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Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Mo 15. Mai 2017, 20:11

Onlinekommunikation von Kandidaten im Wahlkampf - Aktivitäten auf Facebook und Twitter zur Bundestagswahl 2013

Personelle Faktoren wirken sich deutlich auf den Onlinewahlkampf aus. Der Professionalisierungsgrad eines Kandidaten, sein Alter und seine massenmediale Präsenz im Vorfeld der Bundestagswahl wirkten zuverlässig auf die Erfüllung der Funktionen politischer Onlinekommunikation. Dies zeigt, dass Kandidaten sich mit ihren Social-MediaAktivitäten vor allem selbst repräsentieren. Zudem sind Kandidaten von Oppositionsparteien stärker vernetzt und informieren ihre Anhänger häufiger über soziale Netzwerke als Kandidaten der Regierungsparteien. Auch ein hoher Urbanisierungsgrad im Wahlkreis wirkt sich positiv auf den Umfang politischer Onlinekommunikation im Wahlkampf aus.


Link zur Studie

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag von Maren » Di 2. Mai 2017, 19:34

„Arbeit 4.0“ erscheint als Naturgewalt

Digitalisierung und Globalisierung der Arbeitswelt erscheinen als Naturgewalt, der man ausgeliefert ist. Wie dieser Eindruck entsteht, analysiert eine Studie der Otto Brenner Stiftung, die zum „Tag der Arbeit“ vorgelegt wird.

https://mmm.verdi.de/beruf/arbeit-4-0-e ... walt-40973

Die untersuchten 360 Beiträge der Jahre 2014 und 2015 aus elf bekannten deutschen Tages- und Wochenzeitungen (darunter SZ, FAZ, Handelsblatt, WELT, taz, ZEIT, Spiegel) vermitteln den Gesamteindruck, dass die Arbeit in einen epochalen technischen Umbruch geraten ist, der sich unaufhaltsam ereignet. Woher diese technische Revolution, genannt Digitalisierung, kommt, ist uninteressant, wohin sie führt, ist unbekannt oder umstritten. Der Gedanke, dass der technische Umbruch selbst das Resultat von Arbeit ist, kommt nicht vor. Dass jede Technik, auch die Digitalisierung, in der Gesellschaft und von Angehörigen der Gesellschaft entwickelt und vorangetrieben wird, bleibt weitgehend unreflektiert. Das journalistische Interesse daran, wie wir morgen arbeiten werden, gilt am wenigsten der Frage, wer bestimmt, wie wir morgen arbeiten werden.

http://www.carta.info/84834/die-zukunft ... rnativlos/

Nachrichtenfaktoren

Beitrag von Maren » So 9. Apr 2017, 11:41

Georg Ruhrmann / Roland Göbbel

Veränderung der Nachrichtenfaktoren und Auswirkungen auf die journalistische Praxis in Deutschland (2007)

Es besteht ein Zwang zur Reduktion der Informationskomplexität. Denn nur ein Bruchteil der täglichen weltweiten Geschehnisse kann tatsächlich zur Nachricht werden. Welche Merkmale eines Ereignisses sind es, die die jewei-
ligen Auswahlprozesse beeinflussen? In diesem Kontext führt der Autor erstmals den Begriff des news value ein.
Unter dem Nachrichtenwert versteht er die Publikationswürdigkeit von Ereignissen, die sich aus der Kombination von Merkmalen ergeben, welche die Journalisten den Ereignissen zurechnen. Den Nachrichtenwert bestimmen u.a.
Ungewöhnlichkeit, Bezug zu bereits eingeführten Themen, zeitliche Begrenzung, Einfachheit, Konsequenzen, Beteiligung einflussreicher oder bekannter Personen sowie die Entfernung des Ereignisorts zum Verbreitungsgebiet des Mediums den Nachrichtenwert von Ereignissen.

Wie "Unternehmensjournalisten" die öffentliche Meinung beeinflussen

Beitrag von Maren » So 8. Jan 2017, 13:23

Wie "Unternehmensjournalisten" die öffentliche Meinung beeinflussen: Deutsche Großunternehmen produzieren im großen Stil eigene "journalistische" Publikationen und versuchen, ihre Kunden verstärkt besonders online direkt zu erreichen. Mit ihren medialen Produkten beeinflussen sie die öffentliche Meinung und gefährden den unabhängigen Journalismus. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der Otto Brenner Stiftung zu Content Marketing. Als Vorreiter im deutschsprachigen Raum gelten der Energydrink-Hersteller Red Bull und die Henkel-Tochter Schwarzkopf.

Studie: Junge Menschen haben kaum Vertrauen in die Medien

Beitrag von Maren » Do 3. Nov 2016, 20:39

Studie: Junge Menschen haben kaum Vertrauen in die Medien

Eine Umfrage unter dem Titel "Generation What?" ergab Erschreckendes. Junge Menschen haben kaum mehr Vertrauen in die Medien. Um Politik und Kirche steht es aber genauso schlecht. Nur drei Prozent der Befragten gaben an, den Medien völlig zu vertrauen, 28 Prozent vertrauen den Medien mehr oder weniger.

Allerdings stehen 40 Prozent den Medien skeptisch gegenüber, während 25 Prozent diesen gar kein Vertrauen schenken. Ob es sich dabei um die öffentlich-rechtlichen oder privaten Medien, um Print- oder Hörfunk und Online- oder TV-Medien handelt, spielte in der Umfrage keine Rolle. Hier wurde nicht differenziert.

Studie der OBS "Die Griechen provozieren"

Beitrag von Maren » Do 8. Sep 2016, 15:31

Frankfurt am Main, den 08.9.2016.

Bei der Berichterstattung über die griechische Staatsschuldenkrise im Jahr 2015 haben die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF zentrale Qualitätskriterien verletzt. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Die Griechen
provozieren!“
der Otto Brenner Stiftung (OBS).

ARD und ZDF machen am Tag des Erscheinens der Studie genau das, was sie bei Kritik an ihrer Arbeit immer machen: Sie weisen die Kritik zurück. Was sonst?

Ausgerechnet ARD-Chefredakteur Rainald Becker, der sich als Kommentator stets staatstragend und hier mit anmaßenden Tönen gen Griechenland zu Wort meldete, attestiert der Studie 11:31 Uhr am Tag des Erscheinens pauschalierend, nicht sachgerecht und wenig hilfreich zu sein.

Hilfreich wobei? Hilfreich dabei, das gesamte Ausmaß an Fehlinformationen, Verzerrungen und sinnentstellenden Auslassungen zu beschreiben, welche die Griechenlandberichterstattung seit Beginn der Regierungsverantwortung von Syriza dominierte? Hilfreich dabei, die üblen nationalstereotypischen und verhetzenden Kommentare diverser öffentlich-rechtlicher "Regierungssprecher" zu sezieren? Oder hilfreich dabei, die zahlreichen Verstöße gegen die verpflichtenden Grundsätze wie Objektivität, Unparteilichkeit, Meinungsvielfalt, Ausgewogenheit und der Völkerverständigung dienenden Programmbeiträge zu ermitteln?

Es würde den Programmverantwortlichen und den Geschichtenerzählern mit Mikrophon sehr gut zu Gesicht stehen, wenn sie ihre Fehlleistungen, die im übrigen gut dokumentiert und nachgewiesen sind, öffentlich eingestehen und der interessierten Öffentlichkeit Auskunft darüber geben, aus welchem Grund in dieser Art und Weise berichtet wurde.

Korruption im Journalismus

Beitrag von Maren » Di 16. Aug 2016, 17:35

Wahrnehmung, Meinung, Lösung - Erste bundesweite Journalistenbefragung

Bei einer repräsentativen Befragung von Transparency International im Jahr 2013 hielten 54 Prozent der Deutschen die Medien für korrupt oder sehr korrupt. In Zeiten von Lügenpresse-Vorwürfen müssen sich Journalisten und Medienmanager selbstkritisch fragen, was falsch läuft. Grund genug, die Branche noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Zuge einer Masterarbeit an der Universität Hamburg wurden daher bundesweit rund 400 Journalisten zur Wahrnehmung und Bewertung von journalistischer Korruption befragt.

Bericht über gesamteuropäische Mediengruppen

Beitrag von Maren » Do 7. Jul 2016, 19:42

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle hat soeben ihren ersten Bericht über gesamteuropäische Mediengruppen veröffentlicht. Der Bericht stützt sich auf Daten, die in der Datenbank MAVISE zusammengetragen wurden. Der neue 56-Seiten-Bericht – Media ownership: towards pan-European groups? – kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Die Analyse konzentriert sich auf eine Auswahl der größten gesamteuropäischen Gruppen auf dem Rundfunk- und Vertriebsmarkt. Untersucht werden die wichtigsten Akteure auf diesem Markt, ihr geographischer Fußabdruck, ihre Position in einer Reihe von Märkten und ihre aktuelle Strategie in Bezug auf Expansion, Übernahme und vertikaler Integration.

Die 15 größten gesamteuropäischen Vertriebsgruppen für audiovisuelle Medien hatten zusammen einen Marktanteil von 68% am Pay-TV-Markt in der EU. Auf sechs Gruppen, die in diesem Bericht analysiert werden (Deutsche Telekom, Liberty Global, Orange, Sky, Viasat und Vivendi), entfallen 50% der Pay-TV-Abonnenten in der EU. Es gibt 13 gesamteuropäische Rundfunkveranstalter, in deren Besitz sich (direkt oder über Tochterunternehmen) die bekanntesten Marken- und Pay-TV-Kanäle in ganz Europa befinden. Neun davon gehören zu den großen US-amerikanischen Fernseh- und Filmproduktionsgesellschaften.

Reuters Institute Digital News Report 2016

Beitrag von Maren » Fr 17. Jun 2016, 22:14

Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2016“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich

Die Nachrichtennutzung in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen ist im Vergleich zum Vorjahr in allen Gattungen zurückgegangen: im Fernsehen (von 72 % auf 54 %), im Radio (von 40 % auf 33 %), in Printmedien (von 34 % auf 26 %) und im Internet (von 79 % auf 75 %). 21 Prozent der 18- bis 24-Jährigen beziehen Nachrichten ausschließlich über Quellen aus dem Internet; darunter sind 8 Prozent, die ausschließlich Nachrichten über soziale Medien nutzen. Dies ist ein Ergebnis des „Reuters Institute Digital News Report 2016“, dessen Befunde für Deutschland am 15. Juni vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung veröffentlicht wurden.

Neue OBS-Studie: Wie DAX-Unternehmen die öffentliche Meinung beeinflussen

Beitrag von Maren » So 12. Jun 2016, 09:25

Neue OBS-Studie: Wie DAX-Unternehmen die öffentliche Meinung beeinflussen

Deutsche Großunternehmen produzieren im großen Stil eigene "journalistische" Publikationen und versuchen, ihre Kunden und Konsumenten verstärkt besonders online direkt zu erreichen. Mit ihren medialen Produkten beeinflussen sie die öffentliche Meinung und gefährden den unabhängigen Journalismus. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Otto Brenner Stiftung (OBS). Verfasst hat sie der Würzburger Kommunikationsforscher Prof. Dr. Lutz Frühbrodt.

Studie

Der Propaganda-Multiplikator

Beitrag von Maren » Sa 4. Jun 2016, 09:52

Die Forschungsgruppe zu Propaganda in Schweizer Medien (bekannt von der „NZZ-Studie“) hat einen neuen Beitrag publiziert:

Der Propaganda-Multiplikator

Es ist einer der wichtigsten Aspekte unseres Mediensystems – und dennoch in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt: Der größte Teil der internationalen Nachrichten in all unseren Medien stammt von nur vier globalen Nachrichtenagenturen aus New York, London, Paris und Berlin.

Die Schlüsselrolle dieser Agenturen bewirkt, dass westliche Medien zumeist über die gleichen Themen berichten und dabei sogar oftmals dieselben Formulierungen verwenden. Zudem nutzen Regierungen, Militärs und Geheimdienste die globalen Agenturen als Multiplikator für die weltweite Verbreitung ihrer Botschaften. Die transatlantische Vernetzung der etablierten Medien gewährleistet dabei, dass die gewünschte Sichtweise kaum hinterfragt wird.

Vertrauen in die Medien

Beitrag von Maren » Do 12. Mai 2016, 18:14

Medien in der Glaubwürdigkeitskrise?

Pressemitteilung:
Die Medien stehen angesichts der aktuellen Vorwürfe mangelnder Glaubwürdigkeit vor besonderen Herausforderungen. Inwieweit haben die Bürger wirklich das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit journalistischer Berichterstattung verloren? Und wie können die Medien Vertrauen zurückgewinnen? Um Schlüsse auch für die eigene Arbeit zu ziehen, ist der Bayerische Rundfunk diesen Fragen auf den Grund gegangen und hat zum 25. Jubiläum von "B5 aktuell", des Informationsradios des Bayerischen Rundfunks, eine bundesweite und repräsentative Studie zum Thema "Vertrauen in die Medien" durchgeführt.


Zur Studie:
br-medienstudie-glaubwuerdigkeit100.pdf
(993.05 KiB) 110-mal heruntergeladen

Medien und Tarifkonflikte

Beitrag von Maren » Fr 29. Apr 2016, 13:01

„Streikende legen die Region lahm“ betitelte die Westfälische Rundschau am 27. April die Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Wann und wie berichten Medien über Tarifrunden? Welchen Einfluss haben sie auf Verhandlungen und Ergebnisse? Über das noch wenig erforschte Thema „Medien und Tarifkonflikte“ sprach Bärbel Röben mit Christina Köhler, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Publizistik der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität.

Medienkonzentrationsbericht der LfM für NRW

Beitrag von Maren » Do 21. Apr 2016, 10:58

Medienvielfalt hat in Nordrhein-Westfalen deutlich abgenommen

Tageszeitungen und Lokal-TV sind besonders betroffen, so das Ergebnis einer umfassenden Marktanalyse des Formatt-Instituts im Auftrag der Landesanstalt für Medien, die alle drei Jahre erscheint. Der Medienwissenschaftler Horst Röper diagnostiziert diesmal einen Konzentrationsprozess "im Zeitraffer".

Pressemitteilung

Bericht

Bericht zu Urheberrechtsvorschriften in zwei unterschiedlichen Rechtssystemen

Beitrag von Maren » Di 19. Apr 2016, 09:26

14/04/2016 : Pressemitteilung - Ausnahmen des Urheberrechts in Russland und die „fair use“ Doktrin - Neuer kostenloser Bericht zu Urheberrechtsvorschriften in zwei unterschiedlichen Rechtssystemen

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle als Teil des Europarats in Straßburg hat gerade ihren aktuellen IRIS Extra Bericht veröffentlicht: Ausnahmen des Urheberrechts in Russland und die „fair use“ Doktrin. Hier kostenlos herunterladen.

Studie: Eine Rekonstruktion des Falls Nikolaus Brender

Beitrag von Maren » Mo 11. Apr 2016, 09:43

Eine neue Studie zeigt, wie sich Roland Koch und Edmund Stoiber im ZDF zu Tode siegten. Wer gegen wen agierte und agitierte und warum, das ist jetzt in nuce nachzulesen. In der Dissertation von Inga Wagner: „Informelle politische Kommunikation: Eine Rekonstruktion des Falls Nikolaus Brender“

Inga Wagner: Informelle politische Kommunikation. Eine Rekonstruktion des Falls Nikolaus Brender. Springer VS Verlag der Sozialwissenschaften. Wiesbaden 2016. 260 Seiten, 39,99 €

Neue OBS-Studie: Medienverlage und Lobbyorganisationen als Kooperationspartner In "Ausverkauf des Journalismus – Medien

Beitrag von Maren » Mi 16. Mär 2016, 10:33

Neue OBS-Studie: Medienverlage und Lobbyorganisationen als Kooperationspartner

In "Ausverkauf des Journalismus – Medienverlage und Lobbyorganisationen als Kooperationspartner" betrachtet Marvin Oppong eine strukturelle Entwicklung genauer, die bisher von Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft relativ unbeachtet blieb. Der Autor beschreibt die zunehmenden Kooperationen von Zeitungsverlagen mit Lobbyorganisationen und analysiert sie unter den wichtigen Fragestellungen der Unabhängigkeit und Objektivität der Redaktionen und ihrer Berichterstattung. Dabei warnt er vor erheblichen negativen Konsequenzen, wenn diese Entwicklungen in ihrer jetzigen Form weitergehen.

Qualität der geopolitischen Berichterstattung

Beitrag von Maren » Sa 20. Feb 2016, 20:47

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) ist die führende Schweizer Tageszeitung für internationale Themen. Doch wie objektiv und kritisch berichtet die NZZ über geopolitische Konflikte? Um dies zu überprüfen, wurden während je eines Monats alle NZZ-Berichte zur Ukraine-Krise und zum Syrienkrieg analysiert und anhand des Modells von Professor Anne Morelli auf Muster von Kriegspropaganda hin ausgewertet.

Die Resultate sind eindeutig: Die NZZ verbreitet in ihren Berichten überwiegend Propaganda der Konfliktpartei USA/NATO. Gastkommentare und Meinungsbeiträge geben nahezu durchgehend die Sicht dieser Konfliktpartei wieder, während Propaganda ausschließlich auf der Gegenseite verortet wird. Die verwendeten Drittquellen sind unausgewogen und teilweise nicht überprüfbar. Insgesamt muss von einer einseitigen, selektiv-unkritischen und wenig objektiven Berichterstattung durch die NZZ gesprochen werden. Verschiedene Erklärungsversuche für diesen Befund werden diskutiert.


Weiterlesen: Qualität der geopolitischen Berichterstattung in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)
Eine Studie von Swiss Propaganda

Die prekäre journalistische Nähe zur Macht

Beitrag von Maren » Mi 10. Feb 2016, 11:40

Wie eng sind Journalisten der deutschen Leitmedien mit politischen und wirtschaftlichen Elitenetzwerken verbandelt? Und inwieweit führt die prekäre journalistische Nähe zur Macht zu einer Identifikation mit elitären Diskurspositionen?

Uwe Krüger im Gespräch mit Michael Walter

Neue Studie der OBS - Wir sind das Publikum!

Beitrag von Maren » Fr 13. Nov 2015, 13:11

Autoritätsverlust der Medien und Zwang zum Dialog

Kritik an "einseitiger" Parteinahme oder "inszenierter" Berichterstattung ist weit verbreitet und wird zum Teil mit drastischen Mitteln geäußert. Mit Internet und Web 2.0 stehen dem Publikum die Instrumente zur Verfügung, um sich aus seiner passiven Rolle gegenüber den klassischen Medien zu befreien. Was früher vor dem Fernseher oder am Stammtisch geäußert wurde, findet heute umgehend seinen Weg in Blogs, in die sozialen Medien und in die digitalen Kommentarspalten - oft sehr zum Missfallen der Medienmacher. Das "alte“ Verhältnis zwischen Medien und Publikum ist passé; das neue Verhältnis kann als gestört beschrieben werden.

Das ist die Ausgangslage der Studie von Fritz Wolf. Der Anspruch des Autors ist es, die Ursachen dieser Beziehungskrise zwischen Publikum und Medien zu ergründen und Auswege zu skizzieren. Wolf knüpft damit an seine im Frühjahr 2013 von der Otto Brenner Stiftung veröffentlichte Studie "Im öffentlichen Auftrag" an. Auch in der aktuellen Untersuchung steht wieder das öffentlich-rechtliche Fernsehen im Mittelpunkt. Das ist kein Zufall, schließlich werden ARD und ZDF über eine Haushaltsgebühr finanziert und stehen in einer besonderen Verantwortung, Hörer und Zuschauer auch als Bürger ernst zu nehmen.

Im Ergebnis kommt die Studie zu dem Schluss, dass die neue Rolle des Publikums gegenüber den Medien – so schwierig ihr Verhältnis momentan sein mag – Chancen demokratischer Partizipation bietet. Dafür sei es notwendig, dass die Medienmacher ihre Abwehrhaltung überwinden und Formen und Räume zur Beteiligung und Programmkritik schaffen. Hier sieht der Autor auch die Politik in der Pflicht, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Auf der anderen Seite sei es Aufgabe des Publikum dafür zu sorgen, dass Hate-Speech und "Lügenpresse"-Beschimpfungen im medialen Dialog keinen zu großen Raum einnehmen.
Quelle: OBS

Der Autor der Studie, Fritz Wolf, hat im Vorfeld ein Interview mit mir geführt, welches ab Seite 74 zu lesen ist

Presseerklärung:
2015_11_13_PM_AH84_Publikum.pdf
(283.4 KiB) 128-mal heruntergeladen

Re: Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements

Beitrag von Onyx13 » Fr 2. Okt 2015, 13:20

Maren hat geschrieben:Prof. Dr. Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ - Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements
Vortrag an der Christian Albrechts Universität Kiel, am 22.06.2015


was neues
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46139/1.html

Politik noch immer die stärkste Gruppe in Aufsichtsgremien

Beitrag von Maren » Do 3. Sep 2015, 09:39

Rundfunkräte in den öffentlich-rechtlichen Sendern: Politik und Parteien bleiben am Drücker

Analyse zeigt: Mit 31 Prozent sind Vertreter der Politik die stärkste Gruppe in den Aufsichtsgremien. SPD und CDU gleichauf. Laut Studie lassen sich die 507 Vertreter acht Kategorien zuordnen. Die größte Gruppe mit einem knappen Drittel (159 Mitglieder, 31 Prozent) wird von der Politik gestellt, entsandt von Bundes- und Landesregierungen, von den Landesparlamenten, kommunalen Verbänden und Parteien.

Studie

Update: "Allerdings ist die Studie nicht ganz „sauber“. Sie berücksichtigt nicht, dass es in der letzten Zeit geübte Praxis war, parteipolitische Vertreter über gesellschaftlich-relevanten Organisationen zu entsenden. Dazu nur drei Beispiele: Volker Zastrow ist Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Bei Organisationen wird er unter „Unbekannt“ geführt, bei den Kategorien unter „Sonstiges“ und bei der Parteimarkierung gibt es keinen Hinweis. Dabei ist er seit langem FDP-Landesvorsitzender in Sachsen und war bis September 2013 Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag. Entsandt wurde er von der sächsischen Staatsregierung für den Bereich der Kreativwirtschaft. So wie er werden auch Angelika Niebler (CSU, Mitglied des Europaparlaments) sowie Katrin Budde (SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag Sachsen-Anhalt) eingeordnet.

Zumindest Volker Zastrow müsste dem Geschäftsführer des Prometheus-Instituts Frank Schäffler bekannt sein, war dieser doch von 2005 bis 2013 FDP-Bundestagsabgeordneter.

Eine aufklärerische Leistung wäre es, wenn für alle Gremienmitglieder auch die Parteimitgliedschaft nebst aktueller Funktion aufgeführt würde."

Re: Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements

Beitrag von ZahlUndStimmSchaf » Mi 12. Aug 2015, 08:56

Tommy Hansen von free21 hat dafür gesorgt, dass der Vortrag jetzt auch in gedruckter Fassung (pdf) vorliegt. Prima zum lesen am Meer oder Badesee. :)

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/150806_Mausfeld.pdf

Unbedingt empfehlenswert um Zusammenhänge zu erkennen und Augen öffnend!!!

Wer dreht deutsche Kinofilme? Gender Report: 2009–2013

Beitrag von Maren » Mi 5. Aug 2015, 09:49

Unterrepräsentiert, aber von hoher Qualität

Nur jeder fünfte deutsche Spielfilm (22 Prozent) der Jahre 2009 bis 2013 wurde von einer Frau inszeniert. Diese Filme bestechen allerdings offenkundig durch eine hohe Qualität, denn Filme von Frauen erhalten häufiger Filmpreise und laufen wesentlich erfolgreicher auf Festivals. Dieser Erfolg ist bemerkenswert, bedenkt man neben der Unterrepräsentanz von Frauen in der Filmproduktion, dass ihre Filme in der Regel finanziell schlechter ausgestattet sind. Dies zeigt die soeben erschienene Studie „Wer dreht deutsche Kinofilme? Gender Report: 2009–2013“ des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock unter der Leitung von Prof. Dr. Elizabeth Prommer und Skadi Loist.

"Extraktives" Rundfunksystem -> scheiternde Nation?

Beitrag von Bücherleser » Sa 1. Aug 2015, 14:21

Ich lese gerade "Warum Nationen scheitern" von Acemoglu/Robinson:
http://www.zeit.de/2013/13/Daron-Acemog ... -scheitern

Dabei ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen, daß das deutsche System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eigentlich ein Paradefall einer "extraktiven Institution" ist in dem Sinne, wie die Autoren solche definieren:

Durch pauschale Steuern/Gebühren wird ein Apparat finanziert, der einer winzigen Elite mächtige politische und ökonomische Macht verschafft, ohne daß die herangezogenen Bürger irgendwelche Mitspracherechte oder wirksame rechtliche Kontrollen ausüben können.
Die bisherige Wirkungslosigkeit sämtlicher Klagen und Beschwerden belegt die völlige Recht- und Wehrlosigkeit des Zwangsbeitragszahlers.

Eigentlich ist so eine extraktive Institution ein Fremdkörper in einer Demokratie.
Aber die gewaltigen Widerstände der Eliten, diese mißratene Institution des Öffentlich-rechtliche Rundfunks hin zu einer "inklusiven Institution" reformieren zu lassen, beweist, daß unser Staat eben keine Demokratie ist, sondern selber ein extraktives Gebilde, welches einen extraktiven Staatsfunk notwendig braucht, um über Massenmanipulation seine Scheinlegitimität herzustellen und aufrechtzuerhalten.

Die logische Konsequenz daraus ist, das Deutschland (mal wieder) auf dem Weg zu einem "failed state" ist, wobei der Staatsfunk eine entscheidende Rolle spielt.

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