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Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 23. Oktober 2018, 19:56

OBS diagnostiziert „Schulterschluss“ zwischen Demoskopie, Politik und Medien

Im Vorfeld der Landtagswahl in Bayern war zu beobachten, dass bei der medialen Verbreitung von Umfrageergebnissen häufiger als zuvor betont wurde, dass diese keine Wahlprognosen seien. Manche Grafiken waren gar mit dem Stempel „KEINE PROGNOSE“ versehen. Nach wie vor wurden jedoch auch Schlagzeilen produziert, die dem Reiz der Prophezeiung nicht widerstehen konnten; Umfrageergebnisse und Momentaufnahmen konnten als „Voraussagen“ wahrgenommen und als

Prognosen missverstanden werden.

Demoskopie und ihre Befunde sind omnipräsent und vermitteln den Eindruck, dass die Stimmungen und Meinungen des Wahlvolkes sich so einfach auslesen lassen wie der Gaszähler im Keller zum Jahresende. ….

Die Otto Brenner Stiftung veröffentlicht jetzt, zwischen Bayern- und Hessen-Wahl, eine kritische Bestandsaufnahme über den Zustand und aktuelle Probleme der Demoskopie in Deutschland – und warnt im Titel vor einem Schulterschluss zwischen Demoskopie, Medien und Politik. Der Blick hinter die Kulissen der Meinungsforschung zeigt, dass sich deren Produktionsbedingungen gerade tiefgreifend ändern und mit harten Bandagen um Methoden, Profile und Etats der Zukunft gestritten wird. Die Front verläuft zwischen „etablierten“ Kräften der Branche (wie z.B. Forschungsgruppe Wahlen, Infas und Forsa) und neuen Herausforderern, allen voran das Berliner Start-up Civey, das mit viel Wucht in den Markt der Meinungsforschung drängt.

https://www.otto-brenner-stiftung.de/fi ... M_AP34.pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 23. Oktober 2018, 19:55

Gutachten: Kein „Grundrecht auf Quotenorientierung“

Nicht nur die gesetzliche Aufwertung des Programmbereichs „Information“ steht nach seiner Einschätzung im Einklang mit der Verfassung – der Gesetzgeber dürfte den Sendern sogar bestimmte Sendezeiten und Mindestbudgets für einzelne unterprivilegierte Programmsparten vorschreiben, ohne damit in die Programm-Autonomie einzugreifen. Denn die Programmhoheit der Sender, so Gersdorf, gelte „nur in Wahrnehmung des vom Gesetzgeber zugewiesenen Funktionsauftrags“.

Was in der Schweiz in der Folge der No-Billag-Initiative möglich war, sollte auch in Deutschland ernsthaft erwogen werden: mehr als 50 Prozent des Programm-Budgets müssen in unserem Nachbarland von 2019 an für Informationsprogramme ausgegeben werden. In Deutschland besteht nach wie vor ein krasses Missverhältnis in der Budgetzuweisung: so verschlingt ausweislich der KEF-Berichte der Programmbereich Sport 27 % des Programm-Budgets im „Ersten“, füllt aber -je nachdem, ob es sich um ein Jahr mit oder ohne sportliche Großereignisse handelt- nur zwischen 6 und 9 % der Sendefläche. Ganz anders bei den Informationsprogrammen: In der Rangliste der Selbstkosten pro Erstsendeminute rangiert im Ersten Programm zum Beispiel das Ressort „Kultur und Wissenschaft“ erst an sechster Stelle. Nur 4 % der Sendefläche sind mit Dokumentationen und Reportagen belegt, Dokumentarfilme im eigentlichen Sinne füllen ganze 0,3 % des ARD-Gemeinschaftsprogramms.

https://agdok.de/de_DE/verfassungsrecht ... unkauftrag

Gutachten: Ist eine gesetzliche Präzisierung des Angebotsauftrags verfassungsrechtlich möglich – und wie weit darf sie gehen?

https://media02.culturebase.org/data/do ... rsdorf.pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 23. Oktober 2018, 19:55

Gutachten: Kein „Grundrecht auf Quotenorientierung“

Nicht nur die gesetzliche Aufwertung des Programmbereichs „Information“ steht nach seiner Einschätzung im Einklang mit der Verfassung – der Gesetzgeber dürfte den Sendern sogar bestimmte Sendezeiten und Mindestbudgets für einzelne unterprivilegierte Programmsparten vorschreiben, ohne damit in die Programm-Autonomie einzugreifen. Denn die Programmhoheit der Sender, so Gersdorf, gelte „nur in Wahrnehmung des vom Gesetzgeber zugewiesenen Funktionsauftrags“.

Was in der Schweiz in der Folge der No-Billag-Initiative möglich war, sollte auch in Deutschland ernsthaft erwogen werden: mehr als 50 Prozent des Programm-Budgets müssen in unserem Nachbarland von 2019 an für Informationsprogramme ausgegeben werden. In Deutschland besteht nach wie vor ein krasses Missverhältnis in der Budgetzuweisung: so verschlingt ausweislich der KEF-Berichte der Programmbereich Sport 27 % des Programm-Budgets im „Ersten“, füllt aber -je nachdem, ob es sich um ein Jahr mit oder ohne sportliche Großereignisse handelt- nur zwischen 6 und 9 % der Sendefläche. Ganz anders bei den Informationsprogrammen: In der Rangliste der Selbstkosten pro Erstsendeminute rangiert im Ersten Programm zum Beispiel das Ressort „Kultur und Wissenschaft“ erst an sechster Stelle. Nur 4 % der Sendefläche sind mit Dokumentationen und Reportagen belegt, Dokumentarfilme im eigentlichen Sinne füllen ganze 0,3 % des ARD-Gemeinschaftsprogramms.

https://agdok.de/de_DE/verfassungsrecht ... unkauftrag

Gutachten: Ist eine gesetzliche Präzisierung des Angebotsauftrags verfassungsrechtlich möglich – und wie weit darf sie gehen?

https://media02.culturebase.org/data/do ... rsdorf.pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 13. Juli 2018, 12:04

Studie zur Filmbranche: Sexistisch und schlecht bezahlt

Die Linken stellen eine Studie zur sozialen Lage der Film- und Fernsehschaffenden in Berlin und Brandenburg vor. Sie sehen großen Handlungsbedarf.

http://www.taz.de/!5516222/

Männer verdienen beim Film fast 50 Prozent mehr als Frauen

Nur jeder Dritte aus der Film- und Fernsehbranche kann von seinen Einnahmen leben. Das ergibt eine Studie zu Beschäftigungssituation der Film- und Fernsehschaffenden in der Region. Auch die Gehaltsunterschiede bei Männern und Frauen sind auffällig. Männer verdienen im Durchschnitt 50 Prozent mehr als Frauen (44.216 Euro gegenüber 30.663 Euro).

Die schlechte Situation vieler Filmschaffender hat Konsequenzen für die Altersvorsorge. Sieben Prozent der Befragten aus der Region hätten gar nicht vorgesorgt, besagt die Studie. 60 Prozent bezeichneten ihre Vorsorge als unzureichend.

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag ... igung.html

Auch wurden bei der Studie Fragen gestellt, bei denen es um ethische Standards ging. 280 der 658 Diskriminierungen, von denen die Befragten konkret berichten, waren Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, darunter auch verbaler und handgreiflicher Sexismus. Vor allem die Feststellung, so die Studie, dass Frauen weniger Gage bekommen als Männer, „zieht sich wie ein roter Faden durch die Beobachtungen der Befragten.“

http://www.taz.de/!5516222/

Zur Studie

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 13. Juli 2018, 12:01

Kritik an WDR 2 und WDR 4

Zu viele Gewinnspiele, Geplauder statt Radiocomedy und zu wenig Formatvielfalt: Ein Gutachten im Auftrag des WDR-Rundfunkrats attestierte den Reformen von WDR 2 und WDR 4 zwar Erfolge, benannte aber auch inhaltliche Fehlentwicklungen.

https://www.dwdl.de/radioupdate/67782/k ... ersendung/

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 15. Juni 2018, 14:46

OBS-Studie: „Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten“

Wie ähnlich sind sich Journalisten und Blogger in Deutschland? Diese Frage hat eine von der OBS geförderte Studie der Ostfalia Hochschule untersucht. Zentrales Ergebnis: Sie sind sich ähnlicher als oftmals angenommen. „Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten“ ist die erste empirische Untersuchung, die beide Gruppen vergleicht. Die Studie zeigt, dass Blogger mit bezahlten Beiträgen genauso wie ihre journalistischen Kollegen umgehen – und widerlegt damit die weit verbreitete gegenteilige Annahme. 91,6% der Blogger und 91,7% der journalistischen Pendants gaben an, bezahlte Inhalte entsprechend den Vorgaben zu kennzeichnen. Gleichermaßen stark ausgeprägt ist zudem die kritische Haltung zur Pressearbeit von Unternehmen in beiden Gruppen.

https://www.otto-brenner-stiftung.de/wi ... s-blogger/

Studie

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 17. Mai 2018, 15:53

Private Sender verstoßen gegen Rundfunkstaatsvertrag

Laut einer Darstellung im Content-Bericht der Landesmedienanstalten haben die Sender Pro7, RTL2
VOX, Sat1 und Kabel 1 gegen Paragraf 6 Absatz 2 Rundfunkstaatsvertrag verstoßen. Dort heißt es: „Zur Darstellung der Vielfalt im deutschsprachigen und europäischen Raum und zur Förderung von europäischen Film- und Fernsehproduktionen sollen die Fernsehveranstalter den Hauptteil ihrer insgesamt für Spielfilme, Fernsehspiele, Serien, Dokumentarsendungen und vergleichbare Produktionen vorgesehenen Sendezeit europäischen Werken entsprechend dem europäischen Recht vorbehalten.“ In dem Bericht ais ausgewiesen, dass die Sender im Jahr 2015 weniger als die Hälfte Werke europäischen Ursprungs zeigten.

Content-Bericht der Landesmedienanstalten 2016, veröffentlicht im Jahr 2017 (Seite 2017)
https://www.die-medienanstalten.de/publ ... icht-2016/

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 31. März 2018, 19:25

„The story that gets told depends on who is telling it“. Eine Diskursanalyse zur Berichterstattung über den Kampf gegen den IS in transnationalen Medien
von Kevin Kaisig

Die Studie bringt die „Fernsehrealität“, die uns Al Jazeera, Russia Today und die Deutsche Welle 2017 aus Mossul und Rakka geliefert haben, mit den Positionen zusammen, die Katar, Russland und Deutschland seinerzeit vertreten haben. Die einen verteufeln die Ideologie, auf die sich der IS stützt (weil sie ihnen gefährlich werden könnte), die anderen den Westen, und die Deutsche Welle hält die Fahne der individuellen Freiheit hoch. Der mündige Fernsehzuschauer weiß das alles und schaut trotzdem weiter seine Nachrichten.


Link zur Studie via medienblog.hypotheses.org

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 30. März 2018, 15:11

Tendenziöse Berichterstattung über die Ukraine-Krise 2014? – Putin vs. Obama eine Diskursanalyse anhand von Beiträgen in der Süddeutschen Zeitung


Masterarbeit von Mirjam Zwingli

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 28. März 2018, 20:56

Studie untersucht, welche Bedeutung das Phänomen "Fake News" in Deutschland hat

Vor der Bundestagswahl 2017 war die Angst groß, dass "Fake News" das öffentliche Meinungsbild manipulieren könnten. Eine Studie gibt nun Entwarnung: Der Einfluss war geringer als angenommen. Auffällig ist jedoch: Die Richtigstellung von Falschmeldungen wirkt nur begrenzt.


Zur Studie...

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 7. März 2018, 18:38

Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Vielfalt des Journalismus fördern kann

Qualität statt Quote

“Die Frage, die aktuell ernsthaft diskutiert werden muss, ist: Welche Rolle sollen die Medien und insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft in unserer Gesellschaft spielen? Was macht ihre Akzeptanz, ihre Glaubwürdigkeit aus? Hier sind konkrete Reformvorschläge und keine bloße Verteidigungshaltung gefragt. Denn alle Medien stehen vor dem grundlegenden Problem, das sich vordergründig auf den Begriff der Medienkonvergenz verkürzen lässt, also auf die Frage, wie Medien und öffentlich-rechtlicher Rundfunk auf die An- und Herausforderungen des digitalen Zeitalters reagieren können."

Link zur Publikation

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 23. Februar 2018, 20:24

Der Fall Andrej Holm und die Medien

Welchen Anteil haben die Medien am Sturz von Andrej Holm? Eine Diskursanalyse von drei Berliner Masterstudenten zeigt, dass es in der (veröffentlichten) Debatte nur am Rande um die Stasi-Vergangenheit des Berliner Wohnungsstaatssekretärs ging. Der Fall wurde stattdessen politisiert (Linkspartei, neue rot-rot-grüne Landesregierung, Holms Wohnungspolitik) und in die Gegenwart verlagert (Umgang mit der Vergangenheit). Ein Lehrstück für alle, die wissen wollen, wie politische Kommunikation funktioniert und wie man sich darauf vorbereiten kann. Medienrealität veröffentlicht hier eine Zusammenfassung der Studie finden.

https://medienblog.hypotheses.org/1312

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 2. Januar 2018, 20:03

Masterarbeit: Russlandbild in den deutschen Medien – Deutschlandbild in den russischen Medien

Jenseits aller aufgeregten Diskussionen um Fake News, Lügenpresse und alternative Fakten zeigt Daria Gordeeva in einer aufwändigen Studie, was die wichtigste deutsche Nachrichtensendung ihren Zuschauern im ersten Halbjahr 2017 präsentiert hat – ein westlich geprägtes Russlandbild, das sich „weitgehend“ mit der „Perspektive der Bundesregierung“ deckt (S. 64).

Masterarbeit:
https://f-origin.hypotheses.org/wp-cont ... rdeeva.pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 28. Dezember 2017, 20:55

Vergessene Welten. - Quantitative geografische Mediendiskursanalyse über die Berichterstattung der Tagesschau und ausgewählter führender Medien

Den Kern der vorliegenden Studie bildet eine quantitative Untersuchung der Bericht-erstattung der Tagesschau in den Jahren 2007 bis 2016. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammensetzung der Beiträge keine adäquate Widerspiegelung der Welt darstellt, da sie sich überproportional stark auf den sog. Westen und die Länder des „Orients“ kon-zentrieren. Dies geschieht zu Lasten anderer Staaten der sog. Dritten Welt, die in der Berichterstattung i.d.R. quantitativ stark marginalisiert werden (gemessen an ihrer Be-völkerungszahl müsste beispielsweise über die Subsahara-Afrika-Staaten ca. 230% mehr berichtet werden, über Madagaskar sogar über 3200%).


Ab sofort kann die Studie „Vergessene Welten. Quantitative geografische Mediendiskurs-analyse über die Berichterstattung der Tagesschau und ausgewählter führender Medien“ hier kostenlos heruntergeladen werden.

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 15. Dezember 2017, 23:13

Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland

Umsätze bei privaten Sendern in Deutschland gestiegen. Private Fernseh- und Hörfunksender in Deutschland haben ihre Umsätze innerhalb von zwei Jahren um mehr als 1,2 Mrd. Euro gesteigert.

http://www.horizont.at/home/news/detail ... iegen.html

In Deutschland gibt es einen der vielfältigsten Rundfunkmärkte der Welt. Das duale System, in welchem der mit der Grundversorgung beauftragte öffentlich-rechtliche Rundfunk und zahlreiche private Anbieter aktiv sind, umfasste 2016 insgesamt 642 Rundfunkprogramme. Davon wurden zuletzt insgesamt 269 Hörfunk- und 295 TV-Programme von kommerziellen Anbietern produziert. Sie ergänzten das von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten angebotene Portfolio von 56 Radio- und 22 TV-Angeboten. In Deutschland gibt es darüber hinaus einen großen Markt für Radio- und TV-Angebote im Internet. Hier wurden 2016 insgesamt 866 Web-TV-Kanäle sowie 2.453 Webradios gezählt.

Goldmedia-Studie als pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 30. November 2017, 20:13

Zahlt sich Sensationsmache aus?

Bisherige Studien haben gezeigt, dass Medien sich vor allem dann der Sensationsmache bedienen, wenn sie unter wirtschaftlichem Druck stehen. Bislang deutete aber wenig darauf hin, dass sensationsheischende Berichterstattung tatsächlich stärker die Aufmerksamkeit des Publikums erregt und es längerfristig bindet. Paul Hendriks Vettehen und Mariska Kleemans vom Institut für Verhaltensforschung der Radboud-Universität in den Niederlanden haben nun untersucht, ob Sensationsmache sich auf die Sehdauer von Nachrichten-Videos auswirkt

Vettehens und Kleemans Ergebnisse zeigen, dass Sensationsmache im Journalismus zwar durchaus Auswirkungen hat, diese aber nicht so groß sind wie angenommen:

- Die Videos mit den negativen Inhalten wurden doppelt so lange von den Probanden angeschaut wie die Videos mit den neutralen Inhalten.

- Auch die boulevardesk aufgemachten Beiträge wurden länger angeschaut als die Standard-Beiträge.

- Die Videos mit den neutralen Inhalten wie zum Beispiel Kultur und Wirtschaft, die boulevardesk aufgemacht waren, wurden länger angeschaut als die Videos mit den neutralen Inhalten, die standardmäßig aufgemacht waren.

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 8. November 2017, 21:27

Prominente Sendeplätze von ZDF und ARD weiterhin ohne Beteiligung von Regisseurinnen

4. Diversitätsbericht: In dieser vierten Auflage untersucht der Bericht für das Jahr 2016 die Vor- und Hauptabend-Sendeplätze im fiktionalen Programm der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, der privaten Sender SAT.1, RTL und VOX sowie dem deutsch-majoritären Kinospielfilm nach Geschlecht und Alter. Erstmals wird in dieser Auflage des Regie-Diversitätsberichts der Migrationshintergrund berücksichtigt sowie eine Genderstatistik der größten deutschen Film- und TV-Produktionsfirmen erstellt. Die Ergebnisse belegen, dass Frauen und Männer in der Regiebeauftragung leider nicht gleichberechtigt sind.


Bericht zum Download

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 25. Oktober 2017, 21:16

Politische Inszenierungen

Das fög analysierte im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung die Inhalte auf Facebook-Auftritten bundesdeutscher Parteien sowie deren Resonanz.

Die etablierten Parteien verwenden relativ wenig Medienbezüge. Die AfD hingegen bezieht sich in 47% aller Beiträge auf Medien und deren Inhalte. Hier findet sich eine deutliche Abgrenzung gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wichtigster Social-Media-Kanal für Informationen: 25% aller Deutschen nutzen Facebook um sich über das Weltgeschehen zu informieren.

Analyse:

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 15. Oktober 2017, 12:21

ARD-ZDF-Onlinestudie 2017: Nutzer immer länger im Netz

Die diesjährige Onlinestudie der Öffentlich-Rechtlichen hat keine Internet-Revolutionen zu vermelden, ein Blick ins Detail kann sich aber lohnen. Ihr nach ist nur jeder Zehnte ist nicht online, während Streamingdienste weiter zunehmen.


http://www.digitalfernsehen.de/ARD-ZDF- ... 762.0.html

Zugenommen habe gegenüber dem vorigen Jahr auch die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer: um 21 auf 149 Minuten. Frauen seien gut zwei Stunden online (2:05 Stunden), Männer fast drei Stunden (2:55). Die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen verbringt der Studie zufolge mehr als viereinhalb Stunden am Tag im Netz (4:34). Bei älteren zwischen 50 und 69 Jahren beträgt die tägliche Verweildauer nur etwas mehr als anderthalb Stunden. Deutlich gefragter als im Vorjahr seien Audioangebote, was vor allem auf eine ebenfalls stärkere Nutzung der Streamingdienste zurückzuführen sei. Die Reichweiten von Fernseh- und Radiosendungen im Internet - live oder zeitversetzt - seien stabil geblieben.


http://www.horizont.net/medien/nachrich ... eln-161782

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 12. Oktober 2017, 12:39

Respektiert eine Politik des „weichen“ Paternalismus die Autonomie individueller Konsumenten?
Studie von Prof. Dr. Jan Schnellenbach (Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg)

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 9. Oktober 2017, 12:26

OBS-Studie: AfD-Wähler und Ostdeutsche misstrauen Medien am stärksten

Erstmals kann die Untersuchung der OBS darüber hinaus eindrucksvoll belegen, dass eine Wechselwirkung zwischen Medienvertrauen und Demokratiezufriedenheit besteht. Denn auch unabhängig vom einzelnen Milieu lässt sich feststellen: Wer die Glaubwürdigkeit der Medien hoch einschätzt, ist auch mit dem Funktionieren der Demokratie hoch zufrieden. Umgekehrt gilt: Wer Medien als unglaubwürdig einstuft, ist höchst unzufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie. 90% der Menschen, die den Medien grundsätzlich Glaubwürdigkeit zugestehen, sind zugleich auch mit der Idee der Demokratie zufrieden. Bei denjenigen, die dieses Vertrauen verloren haben, sieht dies nur noch knapp die Hälfte der Befragten so.


https://www.otto-brenner-stiftung.de/pr ... ksten.html

Arbeitspaper:"Polarisiert und radikalisiert? Medienmisstrauen und die Folgen für die Demokratie"

Anmerkung: "Eindrucksvoll" wie die Selbstbeschreibung der OBS das Arbeitspapier lobt, sind nach Meinung verschiedener Kritiker jedoch lediglich die massiven methodischen Mängel.

Kritik aus dem Hause Tichy...

Kritik von sciencefiles.org...

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 27. September 2017, 15:56

Auf dem Prüfstand: die Studie des Medienwissenschaftlers Michael Haller zur „Flüchtlingsberichterstattung“ in deutschen „Leitmedien“

https://ratfuermigration.files.wordpres ... _horz3.pdf

Die Studie hat eine Kontroverse ausgelöst, weil dem Forscherteam vorgeworfen wird, die eigentliche Komplexität der Ergebnisse auf die oben genannten Punkte zu reduzieren. Auch würden Begriffe rechter Bewegungen zu unreflektiert verwendet. Dadurch würden die Forscher jenen Rechstextremen das Wort reden, die schon immer wussten, dass uns „die Medien“ belogen haben, so der Tenor der Kritik. Das vorliegende Papier schließt an diese Debatte an, um auf Basis von Befunden der transkulturellen Kommunikationswissenschaft eine kritische Überprüfung der Thesen zu versuchen.


https://rat-fuer-migration.de/2017/08/28/1297/

Re: Die Rechtsecke

Beitrag von Maren » 22. September 2017, 15:59

Der ökonomische Nutzen der ARD in Deutschland

Herausarbeitung der quantifizierbaren und nicht-quantifizierbaren volkswirtschaftlichen Effekte der ARD

http://www.ard.de/download/4327046/WIFO ... ummary.pdf

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 2. August 2017, 21:25

Studie: Medien haben gewalttätigen Ausländer als Angstfigur neu entdeckt

Die Berichterstattung über Flüchtlinge hat sich deutlich verändert. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie zur TV-Berichterstattung über Gewaltkriminalität in Zusammenarbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. In den Fokus seien Einwanderer als Gewalttäter gerückt. Die Forscher machen ein Datum als Wendepunkt aus.

https://www.welt.de/kultur/medien/artic ... deckt.html

Von den vier überregionalen Zeitungen und acht reichweitenstärksten deutschen Fernsehsendern, die in der Studie untersucht wurden, fiel besonders die Bild-Zeitung auf. Flüchtlinge kommen in den Medien vor allem als Gewalttäter vor, sagt eine Macromedia-Studie, die der "Journalist" veröffentlicht. Demnach thematisiert "Bild" in 64 % der Berichte über Zuwanderer Kriminalität, in der "Süddeutschen" und "FAZ" sind es rund 40 %, in den TV-Nachrichten 52 %.

http://www.presseportal.de/pm/20126/3697216

Nichtdeutschen Opfern von Gewalttaten widmete das Fernsehen in diesem Jahr demnach halb so viele Berichte wie 2014, obwohl deren Zahl laut Bundeskriminalamt anstieg. „Das führt zu einem verzerrten Bild und kann Vorurteile in der Bevölkerung anheizen“

http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik- ... -a-1323914

"Die Geflüchteten kommen kaum zu Wort". Im Interview erläutert Studienleiter Thomas Hestermann die Ergebnisse, die kein gutes Licht auf viele deutsche Redaktionen werfen.

http://www.deutschlandfunk.de/journalis ... _id=392493

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » 21. Juli 2017, 21:44

Neue OBS-Studie: Die "Flüchtlingskrise" in den Medien - Tagesaktueller Journalismus und Information
https://www.otto-brenner-stiftung.de/fi ... er_Web.pdf

Die Studie geht erstmals der Berichterstattung zur sogenannten Flüchtlingskrise im Detail nach: Dazu wurden insgesamt weit über 30.000 Medienberichte erfasst - und insbesondere für einen gut zwanzigwöchigen Zeitraum, in dem sich im Jahr 2015 die Ereignisse überschlugen, rund 1.700 Texte analytisch ausgewertet. Im Fokus der innovativen Untersuchung stehen Printleitmedien wie FAZ, SZ, Welt und Bild, über achtzig verschiedene Lokal- und Regionalzeitungen sowie die reichweitestarken Onlinemedien focus.de, tagesschau.de und Spiegel Online.

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