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Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Di 2. Jan 2018, 19:03

Masterarbeit: Russlandbild in den deutschen Medien – Deutschlandbild in den russischen Medien

Jenseits aller aufgeregten Diskussionen um Fake News, Lügenpresse und alternative Fakten zeigt Daria Gordeeva in einer aufwändigen Studie, was die wichtigste deutsche Nachrichtensendung ihren Zuschauern im ersten Halbjahr 2017 präsentiert hat – ein westlich geprägtes Russlandbild, das sich „weitgehend“ mit der „Perspektive der Bundesregierung“ deckt (S. 64).

Masterarbeit:
https://f-origin.hypotheses.org/wp-cont ... rdeeva.pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Do 28. Dez 2017, 19:55

Vergessene Welten. - Quantitative geografische Mediendiskursanalyse über die Berichterstattung der Tagesschau und ausgewählter führender Medien

Den Kern der vorliegenden Studie bildet eine quantitative Untersuchung der Bericht-erstattung der Tagesschau in den Jahren 2007 bis 2016. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammensetzung der Beiträge keine adäquate Widerspiegelung der Welt darstellt, da sie sich überproportional stark auf den sog. Westen und die Länder des „Orients“ kon-zentrieren. Dies geschieht zu Lasten anderer Staaten der sog. Dritten Welt, die in der Berichterstattung i.d.R. quantitativ stark marginalisiert werden (gemessen an ihrer Be-völkerungszahl müsste beispielsweise über die Subsahara-Afrika-Staaten ca. 230% mehr berichtet werden, über Madagaskar sogar über 3200%).


Ab sofort kann die Studie „Vergessene Welten. Quantitative geografische Mediendiskurs-analyse über die Berichterstattung der Tagesschau und ausgewählter führender Medien“ hier kostenlos heruntergeladen werden.

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Fr 15. Dez 2017, 22:13

Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland

Umsätze bei privaten Sendern in Deutschland gestiegen. Private Fernseh- und Hörfunksender in Deutschland haben ihre Umsätze innerhalb von zwei Jahren um mehr als 1,2 Mrd. Euro gesteigert.

http://www.horizont.at/home/news/detail ... iegen.html

In Deutschland gibt es einen der vielfältigsten Rundfunkmärkte der Welt. Das duale System, in welchem der mit der Grundversorgung beauftragte öffentlich-rechtliche Rundfunk und zahlreiche private Anbieter aktiv sind, umfasste 2016 insgesamt 642 Rundfunkprogramme. Davon wurden zuletzt insgesamt 269 Hörfunk- und 295 TV-Programme von kommerziellen Anbietern produziert. Sie ergänzten das von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten angebotene Portfolio von 56 Radio- und 22 TV-Angeboten. In Deutschland gibt es darüber hinaus einen großen Markt für Radio- und TV-Angebote im Internet. Hier wurden 2016 insgesamt 866 Web-TV-Kanäle sowie 2.453 Webradios gezählt.

Goldmedia-Studie als pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Do 30. Nov 2017, 19:13

Zahlt sich Sensationsmache aus?

Bisherige Studien haben gezeigt, dass Medien sich vor allem dann der Sensationsmache bedienen, wenn sie unter wirtschaftlichem Druck stehen. Bislang deutete aber wenig darauf hin, dass sensationsheischende Berichterstattung tatsächlich stärker die Aufmerksamkeit des Publikums erregt und es längerfristig bindet. Paul Hendriks Vettehen und Mariska Kleemans vom Institut für Verhaltensforschung der Radboud-Universität in den Niederlanden haben nun untersucht, ob Sensationsmache sich auf die Sehdauer von Nachrichten-Videos auswirkt

Vettehens und Kleemans Ergebnisse zeigen, dass Sensationsmache im Journalismus zwar durchaus Auswirkungen hat, diese aber nicht so groß sind wie angenommen:

- Die Videos mit den negativen Inhalten wurden doppelt so lange von den Probanden angeschaut wie die Videos mit den neutralen Inhalten.

- Auch die boulevardesk aufgemachten Beiträge wurden länger angeschaut als die Standard-Beiträge.

- Die Videos mit den neutralen Inhalten wie zum Beispiel Kultur und Wirtschaft, die boulevardesk aufgemacht waren, wurden länger angeschaut als die Videos mit den neutralen Inhalten, die standardmäßig aufgemacht waren.

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mi 8. Nov 2017, 20:27

Prominente Sendeplätze von ZDF und ARD weiterhin ohne Beteiligung von Regisseurinnen

4. Diversitätsbericht: In dieser vierten Auflage untersucht der Bericht für das Jahr 2016 die Vor- und Hauptabend-Sendeplätze im fiktionalen Programm der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, der privaten Sender SAT.1, RTL und VOX sowie dem deutsch-majoritären Kinospielfilm nach Geschlecht und Alter. Erstmals wird in dieser Auflage des Regie-Diversitätsberichts der Migrationshintergrund berücksichtigt sowie eine Genderstatistik der größten deutschen Film- und TV-Produktionsfirmen erstellt. Die Ergebnisse belegen, dass Frauen und Männer in der Regiebeauftragung leider nicht gleichberechtigt sind.


Bericht zum Download

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mi 25. Okt 2017, 20:16

Politische Inszenierungen

Das fög analysierte im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung die Inhalte auf Facebook-Auftritten bundesdeutscher Parteien sowie deren Resonanz.

Die etablierten Parteien verwenden relativ wenig Medienbezüge. Die AfD hingegen bezieht sich in 47% aller Beiträge auf Medien und deren Inhalte. Hier findet sich eine deutliche Abgrenzung gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wichtigster Social-Media-Kanal für Informationen: 25% aller Deutschen nutzen Facebook um sich über das Weltgeschehen zu informieren.

Analyse:

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » So 15. Okt 2017, 11:21

ARD-ZDF-Onlinestudie 2017: Nutzer immer länger im Netz

Die diesjährige Onlinestudie der Öffentlich-Rechtlichen hat keine Internet-Revolutionen zu vermelden, ein Blick ins Detail kann sich aber lohnen. Ihr nach ist nur jeder Zehnte ist nicht online, während Streamingdienste weiter zunehmen.


http://www.digitalfernsehen.de/ARD-ZDF- ... 762.0.html

Zugenommen habe gegenüber dem vorigen Jahr auch die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer: um 21 auf 149 Minuten. Frauen seien gut zwei Stunden online (2:05 Stunden), Männer fast drei Stunden (2:55). Die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen verbringt der Studie zufolge mehr als viereinhalb Stunden am Tag im Netz (4:34). Bei älteren zwischen 50 und 69 Jahren beträgt die tägliche Verweildauer nur etwas mehr als anderthalb Stunden. Deutlich gefragter als im Vorjahr seien Audioangebote, was vor allem auf eine ebenfalls stärkere Nutzung der Streamingdienste zurückzuführen sei. Die Reichweiten von Fernseh- und Radiosendungen im Internet - live oder zeitversetzt - seien stabil geblieben.


http://www.horizont.net/medien/nachrich ... eln-161782

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Do 12. Okt 2017, 11:39

Respektiert eine Politik des „weichen“ Paternalismus die Autonomie individueller Konsumenten?
Studie von Prof. Dr. Jan Schnellenbach (Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg)

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mo 9. Okt 2017, 11:26

OBS-Studie: AfD-Wähler und Ostdeutsche misstrauen Medien am stärksten

Erstmals kann die Untersuchung der OBS darüber hinaus eindrucksvoll belegen, dass eine Wechselwirkung zwischen Medienvertrauen und Demokratiezufriedenheit besteht. Denn auch unabhängig vom einzelnen Milieu lässt sich feststellen: Wer die Glaubwürdigkeit der Medien hoch einschätzt, ist auch mit dem Funktionieren der Demokratie hoch zufrieden. Umgekehrt gilt: Wer Medien als unglaubwürdig einstuft, ist höchst unzufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie. 90% der Menschen, die den Medien grundsätzlich Glaubwürdigkeit zugestehen, sind zugleich auch mit der Idee der Demokratie zufrieden. Bei denjenigen, die dieses Vertrauen verloren haben, sieht dies nur noch knapp die Hälfte der Befragten so.


https://www.otto-brenner-stiftung.de/pr ... ksten.html

Arbeitspaper:"Polarisiert und radikalisiert? Medienmisstrauen und die Folgen für die Demokratie"

Anmerkung: "Eindrucksvoll" wie die Selbstbeschreibung der OBS das Arbeitspapier lobt, sind nach Meinung verschiedener Kritiker jedoch lediglich die massiven methodischen Mängel.

Kritik aus dem Hause Tichy...

Kritik von sciencefiles.org...

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mi 27. Sep 2017, 14:56

Auf dem Prüfstand: die Studie des Medienwissenschaftlers Michael Haller zur „Flüchtlingsberichterstattung“ in deutschen „Leitmedien“

https://ratfuermigration.files.wordpres ... _horz3.pdf

Die Studie hat eine Kontroverse ausgelöst, weil dem Forscherteam vorgeworfen wird, die eigentliche Komplexität der Ergebnisse auf die oben genannten Punkte zu reduzieren. Auch würden Begriffe rechter Bewegungen zu unreflektiert verwendet. Dadurch würden die Forscher jenen Rechstextremen das Wort reden, die schon immer wussten, dass uns „die Medien“ belogen haben, so der Tenor der Kritik. Das vorliegende Papier schließt an diese Debatte an, um auf Basis von Befunden der transkulturellen Kommunikationswissenschaft eine kritische Überprüfung der Thesen zu versuchen.


https://rat-fuer-migration.de/2017/08/28/1297/

Re: Die Rechtsecke

Beitrag von Maren » Fr 22. Sep 2017, 14:59

Der ökonomische Nutzen der ARD in Deutschland

Herausarbeitung der quantifizierbaren und nicht-quantifizierbaren volkswirtschaftlichen Effekte der ARD

http://www.ard.de/download/4327046/WIFO ... ummary.pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Fr 18. Aug 2017, 20:25

Gericht erklärt Internet-Werbeblocker für zulässig

Laut der Urteile darf Eyeo weiterhin auch das kostenpflichtige Whitelist-Modell verwenden. Gegen eine Gebühr bietet Eyeo den Betreibern an, die Internetseiten auf einer sogenannten Whitelist zu registrieren, damit Anzeigen trotz aktiviertem Werbeblocker eingeblendet werden.

Der Ansicht der Richter zufolge übt Eyeo keinen unzulässigen Druck auf die Medienunternehmen auf. Auch handle es sich bei dem Geschäftsmodell nicht um verbotene aggressive Werbung oder einen Verstoß gegen das Kartellrecht.
http://www.digitalfernsehen.de/Gericht- ... 939.0.html

Gleich drei Medienhäuser mussten vor dem Oberlandesgericht München eine Schlappe hinnehmen: Die Kammer konnte nichts Gesetzwidriges beim Vertrieb eines Adblockers erkennen. Nächster Halt: Bundesgerichtshof.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 06291.html

Das Gericht:
„Die von einer der Klägerinnen geltend gemachten urheberrechtlichen Ansprüche scheitern daran, dass die Verwendung von Werbeblockern durch die Nutzer nicht rechtswidrig ist. Denn indem die Klägerin den Nutzern den ungehinderten Zugang zu ihrem Internetauftritt bei Nutzung des Werbeblockers eröffnet lässt und lediglich die Bitte geäußert hat, auf die Verwendung von Werbeblockern zu verzichten, liegt aus der Sicht der Nutzer eine (schlichte) Einwilligung vor.“


Da bereits eine abweichenden Entscheidung des OLG Köln zu den wettbewerbsrechtlichen Ansprüchen vorliegt, hat das OLG München jedoch die Möglichkeit einer Revision zugelassen.
http://meedia.de/2017/08/17/klage-von-p ... zulaessig/

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mi 2. Aug 2017, 20:25

Studie: Medien haben gewalttätigen Ausländer als Angstfigur neu entdeckt

Die Berichterstattung über Flüchtlinge hat sich deutlich verändert. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie zur TV-Berichterstattung über Gewaltkriminalität in Zusammenarbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. In den Fokus seien Einwanderer als Gewalttäter gerückt. Die Forscher machen ein Datum als Wendepunkt aus.

https://www.welt.de/kultur/medien/artic ... deckt.html

Von den vier überregionalen Zeitungen und acht reichweitenstärksten deutschen Fernsehsendern, die in der Studie untersucht wurden, fiel besonders die Bild-Zeitung auf. Flüchtlinge kommen in den Medien vor allem als Gewalttäter vor, sagt eine Macromedia-Studie, die der "Journalist" veröffentlicht. Demnach thematisiert "Bild" in 64 % der Berichte über Zuwanderer Kriminalität, in der "Süddeutschen" und "FAZ" sind es rund 40 %, in den TV-Nachrichten 52 %.

http://www.presseportal.de/pm/20126/3697216

Nichtdeutschen Opfern von Gewalttaten widmete das Fernsehen in diesem Jahr demnach halb so viele Berichte wie 2014, obwohl deren Zahl laut Bundeskriminalamt anstieg. „Das führt zu einem verzerrten Bild und kann Vorurteile in der Bevölkerung anheizen“

http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik- ... -a-1323914

"Die Geflüchteten kommen kaum zu Wort". Im Interview erläutert Studienleiter Thomas Hestermann die Ergebnisse, die kein gutes Licht auf viele deutsche Redaktionen werfen.

http://www.deutschlandfunk.de/journalis ... _id=392493

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Fr 21. Jul 2017, 21:53

Medienberichterstattung bei Wahlen: der rechtliche Rahmen in Europa

Die Rundfunkmedien sind bei der Wahlberichterstattung in Deutschland viel stärker reglementiert als Print oder Online. Zu diesem Schluss gelangt eine Studie der Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, welche die rechtlichen Rahmenbedingungen für Medienberichterstattung bei Wahlen in Europa untersucht hat.

http://vprt.de/thema/medienordnung/dual ... tat-19?c=0

Studie

http://www.obs.coe.int/documents/205595 ... 55d57cc4db

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Fr 21. Jul 2017, 20:44

Neue OBS-Studie: Die "Flüchtlingskrise" in den Medien - Tagesaktueller Journalismus und Information
https://www.otto-brenner-stiftung.de/fi ... er_Web.pdf

Die Studie geht erstmals der Berichterstattung zur sogenannten Flüchtlingskrise im Detail nach: Dazu wurden insgesamt weit über 30.000 Medienberichte erfasst - und insbesondere für einen gut zwanzigwöchigen Zeitraum, in dem sich im Jahr 2015 die Ereignisse überschlugen, rund 1.700 Texte analytisch ausgewertet. Im Fokus der innovativen Untersuchung stehen Printleitmedien wie FAZ, SZ, Welt und Bild, über achtzig verschiedene Lokal- und Regionalzeitungen sowie die reichweitestarken Onlinemedien focus.de, tagesschau.de und Spiegel Online.

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Sa 15. Jul 2017, 11:18

Studie: Fünfmal mehr Medienberichte bei Muslim-Attentätern

Mutmasslich islamistische Terrorattacken sind in den US-Medien massiv überrepräsentiert, zeigt eine Analyse.
Attentate, die von (ausländischen) Muslimen verübt werden, bekommen in den USA fast fünfmal so viel Raum in den Medien, fand eine Studie der Universität Georgia. Wenn der Täter muslimischen Glaubens ist, steigert sich die mediale Abdeckung eines Anschlags um 449 Prozent.

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Do 13. Jul 2017, 20:58

Neue Studie zur Geschlechterdarstellung in Film und Fernsehen

http://www.deutschlandfunk.de/mediasres.2906.de.html

Geschlechtervielfalt: Selbst die Robbe ist ein Kerl

Eine neue Studie zu Geschlechterrepräsentanz in Film und Fernsehen zeigt: Männer sind doppelt so oft zu sehen wie Frauen. Besonders problematisch ist das Kinderfernsehen.
http://www.zeit.de/kultur/film/2017-07/ ... ni-rostock

Männer und Frauen im deutschen Fernsehen – wer hat eigentlich das Sagen, wer ist präsenter? Eine Studie zeigt, dass bis zu einem gewissen Alter Gleichberechtigung herrscht. Dann kippt das Verhältnis.
https://www.welt.de/vermischtes/article ... sehen.html

Männer dominieren, Frauen kommen vor
Es gibt diese Binse: „Was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr.“ Und ausgerechnet da ist es im deutschen Kinderfernsehen um die Geschlechterdarstellung merkwürdig bestellt. Ob öffentlich-rechtlicher Kinderkanal oder privates Super RTL, ob Lizenzprogramm oder Eigenproduktion – die absolute Zahl der männlichen Figuren ist deutlich höher. „Insgesamt gilt: Nur eine von vier Figuren ist weiblich“
http://www.tagesspiegel.de/medien/studi ... 52966.html

Besonders deutlich wird das im Kinderfernsehen (72 Prozent Männer) und bei non-fiktionaler Unterhaltung (69 Prozent Männer) wie Quiz-, Comedy-, Unterhaltungs- und Kochshows. Auch Nachrichtensendungen, Reportagen, Sportsendungen oder Dokus sind zu knapp 70 Prozent männerdominiert. Am realitätsnahesten sei die Geschlechterverteilung in Soaps und Telenovelas.
https://www.rbb-online.de/kultur/beitra ... -kino.html

Die repräsentative Studie gilt den Angaben zufolge als bislang umfassendste Untersuchung dieser Art in Deutschland. Für die Analyse seien 2016 mehr als 3.000 Stunden TV-Programm und über 800 deutschsprachige Kinofilme der vergangenen sechs Jahre ausgewertet worden. Untersucht wurden alle Formate wie Filme, Kinderfernsehen und Unterhaltung sowie Informationsprogramme wie Nachrichten und Talk-Shows.
http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik- ... -a-1312538

Im deutschen Fernsehen und Kino gibt es zu wenig Frauen in Hauptrollen. … Das ist seit 40 Jahren bekannt. Zeit, dass sich wirklich was ändert.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/maria-f ... 57443.html

Hinweis I: Es wird nicht dargestellt, wie sich die Situation für die einzelnen Sender darstellt.
Hinweis II: Es wird nicht auf die Qualität der Inhalte eingegangen.

Frage: Wie kann man Geschlechterparität auf dem Bildschirm herstellen und die Realität abbilden?

Zitat: Ich hätte „Mona Lisa“ nicht eingestellt, wenn nur eine Frau aus der Leitungsebene widersprochen hätte (ZDF-Intendant Thomas Bellut) – Was wäre, wenn ein Mann widersprochen hätte?

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Do 13. Jul 2017, 05:36

Fünfmal mehr Medienberichte bei Muslim-Attentätern


Eine Studie der Universität Georgia: Wenn der Täter muslimischen Glaubens ist, steigert sich die mediale Abdeckung eines Anschlags um 449 Prozent. Während Muslime im untersuchten Zeitraum von 2010 bis 2015 nur 12,4 Prozent aller Attentate verübten, bekamen sie 41,4 Prozent der medialen Aufmerksamkeit – ein krasses Missverhältnis.

Abstract der Studie

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mo 10. Jul 2017, 06:24

Kriminelle Ausländer in den Medien

Die Ereignisse in der Silvesternacht 2015/16 in Köln haben deutliche Auswirkungen auf die Medien gehabt. Nicht nur, weil sich die Berichterstattung in den folgenden Monaten mit den Straftaten, Tätern und Opfern dieser Nacht auseinandersetzte, sondern auch, weil sie grundsätzlich als Schlüsselereignis prägend für die Kriminalitätsberichterstattung waren. Wissenschaftler der Universität München haben diese Auswirkungen auf die Medien nun untersucht.

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mi 5. Jul 2017, 19:58

Mit der „Medienordnung 4.0“ stellt die ProSiebenSat.1 Media SE ein Modell vor, das die Diskussion um eine Neuausrichtung der medienpolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland anstößt. Ziel ist es, gesellschaftspolitisch relevante Inhalte (Public-Service-Inhalte) zu fördern und so vermehrt junge Menschen mit demokratiestiftenden, meinungsbildenden und integrativen Angeboten zu erreichen. Aktuell erhalten private Rundfunkanbieter in Deutschland im Regelfall keine finanzielle Förderung für Inhalte. Ein digitales Ökosystem mit starken öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern bildet jedoch die Basis für Meinungs- und Medienvielfalt.

Link zum Gutachten

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mo 15. Mai 2017, 19:11

Onlinekommunikation von Kandidaten im Wahlkampf - Aktivitäten auf Facebook und Twitter zur Bundestagswahl 2013

Personelle Faktoren wirken sich deutlich auf den Onlinewahlkampf aus. Der Professionalisierungsgrad eines Kandidaten, sein Alter und seine massenmediale Präsenz im Vorfeld der Bundestagswahl wirkten zuverlässig auf die Erfüllung der Funktionen politischer Onlinekommunikation. Dies zeigt, dass Kandidaten sich mit ihren Social-MediaAktivitäten vor allem selbst repräsentieren. Zudem sind Kandidaten von Oppositionsparteien stärker vernetzt und informieren ihre Anhänger häufiger über soziale Netzwerke als Kandidaten der Regierungsparteien. Auch ein hoher Urbanisierungsgrad im Wahlkreis wirkt sich positiv auf den Umfang politischer Onlinekommunikation im Wahlkampf aus.


Link zur Studie

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Di 2. Mai 2017, 18:34

„Arbeit 4.0“ erscheint als Naturgewalt

Digitalisierung und Globalisierung der Arbeitswelt erscheinen als Naturgewalt, der man ausgeliefert ist. Wie dieser Eindruck entsteht, analysiert eine Studie der Otto Brenner Stiftung, die zum „Tag der Arbeit“ vorgelegt wird.

https://mmm.verdi.de/beruf/arbeit-4-0-e ... walt-40973

Die untersuchten 360 Beiträge der Jahre 2014 und 2015 aus elf bekannten deutschen Tages- und Wochenzeitungen (darunter SZ, FAZ, Handelsblatt, WELT, taz, ZEIT, Spiegel) vermitteln den Gesamteindruck, dass die Arbeit in einen epochalen technischen Umbruch geraten ist, der sich unaufhaltsam ereignet. Woher diese technische Revolution, genannt Digitalisierung, kommt, ist uninteressant, wohin sie führt, ist unbekannt oder umstritten. Der Gedanke, dass der technische Umbruch selbst das Resultat von Arbeit ist, kommt nicht vor. Dass jede Technik, auch die Digitalisierung, in der Gesellschaft und von Angehörigen der Gesellschaft entwickelt und vorangetrieben wird, bleibt weitgehend unreflektiert. Das journalistische Interesse daran, wie wir morgen arbeiten werden, gilt am wenigsten der Frage, wer bestimmt, wie wir morgen arbeiten werden.

http://www.carta.info/84834/die-zukunft ... rnativlos/

Nachrichtenfaktoren

Beitrag von Maren » So 9. Apr 2017, 10:41

Georg Ruhrmann / Roland Göbbel

Veränderung der Nachrichtenfaktoren und Auswirkungen auf die journalistische Praxis in Deutschland (2007)

Es besteht ein Zwang zur Reduktion der Informationskomplexität. Denn nur ein Bruchteil der täglichen weltweiten Geschehnisse kann tatsächlich zur Nachricht werden. Welche Merkmale eines Ereignisses sind es, die die jewei-
ligen Auswahlprozesse beeinflussen? In diesem Kontext führt der Autor erstmals den Begriff des news value ein.
Unter dem Nachrichtenwert versteht er die Publikationswürdigkeit von Ereignissen, die sich aus der Kombination von Merkmalen ergeben, welche die Journalisten den Ereignissen zurechnen. Den Nachrichtenwert bestimmen u.a.
Ungewöhnlichkeit, Bezug zu bereits eingeführten Themen, zeitliche Begrenzung, Einfachheit, Konsequenzen, Beteiligung einflussreicher oder bekannter Personen sowie die Entfernung des Ereignisorts zum Verbreitungsgebiet des Mediums den Nachrichtenwert von Ereignissen.

Wie "Unternehmensjournalisten" die öffentliche Meinung beeinflussen

Beitrag von Maren » So 8. Jan 2017, 12:23

Wie "Unternehmensjournalisten" die öffentliche Meinung beeinflussen: Deutsche Großunternehmen produzieren im großen Stil eigene "journalistische" Publikationen und versuchen, ihre Kunden verstärkt besonders online direkt zu erreichen. Mit ihren medialen Produkten beeinflussen sie die öffentliche Meinung und gefährden den unabhängigen Journalismus. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der Otto Brenner Stiftung zu Content Marketing. Als Vorreiter im deutschsprachigen Raum gelten der Energydrink-Hersteller Red Bull und die Henkel-Tochter Schwarzkopf.

Studie: Junge Menschen haben kaum Vertrauen in die Medien

Beitrag von Maren » Do 3. Nov 2016, 19:39

Studie: Junge Menschen haben kaum Vertrauen in die Medien

Eine Umfrage unter dem Titel "Generation What?" ergab Erschreckendes. Junge Menschen haben kaum mehr Vertrauen in die Medien. Um Politik und Kirche steht es aber genauso schlecht. Nur drei Prozent der Befragten gaben an, den Medien völlig zu vertrauen, 28 Prozent vertrauen den Medien mehr oder weniger.

Allerdings stehen 40 Prozent den Medien skeptisch gegenüber, während 25 Prozent diesen gar kein Vertrauen schenken. Ob es sich dabei um die öffentlich-rechtlichen oder privaten Medien, um Print- oder Hörfunk und Online- oder TV-Medien handelt, spielte in der Umfrage keine Rolle. Hier wurde nicht differenziert.

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