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Die Tagesschau und ihre Legenden von Daara

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Re: Die Tagesschau und ihre Legenden von Daara

Beitrag von Maren » 6. Juli 2018, 21:19

Von: Gremiengeschaeftsstelle@swr.de

Betreff: Ihre Eingabe vom 28.06.2018 / Beitrag auf "tagesschau.de" - "Syrienkrieg - Daraa" vom 26.06.2018

Sehr geehrter Herr Moser

Ihre Programmbeschwerde über den oben genannten Beitrag auf Tagesschau.de ist vom Gremienbüro des NDR weitergeleitet worden und am 02.07.2018 in der Gremiengeschäftsstelle des SWR eingegangen.

Programmbeschwerden werden gemäß § 20 SWR-Hauptsatzung innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Eingang durch die Intendantin oder den Intendanten oder, soweit die Landesprogramme betroffen sind, durch die Direktorinnen oder Direktoren der Landessender im Einvernehmen mit der Intendantin oder dem Intendanten unter Angabe der wesentlichen Entscheidungsgründe schriftlich beschieden.

Statt der Intendantin oder des Intendanten kann aufgrund entsprechender Delegierung auch die Direktorin oder der Direktor des betreffenden Programmbereichs bescheiden.

Die Gremiengeschäftsstelle des SWR hat Ihre Programmbeschwerde an die Intendanz und die Programmdirektion Information weitergeleitet.

Der Vorsitzende des Programmausschusses Information wird über den Vorgang informiert.


Mit freundlichen Grüßen

Günter Heims
Gremiengeschaeftsstelle@SWR.de

Re: Die Tagesschau und ihre Legenden von Daara

Beitrag von Maren » 6. Juli 2018, 21:18

Ihre E-Mail vom 28.06.2018

Sehr geehrter Herr Moser,

wir bestätigen den Eingang Ihrer o.g. Mail.

Da der von Ihnen kritisierte Beitrag von dem SWR-Autoren Daniel Hechler stammt und somit "tagesschau.de" zugeliefert wurde, habe ich Ihr Schreiben heute an den SWR weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Hörmann
Rundfunkratsvorsitzender
_____________________________
NORDDEUTSCHER RUNDFUNK
Gremienbüro

Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
Tel. (040) 4156-3506
Fax (040) 4156-3452
E-Mail: gremienbuero-beschwerden@ndr.de

Die Tagesschau und ihre Legenden von Daara

Beitrag von Maren » 27. Juni 2018, 21:32

Sehr geehrte Damen und Herren des Rundfunkrates,

hiermit erhebe ich Programmbeschwerde gegen folgenden Beitrag vom 26.6.2018:

http://www.tagesschau.de/ausland/daraa-103.html

Dieser Beitrag ist größtenteils Desinformation.

Zitat ARD-Kairo-Korrespondent Daniel Hechler, Min. 1:16

"Auch russische Kampfjets flogen Einsätze, erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor einem Jahr."

Die Wahrheit ist: Die Bevölkerung von Daara wird seit 2011 von dem al-Kaid-Aableger, der internationalen Terrorgruppe der al-Nusra, brutal gewaltsam unterdrückt. Keine freie Religionsausübung mehr, brutale Unterdrückung, willkürliche Inhaftierungen und Hinrichtungen. In Daara haben sich jetzt Söldner der sog. Freien Syrischen Armee der syrischen Armee angeschlossen, um gemeinsam mit ihnen die al-Nusra-Front zu bekämpfen und die Bevölkerung von ihnen zu befreien.

Islamistische Söldner haben im Süden Syriens Plantagen angezündet und die gesamte Ernte zerstört. Den Menschen dort wurde damit die Lebensgrundlage entzogen. Die UN warnt vor einer neuen Flüchtlingsbewegung.
Die syrische Nachrichtenagentur SANA berichtet, dass beispielsweise im Dorf Haddar Apfel,- Kirsch,- und Feigenbäume derart zerstört wurden, dass die örtlichen Landwirte erhebliche Verluste erlitten. Die angezündeten Äcker sollen aufgrund der Windbewegungen bis in den Montag hinein gebrannt haben. Zusätzlich wurden zahlreiche Olivenbäume zerstört.

https://sana.sy/en/?p=139927

Die russische Nachrichtenagentur Tass meldete:

„In den vergangenen 24 Stunden griffen die Kämpfer der Al-Nusra-Front in der südlichen Deeskalationszone die Siedlungen, die sich freiwillig auf die legitime Seite der Regierung begeben hatten, an. Die Regierungstruppen und die Freie Syrische Armee wehrten die Offensive der Terroristen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe ab. Während des Angriffs wurden bis zu 70 Terroristen getötet. Die Terroristen verloren auch drei gepanzerte Fahrzeuge und 14 Pickups mit schweren Maschinengewehren der Klasse DShK. Es gibt keine Opfer unter den Soldaten der syrisch-arabischen Armee."

In Daraa konnte die SAA bisher eine Fläche von 130 Quadratkilometer zurückerobern. Die Al-Nusra-Front und die Terror-Miliz IS wurde aus diesem Gebiet vertrieben.

Die syrische Nachrichtenseite SANA meldete:

„In den vergangenen Tagen haben die Armeeeinheiten die Sicherheit in den Dörfern und Städten Sakra Braq, Housh Hamad, Atlaf, Haman, Khirbet Haman, al-Mojadda, al-Madawara Alali, al-Shaiah al-Gharbi und Sharqi, Jadal, Sour, Al-Matléh, al-Shoumara, al-Boustan und Deir Dama wiederhergestellt, zusätzlich zu den Gebieten in al-Lajat in der Landschaft von Daraa und Sweida.”

Weiter aus dem Tagesschau-Beitrag Korrespondent Daniel Hechler, Min. 1:48

"Es ist die Wiege des Aufstands. In Daraa gingen im März 2011 hunderte gegen die Regierung Assad auf die Strasse. Die Antwort: Panzer, Scharfschützen und Raketen."


Wieder einmal verbreitet Hechler hier unverfroren die Unwahrheit. Die USA planten seit langem die syrische Regierung und Präsident Assad zu stürzen, um auch in Syrien eine den USA genehme Regierung an die Macht zu bringen und sich die Erdölvorkommen auch dort anzueignen. Durch die Besetzung der ölreichen Gebiete östlich des Euphrats ist ihnen dies nun auch in Syrien gelungen. Bis zu 20 US-Militärbasen gibt es nun dort.

Der ehem. US 4-Sterne-General und US Präsidentschaftskandidat Wesley Clark berichtet 2007 von seinem Besuch im US Verteidigungsministerium 2001- Dieser Krieg der USA war schon lange geplant und ist nur einer aus einer langen Liste von Umstürzen und Kriegen gegen ehemalige Freundesländer der UDSSR.

https://www.youtube.com/watch?v=Zi_qafpuNjE

Auch der ehemalige Präsident der USA, Barack Obama, gab 2015 ungeniert in einem Interview zu, dass man unliebsame Regierungen einfach stürzt, auch unter Anwendung militärischer Gewalt:

"…we've got have the strongest military in the world, and we occasionally have to twist the arms of countries that wouldn't do what we need them to do if it weren't for the various economic or diplomatic or, in some cases, military leverage that we had — if we didn't have that dose of realism, we wouldn't get anything done, either.”

Auf deutsch: "Wir müssen gelegentlich den Arm von Ländern umdrehen, die nicht das tun, was wir von ihnen wollen. Wenn es nicht die verschiedenen wirtschaftlichen oder diplomatischen oder, in einigen Fällen, militärische Druckmittel die wir haben, gäbe, wenn wir diese Dosis Realismus nicht hätten, würden wir auch nichts erledigt bekommen."

https://www.vox.com/a/barack-obama-inte ... transcript

https://www.youtube.com/watch?v=Zi_qafpuNjE

In Wikileaks sind die Dokumente veröffentlicht, in denen bereits 2006 der damalige US-Botschafter William Roebuck an das Pentagon und die US-Regierung weitergibt, wie man die syrische Regierung stürzen könnte. Er empfahl, die Angst der Sunniten vor zu großem Einfluss schiitischer Kräfte zu schüren, den Problemen der Kurden breite Aufmerksamkeit zu widmen, Regierungsgegnern Zugang zu arabischen Medien zu verschaffen, Reformanstrengungen der Regierung zu diffamieren, Gerüchte über Putschvorbereitungen zu verbreiten und damit die Regierung zu Überreaktionen zu verleiten, ihre innere Führungsgruppe aufzubrechen und die für Syriens Wachstum wichtigen ausländischen Investitionen zu verhindern. Die unterschiedlichen Religionen in Syrien benutzte die USA gezielt, um Unruhe zu stiften, indem sie mit Gerüchten diese gegeneinander aufhetzen.

http://www.truth-out.org/progressivepic ... -bloodbath

In Daraa, das direkt an der jordanischen Grenze liegt, kamen bereits vor März 2011 ausländische islamistische Söldner, die in Jordanien, Saudi-Arabien und Katar von der CIA ausgebildet und trainiert wurden und von der CIA Waffen erhielten, die direkt nach Daraa gebracht wurden. Katar, Großbritannien, USA, Frankreich, Saudi-Arabien und die Türkei finanzierten den bewaffneten Aufstand und die islamistischen Söldner. Die Strategie war, Syrien durch Terror zu destabilisieren, um einen Regimewechsel zu erreichen. Die Saudis schmiedeten seit langem Pläne zum Sturz Assads, weil sie den iranisch-schiitischen Einfluss in der Region eindämmen und die Achse Teheran-Damaskus-Hisbollah demontieren wollten.

Die Türkei war ab 2011 Transitland und Transport-Drehscheibe, über die Waffen und Kombattanten nach Syrien eingeschleust wurden. Das wird zwar von Ankara offiziell dementiert, doch die Beweise für die Zusammenarbeit türkischer Militärs und türkischer Geheimdienstleute mit radikal-islamischen Milizen in Syrien sind erdrückend.
Als im März 2011 von den USA aufgehetzten Menschen auf die Straße gingen, hatten sich die ausländischen islamistischen Milizen unter sie gemischt und mit ihren Waffen Demonstranten erschossen und als die Polizei eingriff, auch Polizisten erschossen.

Bei den gewaltsamen Aufständen in Daraa wurde mit äußerst brutaler Gewalt vorgegangen. Öffentliche Gebäude wurden niedergebrannt, Polizisten von Dächern gestürzt. In der Hauptstadt Damaskus hingegen gingen Hunderttausende auf die Straßen, um für Präsident Assad zu demonstrieren.

Weiter aus dem Tagesschau.de Beitrag Korrespondent Daniel Hechler, Min. 2:00

"Von hier aus weiteten sich die Proteste auf das ganze Land aus."

Auch hier verbreitet Hechler weiter die Unwahrheit. Die renommierte Nahost-Korrespondentin Karin Leukefeld war im Frühjahr 2011 vor Ort in Syrien und berichtete, dass anders als in Tunesien oder Ägypten die Unruhen in Syrien lokal auf Daraa beschränkt blieben und sich nicht auf das ganze Land ausweiteten, wie der ARD-Kairo-Korrespondent Hechler hier erneut wahrheitswidrig verbreitet. Karin Leukefeld beschrieb damals auch, wie unabhängige Journalisten mundtot gemacht wurden, die wahrheitsgetreu die Realität von vor Ort schilderten.

Radio-Redaktionen in Deutschland lehnten den Bericht von Karin Leukefeld, der zuvor vereinbart worden war, entrüstet ab. Man beschied der Journalistin, dass sie sich gefälligst an den einschlägigen Agenturmeldungen zu orientieren habe, die besagten, dass Assad sein Volk unterdrücke und sich nicht mehr lange werde halten können.
Agenturmeldungen, Blogs, die sozialen Medien und sogenannte "Aktivisten" galten fortan als glaubwürdige Quelle für das Geschehen in Syrien, schreibt Leukefeld. Andere Stimmen fanden in Funk und Fernsehen kaum noch Gehör. Als in Syrien akkreditierte Journalistin wurde sie von syrischen Oppositionellen in Deutschland beschimpft, bedroht und als "Stimme des Regimes" bezeichnet.

Nach Daraa im März 2011 gab es Massenexekutionen in Dörfern in weiten Teilen in Syrien, die in die Hand der islamistischen Milizen gefallen waren. Es gab systematische Vertreibungen in Regionen, die von Schiiten, Alawiten, Christen oder mutmaßlichen Sympathisanten Assads bewohnt waren. Wissenschaftler, Ärzte, Ingenieure, Offiziere, Gemeindesvorsteher, die irgendwie in Verbindung mit der Regierung standen, wurden bedroht, vertrieben und ermordet.

Erst kürzlich war die unabhängige kanadische Journalistin Eva Bartlett in Daraa, wo ihr Einheimische bestätigten, dass die Proteste von Beginn an mit brutaler Gewalt einhergingen. Das widerspricht vollkommen dem, was Hechler hier zu verbreiten versucht. Eines der gängigsten Propagandamittel ist es, ausschließlich solche Stimmen zu Wort kommen zu lassen, die in das gepflegte Narrativ passen.

Ähnlich wie unabhängigen Journalisten erging es einigen westlichen Botschaftern in Damaskus, die dem aggressiven Kurs ihrer Regierung nicht folgen wollten. Die beiden französischen Journalisten George Malbrunot (Le Monde) und Christian Chesnot (Radio France) enthüllen ihrem Buch "Les chemins de Damas" geheim gehaltene Informationen über die französische Syrienpolitik der Regierung Sarkozy.

Ein hochrangiger französischer Beamter hat am 19. März 2012 arabische Journalisten mit Sitz in Paris eingeladen, um ihnen die Auseinandersetzungen darzulegen, welche sich die französische Regierung im Allgemeinen und insbesondere das Außenministerium zurzeit über Syrien liefern. Laut dieser Person hätte der französische Botschafter in Damaskus, Eric Chevallier – dessen Botschaft geschlossen wurde und der nach Paris zurückgekehrt ist seinen Außenminister vor seinen Kollegen angegriffen. Er hätte Alain Juppé beschuldigt, seine Berichte und Zusammenfassungen verfälscht zu haben, um einen Krieg gegen Syrien zu provozieren.

Zu Beginn der Ereignisse im März 2011 schickte das Außenministerium Ermittler nach Daraa, um herauszufinden, was dort passiert war. Ihr nach Paris gesandter Bericht wies darauf hin, dass die Spannungen nach ein paar Demonstrationen nachgelassen haben. Dies stand im Widerspruch zu den Berichten von France24, nach denen die Stadt unter Feuer stünde und in Blut watete. Der Botschafter beantragte die Erweiterung der Mission, um die Entwicklung der Ereignisse zu überwachen. Empört über diesen ersten Bericht, rief ihn der Außenminister an und forderte ihn auf, den Bericht zu korrigieren und über eine blutige Niederschlagung zu berichten. Der Botschafter setzte dann den Missionschef in Darra in einer Telefonkonferenz mit dem Minister in Verbindung, damit dieser bekräftigten konnte, dass es keine blutige Niederschlagung gäbe. Der Minister bedrohte den Botschafter und das Gespräch in kühler Atmosphäre. Sofort danach übte das Kabinett von Alain Juppe Druck auf die Nachrichtenagentur AFP aus, die gefälschten Nachrichten des Ministers zu veröffentlichen.

In den folgenden Monaten wuchsen die Spannungen zwischen dem Botschafter Eric Chevallier und Alain Juppe, bis es zur Affäre der iranischen Geiseln und zum Tod des angeblichen “Journalisten” Gilles Jacquier kam, der für den französischen Auslandsgeheimdienst arbeitete. Bei dieser Gelegenheit erhielt der Botschafter den Auftrag, die unter Pressedeckung arbeitenden Agenten des DGSE (Direction Générale de la Sécurité Extérieure) aus Syrien herauszuschleusen. Nun erkannte der Botschafter die Bedeutung der geheimen Bemühungen von Alain Juppé. Offenbar hat Alain Juppe als ehemaliger Verteidigungsminister starke Freundschaften innerhalb des Militärs unterhalten und kann sich auf einige Agenten verlassen.

Derselben Quelle zufolge seien die Berichte des Botschafters vernachlässigt oder verfälscht worden. Dieser hatte wiederum im Bemühen, seine Äußerungen zu stützen, die Botschafterberichte anderer europäischer Amtskollegen an das Außenministerium geschickt, welche alle bestätigten, dass Syrien keinem Zyklus von Demonstration/Repression ausgesetzt wäre, sondern dass das Land von ausländischen bewaffneten Gruppen destabilisiert würde. Nach seiner Ankunft in Paris hätte Eric Chevallier eine interne Untersuchung eingeleitet, um seinen eigenen Minister zu entlarven. Diese Enthüllungen führten zu neuen Enthüllungen. Ein weiterer hoher Beamter sagte aus, dass Alain Juppé nicht nur in Konflikt mit seiner Regierung, sondern auch mit den Kollegen für Inneres und Verteidigung steht. Claude Guéant und Gérard Longuet hätten nicht nur mit General Assef Chawkat über die Ausschleusung der französischen Agenten aus dem islamischen Emirat von Baba Amr verhandelt, sondern auch über die Befreiung der drei von Syrien festgenommenen französischen Kommandos.

Der Konflikt zwischen Botschafter Chevallier und Minister Juppe ist seit langer Zeit bekannt. Am 4. April 2011 hatte das E-Journal Rue89 einen Artikel eines anonymen franko-syrischen Autors veröffentlicht. Man konnte da lesen, dass der Botschafter “sich zum Sprecher des Regimes gemacht hätte, indem er behauptete, dass die Aufstände von Daraa aus dem Ausland manipuliert würden und dass die Medien über die Realität lügen würden. Zehn Tage später behauptete Georges Malbrunot in seinem Blog im "Figaro", dass der Botschafter “völlig bascharisiert sei“. Schließlich hatte am 5 Mai France24, ein unter der Kontrolle von Alain Juppé stehender Sender, den Botschafter des “Herunterspielens der Revolte” beschuldigt.

Der Konflikt zwischen dem Stabschef der Streitkräfte und Alain Juppe ist auch seit langer Zeit bekannt. Admiral Edouard Guillaud war nicht damit einverstanden, dass Alain Juppe, der damals Verteidigungsminister war, im Voraus den Sturz von Muammar el-Gaddafi geplant hatte. Mit diskreter Unterstützung seines neuen Ministers Gérard Longuet hatte er öffentlich Kritik geübt, als er den Befehl erhielt, die französischen Kräfte gegen Libyen zu mobilisieren.

Nach der Vereinbarung zwischen Washington und London in Bezug auf die Unruhen in Syrien kann Alain Juppe immer noch auf Ankara, Riad und Doha zählen. Auch die großen Medien verteidigen ihn, aber er steht in Frankreich isoliert und der nötigen Mittel beraubt da, um seine Politik… es sei denn, natürlich, dass Präsident Sarkozy den Krieg erklärt, um den in den Umfragen verschollenen Kandidaten Sarkozy in der Wählergunst hochzuhieven.

https://www.legrandsoir.info/les-chemin ... khbar.html

http://observers.france24.com/fr/201105 ... r-securite

Weiter aus dem Tagesschau-Beitrag Korrespondent Daniel Hechler, Min. 2:05

"Bis heute haben neben Dschihadisten auch gemäßigte Gruppen Einfluss in Daraa."

Hier verbreitet Hechler erneut die westliche Propaganda von den "gemäßigten Rebellen". Was für gemäßigte Gruppen das sein sollen, sagt Hechler nicht. Es gibt keine "gemäßigten Gruppen", die in Syrien kämpfen. Das ist ein Begriff der USA für islamistische Kämpfer, die aber von ihnen selbst unterstützt werden, um in ihrem Auftrag mit von den USA gelieferten Waffen gegen die legitime syrische Armee kämpfen, welche die Säkularität Syriens verteidigt, gegen jene, die aus Syrien einen islamistischen Gottesstaat machen wollen, nach Vorbild des saudischen Wahhabismus. Der Begriff "gemäßigte Rebellen", den Hechler hier erneut einsetzt, wurde vom ehemaligen US-Außenminister John Kerry kreiert, nachdem Russland 2015 militärisch eingriff, um die Terrorbanden zu bombardieren.

Weiter aus dem Tagesschau-Beitrag Korrespondent Daniel Hechler, Min. 2:08

"Er war einer der ersten der Parolen gegen Assad sprühte, dafür einsaß, schließlich zu den Waffen griff. Noch immer kämpft Mohabis Diasna für die Revolution, auch wenn das längst aussichtslos scheint."


Hier verbreitet Hechler erneut die westliche Propagandalüge, dass der syrische Präsident Assad Kinder hätte einsperren und sogar foltern lassen, die in Daraa Graffity an die Wand gesprüht hätten. Es wurden nie Kinder in Syrien eingesperrt und gefoltert. Dafür gibt es keinerlei Belege. Auch dies war eine Erfindung der westlichen Kriegspropaganda, um Syrien zu diffamieren und einen gewaltsamen Regierungssturz zu legitimieren. Es gab nie eine sog. "Revolution" in Syrien. Eine Revolution wäre ein Volksaufstand, um das vorherrschende Machtsystem zu stürzen. Vergleiche "Französische Revolution". Davon kann in Syrien aber nicht die Rede sein.

Der syrische Präsident hatte 2011 die große Mehrheit der Bevölkerung hinter sich und hat das in dem nun sieben Jahre andauernden Stellvertreterkrieg auch weiterhin, wie mehrere, auch westliche Umfragen ergaben. Es ist somit auch kein "Bürgerkrieg", wie Hechler in diesem Beitrag erneut wahrheitswidrig behauptet. Wenn die Menschen in Syrien die Möglichkeit haben, flüchten sie in Gebiete, in denen die syrische Armee sie vor den mörderischen Milizen schützt, oder sie müssen außer Landes fliehen. Die Schutzmächte Syriens, Russland und der Iran, haben zusammen mit der UN das Ziel, möglichst bald freie Wahlen in Syrien abzuhalten. Der Westen, allen voran die USA, Groß-Britannien und Frankreich versuchen das zu verhindern, weil die Syrer erneut eine Regierung wählen würden, die nicht ihre Interessen vertritt.

Was den Gebührenzahlern in dem von mir kritisierten Videobeitrag hier geboten wird, ist kein unabhängiger, sachlicher, neutraler und informativer Journalismus laut gesetzlich vorgeschriebenen Rundfunkstaatsvertrag, sondern einmal mehr ein Kriegspropagandastück par excellence des transatlantisch genormten ARD-Kairo-Korrespondenten Daniel Hechler, um den Rezipienten jedwede Möglichkeit zu nehmen, sich ein umfassendes, den Tatsachen entsprechenden Bild zu machen, über den brutalen Krieg gegen die Syrisch Arabische Republik, der von den Geostrategen der USA und des Pentagons, neben sechs weiteren Ländern, Irak, Libyen, Iran, Somalia, Jemen und Sudan, dazu auserkoren wurde, Tod und Zerstörung zu bringen, die Bodenschätze dort auszubeuten und ein ihnen genehmes Regime an die Macht zu bringen.

Ein weiterer Verstoß gegen den Rundfunkstaatsvertrag.

§ 11 RundfStV:

(1) Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.

(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang meiner Programmbeschwerde. Bei Weiterleitung bitte ich um Eingangsbestätigung der verantwortlichen Sendeanstalt.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Moser

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