles anders, hat sich schwer geirrt. "Wir müssen noch weiter gehen", erklärt er, weswegen als nächstes die Arbeitslosenversicherungs- und die Rentenreform angepackt werden. Ob ihn die vielen Hass-Botschaften der "Gelben Westen", die gelbe Wut, die schlechten Umfragewerte nicht zum Nachdenken bringen würden, wurde Macron in der Pressekonferenz gefragt. Nein, entgegnete er, "wenn man die Macht will und gewählt wird, akzeptiert man die Wut, die damit einhergeht. Wer heutzutage in einer Demokratie ein Land führt, der muss akzeptieren, nicht populär zu sein - aber ich werde nicht zu einem werden, der gefallen möchte.“ Macron sieht sich als Stützpfeiler einer Demokratie, die von allen Seiten bedroht ist. Aber er hat nicht vor, von seiner Mission abzurücken, auch wenn sie unliebsame Entscheidungen erfordert. Will er denn nicht 2022 wiedergewählt werden? Das, erklärt er, sei ihm "vollkommen egal", er wolle, dass diese Amtszeit ein Erfolg wird. Das Pokerface, das er dabei aufsetzt, ist ziemlich cool und überzeugend. Aber er habe ja einiges gelernt, sagt Macron, in letzter Zeit."


Hier endet die Lehrstunde der Blender. Macron drückt dem europäischen Wähler zwischen Tür und Pfosten seine Interpretation von Demokratie aufs Auge. Als Fazit bleibt Junckers Zusammenfassung politischer Arbeit. Wir machen einen Schritt. Regt sich Widerstand, machen wir eine Pause. Wenn Gras über die Sache gewachsen ist, wiederholen wir den Schritt und machen den nächsten. So arbeiten wir weiter, bis nichts mehr umgekehrt werden kann.

Barbara Kostolnik, Sie haben Macron ausgezeichnet sekundiert. Behalten Sie den Kuchen anstelle des Brots im Gedächtnis.

Der Kommentator zu den Seidenstraßen-Skeptikern der WWG*

Beitrag von Maren » 25. April 2019, 21:51

*WWG = Westliche WerteGemeinschaft

https://www.tagesschau.de/ausland/treff ... g-101.html

Von Axel Dorloff, ARD-Studio Peking

„Die „Neue Seidenstraße“ ist Kern der chinesischen Außenpolitik. Drei Tage lang diskutieren nun in Peking 37 Staats- und Regierungschefs über das Handelsnetzwerk zwischen Asien, Afrika und Europa. Viele sind skeptisch.“

„Kritiker warnen vor einer Globalisierung chinesischer Prägung.“

„China locke außerdem mit seinen Krediten gerade kleinere Länder in die Schuldenfalle, warnt Jörg Wuttke, ehemaliger Präsident der EU-Handelskammer in China.“

„Viele Staaten bleiben deshalb skeptisch. Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben eine Erklärung zur „Neuen Seidenstraße“ bislang nicht unterzeichnet.“

– Wuttke, Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind also die „vielen Skeptiker“, die der Knilch zu nennen vermag. Es stinkt kilometerweit gegen den Wind, was hier veranstaltet wird. Es geht darum, der westlichen Wertegemeinschaft die Pfründe zu sichern. Buffett, Gates, Zuckerberg gut. Investoren von östlicherer Herkunft als dem Kaukasus böse. Ganz offensichtlich fehlt der Wille, bereits erfolgte chinesische Investitionen wie die in den Hafen von Piräus auf die Folgen zu überprüfen.

„Italien hatte sich Ende März als erstes G7-Land dem Megaprojekt angeschlossen – und wurde dafür von anderen EU-Partnern teils heftig kritisiert. Das sei etwas übertrieben gewesen, sagt Wuttke. „Die Italiener haben wahrscheinlich mehr Dresche bekommen, als nötig war. Sie haben nämlich eigentlich ein sehr gutes Papier zusammen gebaut, in dem die ganzen europäischen Werte mit reingeschrieben sind: Umweltschutz, Arbeitsschutz und so weiter.“

– Ja zum Teufel, was will mensch denn noch mehr?

Ach so:

„Die Frage bleibe jedoch, warum sich ein Mitgliedsland aus der Reihe bewegen müsse, obwohl die EU-Kommission für alle sprechen würde.“

Da hat sich wohl der oberste €U-Lügner Juncker auf den Schlips getreten gefühlt. Nebenbei, welche rechtlichen Grundlagen gibt es für diesen Alleinvertretungsanspruch?

Das hier letzten Endes kann man sich vergnüglich auf der Zunge zergehen lassen:

„Zu groß sind die Bedenken, dass Transparenz, faire Ausschreibungen und verbindliche Handelsregeln auf der Strecke bleiben.“

– Da tun sich schier unendliche Spielwiesen auf zur Reflexion der Praktiken von USA, €U und IWF. Einfach köstlich. Daß Dorloff solche Überlegungen nicht anstellt, erklärt sich von selbst. Gehört er doch einer Institution an, die unvoreingenommen und umfassend berichtet. Halleluja.

Der Kommentator zum Brzezinski-besoffenem Gelalle der Barrikadenbraut

Beitrag von Maren » 19. April 2019, 13:38

https://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-wahl-151.html

"Poroschenko wird gerne - in manipulierten Videos - als Alkoholiker dargestellt"

– Eigenartigerweise drängt sich der Eindruck auch ohne Manipulation auf. Jelzin, Juncker, Poro, Bush – irgendwie nähren diese Typen bekannte oder verdeckte Gemeinsamkeiten.

Wie gewohnt, läßt die *censored* verbale Silvesterknaller bis hin zu Granaten detonieren.

"Während in einer Umfrage zwei Drittel der Befragten in Russland keinem ukrainischen Kandidaten vertrauen, kommt Selenskij bei den Russen auf 31 Prozent und Amtsinhaber Petro Poroschenko auf gerade mal ein Prozent. Über die Hälfte der Befragten, 56 Prozent, haben eine negative Einstellung zur Ukraine, die sie für "vom Westen manipuliert" halten."
…"Die USA diktierten die Wahlergebnisse, heißt es. Belege dafür werden nicht präsentiert." … "ukrainische Demokratie"
…"Am Vorabend der ersten Wahlrunde tauchte Kandidat Bojko völlig unerwartet in Moskau auf, zusammen mit Wiktor Medwetschuk, einem Präsident Wladimir Putin nahestehenden ukrainischen Oligarchen.
Beim Empfang bei Ministerpräsident Dmitri Medwedjew stellte Gazprom-Chef Alexej Miller einen Gaspreis-Rabatt für die Ukrainer in Aussicht. Der bizarre "Staatsbesuch" half dem pro-russischen Kandidaten Bojko nicht wirklich, er lag mit 11,7 Prozent der Stimmen weit hinten und läuft sich nun für die Parlamentswahlen warm."


– Man beachte den Framing-Zungenschlag beim "Staatsbesuch".

Weiter:

"Die Präsidialadministration sei bereit, wurde berichtet, nach der Stichwahl zu prüfen, den Bewohnern der russisch kontrollierten Ostukraine russische Pässe auszuhändigen. Dieses Szenario wird seit Jahren in Moskau diskutiert. Die Pässe wären ein strategisches Instrument für eine engere Anbindung der Gebiete an Moskau - ein feindlicher Schachzug, der Selenskij gleich vor Amtsantritt herausfordern würde."

– "ein feindlicher Schachzug". Soso. Das ist also die Trennung von Berichterstattung und Kommentar à la Atai. So sieht der Beitrag der ARD zur Völkerverständigung und Friedensförderung aus dem Rundfunk-Staatsvertrag aus. Mediale Feindbilder bis zum Abwinken. Russland, China, Maduro, Assad, Irak, Iran, Gaddafi. Dem gegenüber die Hätschelei von Soros, Buffett, Zuckerberg, die allein schon für die Cleverness der Steuervermeidung die I-Tüpfelchen der marktorientierten "Demokratie" darstellen.

Hochachtung, kann mensch dazu nur sagen. Das kann nicht mit einem kürzlich veröffentlichten Framing-Manual zu tun haben. Dahinter steckt jahrelange Übung in Manipulation, Ignoranz aus der Wirklichkeit des "das Sein bestimmt das Bewußtsein". Wieviel "verdient" so ein Qualitätsjournalist?

Die dahintersteckende Absicht wird erkennbar nach Lektüre der Schlußbemerkungen:

"Nun greifen die ukrainischen Kandidaten selbst zu "schwarzer PR", um den Gegner mit Desinformation zu diskreditieren. …Eine solche Desinformationsschlacht während der Wahlen sei genau das, was Russland wolle, ist der stellvertretende ukrainische Informationsminister Dmytro Solotuchin überzeugt."

Wer sich für diesen Knilch nun wieder interessiert, stoßt hierauf: "Der Artikel „Dmytro Solotuchin“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht." Vielleicht wird ein gnädiger Schleier über einen lupenreinen Bandera-Jüngling gelegt, der Brzezinski-Hörigen ist ja einiges zuzutrauen.

Fest steht, wenn die Wahl in der Ukraine nicht nach dem Geschmack der WWG ausgeht, ist der Grundstein gelegt für das Endlosschleifen-Statement "Putin ist schuld“.

Der Kommentator zur ARD und ihren „Experten“…

Beitrag von Maren » 19. April 2019, 13:30

https://www.tagesschau.de/inland/treuha ... a-101.html

„Im 30. Jahr der deutschen Einheit fordert die Linkspartei, ein U-Ausschuss solle die Treuhand-Privatisierung früherer DDR-Betriebe prüfen. Experten halten das für den falschen Weg der Aufarbeitung.“

„Dietmar Bartsch sagt dazu: „Verheerende politische Fehler, die in der Nachwendezeit gemacht wurden, müssen ans Tageslicht und von der heutigen Politik aufgearbeitet werden. Das ist auch eine Frage des Respekts gegenüber Millionen Ostdeutscher, die in dieser Zeit ihren Arbeitsplatz verloren haben.“ Die Privatisierung sei bis heute eine wesentliche Ursache für den wirtschaftlichen Rückstand des Ostens – dafür sollten Entschädigungen gezahlt werden.
Christian Hirte, der Ostbeauftragte der Bundesregierung, lehnt das ab.“

– Ganz klar ohne politischen Hintergrund, natürlich nur betriebs- und volkswirtschaftlich, wissenschaftlich motiviert.

„Der Politikwissenschaftler Everhardt Holtmann hält einen Untersuchungsausschuss ebenfalls für das falsche Instrument: „Im 30. Jahr der Deutschen Einheit haben wir – nicht verwunderlich – eine eher auflebende Debatte über den Stand der Deutschen Einigung. Teil dieser Einigung ist auch ein Verdacht, es hätte so etwas wie eine Kolonisierung des Ostens durch den Westen gegeben“, sagt er. „Das ist aber nach meiner Einschätzung weniger durch Fakten als durch Gefühlslagen gedeckt.“ Den Vorstoß der Linkspartei sieht er als „Akt von Symbolpolitik“, der das Profil als ostdeutsche Interessenspartei schärfen solle.“

– Mal abgesehen davon, daß die sprachlich außerordentlich akkuraten Gniffke-Kreaturen den Namen falsch schrieben, hier der Hinweis auf ein weiteres Indiz für „eine Kolonisierung des Ostens durch den Westen“, dessen eigener Werdegang nämlich: https://de.wikipedia.org/wiki/Everhard_Holtmann.

Sichtbar wird hier, daß es nicht nur eine Siegerjustiz gibt. Sondern auch Sieger-Ökonomie, -Historie, -Medien, kurz eine westliche Sieger-Hegemonie. Die ARD putzmunter und unverschämt mittendrin – Pardon…, den eigenen Slogans zufolge sogar in der ersten Reihe.

Der Kommentator zu Scheibtischtätern und Profiteuren

Beitrag von Maren » 16. April 2019, 19:59

Eine Frechheit zum Frühstück:

https://www.tagesschau.de/inland/ard-festakt-101.html

„Zuerst sind es die alliierten Sieger, die in Deutschland Radio machen. Erst Jahre später dürfen deutsche Zivilisten die Sender übernehmen – bis 1949, vor 70 Jahren, das Grundgesetz den Öffentlich-Rechtlichen mit der Pressefreiheit ihr Fundament gibt.“

– Zur Pressefreiheit sei Paul Sethe empfohlen. Im ganzen Bericht nicht eine Erwähnung des Rundfunk-Staatsvertrags. Aber, naja klar… weshalb soll man was erwähnen, das man tagtäglich bricht. Wäre ja eine desaströse Lawine an Eigentoren, die man dadurch lostreten würde.

Dafür das:
„Heute seien es fake news, die den demokratischen Diskurs von innen bedrohen, und Algorithmen-getriebene Tech-Firmen aus dem Silicon Valley, die Europas Presselandschaft austrocknen. Netflix allein, sagt BBC-Generaldirektor Tony Hall bei dem Festakt auf dem NDR-Gelände in Hamburg-Lokstedt, habe für seine Filme ein Budget fast doppelt so groß wie alle Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland zusammen.“

– Da fehlt doch was. Kein Wort von den russischen Trollfabriken. Zuviel BBC-Zungenschlag, wo es doch auch um Deutschland gegen die russischen Untermenschen geht? Ist Hall von Putin gekauft? Zudem, wie sieht der Vergleich aus der Budgets der Ö/R zum Springer-Konzern, Funke Mediengruppe, WAZ usw. usf.? Acht-Milliarden-Giganten gegen vergleichsweise genügsame Unternehmen. Daß man Döpfner & Co. ihre Wehklagen nicht wortwörtlich abnehmen soll – selbstverständlich. Klappern gehört zum Handwerk.

Ein gewisser Zynismus steckt aber schon dahinter, wenn ARD und ZDF in schöner Regelmäßigkeit Funke- und Springer-Quellen beispielsweise zitieren. Der User denkt mit Stolz daran, welch ausgezeichnetes, dichtes Korrespondentennetz er mit seinem Beitrag… und dann der Lackmustest, au weia. Was der Faktenfinder bezüglich Venezuela einräumen mußte, war ja nicht ohne. Aber – tatata tatata – auch in dem Punkt hat der Griff ins Framing-Manual famos geholfen. Die ARD wäscht ihre Hände in der Schuld anderer Berichterstatter. Vom potenziell vergossenen venezolanischen Blut wollen wir erst gar nicht reden.

Darüber hinaus haben die Schreibtischtäter virtuell Blut an den Händen in der Ukraine, Syrien, Afghanistan, Libyen. Bevor es unübersichtlich wird, ein paar Begründungen. Janukowitsch muß weg, Assad muß weg, Gaddaffi sowieso und Oberst Klein war nur ein Brunnenbohrer. Alles Forderungen, Darstellungen der WWG, die von unseren Ö/R tendenziell unterstützt wurden. Daß „moderate Rebellen“ nichts anderes sind als Kopfabschneider, kriegt man nicht in marktorientiert-verseuchte Gehirne, das ist hoffnungslos.

„…trotzdem (s. das mickrige Budget, der Verfasser) schaffe man immer wieder Gemeinschaftserlebnisse – ob Weltmeisterschaft, Königliche Hochzeit oder aufwendige Dokus wie der „Blaue Planet“, produziert von Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland und Großbritannien…“

– Da steht er da, der Beitragszahler. Mit dem Rundfunk-Staatsvertrag kann er wedeln, wie er will. Die Weltmeisterschaften und königlichen Hochzeiten, die Fassungslosigkeit über deren Erwähnung verdammen ihn zur Sprachlosigkeit.

Aber, Entspannung abgesagt, es geht noch weiter.

„Den Filterblasen und Echokammern des Internets setzt der BBC-Mann den Anspruch auf Universalität entgegen – eine Verpflichtung, jeden zu erreichen: „Alle Sichtweisen widerzuspiegeln und darzustellen – um zu gewährleisten, dass alle Stimmen gehört werden.“

„Alle Stimmen hören, womöglich auch solche, die von der Abschaffung der Demokratie träumen? Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm versucht den Spagat. Demokratisch gewählte Parteien gehörten natürlich in die Nachrichtensendungen. Man müsse es aber zugleich hinterfragen, einordnen, überprüfen und auf Provokationen einen angemessenen Umgang finden.“

– Daß die perverse Interpretation von Demokratie durch Juncker, Macron und Merkel die Beseitigung dieser Farce positiv erscheinen läßt, hinterfragt Wilhelm nicht. Es ist ihm ja auch offenbar egal, in welchem Ausmaß er sich am Aufbau struktureller Gewalt beteiligt in seiner „Marktorientierung“.

Ausgerechnet Julia Jäkel, die Vorstandschefin der Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr, äußert berechtigte Kritik, wenn auch sehr oberflächlich. Und selbst da unterläuft ihr ein nicht unwesentlicher Fehler: „Eine Regelmäßigkeit an konstantem Geld, das von oben fließt, kann auch irgendwie zu einer gewissen Form von Mehltau führen und nicht zu Kreativität.“

– Das Geld fließt von unten, Frau Jäkel. Es sind die Zwangsbeiträge an offensichtlich unerschütterliche Statthalter der Diktatur des Kapitals.

„Im Publikum sitzt ihr Ehemann Ulrich Wickert und lächelt. Vermutlich verbucht er es als Kritik unter Freunden. „Ich freu‘ mich, wenn ich sehe, wie es die Tagesschau geschafft hat, auch in dieser digitalen Welt eine unfassbare Reichweite zu halten“, sagt seine Frau.“

– Freude und Lächeln ist den Profiteuren dieser Zustände vorbehalten. Noch. Die Hoffnung auf die Rückbesinnung auf das geltende Recht ist ungebrochen. Auf die Chance hin, daß in den verantwortlichen Kreisen Heulen und Zähneknirschen angesagt ist.

Der Kommentator über ferndiagnostische Schmieren-Tragikomödien

Beitrag von Maren » 24. März 2019, 14:21

Launen der Götter

Es liest sich etwas eigenartig: “Maria Liz Nava hat ihre fünfjährige Tochter bei der Oma in Venezuela gelassen und ist hochschwanger sieben Stunden im Bus gereist, um ihr zweites Kind gesund auf die Welt bringen zu können - auf der anderen Seite der Grenze, in Kolumbien.“ Die Korrespondentenzeile lautet „Von Anne Herrberg, ARD-Studio Buenos Aires“

https://www.tagesschau.de/ausland/venez ... a-103.html

Beinahe unweigerlich stellt sich die Überlegung ein, daß hier eine ferndiagnostische Schmieren-Tragikomödie in Szene gesetzt wird. Der Eindruck verstärkt sich bei Anblick der Bildquelle, die mit AFP angegeben wird. Der Gutgläubige stellt natürlich die Frage, wo denn dieser Argwohn seinen Ursprung hat. Die Antwort darauf ist einfach. Direkt über der rührenden Geschichte hat die ARD einen „faktenfinder“ plaziert, in dem in entschiedener Vielleicht-Manier ganz vorsichtig „zurückgerudert“ wird. Zurückgerudert von einer Story, in der mal die venezolanische Nationalgarde, mal die Polizei, mal „Maduros Truppen“, ein anderes Mal wiederum venezolanische Sicherheitskräfte geziehen wurden, sie hätten Lastwagen in Brand gesetzt.

http://faktenfinder.tagesschau.de/ausla ... r-101.html

Die ARD brüstet sich immer wieder damit, ein dichtes Korrespondentennetz zu unterhalten; das kommt gut an beim Publikum und rechtfertigt obendrein den massiven Rundfunkbeitrag. Im Beitrag, der zum Rückrudern geführt hat, war eine Fülle von Quellen angegeben, aus denen Wahrheit geschöpft wurde. Wahrheit, die plötzlich dasteht wie nackte, häßliche Propaganda. Giftige Propaganda, die Verständnis erzeugte für militärische Interventionen von außen. Wer die intellektuellen Niederungen oder Gipfel einer Schülerzeitungsredaktion hinter sich lassen konnte, begreift: Dieses Verhalten hat nichts mit Völkerverständigung oder Friedensförderung zu tun, unter anderem Grundlagen des Rundfunk-Staatsvertrags.

Es ist ja nicht bloß das arrogante fern-abgehobene Gehabe mal aus Buenos Aires, mal aus Mexiko im Fall Venezuelas. Vielmehr erzürnt die ARD mit Quellen wie „Bild“, Bellingcat oder die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, auf die sie sich immer wieder beruft. Gleichzeitig empört an der anfangs erwähnten Tränendrüsen-Animation, daß die Korrespondentin nicht einen Gedanken darauf verschwendet, ob der Medikamentenmangel in Venezuela mit den Sanktionen der USA zusammenhängt. Schon als Einzelfall wäre diese Geschichte inakzeptabel. Das perfide Spiel mit Emotionen über Benachteiligung von Kindern, Frauen oder diskriminierten Minderheiten wird aber in allen Ecken des Korrespondentennetzes aufgeführt. In Syrien, der Ukraine, Russland, allüberall Storys nach dem Strickmuster des Films „Wag the dog“.

Bedauerlicherweise ist anzunehmen, daß eine Reform der ARD erfolglos bleiben wird. In Zeiten der Einschaltquoten und des Hinterher-Hechelns hinter den privaten Medien können Korrekturen nichts bewirken. Viel zu sehr steht im Vordergrund der vorauseilende Gehorsam gegenüber der westlichen Wertegemeinschaft, vielmehr: gegenüber den Oligarchen von Buffett bis Zuckerberg. Motto Konsumieren auf Teufel komm raus. Und sei's auf Kosten von Leichenbergen.

Die ARD erbost aber auch mit Anspruch und abweichender Wirklichkeit. So Kai Gniffke: Die Nachrichtensendungen seien sprachlich „außerordentlich akkurat“. Dem gegenüber das Resultat der Suche im Duden aus Anlass Herrbergs Sprachgebrauch. „Leider haben wir zu Ihrer Suche nach 'Dyphterie' keine Treffer gefunden. Oder meinten Sie: Dysenterie?“. Acht Milliarden Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag, aber keine Aufwendungen für Menschen, die schreiben und lesen können. Bemerkenswert. Noch immer aber eine Kleinigkeit gegenüber der Praxis im Bereich der Leserkommentare. Beiträge können nicht kommentiert werden, wenn das Thema offensichtlich zu heiß ist. Die Dauer der Kommentierbarkeit wird der Beliebigkeit der Moderatoren untergeordnet. Daß schließlich die ARD ein „Hausrecht“ praktiziert, das User sperrt, muß einer Laune der Götter zugeordnet werden.

Der Kommentator zum Schwarz-Weiß-Journalismus der ARD

Beitrag von Maren » 22. Februar 2019, 19:45

https://www.tagesschau.de/inland/linke- ... g-111.html

Julia Krittian steht vor einem Dilemma. Denn es ist unschön, wenn man als Journalistin nur bis zwei zählen kann:

„Scharfe Abgrenzung und unbekannte Kandidaten – für die Linke geht es auf ihrem Europa-Parteitag um eine Grundsatzfrage: Will sie linksnationalistisch oder proeuropäisch in die EU-Wahl ziehen?“


Aber der Leser darf sich beruhigt in seinen Ohrensessel zurücklehnen. Was Krittian mit ihrem Griff in das Framing-Handbuch in Entweder-oder-Manier an die Wand menetekelt, ist die marktpopulistische Interpretation der €U. Sie beherrscht zweifellos das 1×1. Wer dem Konstrukt der Konzern-€U kritisch gegenübersteht, ist antieuropäisch. Nicht zulässig im Juncker-Merkel-Puzzle ist überbordend Soziales, Demokratisches oder Pazifistisches. Wo kämen wir auch hin, wenn jeder „Souverän“ die Demokratie-Interpretation der beiden auf ihre Korrumpiertheit oder Korruptheit abklopfen dürfte ohne die scharfe präventive Zurechtweisung, das sei nun ja wieder mal extrem links-rechts-quer-oder-überhaupt-populistisch?

Wo kämen wir hin, würden wir jeden Inch hinterfragen, den sich die €U nach Osten ausweitet? Die schönen Märkte, allen voran die Rohstoff- und Arbeitsmärkte in den Wind zu schießen, wäre doch die Kapitulation schlechthin der göttlichen Mission des Kapitals. Dabei kann es nicht um Konkurrenz zur NATO gehen, das wär dann doch zu vermessen. Die darf gern als Ergänzung mit dem Zaunpfahl, pardon, den Raketen fuchteln. Denn ist der Russe nicht willig, dann brauchen wir halt Gewalt. Ist ziemlich unverblümt bei Brzezinski nachzulesen. Daß die €U zum Steigbügelhalter der US-Oligarchen verkommt, darf unter vorauseilendem Gehorsam verbucht werden. Die großen Fische fressen nunmal die kleinen.

Natürlich darf die gesamte Strategie nicht vorzeitig ausgeplaudert werden. Das Publikum muß behutsam vorbereitet, manipuliert, konditioniert werden. Insofern hat Krittian ausgezeichnet gearbeitet mit ihrer Alternativlos-Fragestellung. Sie darf getrost einnicken auf ihrem Sofa, das Framing-Manual auf dem Schoß. Eine Kleinigkeit hat sie übersehen. Leute sind manipulierbar. Menschen dagegen darf man nicht unbedingt mit Fischen gleichsetzen.

Der Kommentator zu Faktenfindern und Fakestorys

Beitrag von Maren » 21. Februar 2019, 19:37

http://faktenfinder.tagesschau.de/inlan ... e-101.html

Daß die prominentesten Vertreter des Framings in den ARD-Redaktionen sitzen, sollte aufgeklärten Geistern zumindest als höchstwahrscheinliche Vermutung geläufig sein. Niemand baut eleganter Potemkinsche Dörfer neben der Wahrheit auf als diese Vereinigung. Der Faktenfinder schlägt dabei regelmäßig Purzelbäume, die den Betrachter fragend zurücklassen: Dafür braucht es einen Faktenfinder? Das sollen Fakten sein? Im aktuellen Fall wird versucht, die Hegemonie der Mainstream-Medien zu zementieren:

„Die „Titanic“ sieht sich deshalb auch Kritik ausgesetzt. Der Politikwissenschaftler Ismail Küpeli merkte an, „Titanic“ habe erneut „rechtskonservative Medien und Journalisten vorgeführt“. Aber in der Zwischenzeit erreiche „die Fakestory Zehntausende Menschen, die hinterher gar nicht mehr erfahren werden, dass die Story ein Fake war. Ob das sinnvoll ist?“

Der eine oder die andere mag sich noch dran erinnern, wie die ARD ein teilweise besetztes Stadion als Nachweis einer machtvollen Demonstration benutzte. Als aufgedeckt wurde, daß mehr als die Hälfte des Stadions menschenleer war, kam eine kleinlaute Entschuldigung hinterher. Wie war das noch? Ach ja… – „Aber in der Zwischenzeit erreiche „die Fakestory Zehntausende Menschen, die hinterher gar nicht mehr erfahren werden, dass die Story ein Fake war. Ob das sinnvoll ist?“

Wenn Golineh Atai in Treue fest zu ihrem Bataillon Asow behauptet, die Schüsse auf die Demonstranten auf dem Maidan hätten gar nicht aus dem Hotel kommen können, das von „Oppositionellen“ besetzt war und somit der rechten Mörderbande einen Persilschein ausstellt – ist das sinnvoll? Die Frage erreicht umso mehr Berechtigung, als offensichtlich Bäume gefällt wurden, die als Beweis hätten dienen können. Ein Fakt, der in der „Berichterstattung“ der ARD so gut wie gar nicht erwähnt wurde.

Im aufgegriffenen Fall der „Titanic“ wollte jemand dem „Focus“ die Behauptung anhängen, eine Meßstation wäre auf bizarre Weise zum Kotzen gebracht worden – Gossenjargon, der dem Anlaß gerecht wird. Hat ja auch funktioniert offenbar. Die Gralshüter der Moral haben Licht in die Angelegenheit gebracht mittels unermüdlicher Faktensuche. – Auf der anderen Seite wurden rund hundert Menschen erschossen und die ARD hält mit schwammigen Formulierungen („ungeklärt“) an der Version der Putschisten fest, Berkut-Einheiten wären verantwortlich.

Die Floskel „bei allem Respekt“ muß hier rigoros zur Seite geschoben werden, denn Respekt muß erst verdient werden. Dazu ist die ARD, tagtäglich, nicht fähig oder willens. Im Gegenteil darf dem Zorn Gelegenheit zur Entfaltung gegeben werden. Zorn über die Ignoranz gegenüber Menschen, die abgeschlachtet wurden in stiller Übereinstimmung mit den Zielen Zbigniew Brzezinskis, Victoria Nulands und Joe Bidens. Zorn über das nur scheinbar biedere Mäntelchen des Faktenfinders, der oft genug die Wahrheit verbiegt zur Unkenntlichkeit. Zorn über ein Framing-Handbuch, das offenbar jede noch so dreckige Schweinerei maskieren soll.

Der Kommentator zu Gniffke, Gensing, Stöber in eigener Sache

Beitrag von Maren » 12. Februar 2019, 21:36

Gniffke, Gensing, Stöber in eigener Sache:

http://faktenfinder.tagesschau.de/hinte ... s-109.html

Was natürlich nicht untersucht wurde in der Studie ist die Auswirkung von Sperrungen mißliebiger Kommentatoren. Dem gegenüber darf verschwörungstheoretisch vermutet werden, daß Gniffke der einen oder anderen Sekretärin hitzefrei gibt, damit sie Berichten der oberen Prioritäten ihre Jubelstimme verleiht. Stillschweigend beiseitegeschoben die handverlesene Auswahl der kommentierbaren Artikel, die willkürliche Handhabung der ohnehin manipulativen Kommentarzeit sowie die neuerlich eingeführten Captcha-Barrieren auf dem Weg zu Kontakten zur Redaktion. Das alles demokratisch von oben nach unten mit unseren Zwangsbeiträgen finanziert.

Ach ja, nochmal wegen der Verschwörungstheorien… was sind die eigentlich gegen tatsächliche Verschwörungen? Was sind Populisten gegen populistische Schreibtischtäter, die uns täglich verbal abstumpfen und irreführen mit Begriffen wie Chefs, wo es eigentlich um gewählte Vorsitzende geht? Mit Schlagwörtern wie Deal aus dem Vokabular Trumps, an dessen Toupet sie normalerweise kein gutes Haar lassen. Wer einen Deal macht (oder sollen wir von einem Kuhhandel reden?), ist doch viel gerissener als ein Vertragspartner… Wieviel leichter fällt es, einen „Deal“ gegenstandslos zu machen als einen Vertrag zu kündigen?

„Ulrich Wickert kritisierte 2009 … in Nachrichtensendungen der ARD wie des ZDF werde „bruchstückhaft informiert und schlampig formuliert, die Unterhaltung scheint das Wichtigste zu sein“. Besonders an Tagesschau und Tagesthemen stellte er eine sprachliche Verlotterung fest… Kai Gniffke wies die Kritik zurück: Die Nachrichtensendungen seien sprachlich „außerordentlich akkurat“.“(https://de.wikipedia.org/wiki/ARD)

Die Schminke der Seriosität, unter der Propaganda für NATO, €U, INSM und westliche Oligarchen betrieben wird, übertüncht: Von akkurater Sprache ist die ARD so weit entfernt wie die katholische Kirche vom Hort der Keuschheit. Die umfassende und unvoreingenommene Berichterstattung aus dem Rundfunk-Staatsvertrag hat sie durch Orwells Mechanismen aus 1984 weichgespült, umgebogen, verkrüppelt und letztlich unverdaut hochgewürgt. Tagtäglich in ihren „Nachrichten“-Sendungen.

Der Kommentator zum ARD- Faktenfinder

Beitrag von Maren » 5. Februar 2019, 19:36

http://faktenfinder.tagesschau.de/trump ... r-101.html

Angelockt von dem Titel

"Zensur und Selbstzensur",


… erwartet Mensch einen aufschlußreichen Bericht. Immerhin ist die ARD ja beispielhaft kompetent auf diesen beiden Gebieten*.

Heraus kommt folgender Kernsatz, kaum angereichert durch Auflistung belastbaren Fehlverhaltens der US-Administration:

"Früher haben wir manchmal beobachtet, dass es versteckte Versuche gab, den Forschungsprozess zu beeinflussen. Die Trump-Regierung dagegen stimmt häufig nicht mit der Wissenschaft überein. Das passiert offen und für alle sichtbar. Es wird nicht einmal versucht, so zu tun, als gehe man da einen angemessenen Weg."

Eigenartig. Als in Syrien amerikanische, englische und französische Raketen ohne Spur eines Beweises für Chemiewaffeneinsatz der Regierung loslegten, daß es knallte, nannte der wissenschaftliche Dienst des Bundestages das Vorgehen völkerrechtswidrig. Niemand hat von diesem Gutachten großes Aufhebens gemacht. Am allerwenigsten die ARD. Vermeldet, ja. "Viele Raketen, einige Widersprüche" hieß es da lapidar, beinahe schnippisch. Aber weiter, konsequent dem Inhalt dieser Expertise gefolgt wurde nicht.

Im Gegenteil. Die unvoreingenommene und umfassende Berichterstattung über Venezuela gefällt sich in Speichelleckerei gegenüber dem imperialistischen Gehabe Boltons. Völkerrecht, Wahlen hin, Verfassung her – Maduro muß weg. Der Qualitätsjournalismus, der so oft die einfachen Lösungen als populistisch brandmarkt, wirft alle rechtlichen Kriterien über Bord. Es stört nicht weiter, daß unter GI- und imaginären ARD-Stiefeln die Menschen Venezuelas zertrampelt werden könnten oder werden. Hauptsache, die ARD ist den westlichen Oligarchen in vorauseilendem Gehorsam untertan.

* Zur Erinnerung an dieser Stelle die zahlreichen Programmbeschwerden der Publikumskonferenz sowie Klinkhammers und Bräutigams.

Der Kommentator zum Tagesschau-Foristen "Russendödel"

Beitrag von Maren » 2. Februar 2019, 19:10

https://meta.tagesschau.de/id/140750/na ... nt-3736222

Hier eine Zusammenstellung eines „Russendödel“, den Ausstieg Russlands aus dem INF-Vertrag kommentierend. Es handelt sich um 5939 Zeichen innerhalb von 11:03 und 12:51. Es sind einige Zitate dabei, die problemlos per copy&paste eingefügt wurden. Trotzdem meine Hochachtung. Die Putinversteher in den russischen Trollfabriken werden vor Neid erblassen angesichts der Schlagzahl der Anschläge in der Tastatur – und der Wirkung des Trommelfeuers auf die Hirne der Tagesschau-Konsumenten.


„Bitte die Raketen abbauen
Russland hat neue Mittelstreckenraketen stationiert, die nach Putins Angaben jede westeuropäische Großstadt erreichen könnten, aber derzeit noch nicht mit Atomsprengköpfen ausgestattet sind.
Warum lässt Putin diese Waffen bauen, die offensichtlich auf uns gerichtet sind nich wieder ab? Wir sind im Visier, das lässt sich schwerlich wegdiskutieren.

Die USA …
… haben derzeit keine atomaren Mittelstreckenraketen in Europa stationiert, werden dies aber mit Sicherheit nachholen, wenn Russland seine Raketen nicht wieder abbaut. Und zwar vermutlich in gleicher Anzahl wie Russland. Das sollte Putin doch eigentlich klar sein.

Präsident im Widerspruch
Putin hat in einer großen Fernsehshow dem Volk neue Waffen präsentiert, vielleicht um es bei der Stange zu halten. Dabei waren auch die neuen atomaren Mittelstreckenraketen, die angeblich alle europäischen Metropolen erreichen.
Jetzt tut er gegenüber der NATO so, als habe er gar nicht gegen den INF Vertrag verstoßen. Wer soll ihm das abnehmen. Will er westliche Nachrüstung und vielleicht sogar chinesische Nachrüstung provozieren?
Wozu? Was bringt das Russland? Ich hoffe, dass demnächst die Regierung wechselt und Russland einen besseren Präsidenten bekommt.

@ sprutz
Beschönigungen mag ich nicht. Sie scheinen nichts dabei zu finden, dass autoritäre Machthaber Waffen auf uns richten. Ich sehe das anders. Ich bin zwar in Russland geboren, lebe heute aber in Deutschland und sehe mich im Visier neuer Atomwaffen, die gegen bestehende Verträge verstoßen.

@ th711
Putin scheint aber die hohen Sympathieen zu übersehen die ihm von hier aus entgegen gebracht werden.
Das sehe ich anders. Russland hat viele Sympathien hier im Westen. Putin definitiv nicht. Putin ist ein autoritär angehauchter Politiker und Putin ist eben nicht Russland, auch wenn seine gesteuerte Presse das immer so darstellt, auch in Deutschland.

@ Karl Klammer
Donald Trump will nur die Waffenlobby
mit neuen Milliarden sponsorn.
Ja leider. Aber glauben Sie, dass das mit der Waffenlobby in Russland anders läuft? Die ist eher noch mächtiger als in den USA.

@ jukep
Zur Erinnerung auch Napoleon stand schon vor Moskau.
Sie rechtfertigen atomare Aufrüstung mit Argumenten, die so abwegig sind, dass nicht einmal Putin das anbringen würde.
Außerdem stand Napoleon sogar in Moskau, die Stadt wurde vom Zaren aufgegeben.

@ Bayerndödel
Sehr subjektiv, Ihre Meinung. Ich würde sagen, Putin hat hier mehr Sympathien als Trump und seine Kriegstreiber.
Ok. Aber letztlich haben wir es bei Putin und Trump mit zwei ähnlichen Charakteren zu tun. Beide stehen rechts, sind autoritär und populistisch angehaucht. Ob sie aus der Immobilien- oder der Geheimdienstbranche kommen ist mir egal, beide haben eigentlich nichts in einem hohen Staatsamt zu suchen.

@ Bayerdödel
Vor Russland haben wir definitiv keine Angst. Vielleicht weil wir schon zu oft in die Rohre der US-Panzer gesehen haben.
Ich habe Freunde in Litauen, die sehen die NATO Truppen mit anderen Augen, weil sie ihnen ganz unmittelbar und ganz konkret die Freiheit sichern. Manche Deutsche sind da leider schon recht träge und gleichgültig der NATO gegenüber geworden.

@ HaJuQu
Warum hat USA/Nato/EU sich bis an die Grenze von RU ausgebreitet und dabei auch in den NATO Ostländern Raketen stationiert , die auch Moskau und Petersburg erreichen. Putin möchte sei e neuen Raketen ja rechtfertigen, also Vorsicht.
Solche Raketen hat die NATO meines Wissens gar nicht stationiert, denn das wäre eine Vertragsverletzung. Wenn das Putin und seine Medien sagen, muss es ja noch nicht stimmen.
Und die Ausbreitung der NATO kam durch einen freiwilligen Beitritt von Völkern zustande, die sich zuvor aus der sowjetischen Umklammerung befreit haben. Dagegen kann man nicht ernsthaft etwas einwenden.

@ Bernd Kevesligeti
Es drohen Stationierungen in Europa,auch wenn Nato-Generalsekretär Stoltenberg das bestreitet.
Wenn die neuen russischen Mittelstreckenraketen nicht abgebaut werden, dann werden die USA auch Mittelstreckenraketen in vermutlich gleicher Anzahl in Europa stationierten. Davon gehe ich aus, das wäre schade aber verständlich. Und das hat Stoltenberg auch nicht ausgeschlossen.

@ sprutz
Ich kann ihnen schon mal sagen was wir von Russland wohlen, das währe der zugriff auf unermessliche Bodenschätze. Also was will Russland mit uns?
Keine Ahnung. Nichts?
Ich bin jedes Jahr mindestens vier Wochen bei meinen Verwandten in Russland, aber unter dieser Frage kann ich mir nichts vorstellen.

@ Peter Kock
… weil beide , also USA und Russland , keinen Krieg im eigenen Land haben wollen.
Das stimmt nur leider nicht. Russland riskiert durch diese neuen Mittelstreckenraketen, die nach West- und Mitteleuropa zielen neue amerikanische Mittelstreckenraketen, die nach Russland zielen. Daher ist die russische Bevölkerung ja auch gegen Putins nukleare Aufrüstung.

@ Sachse64
… ohne das Land kostengünstig an den Westen zu verscherbeln wie damals Jelzin und heute vielleicht Navalny…
Putin verscherbelt heute viel mehr an den Westen als seinerzeit Jelzin. Sehen Sie sich die Exportzahlen für Rohstoffe doch einmal an.

@ HaJuQu
Da gabes noch die „Ostblockländer und den Warschauer Vertrag“. Und jetzt hat sich die US/Nato/EU Mächte gezielt bis an die Grenzen von RU ausgebreitet und US-Raketen und Militär an die „Ostfront“ verlagert …
Sorry, das ist mir zu emotionalisiert und zu unsachlich. An der Ostgrenze der NATO stehen keine Raketen. Basta. Bitte also nicht immer wiederholen.
Dort stehen natürlich konventionelle Streitkräfte wie auf russischer Seite auch. Na und? Im Rahmen der OSZE Inspektionen besuchen die sich sogar hin und wieder. In Litauen war ich mal dabei und das geht dort durchaus sehr freundlich und verbindlich zu. Die Soldaten respektieren sich.

@ Helga Karl
Alle russischen Abrüstungsvorschläge bleiben auf dem Tisch
Welche denn?
Die Aufrüstung Vorschläge bleiben leider auch auf dem Tisch. Das ist mir so zu einseitig und zu durchsichtig, liebe Frau Karl.“

Der Kommentator zur putsch-freundlichen Tagesschau

Beitrag von Maren » 29. Januar 2019, 20:53

https://www.tagesschau.de/ausland/venezuela-653.html

„Der Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, Bolton, hat Venezuelas Staatschef Maduro gewarnt, Gewalt gegen US-Diplomaten oder Oppositionschef Guaido anzuwenden. Auf Twitter drohte er mit einer „erheblichen Reaktion“. | mehr“

So weit der Anrißtext zum Bericht der Gniffketruppe. Der Titel mit Kopfzeile lautet aber

„Appell an Maduro - USA warnen vor Gewalt gegen Opposition“

Da wird – köstlich! – rausgemeißelt und enthüllt, was nach Darstellung der NATO-Agitprop unter Opposition zu verstehen ist, nämlich US-Diplomaten und Oppositionschef Guaido. Und die Latrinenparolen-Verlautbarer werfen noch ein Stück Sche… hinterher, indem sie eine CIA-Marionette „Chef“ nennen. Wie die Stellungnahme eines Militärattaches von Venezuela in Washington zustande kam, wird natürlich nicht recherchiert. Ob er bspw. LSD zum Frühstück bekam, Besuch von Geheimdiensten oder dergleichen. – Außerordentlich akkurate Sprache (Gniffke) bedeutet also: Vorsitzende und ähnliche „Repräsentanten“, auch wenn sie nur die Apostrophierung verdienen, Chef zu nennen.
Folgerichtig werden Verträge zu „Deals“.

Der Kommentator über Untertanengehorsam und Links-, Rechts- oder Querfront-Populismus

Beitrag von Maren » 10. Januar 2019, 21:31

https://www.tagesschau.de/inland/linke-klausur-101.html

Abgesehen vom genüßlichen Messerumdrehen anhand der konkurrierenden Bewegungen innerhalb der Linken: Das ***Dealen*** mit ***Chefs*** offenbart, wes Geistes Kind die ***A***…***R***edakteure***D***eutschlands sind.

– Da sind mal die Verträge, die unter kräftiger Mitwirkung Trumps zu Deals verkommen sind. In vorauseilendem Gehorsam der ARD dealen nun auch Premierministerin May, Netanjahu und alle anderen ehrenwerten Politiker und Pseudodemokraten. Fragt sich, wann die Dealer zu Pushern (siehe Easy Rider und Steppenwolf) werden, die Qualitätsjournalisten der ARD inklusive.

– Gniffkes verlotterte Bande läßt auch keinen Zweifel daran, daß Untertanengehorsam zur Redaktionsräson gehört. Sowohl in der eigenen Haltung als auch in der Mission, die Zuschauer, Hörer und Leser zu untergebenen Kreaturen zu erziehen, bezeichnen sie ***Vorsitzende*** der verschiedensten Institutionen als ***Chefs***.

Es nimmt nicht wunder, daß an solchen Einstellungen gern verwendete Begriffe wie Demokratie abperlen wie Wassertropfen an der schmierigen Schreibfeder. Mündige Bürger sind was für den Alibibereich, Verbal-Placebos. Die ARD das Leuchtfeuer der NATO, der €U und der INSM. Wer an Junckers, Merkels oder Macrons "Demokratie"-Praxis was auszusetzen hat, ist Links-, Rechts- oder Querfront-Populist. Das walte die Marktextremisten-Populistenschar Gniffkes. Wer darüber hinaus auf die Idee kommt, Demokratie für den Bereich Wirtschaft anzudenken, du gute Güte, für diese Verwirrten hält der Qualitätsjournalist die Zwangsjacke und das Betäubungsgewehr bereit.“

Der Kommentator zur Post-Franco-Propaganda

Beitrag von Maren » 22. Dezember 2018, 12:43

Manipulativ, marktschreierisch und der Post-Franco-Propaganda in vorauseilendem Gehorsam untertan.

„Die spanische Regierung will ihre Kabinettssitzung in Barcelona abhalten – gedacht als Geste der Annäherung. Doch radikale Unabhängigkeitsbefürworter wollen Barcelona „ins Chaos zu stürzen."

– Daß das als Geste „der Herr im Haus bin ich“ empfunden werden kann, wird erst gar nicht erwogen. Wo kämen wir auch hin, wenn wir noch umfassender berichteten? Für das apostrophierte Chaos fehlt folgerichtig eine Quellenangabe.

„Aber auch die anderen Unabhängigkeitsparteien in Katalonien seien zerstritten, sagt der Madrider Politikwissenschaftler Pablo Simon. Die Parteien wüssten nicht, was der konkrete nächste Schritt sei: „In der Theorie haben sie ja schon einmal die Unabhängigkeit ausgerufen, in der Theorie gab es schon ein Referendum. Aber viele Separatisten erkennen inzwischen an, dass ihr Referendum vor gut einem Jahr eine Lüge war, nicht gültig und die Unabhängigkeitserklärung keine echte.““

Das ARD-Spiel mit den ‚Experten‘:
„Der Artikel „Pablo Simon“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht.“
Mit etwas bösem Willen darf mensch vermuten, daß es sich bei dem „Madrider Politikwissenschaftler“ um einen Abnick-Clown des spanischen Throns oder sogar Francos handelt. Eine typische ARD-Meldung, triefend vor Untertanengeist. Völkerrecht wird den €U- und NATO-Absichten untergeordnet. Vom Rundfunkstaatsvertrag erst gar nicht zu reden.

Der Kommentator zum neuen Krim-Konflikt

Beitrag von Maren » 27. November 2018, 09:06

ZDF heute Sendung vom 26.11.2018 / Krim-Konflikt spitzt sich zu

Werde ich es noch erleben, daß die ö/r Medien ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen und unvoreingenommen und umfassend informieren? In der o.e. Sendung haben Sie von der „Annexion der Krim“ gesprochen wie immer in Ihrer NATO-Propaganda-Wiederholung.

Festzustellen ist

1. Russland hat einen gültigen Pachtvertrag über Sewastopol gehabt. Wie kann man sich widerrechtlich etwas unter den Nagel reissen, wofür man zumindest teilweise einen Rechtsanspruch hat?
2. Auf der Krim gab es ein Referendum mit dem Ergebnis, daß sich die Krim an die russische Föderation angliedert. Wenn das von einigen Rabulistikern nicht anerkannt wird, erhebt sich die Frage nach dem Sinn des Völkerrechts – je nach Interessenlage wird auch mal gegen die entsprechende Bevölkerung Recht gesprochen? Saubere Interpretation das! Die Bestrebungen der Krim-Bevölkerung, zu Russland zurückzukehren, sind übrigens älter als der Maidan-Putsch.
3. Prof. Gabriele Krone-Schmalz hat im Zusammenhang mit der Krim eine Sezession festgestellt. Wann wird das ö/r Fernsehen endlich dahin kommen, solche Standpunkte in seine umfassende Berichterstattung einzubeziehen?

Der Kommentator gibt sich die Ruck

Beitrag von Maren » 27. November 2018, 09:03

https://www.tagesschau.de/ausland/ukrai ... h-101.html

Chapeau! Die „Barrikadenbraut“ Golineh Atai hat offenbar eine würdige Nachfolgerin gefunden. Ina Ruck posaunt verklausuliert Zbigniew Brzezińskis Strategie in den Äther. Beachtenswert die Stotterei (noch nicht richtig präpariert von der NATO?) sowie die zeitweilig entgleisten Gesichtszüge. Vielleicht wäre ein Dummian aus dem Westen besser geeignet für Verlautbarungen dieser Tragweite (Stichwort sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit). Empfehle bessere Vorbereitung sowie eine Baldrian- oder Valium-Pille. Dann klappt das vermutlich auch mit dem Russland-Bashing besser und dem Hochjubeln der Faschistenclique in Kiew.

Der Kommentator zur ARD-Wahlbeobachtung im "Separatistengebiet"

Beitrag von Maren » 12. November 2018, 22:30

https://www.tagesschau.de/ausland/donez ... n-101.html

Die ARD übt sich in der Boulevardsprache des Springer-Konzerns:

„Separatistengebiete halten Wahlen ab“

Seit wann können Gebiete Wahlen abhalten? Es ist bestimmt möglich, daß ein Haus seinen Verwalter bestimmt, legt man diese Logik zugrunde. Vielleicht ist es die Steinlaus Loriots, die einen solchen Akt ermöglicht. Beton belebend, sogar mit einer Seele versehend. Aufbauend darauf wird im nächsten Schritt ein Block, ein Bezirk, eine Region zum Leben erweckt. Die Annahme hat was für sich. Diese geheimnisvolle Belebung, diese mysteriöse Verselbständigung könnte der Grund sein für das Fehlen „anerkannter Wahlbeobachter“. Wenn sich eine Region anmaßt, menschliche Aktionen durchzuführen – wie soll da jemand dieses Tun begutachten, liegt es doch völlig im Nebel, wer dahintersteckt.

– Demian von Osten kriegt die Kurve zur „regulären“ Berichterstattung: „Bewohner der Separatistengebiete in der Ostukraine waren am Sonntag aufgerufen, Präsidenten und Parlamente der selbsternannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk zu wählen.“ Die Formulierung offenbart aber auch gleich, daß er und die ARD ein Problem mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker haben. (Das Machwerk ist nicht als Kommentar gekennzeichnet.) Eine Republik, die sich selbst ernennt, – schon wieder diese Geisterhände – ist nicht vorgesehen in der Ordnung dieser Herren. Kennt man ja schon aus der tendenziösen Berichterstattung über Katalonien. Entweder eine Republik wird von Franco, dem spanischen König oder in dem Fall von Poroschenko abgesegnet, oder sie ist nicht, ist nicht mal nichts.

Auffällig ist die negative Herausstellung der Wahlen. Daß Poroschenko als Resultat eines Putsches zu Wahlen kein besonders inniges Verhältnis hat, ist nachvollziehbar. Aber die ARD, die „westlichen Staaten“, daß die diese Wahlen so kritisch betrachten, ist doch merkwürdig. Auch da wieder diese eigenartige Automatik: Gehören zu den Staaten auch Menschen oder werden die entmündigt durch ihre Regierungen? Vielleicht ist es für die ARD undenkbar, aber möglich wäre ja schon, daß die eine oder andere Bevölkerungsgruppe diesem Geschehen wohlwollend gegenübersteht.

Die „Recherche“, die hinter dem Artikel steht, ist dermaßen auf die Diskreditierung der „prorussischen Kandidaten“ gerichtet, daß sich eine Erhebung konträrer Fakten durch Ermüdung und Resignation erledigt. So darf getrost spekuliert werden. Daß z. B. aufgrund der Einstellung der westlichen Staaten selbst eine Einladung zur Wahlbeobachtung abschlägig beschieden wurde. Wie verblüffend, daß unter solchen Umständen "russische Wahlbeobachter und Angehörige rechter europäischer Parteien“ unter sich bleiben. Daß nebenbei in einer Region, in der vorwiegend russisch gesprochen wird und die ukrainische Armee einen Bürgerkrieg von oben veranstaltet, sich eine „prorussische“ Stimmung breitmacht, kann nur überraschen, gell? Übrigens, die faschistischen Milizen wie das Bataillon Azow haben sich vermutlich verdünnisiert oder aufgelöst, bloß dem Schreiberling zuliebe.

Zur Stimmungsmache werden die üblichen Werkzeuge benutzt. Der Autor stört sich an dem Verkauf billiger Eier vor einem Wahllokal. Er ist herzlich eingeladen, sich Kurt Tucholskys „Ein älterer aber leicht besoffener Herr“ zu Gemüte zu führen. Der Versuch, die Anhebung der Wahlbeteiligung zu forcieren, die Werbung für Kandidaten – welche der beiden Methoden ist wohl verwerflicher? Offen gesagt, fällt es schwer, an billigen Eiern einen Vorwurf festzumachen. Zumal keine Bedingung an den Kauf gebunden wurde, sie als Wurfgeschosse zu verwenden. In dem Fall hätte der Autor gewiß für Aufklärung gesorgt. Darüber hinaus, aus Wahlen ein „Hindernis für den Friedensprozess“ zu schnitzen, kann nur der Dialektik eines Zbigniew Brzeziński entstammen. Dieser Logik mag ein Poroschenko, Stoltenberg oder Juncker folgen. Normalbürger mit funktionierendem Gehirn dürfte der Gedankenweg versperrt sein.

Pünktlich zur Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkrieges bereitet ein Dummian vom Westen medial einen Krieg gegen Russland vor. Ein anderes Fazit kann man kaum ziehen aus der Stimmungsmache des Nachfolgers der "Barrikadenbraut Golineh Atai". Eine Einschränkung der „journalistischen“ Tätigkeit dieser Art, wie sie von dem Autor beklagt wird, kann Sympathie erzeugen, wenn nicht sogar eine härtere Gangart in Erwägung gezogen, provoziert wird.

Der Kommentator zur Salamitaktik rund um den Hambi

Beitrag von Maren » 1. November 2018, 12:02

"https://www.tagesschau.de/wirtschaft/rwe-hambach-103.html

„Der Chef des Energiekonzerns RWE, Rolf Martin Schmitz, wünscht sich nach eigenen Worten im Konflikt um den Hambacher Forst mehr Rückendeckung der Politik. Erst durch die Kohlekommission seien die geplanten Rodungen zu einem überregionalen Thema geworden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Ich hätte mir von der Bundesregierung Unterstützung dahingehend erwartet, dass man die langfristig angelegte Arbeit der Kommission klar trennt von unseren kurzfristigen betrieblichen Vorgängen in Nordrhein-Westfalen“, sagte er mit Blick auf die Kohlekommission, die im Auftrag der Bundesregierung den Kohleausstieg vorbereitet.“


Soll, übersetzt, heißen: Die Regierung hätte sich aktiver daran beteiligen sollen, die Salamitaktik des Konzerns mit einer Hochglanzfassade schönzuspachteln.

„Schmitz sieht keine Gesprächsbasis mehr mit dem Umweltverband BUND. Ein von ihm geplanter gemeinsamer Aufruf gegen Gewalt sei zwei Mal abgelehnt worden, sagte er: „Da ist für mich die Gesprächsbasis weg, wenn man sich nicht mal mehr darüber verständigen kann, dass man gegen Gewalt ist.“ Der BUND sei keine politisch legitimierte Kraft.“

Wertes Schmitzchen, Gewalt und Gegengewalt sind nicht zuletzt eine Frage des Betrachtungswinkels. Was die Büttel des „Rechtsstaates“ im Hambacher Forst und überall in der BRD veranstalten, hat nicht immer was mit Wattebäuschchen zu tun. Hier ein Hinweis auf Ferdinand Lassalle, der konstatierte, daß die tatsächlichen Verhältnisse auch ein Stück Verfassung sind – von wegen „keine politisch legitimierte Kraft.“

– Daran geht auch die Berichterstattung der ARD weisungsgebunden(?) haarscharf vorbei:
„Derzeit gibt es Genehmigungen zum Kohleabbau bis weit in die 2040er-Jahre hinein.“
Na dann viel Vergnügen beim Basteln an der Fassade mit Tonnen an Theaterschminke. Vergeßt das Ketchup nicht, wenn es gewalttätig wird von der „politisch legitimierten Kraft“ her. Und immer schön das Gedicht von der Rechtmäßigkeit auf den Lippen bewahren."

Der Kommentator zur deutschen Migrationspolitik

Beitrag von Maren » 30. Oktober 2018, 22:19

https://www.tagesschau.de/inland/afrika-gipfel-111.html

Niedlich:

„“Unsere Maßnahmen sind immer abhängig von Reformschritten und der Schuldentragfähigkeit des jeweiligen Landes“, sagte Merkel.“


Soll heißen, wer am nächsten an der Diktatur des Kapitals rangiert, kriegt Unterstützung bis zum Abwinken. Interessant allerdings der Unterschied zum Tagesschau-Beitrag in der Hauptausgabe. Darin wurde die Rolle Ägyptens zumindest stroboskopartig erwähnt. Gelobt wurde die Tatsache, daß über dieses Land kaum Flüchtlinge nach €uropa gelangen. Ob Demokratie oder Diktatur, wer fragt schon danach.

Nicht mißverstehen: Genau wie Wagenknecht bin auch ich der Ansicht, daß Migration gesteuert werden muß. Deutschland und €uropa verpassen sich aber eine Hochglanzfassade, während andere Staaten die Drecksarbeit verrichten müssen. Hauptsache, „wir“ waschen unsere Hände in Unschuld. Darüber hinaus gehen die Länder leer aus, in denen die jeweilige Bevölkerung „Reformschritte“ demokratisch ablehnt. Ob Griechenland, Italien oder Afrika – die westlichen Oligarchen wollen restlos alles unter ihre Knute zwingen.

Der Kommentator zum zivilisierten Framing der ARD

Beitrag von Maren » 27. Oktober 2018, 12:01

https://www.tagesschau.de/ausland/syrie ... l-111.html

Da ist sie wieder, die Barrikadenbraut. Nach dem Schulterschluss mit den Asow-Nazis nun die mediale Verbrüderung Golineh Atais mit dem IS und sonstigen Terrorbanden in Syrien.

Interessant, wie welche Stellungnahmen instrumentalisiert werden: „“Eine Schlacht um Idlib wäre weitaus blutiger als die Kämpfe um Aleppo. Sie würde die weltweit schlimmste humanitäre Katastrophe verursachen“, mahnte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock.“

Dem gegenüber:
„Meldung vom 12.07.2018 02:01:09
Amnesty: Emirate begehen Kriegsverbrechen im Jemen
Im Jemen tobt ein brutaler Krieg – 22,2 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Nun erhebt Amnesty schwere Folter-Vorwürfe gegen einen Partner der Regierungstruppen: die Vereinigten Arabischen Emirate. Von Georg Schwarte. | mehr“

https://www.tagesschau.de/suche2.html?p ... dnav_type=

Der Leser mag beurteilen, was nun die „weltweit schlimmste humanitäre Katastrophe“ sein mag, abseits vom inflationären Gebrauch analog dem „Jahrhunderthochwasser“.

Natürlich darf „Machthaber Assad“ nicht fehlen und die ganzen Gräuelmärchen von Enteignungen etc. Kultiviert wie immer wieder mal eingeübt, gibt sich Atai nicht als die Fanatikerin mit Schaum vorm Maul. Vielmehr wird das zivilisierte „Framing“ praktiziert. Dumm nur, dass sich ein Widerspruch aus dem eigenen Haus ergibt wie aufgezeigt. Ob die Gniffke-Clique jemals auf den Trichter kommt, dass solche Widersprüche der ARD schädlich sind? Zu befürchten ist, das die Agenda der WestlichenWerteGemeinschaft wie eine Monstranz vorangetragen wird bis zum ultimativen Knall.

Der Kommentator zum Sacharow-Preis

Beitrag von Maren » 25. Oktober 2018, 19:17

Ein anderer Kommentator als der hier üblicherweise kommentierende schrieb heute anlässlich der Verleihung des Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europaparlaments:

Man öffnet tagesschau.de und möchte in Ruhe die Nachrichten lesen, da fällt einem sofort mit Schrecken ein roter Balken ins Auge: "Eilmeldung".
Mein Gott, denkt man (meinetwegen nur ich...),
was ist schon wieder für ein schreckliches, großes Unglück passiert.
Ach nein, es handelt sich nur um eine Preisvergabe eines (in letzter Zeit ins Gespräch gekommenen) Kreises "intelligenter" Menschen.
Na gut, außerordentlich die Preisvergabe an einen Inhaftierten.
Aber die Presse glaubt, man müsse es als Eilmeldung sofort mit hochschreckender Farbe darstellen.
Als hätte man/ich es nicht gewürdigt, wenn es unter den den anderen 5-10 Nachrichten stände, die hier regelmäßig erscheinen.
Meinetwegen ganz vorne (wenns sein muss), dann entnehme ich der Rangfolge ja auch, dass es wichtig ist oder angeblich sein soll.
Aber Eilmeldung ?
Als Leser werde ich durch immer mehr aufgeschreckt.
Kochen Sie es bitte nicht noch höher !
Es ist fast wie bei Loriot: "Ich will doch nur hier sitzen" und in Ruhe lesen..

Der Kommentator zum Petersburger Dialog

Beitrag von Maren » 9. Oktober 2018, 21:00

https://meta.tagesschau.de/id/138563/pe ... n-vorstand

Petersburger Dialog: Kein Visum für deutschen Vorstand

Gratuliere. Da hat Ihr Schreiberling fürs Grobe endlich mal die Ellbogen ausfahren dürfen.

Im Text heißt es "Russland verwehrte allerdings dem deutschen Vorstandsmitglied der Konferenz, Stefanie Schiffer, die Teilnahme.“

Also doch nicht der ganze Vorstand, wie die NATO-Tröte im Titel rumposaunte. Ts ts. Es bleibt auch Ihr Geheimnis, wie Sie Ronald Pofalla in eine „angesehene“ Institution einsetzen wollen, ohne daß diese selbst Schaden erleidet.

Der Kommentator und Alfred Nobel

Beitrag von Maren » 9. Oktober 2018, 20:56

https://meta.tagesschau.de/id/138557/wi ... s-forscher

Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften

Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften (schwedisch Sveriges Riksbanks pris i ekonomisk vetenskap till Alfred Nobels minne, wörtlich „Preis der Schwedischen Reichsbank in Wirtschaftswissenschaft zur Erinnerung an Alfred Nobel“) ist ein 1968 von der Schwedischen Reichsbank anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens gestifteter und 1969 erstmals verliehener[1] Preis, der als der renommierteste im Bereich der Wirtschaftswissenschaften gilt. Da er jährlich zusammen mit den Nobelpreisen verliehen wird und mit der gleichen Preissumme dotiert ist, wird er im allgemeinen Sprachgebrauch als Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsnobelpreis bezeichnet; eine offizielle deutsche Bezeichnung existiert nicht.

Der Preis ist aus verschiedenen Gründen umstritten. Insbesondere die annähernde Gleichstellung mit den Nobelpreisen wirft die Frage auf, ob der Preis im Sinne Nobels ist und ob es angemessen ist, den Wirtschaftswissenschaften eine solche herausragende Stellung zu geben. Ein vorgebrachtes Argument ist, der Preis sei nicht im Sinne Nobels, da dieser eine Abneigung gegen die Wirtschaftswissenschaft gehegt habe[2] und dieser mutmaßlich nicht eine vergleichbare Bedeutung wie den von ihm selbst gewählten Kategorien gesehen hätte. Weiterhin wird oft das Argument vorgebracht, die Wirtschaftswissenschaft sei als angewandte Wissenschaft nicht auf einer Ebene anzusiedeln wie die grundlegenden Wissenschaften, die Nobel als preiswürdig erachtet hatte. Auch Nobels Urenkel sowie Mitglieder anderer Vergabegremien äußerten sich negativ zur Einrichtung des Preises.[3][4]

Aus wissenschaftssoziologischer Sicht trägt der Preis zur breiteren Wahrnehmung der Wirtschaftswissenschaften bei, gerade im Vergleich zu anderen Sozialwissenschaften wie der Politikwissenschaft oder der Soziologie. (1) Der Preis steigert das symbolische Kapital der Preisträger innerhalb und außerhalb der Wirtschaftswissenschaft, wovon insbesondere amerikanische Ökonomen profitieren, die mit großem Abstand die meisten Preisträger stellen. Viele Preisträger – darunter Milton Friedman und Paul Krugman – nutzten oder nutzen das so gewonnene symbolische Kapital auch für politische Interventionen.[5]" (Wikipedia)

Eine derartige Erläuterung finde ich in Ihren gewohnt umfassenden unvoreingenommenen Berichten nicht. Eigenartig.

(1) Man kann mit etwas moderat/gemäßigtem ARD-konformen bösem Willen zu Recht von Propaganda für den Marktextremismus sprechen.

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