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Der Kommentator

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Der Kommentator zum Spagat der SPD

Beitrag von Maren » 31. Juli 2018, 20:51

http://www.tagesschau.de/inland/andrea- ... d-101.html

„Im Koalitionsvertrag ist die Handschrift der Sozialdemokraten tatsächlich deutlich zu erkennen.“

– „Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haus-
4326 halte – in Stadt und Land gleichermaßen – wird bei Minijobs von Zeitungszustellerin-
4327 nen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Rentenversicherung, den die Arbeitgebe-
4328 rinnen und Arbeitgeber zu tragen haben, befristet für die Dauer von fünf Jahren bis
4329 zum 31. Dezember 2022, von 15 auf 5 Prozent abgesenkt.“ – Koalitionsvertrag, S. 94

Nur ein Beispiel für die Handschrift der Sozialdemokraten. Ein aktiver Beitrag zur Altersarmut. Was die Bagage sonst noch angestellt hat in den ersten 100 Tagen der rosaroten Pippi Langstrumpf, sei der Erinnerung der Leser anheimgestellt.

Ach ja:

„1 Kommentar zur Meldung
von ‚Moderation‘ am 31.07.2018 11:33 Uhr
Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion
Liebe User, leider kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Wir bitten um Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen Die Moderation… „

Der Kommentator zum Möwenpicker in der BAMS

Beitrag von Maren » 29. Juli 2018, 11:55

http://www.tagesschau.de/inland/lindner ... r-101.html

Der Mövenpicker… In der „Bild am Sonntag“ ausgerechnet kritisiert er, dass völkisches und autoritäres Denken wieder salonfähig werde. Mit einer Handbewegung über die Schulter wird dabei über Bord geworfen, daß seine Partei in maßgeblichen Punkten einen Schulterschluß mit den Wagenburg-Fanatikern praktiziert: Das Brauchbare, Rohstoffe vor allem, laßt rein in die €U, die Menschen sollen an ihren Grenzen ruhig verrecken. Von „Berufsempörten“ und „linken Trollen“ schwadroniert er und reiht sich damit ein in die feine Dealer-Gesellschaft der Trumps, Söders und Junckers, die mit zarten bis klobigen Ausdrücken lügen, daß sich die Balken biegen.

– Schuster, bleib bei deinen Leisten, möchte man dem Insolvenz-Experten und Dressman zurufen.

Der Kommentator zu Romanns Meinung über Junckers Coup

Beitrag von Maren » 26. Juli 2018, 20:35

Junckers Coup

http://www.tagesschau.de/kommentar/komm ... t-101.html

„Und doch ist es dem alten Polit-Fuchs mit Disziplin und Geschick gelungen, die wandelnde Zeitbombe Donald Trump zu entschärfen und einen unsinnigen und selbstzerstörerischen Handelskrieg, inklusive schmerzhafter Autozölle, in letzter Minute abzuwenden. Mission erfüllt – für dieses Mal zumindest.“[/i

[i]– „Dass der US-Präsident nun mit den Europäern über eine abgespeckte Version eben jenes Freihandelsabkommens sprechen will, das er zu Beginn seiner Amtszeit mit viel Theaterdonner in die Tonne gehauen hat, entbehrt jedoch nicht einer gewissen Ironie. Es zeigt – und hier kommt das kleine Aber zum Schluss: Im Umgang mit Trump ist jederzeit alles möglich. Passt es ihm in den Kram, ist auch diese Einigung schon übermorgen Makulatur.“


– So gerne das leid tun kann, bei Aktivierung von zwei Gehirnzellen ist das bereits jetzt Makulatur. Denn bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, daß Junckers „Erfolg“ sich auf stilistische Selbstverständlichkeiten beschränkt:

…“Einen ganz speziellen Dank aber hat sich der Trump-Zähmer Juncker für seinen souveränen Auftritt verdient: sowohl zu Beginn, bei der Begrüßung im Oval Office, als auch zum Abschluss, bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.
…Der verschmitzte Seitenblick zu seinen Mitarbeitern, als ihn sein großspuriger Gastgeber als „klugen und zähen“ Verhandlungspartner lobt: nicht mit Geld zu bezahlen! Und am Ende das geistesgegenwärtige Vermeiden der Peinlichkeit, mit Trump händchenhaltend abzugehen. Die Chuzpe muss man erst mal haben!“


Stimmt auffallend. Die Frechheit, Demokratie nach Junckers Gelüste als Erfolg zu verkaufen, darf Holger Romann für sich beanspruchen. Natürlich nicht exklusiv; in Sachen EU-, NATO- und INSM-Propaganda hat Gniffke einen erlesen Haufen um sich geschart.

„…Dass auch die EU Zugeständnisse machen musste, Stichworte Sojabohnen und Flüssiggas, versteht sich von selbst und war mit den Mitgliedsstaaten insgeheim längst abgestimmt.
…Das Angebot aus Brüssel, das offiziell nicht so heißen durfte, lautete: Du überdenkst Deine illegalen Strafzölle auf Stahl und Aluminium und verzichtest auf die ganz große Keule Auto-Zölle. Wir sind im Gegenzug bereit, im Rahmen der WTO-Regeln, über ein Abkommen zur Liberalisierung des gesamten Güterverkehrs zu verhandeln – eine Art TTIP light.“


„Die populistischen Scharfmacher, die Juncker zuletzt so unfair attackiert haben, sollten auf jeden Fall nochmal in sich gehen.“

– Beim Lesen dieses Elaborats der Diktatur des Marktes kann spontan eine andere Forderung Form annehmen. Der „Journalist“, der diesen Erguß verfaßt hat, sollte gemeinsam mit dem „Meister im Schmieden trickreicher Kompromisse“ enteignet und auf Hartz IV gesetzt werden unter Entzug aller bürgerlichen Rechte. Lebenslang. Ohne Rückkehrmöglichkeit. Das wäre „insgeheim längst abgestimmt“ und fände auf der gleichen anmaßenden Grundlage statt wie der Kommentar des Herrn Romann.

Der Kommentator zum Framing in der Politiksprache

Beitrag von Maren » 5. Juli 2018, 15:44

Werte Redaktion,

mit Vergnügen habe ich den Beitrag aus der Betreff-Zeile angesehen. Und habe mir die Frage gestellt, wann Sie die Erkenntnisse aus dieser Analyse auch in Ihrer eigenen „Berichterstattung“ anwenden.

Ich erinnere an die syrischen „Rebellen“, die mit Kopfabschneidern ja so gar nichts gemein haben, weil sie im Rahmen von Umbenennungen „moderat" und „gemäßigt“ wurden.

Ich erinnere an die diversen „Machthaber“, teilweise demokratisch gewählt, die medial einem „Regime-Change“ ausgeliefert werden sollen, auch mit Unterstützung der ARD-Redaktion.

Ich erinnere an die Übernahme des Sprachgebrauchs „Deal“ für das Atomabkommen mit dem Iran, mit der sich die Redaktion auf das gleiche Niveau begibt wie Trump, dem sie ansonsten kein gutes Haar am Toupet lassen.

Ich erinnere an die „Annexion“ der Krim, ein verzwickter Fall. Regelmäßig wird in der „Berichterstattung“ der ARD unterschlagen, daß es einen gültigen Pachtvertrag für den Flottenstützpunkt Russlands gab. Es wird unentwegt unterschlagen, daß es bereits vor dem Hochkochen der Krise Bestrebungen gab, die Krim im Rahmen einer Volksabstimmung wieder an Russland anzugliedern. Es wird unterschlagen, daß die „Experten“, die die Völkerrechtswidrigkeit des Referendums herausstellen, das Völkerrecht offenbar als Waffe gegen die jeweilige Bevölkerung anwenden – Völkerrecht ohne Völker sozusagen. Daß die Abfolge der Krise bestimmt war durch einen verfassungswidrigen Putsch gegen Janukowitsch, wird nicht mal erwähnt. Was Wunder, wenn Golineh Atai in militantem „Journalismus“ Partei ergriff und ergreift für die „freiheitlichen“ Nazis, die auf dem Maidan mit Ketten auf die Polizei eindroschen.

Ich erinnere an Ihre „Berichterstattung“ über Griechenland, Katalonien, Streiks hierzulande, und und und… – ein Sammelsurium aus Kampfbegriffen, die mit „Framing“ sehr wohlwollend beschrieben werden. Schließlich weise ich Sie darauf hin, daß ich alle Manipulationen, die mir an Ihrer „Berichterstattung“ auffallen, dokumentiere für einen hoffentlich bald stattfindenden Prozeß gegen Ihre Propagandamethoden.


"Kai Gniffke wies die Kritik zurück: Die Nachrichtensendungen seien sprachlich 'außerordentlich akkurat’". (Wikipedia)

Der Kommentator zur Doping-Redaktion der ARD

Beitrag von Maren » 19. Juni 2018, 19:39

"Doping-Whistleblower Rodschenkow über Russlands Fußballer"
Urinaustausch offenbar auch bei Russlands Kambolov.... (Text mit sehr viel glauben statt wissen, Verschwörungen an geheimen Orten, Tagebüchern, viel Konjunktiv und noch mehr Unfug... ein typischer Seppelt eben)

Enthüllungen aus meinem Tagebuch


Ich glaube, daß ein gewisser Seppelt, Codewort …, offenbar sein Wunschdenken definitiv ausgetauscht hat gegen die Wirklichkeit. Meinen Ermittlungen zufolge ist es sehr unwahrscheinlich, einen Geheimdienst, egal aus welchem geheimen Ort aus, mit Fakten aus seiner täglichen Arbeit zu kompromittieren. Der Tarnbegriff „Staatsdoping“ dient „meinen" Whistleblowern zufolge üblicherweise dazu, Zweifel zu schüren an einem Staat, der sich der Diktatur westlicher Oligarchen nicht beugen will, sondern die eigenen bevorzugt. Die mangelnde Transparenz (fehlende Links zu früheren Ermittlungen, gerne auch Manipulationen genannt) führt zu Zweifeln an einer sauberen Arbeitsweise der Dopingredaktion. Folgt man den Methoden der Indizien-Behandlung, könnte ein Mitarbeiter der Redaktion – Gipfel aller Spekulationen – die Urinproben geknackt und definitiv ausgetauscht haben. Den Mangel an Beweisen steckt man nach einem solchen Parfoceritt durch Münchhausens Welt mit links weg. Es heißt auch, Auffälligkeiten würde man in diesen Zusammenhängen gelassen in Kauf nehmen.

Der Kommentator zum Expertenunwesen

Beitrag von Maren » 5. Juni 2018, 20:48

http://www.tagesschau.de/inland/rentenalter-101.html

…und wieder die „Experten“… Prognos, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Prof. Dr. Martin Werding trommeln und posaunen es hinaus, „dass eine längere Lebensarbeitszeit notwendig werde“, es dürfe „keine Denkverbote“ geben.

„Auch eine ergänzende Altersvorsorge sei dringend notwendig. Eine Steuerfinanzierung helfe hingegen nicht wirklich, den demografischen Wandel abzufedern. Beitragszahler und Rentner würden als Steuerzahler so nur erneut belastet. Kurzfristig könne zudem qualifizierte Einwanderung – etwa aus Italien, Spanien oder Osteuropa helfen. Aber das Problem sei damit allein nicht zu lösen, sagte Werding.“ – Was aus Italien, Spanien oder Osteuropa wird, geht dem Herrn sonstwo vorbei.

Einen direkten Draht hat die Gniffke-Gang nur zu ihren bevorzugten neoliberalen Quellen: „Ein Großteil der Deutschen erwartet jedenfalls bereits, im Rentenalter mit wenig Geld auskommen zu müssen. Vier von fünf Beschäftigten gehen laut einer Umfrage im Auftrag des DGB davon aus, dass sie im Alter „gar nicht“ oder nur „gerade so“ zurechtkommen, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet. Lustig(?) für eine Organisation, die mit ihren Milliarden eines der dichtesten Korrespondentennetze unterhält.

Angesichts der Dimensionen, in welchem Umfang die Bevölkerung in neue Abzock-Betrügereien gejagt werden soll, ist es legitim, von der ARD als krimineller Vereinigung zu sprechen. Die umfassende, unvoreingenommene Berichterstattung hat abgehalftert zugunsten von Schreiberlingen aus dem Enddarm der Versicherungswirtschaft. Man kann vom DGB halten, was man will. Als Gegengewicht gegen die neoliberale Idiotie ist er noch einigermaßen brauchbar.

Ein Blick auf die Reichtumsuhr langt, um festzustellen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Altersarmut abzuwenden. Zudem ignoriert das markt“demokratische“ Lager die Entwicklung von Bismarck bis jetzt. Produktivitätsfortschritt, auch nur einigermaßen gerecht verteilt, löst ruckzuck das „Problem“. (Mal davon abgesehen, daß es „keinen gerechten Lohn für ein gerechtes Tagewerk gibt“ laut Marx.)

Der Kommentator zum alltäglichen Propagandaterror

Beitrag von Maren » 2. Juni 2018, 00:12

Die Gniffkes an der Orgel:

https://www.tagesschau.de/kommentar/ita ... g-127.html
http://www.tagesschau.de/inland/mittwei ... u-101.html
http://www.tagesschau.de/ausland/regier ... n-101.html

Nur drei von Dutzenden Dreckkübeln heute. Interessant daran: Mit dem Trick, Vereinfachungen anzuprangern, werden die Praktiken z. B. von Soros in Sachen Brexit unter den Teppich gekehrt. Und eine beinah kriminelle Vereinfachung ist wohl auch die Aufforderung, einen Blick auf die Reichtumsuhr zu werfen.

Mit ihrer Aktion in Mittweida setzen die Qualitätsjournalisten ihre Spiegelfechterei fort, die sie mit „Sag mir’s ins Gesicht“ begonnen haben. Schön, daß wir darüber geredet haben.

Der Regierungswechsel in Spanien schließlich ist versetzt mit Tranquilizern. So wird unterschlagen, daß die kriminellen Politiker der PP und ihre Pendants in der Wirtschaft 350 Jahre Knast kassiert haben. Andererseits werden die Schafe beruhigt durch die Info, daß Sanchez überzeugter EU-Schleimer ist.

Wäre man diese Frechheiten der ARD nicht gewöhnt, müßte man zu Betablockern greifen – wie gesagt, nur drei Beispiele.

Der Kommentator über die mediale Lust am Krieg

Beitrag von Maren » 12. April 2018, 18:17

https://www.tagesschau.de/kommentar/kom ... n-101.html

Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington, schwingt sich auf, den Friedensengel zu mimen:

„Nur so ist seine ungeheuerliche Drohung per Twitter zu erklären: "Mach Dich bereit Russland. Denn die Raketen werden kommen: hübsch, neu und intelligent!…
Der US-Präsident handelt nicht nur unverantwortlich. Er tut damit auch genau das, was er seinem Amtsvorgänger Barack Obama immer wieder vorgeworfen hat: militärische Schritte vorher anzukündigen…
Verteidigungsminister Mattis ist unter Hochdruck dabei, einen militärischen Vergeltungsschlag gegen den syrischen Diktator vorzubereiten - und zwar in Abstimmung mit Frankreich, England und anderen Verbündeten…
Dieser Vergeltungsschlag wird kommen. Darüber herrscht in Washington seit Tagen kein Zweifel mehr. Allerdings ist damit - und auch das ist typisch Trump - keinerlei Strategie für Syrien verbunden. Im Gegenteil: Noch vor gut einer Woche hatte Trump - ebenfalls ohne Abstimmung mit seinem Verteidigungsminister - angekündigt, er werde die US-Soldaten aus Syrien abziehen…“


Wie aber zu erkennen ist, eckt er mit seinem vorgeblichen Bemühen immer wieder an. Was ist denn nun schlimmer, die Drohung oder ihre vorherige Ankündigung, das Fehlen einer Strategie? Bleibt die Schlußfolgerung, daß die ARD, – ihre Schutzbehauptungen bezüglich Kommentaren hin oder her – einem Krieg mit Rußland nicht von vornherein ablehnend gegenübersteht. Ein klarer Verstoß gegen den Rundfunk-Staatsvertrag. Nur der aktuelle „Führer“ stellt ein Problem dar.

In den Kommentaren zum Thema kann u. a. das hier gelesen werden:

„Am 12. April 2018 um 10:44 von Hakemann
Vielen Dank an das Tagesschau-Team!
Danke ans Tagesschau-Team für die ruhige neutrale Berichterstattung zu dem Thema!
Das ist besonders wichtig in der angespannten Situation.“


Dieser Dank drängt die Annahme auf, daß Kai Gniffke einem oder mehreren seiner Redakteure hitzefrei gegeben hat, um Jubelkommentare zu verfassen. Denn „ ruhige neutrale Berichterstattung“ und „ syrischen Diktator“ unter einen Hut zu bringen, ist wohl sehr ambitioniert, nebenbei bemerkt.

Der Kommentator über das schwierige Verhältnis der ARD zu Gewerkschaften

Beitrag von Maren » 11. April 2018, 21:36

http://www.tagesschau.de/multimedia/kur ... k-101.html

Da erklärt ein Sozial-Analphabet, weshalb es noch Gewerkschaften gibt. Unter anderem mit der Lüge, daß die erreichten Verhandlungsergebnisse allgemeinverbindlich im Unternehmen wären. Natürlich wird verschwiegen, wie die ARD subtil gegen die Lokführer bzw. alle Gewerkschaften gehetzt hat. Oder daß die Lohnfortzahlung durch einen langen Arbeitskampf errungen wurde. Der Faktenfinder aus dem INSM-Lager weist den Gewerkschaften auch gleich ihre zukünftige Rolle zu. Die Digitalisierung der Arbeitswelt vor allem zu gestalten. Die ist nach diesem Analyse-Delir daran schuld, daß sich jedes vierte Unternehmen ab 20 „Mit“arbeitern sich in der Existenz bedroht fühlt. Kein Wort davon, daß die Konkurrenz finanziell übermächtiger Konzerne hier eine Rolle spielen könnte. Mithin also die Monopolisierung, die Marx thematisiert hat.

Unterm Strich bleibt die Feststellung, daß die ARD eine dreckige Kumpanei mit den Arbeitgeber-Verbänden eingegangen ist. Egal, ob das letztlich im Vierten Reich endet.

Der Kommentator zur Causa Puigdemont

Beitrag von Maren » 3. April 2018, 21:12

3. April 2018 um 9:55

http://www.tagesschau.de/ausland/puigde ... h-101.html

„Auch der Vorwurf der Veruntreuung öffentlicher Gelder müsse fallen gelassen werden. Es gebe keine Beweise, dass Puigdemont Gelder für die Abstimmung freigegeben habe.“

– Fehlt da nicht was? War die Regionalregierung nicht autonom in ihrer Haushalts-Gestaltung? Kein Spielraum für lächerliche Summen im unteren Mio.-Bereich für ein Referendum, Ausweis reinster Demokratie?

„Bei dem umstrittenen und von Madrid untersagten Unabhängigkeitsreferendum hatten 90 Prozent für die Loslösung von Spanien gestimmt. Allerdings hatten sich nur 42 Prozent der 5,3 Millionen Wahlberechtigten in Katalonien an der Abstimmung beteiligt.“

– Und da fehlt garantiert was. Die repressiven Verhinderungsversuche der Zentralregierung. Beschlagnahme von Software, Durchsuchung von Druckereien, Zerstörung von Abstimmungsformularen, Blockade von Abstimmungslokalen, Niederknüppeln von Abstimmungswilligen. Die Guardia Civil als Knüppelgarde der Gniffke-Bande – was anderes kann man aus diesen Zeilen und zwischen ihnen nicht herauslesen.

Re: Der Kommentator

Beitrag von Maren » 28. Februar 2018, 20:50

https://www.tagesschau.de/ausland/rai-i ... f-101.html

"Ö/R: Zuerst die Schweiz, nun die RAI, die FPÖ will am ORF rumschrauben – der ARD geht offensichtlich das HInterteil auf Grundeis. Die Hintergründe mögen mal mehr oder weniger haarsträubend sein. Wenn mensch aber den Maßstab des Rundfunk-Staatsvertrags anlegt, ist der Ö/R hierzulande eine kriminelle Vereinigung von NATO-, EU- und INSM-Propagandisten. Für acht Milliarden T€uro werden uns die Ansichten der Herrenmenschen Soros, Blankfein und Buffett suggeriert. Merkel, May, Macron, Juncker und Rajoy als Demokraten verkauft, Rußland als Reich des Bösen präsentiert, jeden Monat ein neuer Schurkenstaat kreiert usw. usf.

Noch dazu die Gehirnwäsche der Werbung von Versicherungen, Banken, der Autoindustrie und Kreuzfahrt-Unternehmen, die überdies ihre PR-Seifenopern gratis plazieren dürfen. Nicht zu vergessen die Sportberichterstattung mit ihren teuren Kotaus vor den jeweiligen Veranstaltern. Abgerundet wird das Bild durch die Ignoranz, die den Programmbeschwerden der Rationalgalerie oder der Publikumskonferenz zuteil wird.

„Schlag den Raab“ oder das Dschungelcamp mögen das Seichteste der Kategorie Spiele darstellen. Dem gegenüber könnte die ARD qualitativ punkten mit einem Wettbewerb, die Berichterstattung zu ergänzen bzw. zu kontern. Bevor aber Gniffke und seine Bande derartiges verwirklichen, werden aus Diesel-Betrügern wahrhaftige Menschenfreunde, jede Wette."

Re: Der Kommentator

Beitrag von Maren » 16. Februar 2018, 20:54

Ein Herr von klärt auf, „welche Staaten auf- und welche abrüsten“:

http://www.tagesschau.de/multimedia/kur ... g-131.html

Stümperhafter gehts nimmer. Allerdings ist zu befürchten, daß das Publikum von Springer, Burda, Bertelsmann und nicht zu vergessen den Ö/R dressierten die Kriegshetze nicht erkennt. Das geht los mit einem Panzer auf dem Roten Platz als Intro, obwohl die Ausgaben der Russen erst an Platz 6 rangieren. Daß Europa Rüstung verscherbelt hat und somit „abrüstete“, wird durch den Schleier kompensiert, der sich über die Länder legt, die die tödlichen Exporte empfangen haben. Das geht weiter mit einem Tortendiagramm, das die USA mit 40% der Rüstung ausweist. Anstatt nun ruhig fortzufahren, wird mit Schaum vorm Maul erläutert, wie aggressiv der Russe vor allen Dingen ist, nicht zu vergessen die Chinesen. Das Diagramm gerät epilepsiefördernd rasant in den Hintergrund. Wahrscheinlich war es zu aufschlußreich. Die Erklärung geht unter in schwammigen Andeutungen, gefällt sich in Überspringen interessanter Details, überfliegt in Mach 3 die wichtigsten Angaben zu EU, NATO und USA.

In den Leserkommentaren sekundiert „Phonomatic“ ambivalent dem adligen Kriegshetzer:
„Die Ausgaben der USA als größtes Stück des Kuchens darzustellen und sie dann erstmal direkt mit Russland zu vergleichen, ohne die vollkommen unterschiedliche Verantwortung zu nennen, ist genau nicht neutral. Die USA schützen die Handelswege weltweit und schicken ihre Flugzeugträger auch dann als starke Botschaft los, wenn der Iran (wie 2011) droht europäischen Schiffen die Straße von Hormuz zu sperren. Würden Russland oder China das für uns tun? Wohl kaum.“

Mich und vermutlich noch einige andere würde die „Verantwortung“ interessieren, die die Massenmörder Nr. 1 seit Vietnam und unzähligen Einmischungen seither übernommen haben. Für Napalm, Agent Orange, Uranmunition, Drohnenmorde; Regime changes und „Verteidigung von Menschenrechten“. Wenn Irak z. B. mehr als 80 Milliarden € für den Wiederaufbau braucht, welcher Anteil der Rechnung wird ans Pentagon adressiert?

Der Kommentator zum Schulz-Kommentar

Beitrag von Maren » 10. Februar 2018, 12:06

http://www.tagesschau.de/kommentar/komm ... z-101.html

„Eine Große Koalition ist immer eine Notlösung, aber in diesem Fall die eindeutig bessere Alternative zu Neuwahlen.“

Jörg Seisselberg erbringt den Beweis, daß man entweder ein hoffnungsloser Schwachkopf oder ein propagandistischer Einpeitscher sein muß, will man in Gniffkes NATO-, EU- und INSM-Propagandamaschinerie dampfplaudern oder -schreiben. Zum gefühlten 183. Mal wird die Möglichkeit einer Minderheitsregierung in plumper Weise unterschlagen. Die Nacheiferer des Joseph Goebbels singen im Chor das Hohe Lied der Marktdiktatur Muttis.

Daß die mit ihrer Jamaika-Flirterei Zeit en masse verpraßt hat und die „harte Arbeit“ der Mehrheitssuche scheut, wird dezent übergangen. Eine Minderheitsregierung könnte sich nicht auf den obskuren Fraktionszwang stützen und müßte notgedrungen etwas mehr Demokratie und Transparenz praktizieren. Daß die Union und auch die aSPD mit derlei Wähler-Verhätschelung nichts am Hut haben, zeigen die letzten Tage. Schließlich noch die Blenderei mit den vielen und ach so wichtigen Ministerien der SPD. Als wären die nicht an einen Koalitionsvertrag gebunden. Daß der wiederum von unverbindlichen Passagen strotzt, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Wie mit sogar verbindlichen Regelungen umgegangen wird seitens der Union, sollte anhand des Glyphosat-Falles noch in Erinnerung sein. Was ebenfalls zu diesem Blendwerk gehört, ist die niemals erwähnte Richtlinienkompetenz des/r Kanzler-s/-in.

Fazit: Jörg Seisselberg ist ein Propagandist, der mit hoffnungslosen Schwachköpfen im Publikum rechnet. Oder sie zumindest dorthin konditionieren will. Zum Glück ist es gar nicht so selten, daß, wer vorausrechnet, zweimal rechnen muß.

Re: Der Kommentator

Beitrag von Maren » 28. Dezember 2017, 21:35

http://www.tagesschau.de/ausland/bilanz ... r-101.html

Es erhebt sich die Frage, wann die Analphabeten der Logik begreifen, daß, weit vor einem „Ausländer raus“

– ein Verbot von Waffenexporten
– eine EU-Agrarpolitik jenseits des Kolonialmächte-Gebarens
– ein Verbot von Nahrungsmittel-Spekulationen
– ein Handel mit Ressourcen auf Augenhöhe

stehen muß.

Die ARD kommt ihrer Verpflichtung zu umfassender und unvoreingenommener Berichterstattung jedenfalls nicht aufgrund von Bildungsmängeln nicht nach. Sie betreibt schlicht Propaganda zugunsten der Herrenmenschen Soros, Blankfein und Buffett. In vorauseilendem Gehorsam hat sie sich der „göttlichen Mission“ untergeordnet ohne jede weitere Nachfrage.

Re: Der Kommentator zu Dr. Gniffkes wechselnden Sprachregelungen

Beitrag von MrMadMarkus » 11. November 2017, 18:24

Maren hat geschrieben:Festzustellen ist, daß die ARD ihre Aufmerksamkeit jedem Furz der AfD gewidmet hat.

Plausibel ist aber eine andere Sicht der Dinge. Daß hinter den Machenschaften der ARD zielgerichtetes Handeln steckt. Diese Ziele haben andere formuliert: die NATO, die EU, die INSM.


Ach ja. Man soll nie eine Verschwörung vermuten, wenn man etwas auch durch Dummheit bzw. persönliche Voreingenommenheit erklären kann. Die überwältigende Mehrheit der Journalisten steht politisch links von der Mitte, die AfD steht rechts von der Mitte. Das erklärt die intensive und so garnicht positive Berichterstattung gegen die AfD.

Der Kommentator zu Dr. Gniffkes wechselnden Sprachregelungen

Beitrag von Maren » 11. November 2017, 12:47

http://www.tagesschau.de/inland/komment ... e-101.html

Schön zu verfolgen, wie Gniffke Gauland Streicheleinheiten verpaßt. Einige Dinge sind daran allerdings auffällig. Die ARD und ihr Chefredakteur verdrängen geflissentlich, daß sie einen Auftrag zur umfassenden und unvoreingenommenen Berichterstattung haben. Würden sie diesen erfüllen, wäre uns ein guter Teil des Schlamassels, in dem wir stecken, erspart geblieben. Aber die Vermittlung politischer Ökonomie trifft den Nerv der Herren Soros, Blankfein und Buffett. Daß diese wiederum Speichellecker in der EU bzw. der BRD installiert haben, ertastet jeder Blinde.

Die Nachrichten über das tägliche Geschehen sind so geprägt von Prämissen, daß bei Angelegenheiten wie den Panama- oder Paradise-Papers gar nichts anderes übrigbleibt, als moralisierend zu argumentieren. Daß das Motto „Geld regiert die Welt“ die Demokratie zur Farce degradiert, wagt niemand aus diesem erlesenen Zirkel auszusprechen. Auf die Art verkommt die Arbeit von Mascolo & Co. zum Bashing bekannter Ziele – Rußland/Putin sind die Bösen; was willl man von Altbekannten wie Apple z. B. auch anderes erwarten. Zudem bleibt sie auf dem Weg zu einer vernünftigen Lösung stecken. Das wäre in dem Fall die Systemfrage. Wäre die ARD ihrem Auftrag aus dem Rundfunk-Staatsvertrag nachgekommen, hätten wir seit dem Zusammenbruch des Ostblocks keine konservativen oder neoliberale Regierungen gehabt – meine Behauptung. Es hätte sich erübrigt, noch rechteren Ideen hinterherzuhecheln.

Festzustellen ist, daß die ARD ihre Aufmerksamkeit jedem Furz der AfD gewidmet hat. Was wirklich wichtig gewesen wäre, wurde beiseitegefegt. Vorschläge zur Gestaltung sozialer, ökologischer oder wirtschaftlicher Belange aus Reihen der Linken beispielsweise. Nicht zu vergessen die notwendigen Schritte zur Vermeidung militärischer Konflikte. In all diesen Problemkreisen ist die ARD stets den Kräften nachgerannt, die ein „Weiter so!“ vertreten. Daß sich auf die Art Probleme auftürmen, die „Populisten“ erstarken lassen, hat Gniffke überrascht, will man ihm glauben.

Plausibel ist aber eine andere Sicht der Dinge. Daß hinter den Machenschaften der ARD zielgerichtetes Handeln steckt. Diese Ziele haben andere formuliert: die NATO, die EU, die INSM. Unterm Strich ist Gniffkes Truppe nichts weiter als ein Haufen erbärmlicher Populisten, Erfüllungsgehilfen dieser Institutionen. Daß sie auf dem Weg zur Diktatur der Märkte die AfD vorzeitig hoffähig und groß gemacht haben, kann als Betriebsunfall abgetan werden. Muß aber nicht. Siehe oben.

Der Kommentator zum Disput Schreyer-Stöber

Beitrag von Maren » 7. November 2017, 18:59

https://paulschreyer.wordpress.com/2017 ... omment-888

"„Verschwörungstheoretiker, Putin-Versteher oder Amerika-Hasser“ listet das verbale Maschinengewehr der NATO, Silvia Stöber auf. Darf ich darauf hinweisen, daß da noch der „Gutmensch“ fehlt? Jener Gutmensch, den schon Goebbels in seiner Propagandasprache so erfolgreich kultiviert hat. Aber bleiben wir bei den Äußerungen der SS:

Verschwörungstheoretiker – was ist ein Theoretiker für ein armes Würstchen gegenüber einem Verschwörungspraktiker?

Putin-Versteher – schon schlimm, wenn auf diesem Erdball ein Mensch einen anderen versteht, gell? Der Gebrauch dieses Begriffs folgt dem gleichen Muster wie der erwähnte „Gutmensch“. Er unterstellt auf sarkastische Weise beim so Bezeichneten Naivität, die schon selbstmörderisch gefährlich werden kann. Fazit: Bloß die Finger weg vom Verstehen!

Amerika-Hasser – herrlich! In meinem Bekanntenkreis gibt es Menschen, die ganz massive Vorbehalte gegen die amerikanische Bevölkerung in ihrer Mehrheit haben. Weil die nämlich Städte in dieser Welt dem Erdboden gleichmachen würden, sobald sie nur einen arabisch oder russisch anmutenden Namen tragen. Unabhängig davon, ob es diese Städte eigentlich tatsächlich gibt. Daß das im Bildungssystem begründet ist, ist wie auch hier in Europa trauriger Fakt. Davon abgesehen haben sich die Regierungen der USA seit Vietnam kaum eine Gelegenheit entgehen lassen, sich als rücksichtslose Imperialisten auszuzeichnen. Nixon, Bush, Obama – nichts weiter als Mörder, die ihre Lizenz zu killen aus einer gigantischen Kriegsmaschinerie herleiten.

– Wohlgemerkt aber gibt es unter den erwähnten Menschen keine Amerika-Hasser. Weil man einen Kontinent nicht hassen kann, wenn man noch einigermaßen klar ist im Kopf. Und ja, ich fühle mich hervorragend in dieser Gesellschaft. Mein Interesse am Wohlfühlen der SS dagegen ist denkbar gering. Alles, was mich abschließend noch bewegt: Soll ich doch eher $$ für die Initialen verwenden?"

Der Kommentator zu Katalonien

Beitrag von Maren » 4. November 2017, 12:01

Nachschlag:

http://www.tagesschau.de/ausland/spanie ... t-103.html

Entlarvend immer wieder das Wording der Gniffke-Bande. Puigdemont ist nach Brüssel geflohen, er hat sich abgesetzt. Daß er dort hin ausgereist sein könnte, sich da hin begeben hat, auf vergleichbare Ideen bzw. Formulierungen kommt höchstens Wikipedia. Die ARD läßt die Hosen runter und zeigt ihr wirkliches Gesicht. Francos Nachfolgeorganisation, Rajoys Regierung, inklusive der spanischen Justiz, erhält mehr oder weniger unverhüllt die volle Unterstützung Gniffkes und seiner Schreibtischtäter. Kein Gedanke wird daran verschwendet, ob mit der spanischen Verfassung Staatsrecht zur Garotte für das Völkerrecht verkommt. (Wobei das auch im Verhältnis anderer Staaten zu Minderheitsterritorien kritisch betrachtet werden muß. Paradebeispiel Ukraine – Krim.) Völlig außer Acht gelassen die Fälle, in denen spanische Gerichte von europäischen Instanzen die Grenzen aufgezeigt wurden. Daß ein Richter torpediert wurde, der die Franco-Ära durchleuchten wollte, findet allenfalls in jubelnden Trinksprüchen statt. Abgesehen vom äußerst moderaten Umgang mit Korruptionsaffären des Königshauses wie auch der Regierung Rajoy. Um es mit Pispers zu sagen, hat die ARD noch mit jedem Schwein innigst kooperiert, um die Diktatur des Kapitals zu festigen. Mit Propaganda für die NATO, die ach so demokratische EU und die INSM.

Der Kommentator zu Katalonien

Beitrag von Maren » 4. November 2017, 12:00

http://www.tagesschau.de/kommentar/span ... n-119.html

Da schleimt er dahin, der Marc Dugge, ARD-Studio Madrid:

"Ja, man kann gute Gründe dafür finden, dass die katalanischen Ex-Minister jetzt in Untersuchungshaft sitzen. Der dringende Tatverdacht besteht: Sie haben offensichtlich Verfassungsbruch begangen - und offenbar auch öffentliche Gelder für illegale Zwecke ausgegeben. Und natürlich gibt es die Befürchtung, dass auch sie sich ins Ausland absetzen könnten - so wie es ihr früherer Chef getan hat, Carles Puigdemont."

Verfassungsbruch – Teufel aber auch!!! Aber da war doch noch was… ach ja, Ferdinand Lassalle hat zu dem Thema geäußert, daß die wahren Verhältnisse auch ein Stück Verfassung sind. Klar, Lassalle ist nicht der bevorzugte Experte für einen unvoreingenommenen, ausgezeichneten Journalisten, dem die Hörigkeit zu Rajoy mit jedem Anschlag aus der Tastatur quillt. Und, auch klar, ein juristisches Schwergewicht kann man Lassalle nicht nennen. Andererseits, wenn jemand zur Schlußfolgerung kommt, daß Deutschland ein „großer Kerker mit Menschen, deren Rechte von Tyrannen mit Füßen getreten werden“ ist – so jemand hat ein feines Gespür für grobe Verhältnisse. Damals wie heute. Lassalle käme wohl auch nie auf die Idee, die spanische Verfassung in Verbindung mit dem Völkerrecht zu bringen. Denn was aktuell geschieht, ist die Anwendung eines Staatsrechts. Das geht über die Völker hinweg mit majestätischer Ignoranz. Selbstbestimmungsrecht der Völker – was für ein Schwachsinn angesichts des Monopoly-Spiels, das Rajoy mit Unterstützung ökonomischer "Altruisten" vollführt. Hunderte Firmen verlagern ihre Standorte nach Spanien, geködert von Geldern der Zentralregierung. "Euch machen wir noch katholisch", lautet die Devise.

Auffällig an dem Kommentar ist, daß sich Dugge die Sicht Rajoys 1:1 zu eigen macht. "Öffentliche Gelder für illegale Zwecke" – die Regionalregierung hat also keine Hoheit über ihren Etat? – sehr verwunderlich. Und wenn Puigdemont sich nach Brüssel begibt, dann "setzt er sich ab". Keine Rolle spielt für Dugge, daß die spanische Justiz von europäischen Gerichten wiederholt zurückgepfiffen wurde, speziell in ähnlichen Fällen wie ETA-Angehörigen. Daß dieselbe Justiz einen Ermittler in Sachen Franco-Diktatur torpediert hat – offenbar nicht eine Überlegung wert. Klar, daß ein Gericht in diesem Gefüge fair ist gegenüber "Putschisten". Schließlich ist man mit dem Gegenpol äußerst kulant umgegangen, was Korruptionsfälle Rajoys und auch des Königshauses betrifft. In Leserkommentaren zum Thema wird dementiert, daß die Justiz mit der Vergangenheit Spaniens, genauer: Franco, eine Kontinuität pflegen könnte. Der Mist, auf dem diese Meinungen gewachsen sind, ist genau die "Berichterstattung" der ARD. Natürlich muß ein Verdacht in dieser Richtung vorsichtig gehandhabt werden. Eine Erwägung aber erst gar nicht aufkommen zu lassen, weckt andererseits den Verdacht, daß royale bis faschistische Scheuklappen im Spiel sind.

"In jedem Fall gilt: Was juristisch legitim ist, kann politisch nach hinten losgehen. Wenn jetzt einige jubeln, dass die katalanischen Separatisten endlich mal in die Schranken gewiesen werden, ist das verfrüht. Die Flucht von Puigdemont hatte das Unabhängigkeitslager zunächst gespalten. Die harte Linie der Justiz dürfte jetzt dazu führen, dass sich die Reihen wieder schließen."

Spätestens mit diesen Sätzen dient sich Dugge den Unterdrückern Kataloniens als Berater an. Er tritt für eine "weiche" Lösung ein. Man könnte ja moderate Urteile sprechen, um an den Verhältnissen festhalten zu können. Daß dieses Katz- und Maus-Spiel bereits seit geraumer Zeit aufgeführt wird in Madrid, ist dem Schreiberling egal. Offenbar hofft er auf einen Ablauf, wie Junckers "Demokratie"-Modell projiziert. Sinngemäß: "Wir starten ein Projekt; wenn wir Gegenwehr erfahren, lassen wir Gras über die Sache wachsen. Sobald absehbar ist, daß die Gegenwehr abebbt, machen wir an dem Projekt weiter." Übertragen auf Katalonien: Die Autonomie, ohnehin großteils einkassiert, bleibt im Status quo, begünstigt durch milde Urteile gegen die Angeklagten. Auf der Grundlage können die Katalanen weiterhin an die Kandare genommen werden, kulturell, politisch, ökonomisch.

– Bleibt zu hoffen, daß die faschistoide Clique um Rajoy die Rechnung ohne den Wirt, die Bevölkerung, gemacht hat. Daß darüber hinaus Dugge auf seiner Schleimspur zu Rajoy und König Felipe eintrocknet.

Der Kommentator zu Katalonien

Beitrag von Maren » 26. Oktober 2017, 21:09

http://www.tagesschau.de/ausland/katalonien-351.html

1. Gratuliere zu Ihrer laut Gniffke sprachlich „außerordentlich akkurat“en Ausdrucksweise:
"Mit Spannung wird erwartet, ob darin Neuwahlen ausrufen wird.“

2. Ebenfalls Gratulation für Ihre Ignoranz, was das Zustandekommen der geringen Wahlbeteiligung betrifft. Gekonnt, um nicht zu sagen in bester Propaganda-Manier, wird die Rolle der Knüppelgarde aus Madrid, der Guardia Civil, unter den Teppich gekehrt. Zum wievielten Mal übrigens?:

"Rund 90 Prozent der Teilnehmer stimmten für eine Abspaltung von Spanien. Die Wahlbeteiligung lag allerdings nur bei gut 40 Prozent.“


Für mich folgt daraus, daß ARD aktuell applaudiert, daß das Völkerrecht zerstückelt wird zum Recht von Staaten, die territoriale Integrität über alles zu stellen – auch über die jeweilige Bevölkerung und auch um den Preis, dafür über Leichen zu gehen. Siehe Krim, von den „Journalisten“ der ARD immer und immer wieder mit der „Annexions“-Jauche beworfen, obwohl es sich um ein Referendum mit zeitlich großem Hintergrund gehandelt hat. Zumindest das Wort Sezession hätte in die Berichterstattung einfließen müssen. ARD aktuell hat damit die Pflicht zu umfassender und unvoreingenommmener Berichterstattung verletzt, wozu eigentlich der Rundfunk-Staatsvertrag verbindlich gilt. Das gilt sowohl für den Fall Krim wie auch für Katalonien. Diese Schmiererei hat mit Journalismus nichts zu tun.

Re: Der Kommentator zu Katalonien

Beitrag von MrMadMarkus » 13. Oktober 2017, 15:47

Maren hat geschrieben:
Wer hat zugegeben, daß das Gesprächsangebot inhaltsleer ist?


Puigdemont!

„Meine Regierung wird keinen Millimeter von ihrer Verpflichtung abrücken“, erklärte der Katalane.


http://www.focus.de/finanzen/news/wirts ... 75698.html

Der Kommentator zu Katalonien

Beitrag von Maren » 12. Oktober 2017, 20:21

http://www.tagesschau.de/ausland/katalonien-285.html

Die ARD bekundet mit ihrem Wording ihre Verbundenheit mit den Rechtsnachfolgern der Franco-Faschisten:

"Das zugegebenermaßen inhaltsleere Gesprächsangebot des rebellischen Katalanen ignoriert Rajoy nach wie vor.“
"Der katalanische Regionalregierungschef Puigdemont erneuert sein Gesprächsangebot im US-Sender CNN und ist ansonsten abgetaucht.“


Wer hat zugegeben, daß das Gesprächsangebot inhaltsleer ist? Und die Vokabel „abgetaucht“ wird vorzugsweise für Kriminelle verwendet oder für jemand, der sich feige aus dem Staub macht. Hätte Ihr Marc Koch das Stehvermögen, auf die Guardia Civil zu warten, egal, wie die bewaffnet ist? In Spanien gibts noch Garotten!

Der Kommentator zu Katalonien

Beitrag von Maren » 12. Oktober 2017, 20:19

http://www.tagesschau.de/ausland/katalonien-eu-105.html

"Das Beispiel Katalonien soll nicht Schule machen in Europa - das hoffen die EU-Spitzen in Brüssel. Denn neue EU-Staaten durch Abspaltung wollen wenige, schon allein, weil es das gesamte EU-Machtgefüge durcheinander bringen würde.“


Zu diesem Satz einige Fragen: Ist dem Autor bekannt, daß in einer Demokratie alle Macht vom Volke ausgeht? Von der ehrenwerten, hehren Absicht bzw. deren Beteuerung her zumindest? Wie kommt es dann zu einem EU-Machtgefüge? Hat das mit Demokratie, Volk gar nichts zu tun? Welchem der beiden Konstrukte gilt die Sympathie des Autors?

Meine Vermutungen gehen dahin, daß die ARD faktisch dem „EU-Machtgefüge" näher steht als dem Willen egal welcher Bevölkerung. Daß die ARD, durch welche Umstände auch immer, dem Faschismus Francos in Treue fest verbunden ist, intensiver jedenfalls als der katalanischen Bevölkerung. Juncker, Macron und Merkel haben ihren festen Platz auf dem Thron, den die ARD zynischerweise mit Demokratie in Verbindung bringt. Die „Berichterstattung“ ist durchsetzt mit tendenziöser Propaganda, das Wording im Betreff ist nur ein Beispiel dafür. Und meine Vermutungen sind zu Gewißheit geworden.

Der Kommentator über den Faktenfinder

Beitrag von Maren » 25. Juli 2017, 19:25

Da hat sich die Gniffke-Truppe mal wieder überschlagen:
https://www.tagesschau.de/inland/bertel ... s-101.html

Wenn der „Fakten(er)finder“ der ARD auch nur für ein Prozent des vorgegebenen Zwecks taugen würde, wäre dieses Machwerk in Nullkommanix in der Luft zerrissen. Aber die ARD hat sich auf allen Gebieten der Diktatur des Marktes in vorauseilendem Gehorsam hingegeben. Twitter und Facebook zieren ausgerechnet den Fakten(er)finder, obwohl es selbst unter marktaffinen Anhängern massive Vorbehalte gegen diese Unternehmen gibt. Von der Totalablehnung radikaler Demokraten erst gar nicht zu reden.

Und so schlängelt sich die Ergebenheits-Ideologie der ARD von diesen Einrichtungen über die Bertelsmann-Stiftung (Hartz IV – !!!!) bis hin zu den diktatorischesten Kreaturen der EU, INSM, NATO, und schmeichelt den Enddärmen von Soros, Buffett und Blankfein. Auf diesem Weg werden die populistischesten Lippenbekenntnisse (Verbraucher- und Umweltschutz, soziale Standards welcher Qualität auch immer) propagiert, aber auch sofort wieder kassiert. Weil es ja wirklich gar nicht anders geht, wenn man sich mit Haut und Haaren dem Wachstumsfetischismus verschrieben hat.

Die Schizophrenie der Gniffke-Gang stutzt noch nicht mal, wenn wegen knapper Ressourcen unter fadenscheinigsten Gründen Kriege vom Zaun gebrochen werden. Besoffen vom Konsumrausch stammeln die „Journalisten“ von Fake-News und Populismus. In ihrem Delirium sind sie nicht mal mehr in der Lage, ihr eigenes Verhalten auch nur der geringsten Kontrolle zu unterziehen. Die Hoffnung, sie mögen sich den Schädel einrennen an der Endlichkeit der Ressourcen sowie der Geduld der Ausgebeuteten dieser Erde, diese Hoffnung stirbt zuletzt.

Der Kommentator zum Trump-Bashing

Beitrag von Maren » 23. Mai 2017, 18:38

So unsympathisch und gefährlich Trump auch ist, rechtfertigt das nicht das Bashing, das die ARD trommelfeuermäßig inszeniert. (Siehe auch shorensteincenter.org/news-coverage-donald-trumps-first-100-days/.) "America first" haben sämtliche Präsidenten vorher ebenfalls praktiziert. Obama, wie auch Clinton von der ARD hofiert, ist ja nicht bloß Nobelpreisträger, sondern auch Drohnenmörder. Und Clintons Mails haben u.a. Hunderttausende von Toten in Gaza billigend in Kauf genommen. Der einzige Kandidat, der zukunftsgerichtet gewesen wäre, war Sanders. Aber der wurde von der ARD ignoriert zugunsten Clintons – eine eindeutige Parteinahme für die marktorientierte "Demokratie". Die ARD bezieht wegen der oberflächlichen Nähe Trumps zu Putin eine Position, die mit dem Rundfunk-Staatsvertrag unvereinbar ist. Man könnte auf den Verdacht kommen, der ARD wären 27 Mio. tote Sowjetbürger aus dem Weltkrieg nicht genug. Für Brzezinskis Strategie und die Marktorientierung – darf's ein Krieg mehr sein?

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